12 von 12: Januar 2022

12 von 12: Januar 2022

Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.01.2022

An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

Mein Arbeitstag startet immer mit einer Kanne frisch gebrühten Tees. Oft pflücke ich mir dafür etwas aus unserem Kräuterbeet zusammen – in den Wintermonaten steht aber nur noch der Salbei so richtig gut im Saft. Deswegen ergänze ich heute mit ein paar Scheiben Ingwer und Kurkuma.

Salbei-Ingwer-Kurkuma 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ansonsten scheint es ein kalter Tag zu bleiben. Viele Pflanzen im Garten sind mit einer dicken Reifschicht und schönen Eiskristallen überzogen.

gefrorener Farn 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Beim Blick aus dem Fenster sehe ich diese kleine Schnecke am Glas hockriechen. Vielleicht sucht sie ein warmes Plätzchen?

Schnecke am Fenster 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Motto für 2022 ist der Dreiklang aus Fülle, Fokus und Wachstum. Fokus werde ich dieses Jahr unter anderem mithilfe von 90-Tage-Sprints halten. Das erste Quartal plane ich heute mit der Riesenrad-Methode, eines meiner liebsten Visual-Coaching-Tools.

90-Tage-Plan Coaching-Tool Riesenrad 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gestern habe ich einen Blogartikel zu aktuellen Trends in der Visualisierung fertiggeschrieben. Bevor ich ihn veröffentlichen kann, brauche ich noch ein Titelbild. Deswegen habe ich mich noch ans Zeichnen gemacht und scanne jetzt das getrocknete Bild ein. (Meine Bildidee ist ein Zitat aus dem Artikel: „Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser.”)

gezeichnetes Taschenmesser 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eigentlich hätte ich gerne einfach ein Bild aus dem letzten Fotoshooting genommen, habe auf den Bilderpool aber leider noch immer keinen Zugriff – und muss jetzt scheinbar warten, bis meine Fotografin im Februar aus dem Urlaub zurück ist, obwohl in ihrem Schaufenster schon eines meiner Bilder hängt.

Schaufenster Fotografin 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wenn ich schon den Scanner aufgebaut habe, schaue ich, was ich sonst noch aus dem neuen Skizzenbuch digitalisieren will. Seit dem 1. Januar mache ich als Fingerübung wieder eine kleine Zeichnung pro Tag. Die kann etwas ganz Alltägliches sein wie das Taschenmesser, oder etwas Besonderes, an das ich mich später erinnern möchte – so wie der gequetschte Daumen, den sich mein Liebster bei der Gartenarbeit zugezogen hat…

verletzter Daumen 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

… oder der Roman von Simone van der Vlugt, den ich an nur zwei Abenden komplett durchgelesen habe. Das Buch kann ich empfehlen, die Zeichnung steht für mich aber auch für die besondere Atmosphäre in Büchereien, die ich so liebe. Anfang des Jahres waren wir in der Stadtteilbibliothek und haben uns einen neuen Leseausweis machen lassen. Nachtblau ist das erste Buch, das ich in diesem Jahr ausgeliehen habe.

Buch Nachtblau 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Meine früheren Skizzenbücher sind schon weitgehend digitalisiert, aber einige waren noch unbeschriftet. Das macht das Suchen nach bestimmten Zeichnungen etwas mühsam, deswegen hole ich das jetzt nach.

Stapel Skizzenbücher 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Bevor ich mich gleich für drei Stunden ins Webinar setze, drehe ich noch eine Runde an der frischen Luft im Wald. Es ist immer noch kalt.

gefrorene Baumscheibe 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auf dem Weg zurück zwitschert es mir vielstimmig aus einem Baum entgegen. Als Stadtkind kann ich nur eine gute Handvoll Vögel auseinanderhalten und freue mich deshalb über jede Neuentdeckung. Eine meiner liebsten Apps ist birdNET. Mit ihr kann man Vogelstimmen aufnehmen und bekommt nach wenigen Sekunden ausgespuckt, welchen Vogel man da gerade gehört hat. Am Waldrand saßen also Stieglitze. Interessant…🤓🦤 Um die Datenmenge klein zu halten, wird übrigens nicht die Tondatei, sondern das Bild mit dem akustischen Muster analysiert.

birdnet stieglitz 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

So, jetzt geht es los: Tag 3 von 5 im kostenlosen Online-Business-Workshop meiner Coach Sigrun. Geht bis abends, deswegen sage ich für heute Tschö! Danke fürs vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

Workshop Sigrun 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

*Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Foto: Ute Gabriel

Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 29.12.2021

Das Jahr 2021 war für mich ein Wendejahr. Nicht nur, was das Online-Business angeht, sondern auch in Puncto Schreibfluss und Produktivität. Während ich mich in 2020 mit dem Schreiben noch wahnsinnig schwergetan und nur 3 Artikel zustande gebracht habe, sind im Jahr 2021 (für mich) unglaubliche 33 Blogartikel entstanden. Außerdem warten derzeit schon 18 in WordPress angelegte Entwürfe darauf, fertiggestellt zu werden. Und auch in meinem Ideen-Notizbuch füllt sich Seite um Seite mit neuen Artikelideen. Die Kategorie #visuellerklärt zum Beispiel werde ich im Jahr 2022 massiv ausbauen. Ideen dafür begegnen mir fast täglich. Einer der nächsten Artikel wird auf anschauliche Weise zeigen, wie viele (oder wenige) Leben durch das Mammographie-Screening tatsächlich gerettet werden können.

(Ohnehin liegt mir geschlechtergerechte Medizin am Herzen. Durch visuelles Erklären will ich dazu beitragen, dass sich die Informationslage verbessert. Ich finde es erschreckend (und absurd), dass medizinische Studien noch immer fast ausschließlich mit männlichen Probanden durchgeführt werden – selbst, wenn es um die Auswirkungen von Übergewicht auf Brust- und Gebär­mutterkrebs(!) geht. Klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber leider Realität.)

Soweit schon mal ein Ausblick auf 2022. Nun aber zu meinen liebsten Blogartikeln des Jahres 2021!

1. Mein liebster Expertenartikel 2021: Was sind visuelle Notizen?

Es ist DER Übersichtsartikel: Super zum Einstieg, wenn du noch nie etwas über visuelle Notizen (aka Sketchnotes) gehört hast, aber auch eine prima Auffrischung.

Es gibt 8 knackige Merkmale, die visuelle Notizen ausmachen. Sinnvolle Reduktion und Fokus auf das Wesentliche zum Beispiel. Im Artikel Was sind visuelle Notizen? gehe ich auf die wichtigsten Punkte ein und gebe eine Antwort auf die Frage: Musst du dafür zeichnen können?

(Spoiler: Nein, visuelle Notizen müssen keine einzige Zeichnung enthalten, denn es geht um visuelle Struktur, also Anordnung von Informationen zueinander. Super für alle, deren wichtigstes Werkzeug ihr Kopf ist.)

Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visuelle Notizen sind handschriftliche Aufzeichnungen, die landkartenartig strukturiert sind und das Wichtigste auf den Punkt bringen. Hier zum Beispiel: Wie die zwei Denkmodi des menschlichen Gehirns zusammenwirken.

2. Mein Aufreger des Jahres 2021: Sketchnote vs. visuelle Notiz oder Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

Nach über 15 Jahren als „Sketchnoterin“ und vier Jahren als „Sketchnote“-Trainerin habe ich mich bewusst dafür entschieden, statt Sketchnote lieber visuelle Notiz zu sagen. Visuelle Notiz und Sketchnote werden im englischsprachigen Raum synonym verwendet. Im Deutschen verwässert der Begriff Sketchnote derzeit leider mehr und mehr. Stellenweise hat er sich von seiner ursprünglichen Bedeutung seeeehr weit entfernt. Beziehungsweise: Er wird oft uminterpretiert in „irgendwas mit Zeichnen“.

Dazu tragen maßgeblich Angebote bei, deren Fokus rein auf dem Zeichnen liegt. Aus der Kursbeschreibung einer bekannten Online-Anbieterin: „Du suchst niedliche Motive, die schnell zu zeichnen sind, aber deine Liebsten begeistern? Du suchst witzige Ideen für Karten, Geschenk-Anhänger und Tischkärtchen?“

Sorry, aber: Tischkärtchen und Geschenkanhänger sind KEINE Sketchnotes. Das sind Deko-Artikel. Ja, auch die haben ihre Berechtigung – alles gut. Aber dann nennt sie bitte auch so, liebe Anbieter:innen aus der Zeichnen-Fraktion. Nennt es nicht Sketchnote-Kurs, wenn ihr keinen Sketchnote-Kurs anbietet. Nennt es „Oster-Zeichenkurs“ oder „Malkurs für weihnachtliche Motive“ oder „Zeichenanleitung für Weihnachtskarten“ oder was auch immer den Inhalt eurer Angebote ehrlich widerspiegelt.

Sketchnotes / visuelle Notizen sind ein Ideenentwicklungs-, Erklär- und Prozessbegleitungs-Tool: Für einen selbst, aber auch für Coaches, für Trainerinnen und Moderatorinnen. Visualisierung im beruflichen und gesellschaftlichen Rahmen kann ein sehr wirkmächtiges Werkzeug sein. Durch die Fehlinterpretation „irgendwas mit Zeichnen“ werden visuelle Notizen banalisiert, belächelt und in die Hobbyecke geschoben. Das ist nicht nur schade, sondern auch schädlich. Zum Beispiel, wenn sich Ärzte nicht an den Stift trauen, um medizinische Zusammenhänge so verständlich zu erklären, dass Patienten sich ausreichend informiert für oder gegen eine OP entscheiden können.

Im Artikel Sketchnote vs. visuelle Notiz zeige ich, wie eine Juristin, ein Diversity Coach und eine Heilpraktikerin visuelle Erklärungen beruflich nutzen.

Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

Visuelle Notizen / Sketchnotes sind ein Ideenentwicklungs-, Erklär- und Prozessbegleitungs-Tool: Zeichnen muss man dafür nicht können, denn Struktur und Fokus auf das Wesentliche sind die Schlüssel für gute Notizen.

3. Mein liebster #visuellerklärt-Artikel in 2021: False Balance

Zugegeben: Die Blog-Kategorie #visuellerklärt darf noch kräftig um weitere Beiträge wachsen. Sie gehört aber jetzt schon zu meinen Favoriten, weil sie zeigt, wie einfach Visualisierung sein kann: Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notizzettelblock ist alles, was du brauchst.

Ein Beispiel, wie du mit Visualisierung ein abstraktes Konzept leicht verständlich machst, findest du im Artikel zu False Balance: Ein Medienphänomen, das eigentlich aus einem guten Gedanken heraus (ausgewogene Berichterstattung) erst zu einer problematischen Gewichtung (abseitige Meinungen bekommen überproportional viel Sendezeit und damit Aufmerksamkeit) und dann zu problematischen politischen Entscheidungen führen kann.

Ich erkläre False Balance mit ein paar einfachen Strichen, ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. Wichtiger als zeichnerische Fähigkeiten ist der Wille, anschaulich zu erklären. Die im Artikel verwendeten Symbole sind
Sprechblase, Gedankenwolke, Monitor und Strichfigur:

visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notizzettelblock ist alles, was du brauchst, um ein abstraktes Konzept wie False Balance visuell zu erklären.

Das bildlich umsetzen kann jede:r! Der Clou ist nicht die Zeichnung, sondern die Idee hinter der Darstellung.

Das charmante an #visuellerklärt ist, dass die Art der Visualisierung noch niederschwelliger ist, als bei einer visuellen Notiz. Du musst dir vorher keine Gedanken über die Zusammenhänge und die Anordnung der einzelnen Elemente auf dem Blatt machen. #visuellerklärt arbeitet mit Informations-Häppchen. Einzelne Gedankenskizzen stehen zunächst für sich auf einzelnen Notizzettelchen. Erst in einem zweiten Schritt werden sie in eine Reihenfolge gebracht und so miteinander (und ggf. mit Begleittext) kombiniert, dass sie eine Geschichte erzählen. Dieses Prinzip lässt sich in einem Blogartikel genauso gut nutzen wie in einer PowerPoint-Präsentation, auf vorbereiteten Flipcharts genauso gut wie spontan im Unterricht.

visuell erklaert false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

…wenn politische Meinungsbildung auf nur vermeintlich ausgewogener Berichterstattung erfolgt.

4. Meine liebste Anleitung in 2021: Wie kommt eine handgemachte Zeichnung auf die Website?

Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne einfache Skizzen, um meine Blogartikel zu illustrieren. Die Bildideen dazu habe ich oft schon im Kopf. Und bei der Umsetzung versuche ich, möglichst zeitsparend und einfach vorzugehen.

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich bei analogen Zeichnungen bleibe. Ich arbeite ganz klassisch mit Stift und Papier und bin damit soooo viel schneller, als mit jedem digitalen Zeichenprogramm. (Da neige ich dazu, ständig irgendwelche Schritte rückgängig zu machen und mich in 1.000 Optionen zu verlieren, die die Software bietet.) Dann doch lieber analog zeichnen und digital weiterverarbeiten!

Digitales Zeichenmaterial probiere ich immer mal wieder aus, habe bisher aber keinen würdigen Ersatz für meine analogen Werkzeuge gefunden. Ich liebe die Haptik von Papier. Ich liebe das satte Geräusch, das Stifte auf Papier machen. Ich liebe es, Gezeichnetes zu zerschneiden und mit meinen Fingerspitzen auf der Tischplatte zu einer neuen Komposition zusammenzuschieben.

Im Artikel Wie kommt eine handgemachte Zeichnung in den Blog? zeige ich zwei Varianten meines Workflows zum Nachmachen. Die erste ist prima für schnelle, einfache Skizzen und benötigt nur einen schwarzen Stift, Schmierpapier und ein Smartphone. Die zweite Variante ist etwas ambitionierter. Wenn du einen Scanner hast und eine Bildbearbeitungs-Software wie Gimp (kostenlos) oder Photoshop, kommst du auch bei Variante 2 zu schnellen Ergebnissen. Schneller jedenfalls, als lange nach einem passgenauen Foto im Netz zu suchen. 😉

Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

In diesem Artikel zeige ich dir zwei einfache, zeitsparende Workflows zum Nachmachen.

5. Mein liebster persönlicher Blogartikel in 2021: 10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

Ich beschreibe in 10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst meine Learnings auf dem Weg vom Angstgestelltenverhätnis in die Selbständigkeit. Ein persönlicher Artikel, auf den ich unglaublich viel Resonanz bekommen habe. Offenbar machen viele von uns ähnliche Erfahrungen. Zeit, darüber zu sprechen.

Schon der Schreibprozess war erkenntsnisreich: Es ist gut, rückblickend noch einmal zu reflektieren, wie ich dorthin gekommen bin, wo ich jetzt stehe. Mir hat es gezeigt, wo meine Ressourcen und Stärken liegen, auf die ich auch heute zurückgreifen kann, wenn es mal nicht so gut läuft. Zum anderen haben sich nach dem Veröffentlichen viele Gespräche mit Menschen ergeben, die Ähnliches erlebt haben (toxische Unternehmenskulturen sind häufiger als ich dachte) oder die gerade dabei sind, sich freizustrampeln und ihren eigenen Weg zu gehen.

Das Highlight der Nachwirkungenaus dem Artiekl war definitiv der Zoom-Talk, den ich meinen Newsletter-Abonnent:innen im November spontan angeboten habe. Das war ein sehr wertschätzender Austausch in einer angenehmen Gruppe von 12 Personen.

10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst-dkl

Ein wunderbares Bild, das mir meine Lieblingsfotografin Ute Gabriel direkt nach unserem Shooting vorab zur Verfügung gestellt hat.

Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

*Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise vier Mal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten und Aktionen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Foto: Ute Gabriel

Lesezeit: ca. 25 Minuten | veröffentlicht: 24.12.2021 | aktualisiert: 05.01.2022

2021 stand im Zeichen großer beruflicher und räumlicher Veränderungen. Es war mein erstes Jahr, in dem ich komplett von zu Hause aus gearbeitet habe. Das darf gerne so bleiben. Es war mein erstes Jahr mit einem funktionierenden Online-Business: Ich habe zwei Gruppenprogramme und einen Kurzworkshop gelauncht. Das darf gerne weiterwachsen. Und es ist das Jahr, in dem wir nicht nur um- sondern auch zusammengezogen sind. Das ist immer noch aufregend! 2021 war ein gutes, schönes und erfolgreiches Jahr für mich. Jetzt gilt es also, dieses prall gefüllte Jahr in einem einzigen Blogartikel zusammenzufassen: In meinem Jahresrückblick 2021. Und auch das ist eine Premiere!

Das waren meine Ziele für 2021 – und was daraus geworden ist

  • Content, Content, Content! Leben auf die Website bringen und alle 2 Wochen einen frischen Blogartikel veröffentlichen. Ziel: Ende des Jahres 26 neue Artikel.  ✅ Mission übererfüllt! Nach holprigem Start und kompletter Schreibblockade im ersten Quartal sind in diesem Jahr tatsächlich doch noch 33 Artikel erschienen. 😁 An dieser Stelle danke von Herzen an Judith Peters für Ideen und Motivation und für die Unterstützung der unvergleichlichen Frauen in The Content Society.
  • Einen richtigen Onlinekurs zu visuellen Notizen (funktionellen Sketchnotes) entwickeln und durchführen. ✅ So richtig mit Videoanleitungen, die man sich in Ruhe ansehen kann, Worksheets zum Ausdrucken, wöchentlichen Live-Sessions, um Ideen gemeinsam glasklar auf den Punkt zu bringen und dazu viel Spaß und Anregung durch eine große Gruppe. Diesen Wunsch habe ich mir im Frühjahr erfüllt. Vier Wochen, knapp 160 Teilnehmende und ein Abschluss-Workshop mit vielen Aha-Momenten… das fühlte sich wirklich gigantisch an!
  • Genau diesen Kurs in diesem Jahr ein zweites Mal anbieten. ❌ Dass es nicht funktioniert hat, war eine schmerzhafte Lektion in 2021. Zum einen war ich nach Ende der ersten Kursrunde emotional und körperlich erschöpft (zu wenig Schlaf) und habe zu spät auf die Signale meines Körpers gehört. Zum anderen braucht es für einen erfolgreichen Kurs-Launch entweder eine schon vorhandene, ausreichend große E-Mail-Liste mit neuen Interessent:innen oder genug Zeit, um diese Liste aufzubauen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die nächste Runde „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit” startet im Frühjahr 2022. Du willst dabeisein? Dann hüpf doch jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste!
  • Im Urlaub wegfahren und eine Städtetour durch Portugal machen. ❌ Meine Eltern haben mich schon als Baby durch halb Europa gefahren, das Reisen liegt mir in den Genen und nun das: 2021 ist das erste Jahr in meinem Leben ganz ohne Wegfahren und sogar ganz ohne Urlaub. Zu viel Arbeit, zu viel Pandemie und noch ein aufregender Umzug obendrauf.
  • Ein gemeinsames Zuhause finden. ✅ In diesen Zeiten eigentlich ein unmögliches Unterfangen, siehe Immobilienblase und Mondpreise selbst für Häuser, die nach normalen Maßstäben abbruchreif sind. Dass es uns trotzdem gelungen ist, ein bezahlbares UND genau passendes Haus zu finden, macht mich unglaublich dankbar und glücklich. Manchmal sitzen wir abends auf dem Sofa und kneifen uns gegenseitig, weil wir es immer noch nicht glauben können. 🙃

Jahresrückblick 2021

Mein Jahresmotto: Sichtbar werden als Mensch

2021 war der Gamechanger in meiner Selbständigkeit. Ich bin meiner Business-Coach Sigrun begegnet und habe dank ihrer Hilfe innerhalb von 5 Tagen einen kompletten Mindshift hingelegt. Mein Jahresmotto ab da war:

Sichtbar werden.

Weil ich vor der Wahl stand: Mich von Bedenken und Bedenkenträgern ausbremsen lassen und mein Unternehmen begraben – oder allen Mut zusammenkratzen und als ganzer Mensch sichtbar werden.

Ich hatte einige Jahre vorher „Bekanntschaft“ mit einem Stalker gemacht. Gegen den Stalker (der sich als psychisch gestörter Sozialphobiker herausgestellt hat, der sich zwischen Autos versteckt, wenn er Menschen auf der Straße begegnet) bin ich rigoros und erfolgreich mithilfe von Anwalt, Polizei, Familie und Nachbarn vorgegangen. Trotz des Erfolgs war ich seither sparsam damit, mit Fotos im Internet aufzutauchen oder irgendetwas auch nur halbwegs Persönliches auf der Website zu schreiben. Denkbar schlecht, wenn man ein Online-Unternehmen aufbauen will. Das verträgt sich mit Anonymität nicht so richtig.🙄

Und bei Licht betrachtet sind die Ratschläge auch absurd: Warum sollte ausgerechnet ICH mich in meiner Lebensführung einschränken und mich unsichtbar machen? 😠 Besser ist es, den Straftäter aus dem Verkehr zu ziehen. (Stalking ist eine Straftat nach § 238 StGB, also keine Scheu davor, frühzeitig zur Polizei zu gehen.)

Als ich vor der Wahl stand, war die Entscheidung klar: Meinen Traum vom Unternehmertum würde ich keinesfalls begraben! Also hieß es: Meinen noch vorhandenen Bedenken mit dem Hintern ins Gesicht springen. 😜

Das fiel mir anfangs nicht leicht: Lange hatte ich mich auf meiner Website gar nicht mit Bild gezeigt und bin in Texten komplett in der Rolle der Expertin aufgegangen. Aber der Aha-Moment, den ich während des Coachings hatte, stand mir immer wieder so leuchtend und klar vor Augen, dass ich es dann durchgezogen habe:

Ich kann den Menschen, die meine Unterstützung brauchen, nur helfen, wenn ICH sichtbar bin. Ich kann ihnen nur helfen, wenn sich mir begegnen und mich kennenlernen können.

In diesem Jahr habe ich gelernt, mich nicht mehr zu verstecken.

Die Belohnung ist ein unbändiges Gefühl von Freiheit – und die Gewissheit, dass ich in diesem Jahr als Trainerin für visuelle Kommunikation schon 212 Menschen geholfen habe, ihre Kompetenz im Job sichtbar nach außen zu zeigen. 🤩 🥳

rueckblick-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ein kleine Auswahl der 367 Fotos, die meine Lieblingsfotografin Ute Gabriel bei meinem ersten Profi-Shooting von mir gemacht hat.

Menschen, die mich in diesem Jahr weitergebracht haben

Jane von Klee

Jane ist SEO-Expertin. Lustigerweise fand unsere erste Zusammenarbeit aber zu einem anderen Thema statt, nämlich im Rahmen eines Redaktionsplan-Workshops. (Siehe eines meiner Ziele oben: Content, Content, Content!) Ich hatte mich Anfang des Jahres in einer total verrückten Planungsspirale verheddert und Jane hat mir geholfen, die Fäden wieder zu ordnen. Unter anderem ist mir dabei klargeworden, dass es ziemlich egal ist, in welcher Reihenfolge ich Blogartikel schreibe und veröffentliche. Der Gedanke an die eine thematisch richtige, aufeinander aufbauende Serie hatte mich beim Schreiben über Wochen blockiert.

Und dann kam Jane und sagte: „Dein Blog ist kein Buch, niemand liest die Artikel in einem Blog von vorne nach hinten – oder überhaupt in einer bestimmten Reihenfolge.” Hätte ich drauf kommen können… Wenn ich selbst in einem Blog stöbere, klicke ich mich ja auch interessengeleitet von Artikel zu Artikel und nicht chronologisch. 🙃

Hurra, Blockade gelöst!

Es war wie so oft, wenn man lange im eigenen Saft schmort: Ein Impuls von außen hilft, um wieder auf die richtige Spur zu kommen.

Deswegen bin ich auch ein Fan von regelmäßigen Weiterbildungen. Für mich hat es sich noch jedes Mal gelohnt, mir Hilfe von Menschen zu holen, die Ahnung von der Materie haben, in die ich gerade erst hineinrudere.

Alltags-Sketchnote © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine echte Alltags-Sketchnote: Meine visuell strukturierten Notizen aus dem Redaktionsplan-Workshop bei Jane von Klee.

Sigrun

Apropos hineinrudern: Im letzten Jahr (also 2020) bin ich ziemlich naiv ins Online-Business gestartet. Ich dachte, ich könnte einfach die vier Jahre Erfahrung und Expertise, die ich als selbständige Visualisierungstrainerin in der analogen Welt gesammelt hatte, nehmen und in den Online-Raum übersetzen. Aus meinen Präsenztrainings sollten Onlinekurse werden.

Und da die Präsenzkurse immer ausgebucht waren, würde das online auch schon irgendwie laufen – dachte ich. Das Resultat Ende 2020 waren tiefrote Zahlen in meiner Unternehmensbilanz und genau zwei(!) verkaufte Online-Selbstlernkurse.🤦🏽 Als Sahnehäubchen zweifelte mein Finanzamt in wunderbarstem Behördendeutsch auch noch an, ob ich denn überhaupt Gewinnerzielungsabsichten hätte und drohte mit Steuerrückforderungen.

Merke: Ein erfolgreiches Online-Business aufzubauen bedeutet nicht, dass gleiche zu machen wie vorher – nur eben digital. Es bedeutet, ein ganz neues Unternehmen zu erschaffen. Dafür braucht es ein anderes Geschäftsmodell. Meine fachliche Expertise als Kern bleibt natürlich bestehen, aber unternehmensstrategisch musste ich 2021 wirklich bei NULL anfangen.

Da traf es sich im letzten Dezember gut, dass mir eine Kollegin von ihrer Business-Coach erzählte: Sigrun. Ich googelte ein bisschen und stieß auf eine ziemlich umtriebige Isländerin (scheinbar ohne Nachnamen, dafür aber mit interessanter Vita und umfangreichem Erfahrungsschatz). Letztes Jahr hätte ich nicht gedacht, dass Sigrun mein Unternehmen komplett umkrempeln würde. Dass ich heute zwei Online-Kurse am Start habe, die tatsächlich gebucht werden und mit denen ich in diesem Jahr schon mehr als 160 Menschen geholfen habe, verdanke ich ihr.

Der Entschluss, mit Sigrun zu arbeiten, war rückblickend eine meiner drei besten Business-Entscheidungen in 2021.

Und alles fing damit an:

Auf ihrer Seite leuchteten mir die „12 Days of Masterclasses“ entgegen. Zwölf Tage lang stellte Sigrun je eine Masterclass online, zu verschiedenen Business-Themen. Es war kostenlos, es dauerte jeweils nur eine Stunde – was hatte ich zu verlieren? Zwei davon wurden für mich zum Startpunkt ins neue Unternehmen:

  • “List Building: How to build your email list”
    (Upps! Mir fehlte die essentielle Grundlage für mein Online-Business. Vor dem Kurs kommt der Listenaufbau, sonst verkaufen sich weder Kurse noch Einzelcoachings.)
  • “The Ultimate Freebie”
    (Die Grundlage für die Grundlage: Ich brauchte ein kostenloses Angebot, das so gut ist, dass Menschen dafür sogar Geld zahlen würden. Und sich deswegen gerne auf die E-Mail-Liste eintragen.)

Nach der kostenlosen Videoserie kam etwas noch Besseres: Ein kostenloser 5-Tage-Onlinebusiness-Workshop, der dann endgültig alles auf den Kopf gestellt hat. Jeden Tag gab es die Gelegenheit, sich live von Sigrun coachen zu lassen oder (eine Nummer kleiner) die Breakout-Sessions mit Gleichgesinnten zu nutzen – oder einfach nur zuhören und still für sich mitmachen. Meinen beruflichen Wendepunkt in 2021 verdanke ich so einer Breakout-Session.

Deswegen mache ich 2022 auch wieder mit und bin gespannt darauf, was ich diesmal für mich mitnehmen kann. Wenn auch deine Gedanken sich gerade rund um Strategien für eine (mögliche) Selbständigkeit drehen, kannst du dich hier anmelden:

Der Workshop ist kostenlos und wird dich vom 10. bis 14. Januar 2022 mit Knowhow, Ideen und Tatendrang rund um dein Online-Business füllen, so dass du mit einem sehr klaren Plan in 2022 starten kannst. Und vielleicht sehen wir uns sogar in einer der Breakout-Sessions. 🙂

Für die Transparenz: Das ist ein Partnerlink. Wenn ich etwas empfehle, dann aus der purer Überzeugung und eigener Erfahrung heraus – weil es mir selbst immens weitergeholfen hat.

Aha-Moment im Wald © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Wendepunkt im Unternehmen (und gleichzeitig mein allererstes Story-Posting auf Instagram – sichtbar werden, gell😉): Ich musste meinen Aha-Moment Business-Durchbruch, der mich beim Nachdenken im Wald ereilt hatte, dringend mit den Frauen teilen, die am Tag zuvor in einer Breakout-Session dazu beigetragen hatten.

Die Teilnehmer:innen meines Beta-Kurses

In diesem Jahr habe ich gelernt, zuerst meinen potentiellen Kund:innen zuzuhören – sehr gut zuzuhören – und dann erst einen Kurs zu erstellen. Vier Jahre Trainingserfahrung hin oder her: Es war so unfassbar wertvoll für mich, Wünsche nicht nur zu antizipieren, sondern sie tatsächlich zu lesen und zu hören. Von echten Menschen, die echtes Interesse an meinem Angebot haben.

Mein Dank geht an alle, die „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ auf Herz und Nieren getestet und sich die Zeit für ein ausführliches Feedback genommen haben. You rock!

Ihr habt mir geholfen, mein Angebot weiter zu verbessern und dazu beigetragen, dass es noch praxisrelevanter, noch leichter umsetzbar, noch besser in den Alltag integrierbar ist. Und nicht zu vergessen: Ihr habt mir auch ganz klar gesagt, was schon super läuft! (Impostor-Syndrom ade!)

Live-Fragerunde © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Live-Fragerunde in der ersten Woche des Kurses. Ich war am Anfang so aufgeregt, dass ich vergessen hatte, auf den Aufnahmeknopf in Zoom zu drücken.🤭

Judith Peters

Die Schreibblockade war gelöst, ich ahnte aber, dass es mir schwerfallen würde, mich dauerhaft (= mindestens ein Jahr lang) selbst zum regelmäßigen Schreiben zu motivieren. (Auch wenn ich mich wiederhole: Content, Content, Content!) Außerdem hatte ich auch Sorge, dass mir bald die Themen ausgehen könnten: Meine ersten Texte waren ausschließlich Expertenartikel. Und sie waren lang. Wie so viele Schreibwiedereinsteigerinnen war ich der irrwitzigen Idee verfallen, möglichst alles, was ich jeweils zu einem Themenbereich wusste, in jeweils einen Artikel zu packen. Einen epischen, alles umfassenden Text, der keine Fragen mehr offenließ. Das war anstrengend: Für mich beim Schreiben – und ich schätze, das Lesen war auch nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Wie ich Judith und The Content Society* gefunden habe, kann ich heute gar nicht mehr sagen. Dass ich mich eingebucht habe, gehört aber auch definitiv zu meinen drei besten Business-Entscheidungen des Jahres. Judith hat als erstes mein Themenkorsett gesprengt. Statt nur zu Visualisierungsthemen zu bloggen, fing ich an, auch über Persönliches zu schreiben (so wie diesen Artikel hier). Und statt wochenlang an einem Artikel zu schreiben, schreibe ich mittlerweile (fast) jede Woche einen.

Ich habe die Freude am Schreiben wiederentdeckt und ich bekomme regelmäßig E-Mails und Kommentare zu den Texten. Es ist das erste Mal, dass wirklich viel Interaktion da ist. Ehemalige Kollegen, mit denen ich Jahre keinen Kontakt mehr hatte, melden sich überraschend und geben mir positive Rückmeldung auf die Blogartikel.

Und im unzensierten Schreiben („Blog like nobody’s reading“) klären sich für mich wahnsinnig viele Gedanken. Mein erweitertes Angebot habe ich mir erbloggt. Ich danke Judith für den Ansatz, das Online-Business schreibend aufzubauen.

Aber es ist so viel mehr als das:

Die Emanzonen in The Content Society

Ich habe meinen „Tribe” in The Content Society* gefunden.

Die Gemeinschaft macht mich gerade sehr glücklich. Es entstehen Kooperationen, es ist viel Unterstützung da und so unfassbar wenig Konkurrenzdenken. Alle haben ihre eigenen Expertinnenthemen, trotzdem gibt es einen gemeinsamen Rahmen. Wir bekommen Woche für Woche reizvolle Themenvorschläge, tauschen uns aus. Ich genieße das Geben und Nehmen sehr. Den eigenen Artikel in der Gruppe teilen ist immer aufregend, eigentlich noch aufregender, als auf den Veröffentlichen-Button im Blog zu klicken. Es ist ein schönes Gefühl, dass, während ich in die Texte der anderen lese, viel Neues dabei lerne und mein Feedback schreibe, andere in der Gruppe das gleiche gerade auch für meinen Text machen. Das ist einfach großartig.

Ich gestehe, dass ich regelmäßig mit den Wochenthemen hinterherhinke – aber das ist OK, denn es sind nur Vorschläge. Vielleicht schreibe ich erst übernächsten Monat über das Thema dieser Woche, weil es dann für mich einfach besser passt. Wenn ich es in der Gruppe teile, wird es genauso gewertschätzt, wie wenn ich zum Wochenthema gebloggt hätte. Ich finde das sehr entspannt, so wie die Atmosphäre in der Gruppe sehr entspannt und freundlich ist. 

Was mir so langsam erst aufgeht: Das ist kein bloßer Kurs, da entsteht ein berufliches Netzwerk von engagierten Frauen, das einfach nur Spaß macht. Und ich sage das, obwohl ich Business-Networks eher kritisch eingestellt bin, weil es oft nur ein oberflächliches Schaulaufen ist. Sich schreibend zu vernetzen geht doch irgendwie viel tiefer. Durchs Schreiben und Lesen und Feedbacken lernen wir uns auf einer viel tieferen Ebene kennen, obwohl wir uns nur virtuell treffen. Letztlich ist das für mich viel persönlicher als der Business-Stammtisch bei mir um die Ecke.

Ich wünsche mir so sehr, dass wir uns 2022 alle „in echt” begegnen! Auf einer großen Feier – von mir aus im Schloss in Haigerloch!😉

Für die Transparenz: Die mit * gekennzeichneten Links sind Partnerlinks. Dass ich Judith aus ganzem Herzen und voller Überzeugung empfehlen kann, ist glaube ich deutlich geworden. 😉

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Zu den Co-Working-Sessions schaffe ich es zeitlich meistens leider nicht, aber den monatlichen Blog&Business-Talk in The Content Society lasse mir nicht entgehen.

Der Mann an meiner Seite

Manchmal kann ich mein Glück gar nicht fassen. Dass wir heute so zusammenleben, wie wir es tun, war am Anfang unserer Beziehung überhaupt nicht absehbar. Ich bin unendlich dankbar, dass unser gemeinsames Leben jetzt genau so ist, wie es ist.

Der Mann an meiner Seite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor dieser Aufnahme waren wir Rosenstöcke shoppen in Holland. Zu der einen Kletterrose, die meine Schwiegermutter uns zum Einzug geschenkt hat, haben wir noch vier weitere Pflanzen gekauft, weil wir uns nicht entscheiden konnten, welche am besten duftet. 🤭

Meine Eltern

Es gibt nichts Besseres im Leben, als Menschen, die dich bedingungslos lieben. Weil du bist. Und nicht, weil du etwas tust.

Meine Eltern © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor einiger Zeit habe ich an einem ruhigen Nachmittag eine Portraitserie meiner Eltern gemacht. Posieren mussten sie dafür nicht. Mir ist es am liebsten, wenn ich Zeichungen direkt im und aus dem Alltag machen kann.

Was sich in diesem Jahr auf meiner Website verändert hat

Die Startseite nimmt weiter Form an. Neu dazugekommen ist die Blogvorschau mit den sechs neuesten Artikeln. Im Headerbereich gibt es seit Oktober eine neue kostenlose Anleitung zum Download.

Startseite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

So sieht die Startseite aktuell aus.

Visualisierung ist so viel mehr als Sketchnotes! Die neue Anleitung hilft dabei, den Arbeitsalltag realistischer zu planen und zu strukturieren.

Von To-Do zu Done © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Selbstorganisation leicht gemacht.

Die „alte“ Anleitung finde ich inhaltlich immer noch super, aber die Sketchnote-Starthilfe passt strategisch nicht mehr als Einstieg in mein Angebot. Deswegen ist sie derzeit nur als Bonus nach der Anmeldung zum Newsletter verfügbar.

Sketchnote Starthilfe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Sketchnote-Starthilfe ist immer noch super, verdient aber eine Aktualisierung. Wahrscheinlich kommt sie 2022 in neuem Gewand wieder.

Seit dem Sommer ist endlich auch die Über-mich-Seite fertig. Wird eigentlich vor der Startseite erstellt, ist aber am schwersten zu schreiben. Ich bin seit 2017 ohne gesegelt…

Über mich © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch die Über-mich-Seite habe ich mir mit Judiths Hilfe erbloggt.

Ebenfalls seit diesem Sommer ist die Übersichtsseite mit allen Trainings online, die jederzeit individuell gebucht werden können (im Gegensatz zu den Gruppenkursen, die ein bis zwei Mal im Jahr zeitlich begrenzt stattfinden). Die Themenbereiche:
a) Notizen effizienter und zeitsparender erstellen
b) Präsentationen anschaulicher gestalten
c) Sich selbst besser organisieren.

Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser!😁

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser!

Der nächste Gruppenkurs, der im Frühjahr 2022 stattfinden wird, hat jetzt seine eigene Seite. Wenn du bei der nächsten Runde „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ dabei sein willst, kannst du dich jetzt schon vormerken lassen.

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Du kannst jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste für den Gruppenkurs hüpfen.

Meine beruflichen Kooperationen und Interviews in 2021

Deutscher Ärzteverlag

Visuelle Notizen können Ärzt:innen im Gespräch mit Patient:innen helfen, Diagnosen, Krankheitsverläufe und Therapien einfacher zu erklären.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Einfache Visualisierungen sind oft besser verständlich als rein verbale Erklärungen von Therapievorschlägen – gerade auch im interkulturellen Kontext.

Health Relations

Auch in der Kommunikation zwischen Pharmafirmen und Mediziner:innen lassen sich visuelle Notizen nutzen, zum Beispiel um zu erklären, wie ein neues Medikament im Körper wirkt.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gerade komplexe Zusammenhänge lassen sich mit visuellen Strukturen verständlicher machen.

Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

Eine weitere Premiere in diesem Jahr: Mein erstes Live-Interview im Internet. Ulli Lang hat zu Herbstgesprächen eingeladen und viele wunderbare Frauen haben zugesagt. Ich habe mitgemacht, weil ich den Gedanken hinter der Reihe wichtig finde: Noch mehr Frauen zu ermutigen, sich online selbständig zu machen.

Im Monatsrückblick Oktober schreibe ich ein bisschen mehr dazu. Die Aufzeichnung des Herbstgesprächs mit Ulli Lang findest du hier:

Interview Ulli Lang © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ulli und ich plaudern ein bisschen.

Reportage für das Bergwaldprojekt Schweiz

Im Sommer 2020 war ich als Reportage-Zeichnerin in der Schweiz, genauer gesagt oberhalb des Dörfchens Elm im Kanton Glarus. Für diesen besonderen Auftrag habe ich die Arbeiten im Schutzwald in Bildern dokumentiert. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich eine komplette Projektwoche zeichnerisch begleiten durfte. In diesem Frühjahr sind nun ausgewählte Zeichnungen publiziert worden.Im Monatsrückblick Mai findest du mehr dazu.

Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Entstanden ist ein Leporello mit 19 Zeichnungen und einer Gesamtlänge von rund 5,30 Metern.

Specht Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Im Specht ist eine Auswahl der Zeichnungen veröffentlicht worden.

Meine liebsten Tools in diesem Jahr

Für Visualisierungstrainings

  • Webcam: Logitec C920
  • Dokumentenkamera: ELMO MX-P2
  • Ansteckmikro: Rode smartLav+
  • Stifte: Schwarzer Marker von Neuland, farbige Brush Pens von Royal Talens
  • Webkonferenz-Software: Zoom
  • Virtuelle Pinnwand: Padlet
  • Kursplattform: Thinkific 

Für eigene Visualisierung, Sketchnotes & Denken mit dem Stift

  • Stifte: Kalligraphie-Füller Sailor Fude Pen, Füller mit F-Feder von Waterman, diverse Fineliner und Buntstifte
  • Notizheft für die Tagesplanung: A5-Heft aus der Drogerie, dotted
  • Notizbuch für Business-Ideen und -Strategien: Planliegendes A4-Notizbuch von Canson, blanco, Hochformat
  • Notizbuch für Artikelideen: No-name A4-Notizbuch, blanco, Querformat

Fürs Bloggen

  • Notizbuch für Artikelideen: siehe oben
  • Content Management System: WordPress
  • Foto-Zwischenspeicher: Trello
  • Bildbearbeitung: Photoshop
    Drei verschiedene Notizbücher, farbige Klebezettel und vier Stifte

    Trotz aller Vorteile der Digitalisierung: Ich kann mit Stift und Papier am besten denken.

    Neuentdeckte Blogs in diesem Jahr

    Das ist bei Weitem noch keine abschließende Übersicht, aber schon mal ein Anfang. Ein bunter Sammlung an Themen und Schreibstilen von starken Frauen, die ich dieses Jahr kennengelernt habe und dir nicht vorenthalten möchte:

    Lorena Hoormann
    … sorgt als Coachin, Trainerin und Beraterin für authentischen Erfolgswege im Beruf und ist eine super Brainstorming-Partnerin.

    Silke Geißen
    … ist Coach, Wortakrobatin, Geschichtenerzählerin und so verdammt lebenserfahren und reflektiert, dass ich regelmäßig aus den Schuhen kippe.

    Barbara-Mira Jakob
    … ist warmherzig, Mentorin für weibliche Weisheit und wird für mich immer mit loderndem Feuer und dem Begriff der inneren Königin verbunden sein.

    Sabine Scholze
    … ist Trauergefährtin, Mentorin in schwierigen Übergangssituationen und schreibt phantastische Texte, die sie als Newsletter tarnt.

    Jeannine Gashi
    … ist Lymph-Massage-Therapeutin und Expertin für Leberreinigung. Wir teilen den Appetit auf Bananen in rauen Mengen.

    Simone Huwyler
    …ist leidenschaftliche Gärtnerin und bewirtschaftet 1.700 m² zur  Selbstversorgung. Von ihr habe ich gelernt, wie man einen Komposter anlegt.

    Riki Wunderer schreibt humorvolle Geschichten über Wege und Umwege des Lebens. Mein liebster Charakter ist Frau Squenz.

    … to be continued …

    rote Linie

    Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

    Puh, eine schwere Entscheidung! Ich mag sie ja alle. 🙂 Aber wenn ich dir nur 5 empfehlen dürfte, dann wären das diese hier:

    Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was sind visuelle Notizen?

    Es ist DER Übersichtsartikel: 8 knackige Merkmale, die visuelle Notizen (aka Sketchnotes) ausmachen. Super zum Einstieg, aber auch als Auffrischung. Lenkt den Fokus auf das Wesentliche.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Visuell erklärt: False Balance

    Ein Beispiel, wie du mit Visualisierung ein abstraktes Konzept leicht verständlich machst: Mit ein paar einfachen Strichen, ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. 

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Ein persönlicher Artikel, auf den ich unglaublich viel Resonanz bekommen habe. Offenbar machen viele von uns ähnliche Erfahrungen. Zeit, darüber zu sprechen.

    Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Wie kommt eine analoge Zeichnung in den Blogartikel?

    Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne einfache Skizzen, um meine Blogartikel zu illustrieren. Hier zeige ich zwei Varianten meines Workflows zum Nachmachen.

    Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Aufreger! „Sketchnotes” klebt als Label mittlerweile auf banalen Zeichenkursen. Dabei ist Visualisierung ist ein sehr wirkmächtiges Werkzeug, etwa für Coaches und Beraterinnen.

    Mein Jahr 2021 in Zahlen

    • Menschen, denen ich als Visualisierungstrainerin geholfen habe, ihre Kompetenz im Job sichtbar zu machen: 212 (war 2020: 28)
    • Instagram-Abonnent:innen: 147 (war 2020: 0)
    • 🌳 Obstbäume gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🌹 Rosenstöcke gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🏡 Haus gekauft: 1 (war 2020: 0)
    • 💉 Impfungen: 3 (war 2020: 0)
    • 🏛 Museumsbesuche: 1 (war 2020: 5)
    • 📚 Gelesene Bücher: 14 (war 2020: 12)

    Was wartet 2022 auf mich?

    • Ich werde den Einsteigerkurs Visuelle Notizen mit Leichtigkeit zwei Mal launchen, um Sketchnotes weiter zu ent-banalisieren
    • Denken mit dem Stift: Ich werde mein Signature-Programm für visuelles Denken und Arbeiten an den Start bringen. Den Namen habe ich schon. 😉 Es wird DAS Go-To-Programm für Selbständige, Unternehmerinnen und Coaches, die ihre Ideen übersichtlich festhalten und mit Klarheit kommunizieren wollen: Übersichtlichere Notizen, anschaulichere Präsentationen und zeitsparende Selbstorganisation.
    • Ein Team aufbauen: Es stehen so viele Aufgaben an, alleine kriege das nicht mehr gestemmt. Anfangen werde ich mit zwei Virtuellen Assistenzen: Ich brauche Entlastung bei Ads bzw. will sie auslagern. Und ich wünsche mir text- und grafiksichere Unterstützung für die Social Media-Betreuung. Als drittes werde ich wahrscheinlich eine Allround-Unterstützung für die Launches brauchen. Eine umsetzungsstarke Seele, die mir organisatorisch den Rücken freihält, technische Skills mitbringt und das Community-Management im Blick hat. Es wird spannend!
    • Die Dokumenta besuchen. Ich bin noch immer vom letzten Mal beeindruckt.
    • Hauseinweihung und Geburtstag bei Sonnenschein und 27 °C als Gartenparty feiern. Am liebsten bis tief in die Nacht, mit Lagerfeuer, Lampions und allen Menschen, die mir wichtig sind im Leben.
    • Meine Slackline im Garten aufbauen. Und dann in den Mittagspausen regelmäßig Kopf und Körper in Balance bringen. Ich freu mich jetzt schon!
    • Eine künstlerische Zeichnung pro Tag machen. Egal, wie klein. Als kreative Fingerübung, zur geistigen Entspannung, als meine ganz persönliche Form der Meditation. Hat nix mit Sketchnotes zu tun, gell. 😉

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise vier Mal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten und Aktionen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.12.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Thank God it’s Sunday! In den letzten Tagen habe ich gerödelt wie blöde und trotzdem das Gefühl gehabt, auf der Stelle zu treten. Frustrierende Tage: Viel Arbeit, keine greifbaren Resultate und dann auch noch zu wenig Zeit zu zweit verbracht.

    Also haben wir uns heute früh erst einmal gemeinsam in den Wald aufgemacht. Eine ausgedehnte Runde drehen, über alles – nur nicht über die Arbeit – reden, durch Matsch stapfen, über die Natur staunen. Dieses Jahr war ein gutes Pilzjahr und (für mich) überraschenderweise setzt sich das jetzt auch noch im Dezember fort. Sieht unscheinbar aus, aber ich hatte direkt einen Verdacht:

    austernpilze auf buchenstamm © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Es könnten Austernpilze sein! Nun bin ich alles andere als pilzkundig – ich kann nur drei Sorten sicher bestimmen. Anischampignons beispielsweise erkenne ich mittlerweile sicher in allen Wuchsstadien, weil wir im Herbst so oft und so viele davon im Wald gefunden haben. Aber alles andere… puh! Lieber stehen stehen lassen, als in der Giftambulanz zu landen.

    Ich hatte bisher keine Austernpilze in freier Wildbahn gesehen. Trotzdem war der Gedanke direkt da, einfach aus dem Bauch heraus. Vielleicht, weil es mein Lieblings-Speisepilz ist. Wenn ich im Supermarkt Austerpilze sehe, kann ich nicht daran vorbeigehen, ohne welche zu kaufen. Nur sahen diese hier deutlich dunkler aus, als ich das gewohnt war.

    unterseite eines austernpilzes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Mann ist pilzkundig, ihm waren diese Pilze bisher aber auch nicht untergekommen. Also haben wir erst einmal nur einen vorsichtig losgeschnitten und zum Bestimmen mit nach Hause genommen.

    aufgeschnittener austernpilz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mit Hilfe eines sehr guten Bestimmungsbuchs und einem Crosscheck auf einer Bestimmungsseite im Internet haben wir dann die verschiedenen Merkmale abgeklopft:  Geruch, Farbe der verschiedenen Teile, Anordnung der Lamellen, Aussehen des Stiels, Haptik des Stiels, Übergang von Lamellen zu Stiel, Fruchtkörperstruktur und vieles, vieles mehr. Inklusive Abgrenzung zu anderen Pilzen und einer ggf. möglichen Verwechslung – bis wir uns hundertprozentig(!) sicher waren.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und dann: Direkt zurück in den Wald und die Fundstelle vorsichtig abernten. Nur so viel, wie wir für eine Mahlzeit brauchen und den Rest weiter wachsen lassen.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Als nächstes habe ich mich um die Rote Beete gekümmert. Ich bin Fan von fermentiertem (also milchsauer vergorenem) Gemüse. Am besten schmeckt mir immer noch Weißkohl, Rote Beete kommt aber direkt danach. Wunderbar ist, dass es so einfach geht: Gemüse raspeln, Salz gut einmassieren (2-3 % Salz), in ein sterilisiertes Glas füllen, gut andrücken, verschließen und bei Raumtemperatur stehen lassen. Nach etwa 14 Tagen ist es genussreif und vorher kann man dem sanften Blubbern im Glas zuschauen. 🙂

    fermentierte rote beete im buegelglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Brot hatte ich auch lange keines mehr gebacken – und eigentlich ist der Mann da auch besser drin, weil es ihm nichts ausmacht, sich aufs Gramm genau ans Rezept zu halten. Ich improvisiere gerne und *schwupps* geht das Brot nicht mehr auf oder es bekommt eine merkwürdige Konsistenz. Das rustikale Fladenbrot hat mich aber so sehr gereizt, dass ich über meinen Ich-will-nicht-alles-genau-auswiegen-Schatten gesprungen bin. Und – tadaaa! – es ist gelungen!

    frisch gebackenes fladenbrot © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anschließend haben wir uns gemeinsam an die Weihnachtsbäckerei gemacht. Zuerst Elisenlebkuchen:

    Elisenlebkuchen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … dann Gewürzmakronen…

    Gewürzmakronen direkt nach dem Backen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … und jetzt noch Schwarzweiß-Gebäck, denn wenn schon Backrausch, dann auch richtig. 🙂

    Schwarzweißgebäck © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Passend dazu: Ein Gewürztee bereitet aus Kurkuma, Ingwer und Zitronenschalen.

    aufgeschlagenes handgemachtes Rezeptbuch © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lieblingsrezepte halte ich in einem stetig wachsenden Buch fest. Lose Seiten, wie sie da rechts hervorlugen, sind ein Hinweis, dass noch die Zeichnungen fehlen. 😉

    Klebezettel mit den Fragen Macht mir das Spaß und Tut mir das gut © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bis hierhin war es ein sehr schöner, entfrustender Tag voll greifbarer (und essbarer!) Resultate. Ist es Zufall, dass mir vorhin beim Aufräumen diese zwei Zettel in die Hände gefallen sind? Ich danke jedenfalls meiner Kollegin Sabine Scholze für diese beiden Leitfragen, die sie mir vor einiger Zeit zugeschickt hat. Für die restlichen Dezembertage (immerhin noch 19) schwöre ich mir selbst: Ich werde mir diese Fragen vor jeder neuen (beruflichen) Aktivität stellen und danach handeln. Ich kann ja schlecht jeden Frust wegbacken. 😉

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.11.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Freitag und der dritte Tag des Online-Bildungsurlaubs, den ich in dieser Woche für eine Organisation in Düsseldorf durchführen darf. Ein Hoch auf berufliche Weiterbildung mit Spaßfaktor!

    Ich muss sagen, dass ich die Online-Bildungsurlaube besonders genieße, weil ich mir meinen Arbeitsplatz vor dem Kurs in Ruhe genauso einrichten kann, wie es mir guttut. Zum Beispiel mit einer großen Kanne Tee, meiner Lieblingstasse, zwei Monitoren für mehr Übersicht, einem professionellen Ansteckmikro und viel Platz auf dem Schreibtisch. Nicht im Bild: Die Dokumentenkamera, mit der ich die live erstellten Anleitungen direkt im Entstehen zeigen kann.

    Teetasse, Teekanne und Laptop auf Schreibtisch

    Die Planung der Inhalte steht natürlich schon vor dem Kurs. Ich bin aber immer so flexibel, dass ich auf Wünsche und aktuellen Bedarf der Teilnehmer:innen spontan eingehen und die Reihenfolge der Inhalte umstellen kann. Nebenher notiere ich mir den tatsächlichen Zeitbedarf der einzelnen Übungen in jedem Kurs, den ich durchführe (das sind die orangefarbenen Uhrzeiten). Das schwankt je nach Vorwissen von Kursgruppe zu Kursgruppe teilweise sehr stark. Über die Jahre hinweg habe ich durch die Notizen genug Erfahrung angesammelt, um zu wissen, wo ich zusätzlichen Zeitpuffer oder optionale Übungen einbauen sollte, damit es inhaltlich für alle gut passt.

    Ablaufplan fuer Bildungsurlaub Visuelle Notizen

    Der wichtigste Schlüssel zu visuellen Notizen (aka Sketchnotes) ist die landkartenartige Strukturierung der Inhalte. Während es für visuelle Notizen keine einzige Zeichnung braucht(!), spielt die clevere und geschickte Blattaufteilung eine entscheidende Rolle. Deswegen zieht sich Struktur wie ein roter Faden durch den gesamten Bildungsurlaub.

    Struktur-Entwurf für eine visuelle Notiz

    Zeichnungen sind natürlich trotzdem ein beliebter Übungsteil. 😀 Wir halten es dabei einfach und nutzen zum Beispiel leicht zu variierende Strichfiguren, um Emotionen und Beziehungen zu verdeutlichen. Sehr gut geeignet, um Coachinggespräche oder Teamentwicklungen visuell zu begleiten.

    einfache Strich-Figuren für visuelle Notizen

    In Präsenzkursen ist der Austausch innerhalb der Gruppe leicht. Man kann einfach rechts und links schauen, wie die anderen das so machen. Damit das online auch leicht geht, nutzen wir im Bildungsurlaub eine virtuelle Pinnwand. So können alle ihre Resultate teilen und gegenseitig Feedback geben und nehmen.

    Visuelle Notizen aus dem Bildungsurlaub auf dem Padlet

    Zwischendurch kam eine wunderbare E-Mail von einer Kursteilnehmerin, die letzte Woche im Bildungsurlaub bei mir war. Mir ist wichtig, die Workshops so praxisrelevant wie möglich zu gestalten. Deswegen bringen die Teilnehmenden eigene Projektideen mit, an denen sie dann zwei Nachmittage lang mit meiner und Unterstützung aus der Gruppe arbeiten können. Hier ging es einerseits darum, die Moderation und Dokumentation einer Veranstaltung in visueller Form vorzubereiten. Gleichzeitig war diese Moderation auch der Start in die nebenberufliche Selbständigkeit – und wenn ich das mit meiner Erfahrung unterstützen kann, tue ich das besonders gerne!

    Danke fürs Empowerment im Bildungsurlaub

    Am allermeisten freue ich mich, wenn es dann so gut läuft! Hach! 😀

    Worüber ich mich heute auch freue: Dass ich diesen Bildungsurlaub von meinem heimischen Studio aus durchführen kann. Zum einen steigen die Covid-Inzidenzzahlen in NRW gerade gewaltig und ich hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn zwölf Teilnehmer:innen drei Tage lang in kleinen Gruppen räumlich eng zusammenarbeiten müssten. Zum anderen genieße ich es sehr, in der Mittagspause einfach in die Küche runtergehen und und mit meinem Liebsten zusammen frisch kochen zu können. So viel besser als Butterbrote oder das Kantinenessen bei Präsenzkursen!

    Basilikum im Sonnenschein

    Heute gab es Rotkohl asiatisch nach einer Anleitung auf wok-rezept.net. Wir haben das Rezept ein bisschen abgewandelt und noch zwei Quitten reingeschnippelt (in Anlehnung an Apfel-Rotkohl).

    Geraspelter Rotkohl

    Nach Kursende noch eine kleine Runde durch den Wald. Es wird irre schnell dunkel durch die Zeitumstellung, momentan geht die Sonne hier schon gegen 16.50 Uhr unter.

    Im Wald geht Sonne zwischen Stämmen unter

    Apropos Quitten: Die letzten beiden Abende waren wir damit beschäftigt, Quittenmus in verschiedenen Variationen zu kochen, jeweils einen 3-Liter-Topf voll. Zum Beispiel mit Sternanis und Zimt oder mit Lebkuchengewürz.

    Quitten

    Der Mann kam dann heute auf die großartige Idee, eine kleine Tafel Bitterschokolade (85 % Kakao) kurz vor Kochende ins heiße Mus zu rühren. Geschmacklich mein derzeitiger Favorit!

    Mann rührt Quittenmus im Topf

    Nach Abfüllen der Gläser gab es dann noch ein spektakuläres Abendrot zu sehen.

    Abendrot am leicht bewölkten Himmel

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Fotos: Ute Gabriel

    Lesezeit: ca. 11 Minuten | aktualisiert: 02.11.2021

    Ein sonniger Oktober mit vielen Premieren: Vor lauter Neuerungen bin ich diesmal am Inktober gescheitert, habe eine neue Anleitung zum kostenlosen Download fertiggestellt, bin live interviewt worden, habe mir besondere Zeichnungen in einem besonderen Museum angesehen und hatte viel Spaß bei meinem ersten professionellen Fotoshooting. 😀

    Der Inktober-Fail

    Hilft es dir, mit Stichwortlisten als Anregung ins kreative Tun zu kommen? Mich hat es diesen Monat total gelähmt. Eigentlich wollte ich diesmal den kompletten Oktober als Inktober durchziehen: Jeden Tag eine kleine, einfache Grafik zu dem jeweils vorgeschlagenen Tagesstichwort machen. Ich hatte sogar schon vorher, als die offizielle Stichwortliste im September veröffentlicht wurde, ein erstes Braindrawing mit mir selbst veranstaltet: Ziel war, „erste“ Ideen zu sammeln, gedanklich reinzukommen und mich warmzuzeichnen.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tatsächlich ist es dann bei dieser einen Ideenseite geblieben. Ich habe keine einzige weitere Inktober-Zeichnung gemacht, nicht einmal eine klitzekleine…

    Und dabei stand Inktober als Stichwort immer wieder auf meinen Tagesplänen im Oktober – aber bezeichnenderweise immer nur als Stichwort ohne einen festen Platz in der Zeitleiste. Also entgegen meiner eigenen Empfehlung für den Umgang mit Aufgaben im Tagesplan. 🙈

    Ich dachte mir nämlich so: Das muss ich nicht fest eintragen, das kann ich ja zwischendurch erledigen. So als Pausenaktivität zwischen zwei anderen „echten“ Aufgaben.

    Pustekuchen!

    Für mich hat sich damit wieder die Erkenntnis bewahrheitet:

    „What isn’t scheduled doesn’t get done.”

    Wenn ich es zeitlich nicht fest einplane, erledige ich es (meistens) nicht. Oder anders gesagt: Um etwas zu erledigen, muss ich es verbindlich einplanen. Diese Erfahrung mache ich immer wieder: Daher muss ich Prioritäten fest terminieren und ihnen einen realistischen Zeitblock im Tagesplan reservieren. So richtig mir Eintrag auf der Zeitleiste und geschätztem Zeitbedarf. Ein loses Stichwort am Rand reicht da nicht.

    Auf der anderen Seite ist der Fail, etwas fest im Tagesplan zu verorten, für mich mittlerweile ein aufschlussreicher Indikator.

    Wenn es mir schwerfällt festzulegen, wann genau ich denn heute etwas angehen will und es einfach nur am Rand des Tagesplans stehenbleibt, dann hat das immer einen guten Grund. Und wenn das über Tage so geht, dann sollte ich definitiv genauer hinschauen, was dahintersteckt und mich hindert. Hat es doch keine Priorität? Wo kommt der Widerstand her? Warum sabotiere ich diese Aufgabe? Das ist nicht immer sofort erkennbar, und es ist auch unangenehm, sich immer wieder mit den eigenen Widerständen zu befassen – aber auch diesmal hat es sich gelohnt.

    Wenn ich gaaaanz ehrlich mit mir selber bin, hatte ich schon beim Warmzeichnen gemerkt, dass ich auf diese Wörterliste keine Lust habe. Keiner der Begriffe hat Resonanz erzeugt, nichts hat mich ungeduldig oder lustvoll zu Stift und Papier greifen lassen. Es schwang mehr so ein Pflichtgefühl mit: „Du solltest aber…“ Nur eingestehen wollte ich das mir nicht. Schließlich sollte ich doch auch als „gutes Beispiel“ in meinem Fortgeschrittenenkurs vorangehen, oder etwa nicht?

    Ich hatte meinen Teilnehmerinnen als Aufgabe gestellt: Jeden Tag eine kleine Visualisierung, ohne künstlerischen Anspruch, einfach nur 5 Minuten täglich zum Dranbleiben. Und am Ende des Monats drüber freuen, was so alles quasi nebenher entstanden ist.

    Für mich hatte das letztes Jahr super funktioniert. Diesmal aber hatte ich partout Widerstand gegen diese Wortliste, Tag für Tag mehr. Schließlich habe ich es dann (mit massiv schlechtem Gewissen!!!) sein gelassen. Statt gleich Anfang Oktober die bewusste Entscheidung zu treffen, selbst nicht bei der Aktion mitzumachen, hat mein schlechtes Gewissen immer wieder das Gedankenkarussell angeschubst: Du solltest jetzt aber auch… Du müsstest so langsam mal … Wie lange willst du es denn noch vor dir herschieben… Je mehr Tage du verstreichen lässt, desto schwerer kommst du rein…

    Der schützende Persönlichkeitsanteil in mir hat sich dann einfach in stummem Protest verweigert. Die Arme vor der Brust verschränkt, woanders hingeguckt und das Stichwort Inktober konsequent ignoriert.

    Passt es gerade ins eigene Leben?

    Eine meiner Teilnehmerinnen hat mir dann, ohne dass sie es wollte, eine Lektion erteilt. Sie hat im Oktober als einzige aus dem Fortgeschrittenenkurs konsequent jeden Tag eine kleine Zeichnung gemacht. Wörtlich sagte sie: „… meistens nebenbei hingekritzelt“. Das heißt, ohne Anspruch auf besondere Ästhetik, einfach machen und fertig. Der Clou: Bei ihr schwang ein übergeordnetes Thema mit, das sie schon länger mit sich herumträgt. Und gar kein kleines: Es ging um ihren weiteren beruflichen Lebensweg. Das heißt, jede Visualisierung hatte bei ihr direkten Bezug zum echten Leben. Sie stand vor einer wichtigen Entscheidung und die tägliche Mini-Visualisierung hat dazu beigetragen, dass sie jeweils einen bestimmten Blickwinkel für sich bearbeitet und geklärt hat. In kleinen Schritten, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

    Das ist eine wunderbare Form des Selbstcoachings.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aus einer banalen Wortliste hat sie kraftvolle Leitfragen für sich formuliert. An sich selbst, an ihre Erwartungen, an das Leben und überhaupt. Die daraus entstandenen Visualisierungen hat sie gut sichtbar liegen gelassen und zur weiteren Reflexion genutzt. Sie ist absolut kreativ (also im Wortsinn schöpferisch!) damit umgegangen. Mich hat das tief beeindruckt.

    Bei ihr hat das tägliche 5-Minuten-Zeichnen einen faszinierenden inneren Prozess in Gang gesetzt. Weil es für sie der richtige Zeitpunkt war. Weil sie etwas zu bearbeiten hatte. Es ist bei ihr auf fruchtbaren Boden gefallen, sie hat aber auch die Chance aktiv genutzt und konsequent umgesetzt. Durch die täglichen 5 Minuten sind ihre anfänglich (wahrscheinlich) diffusen Überlegungen als einfache Zeichnungen manifest geworden. Auf Papier. Sichtbar. In der Hand haltbar. Händelbar. Für mich ist das ein großartiges Beispiel dafür, wie funktionelle Visualisierung zur Klärung von Gedanken und zur inneren Klarheit beitragen kann. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass sie das im Gruppenkurs mit uns allen geteilt hat.

    Mich hat es daran erinnert: Ich kann meine Kreativität nicht erzwingen. Bei mir hat der Gedanke an das tägliche Inktober-Stichwort ein Gefühl von Enge ausgelöst. Es ist mir in diesem Jahr nicht gelungen, den Inktober in Bezug zu meinem Alltag zu setzen. Und das ist in Ordnung. Meine Energie war gerade in anderen Dingen und Aktivitäten gebunden.

    Deswegen bin ich meiner inneren Wächterin sehr dankbar, dass sie sich so erfolgreich gesperrt hat. Denn: Es hätte mich zu viel mentale Energie gekostet, das auch noch als zusätzliche Arbeitsaufgabe in meinen Tagesablauf reinzuquetschen. (Nach Arbeit und Quetschen fühlte es sich nämlich an, die simple Freude aus dem letzten Jahr war einfach weg.)

    Neu erschaffen: Kostenlose Anleitung „Von To Do zu Done“

    Ta-daaaa! Ich bin stolz wie Oskar, dass ich diesmal von der konkreten Idee bis zur Umsetzung nur fünf Tage gebraucht habe:

    von-to-do-zu-done-anleitung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die ganze Wahrheit ist aber, dass ich vom unkonkreten Wunsch bis zur konkreten Idee schon seit mindestens vier Monaten darauf herumgedacht habe: Was könnte ich als neues Angebot zum kostenlosen Download anbieten? Der Wunsch war nämlich, mein bisheriges Freebie (die Sketchnote-Starthilfe) endlich von der Website nehmen zu können.

    Ich halte die Starthilfe immer noch für ein super Tool, aber sie passte in der Form schon lange nicht mehr zu meinem Trainingsangebot. Denn auch das hat sich weiterentwickelt. Die Beschränkung auf Sketchnotes (aka visuelle Notizen), tja, das war einmal. Es gibt noch sooooo viel mehr clevere Möglichkeiten, sich den Alltag mit visuellem Denken leichter zu machen… visuelle Notizen sind nur ein kleiner Ausschnitt davon.

    Meine neue kostenlose Anleitung „Von To Do zu Done“ setzt daher viel niederschwelliger an und greift ein Alltagsproblem auf: Die überquellende To-Do-Liste, die man von Tag zu Tag so durch die Arbeitswoche schleift. Ein visueller Tagesplan (der – Ehrenwort! – komplett ohne Zeichnungen auskommt) hilft, in 7 Schritten zu einer realistischeren Planung deiner Aufgaben zu kommen.

    Hier kannst du dir Anleitung kostenlos herunterladen:

    Zum Download

    Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

    Eine weitere Premiere in diesem Jahr: Mein erstes Live-Interview im Internet. Mensch, war ich vorher aufgeregt!

    Ulli Lang hat zu Herbstgesprächen eingeladen und viele wunderbare Frauen haben zugesagt. Ich habe mitgemacht, weil ich den Gedanken hinter der Reihe wichtig finde: Noch mehr Frauen zu ermutigen, sich online selbständig zu machen.

    Jede von uns bringt ihre eigene Geschichte mit, wir alle haben unterschiedliche Biografien, unterschiedliche Berufe. Was uns aber eint, ist, dass wir uns getraut haben, ein Online-Business zu gründen. Weil es dafür nicht den einen „richtigen“ Weg gibt, zeigt Ulli in ihrer Gesprächsreihe die Vielfalt an möglichen Ansätzen, Werten und Haltungen.

    Ich zum Beispiel bin eher sicherheitsorientiert. Trotz meiner 12-monatigen Weiterbildung zur zertifizierten Trainerin hätte ich aus meiner Festanstellung (Typ: Angstgestellte) heraus nie Knall auf Fall gekündigt. Schon gar nicht, um mich ins Blaue hinein selbständig zu machen. Deshalb habe ich nebenberuflich gegründet und erstmal getestet, wie mein Angebot als Visualisierungstrainerin angenommen wird. Ausprobiert, mit wem ich Zusammenarbeiten will (YES! tatkräftige, motivierte Frauen mit klaren Werten und Haltung) und mit wem nicht (Behörden? Ganz schwierige institutionelle Kunden…).

    Ich hatte die Wahl, WIE und WANN ich mich selbständig mache und empfinde das auch als Privileg: Ich musste nicht gründen, ich wollte. Und zwar unbedingt.

    Weil all dieses ungenutzte Potential endlich in die Welt wollte! Mit einem regelmäßigen Monatseinkommen im Rücken hatte ich die Zeit auszuprobieren, zu testen, Fehler zu machen, nicht passende Anfragen selbstbewusst abzulehnen – ohne die Sorge, ob ich auch im nächsten Monat noch meine Miete zahlen kann.

    Nebenberuflich gründen hat aber auch Nachteile. Ein wesentlicher Faktor ist Zeit: Nicht Vollzeit am eigenen Unternehmen arbeiten zu können. Dafür aber abends, am Wochenende und im Urlaub zu arbeiten. Der Unternehmensaufbau dauert dadurch länger. Manchmal eine Gratwanderung: Sich genug Zeit zu nehmen für Familie, für die eigene Erholung, für Freunde.

    Die Aufzeichnung des Herbstgesprächs mit Ulli Lang findest du hier:

    Interview-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was im Oktober 2021 sonst noch so los war

    Philibert & Fifi im NS-Dok Köln

    Meine Ausstellungsempfehlung: Philibert & Fifi. Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters. So interessant, dass mein Liebster und ich einen sonnigen Herbstnachmittag lieber drinnen verbracht haben als am Rhein bei bestem Wetter spazierenzugehen.

    Läuft noch bis zum 30. Januar 2022. Wer es nicht nach Köln schafft, kann im Internet einen 360°-Rundgang durch die Ausstellung machen. Oder sich „Philibert & Fifi  – Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters“ als Buch bestellen: NS-Dok Eigenverlag, Köln 2021. Text: Deutsch, Englisch, Französisch; Hardcover, Fadenbindung, 272 Seiten, 15 Euro. Bestellungen über nsdok@stadt-koeln.de

    ns-dok-philibert-fifi-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Fotoshooting mit Üt

    Selfies für die Blogbeiträge und auf Social Media? Schön und gut, nur: So langsam bin ich es müde… Es wird Zeit für professionelle Fotos! Über Empfehlung bin ich auf die Fotografin Ute Gabriel aufmerksam geworden. Die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gestimmt und so ist es ein sehr lustiges Shooting geworden. Auf die Bilder, aus denen ich dann die finale Auswahl treffen darf, bin ich schon vorfreudig gespannt!

    Vimeo

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Bilder & Video: Ute Gabriel

    Und hierüber habe ich im Oktober 2021 gebloggt

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Wäre es gut, eine Zeitreise machen zu können? Zu einem jüngeren Ich, um sich selbst beraten zu können? Welche Tipps hätte ich vor 10 Jahren gebraucht auf meinem Weg in die Selbständigkeit?

    12-von-12-ausflug © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    12 von 12: Oktober 2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Mein Dienstag in 12 Bildern: Von Schietwetter, einem Dachbodenfund, dem Schönen von Elmpt und einem Fahrradausflug.

    wie-kommt-handgezeichnetes-in-blog © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anleitung:
    Wie kommt eine handgemachte Zeichnung in den Blog?

    Zwei Versionen: Eine, für die du nur Stift, Papier und Handy brauchst. Und eine etwas ambitioniertere. (Funktioniert auch für Powerpoint und andere digitale Formate.)

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise vier Mal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten und Aktionen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: Oktober 2021

    12 von 12: Oktober 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.10.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Dienstag, ein ganz normaler Arbeitstag, und der morgendliche Blick aus dem Fenster verrät, dass heute Schietwetter im Rheinland herrscht.

    1-rillenglaeser-12-von-12-september-2021

    Perfektes Wetter für einen langen Bürotag heute.

    2-einbauschrank-12-von-12-september-2021

    Neben einigen lästigen Pflichtübungen ist heute auch ein neuer Blogartikel in der Mache. Ich amüsiere mich königinnenglich über die Bildideen, die mir spontan und parallel zum Schreiben einfallen. 😁 #10jahrezurückversetzt

    3-tapete-12-von-12-september-2021

    Draußen plästert es immer noch. Ich verziehe mich für ein Stündchen auf den Dachboden, bewaffnet mit Schere und Gewebeband. Eigentlich will ich nur nur meine Mappe mit den Architekturzeichnungen reparieren, die beim Umzug arg gelitten hat und auseinanderzufallen droht. Als die Mappe fertig ist, blättere ich noch eine Weile durch die A0-großen Pläne und staune, dass da Projekte aus dem Studium dabei sind, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann. 🤔

    4-paprika-12-von-12-september-2021

    Wie lange war ich eigentlich auf dem Dachboden? Offenbar hat es schon lange aufgehört zu regnen und zum Feierabend kommt tatsächlich die Sonne noch mal raus.

    5-schoener-von-elmpt-12-von-12-september-2021

    Ich muss jetzt auch mal vor die Tür! Erinnert sich noch jemand an das letzte 12 von 12? Wir sind durch die Rheinischen Streuobstwiesen gestreift und haben uns informiert, welche alten Apfelsorten es überhaupt so gibt. Mittlerweile ist die Entscheidung für ein erstes neues Apfelbäumchen gefallen: Es ist der Schöne vom Elmpt. Am Wochenende gesetzt und gepflanzt.

    6-schmetterling-apfel-12-von-12-september-2021

    Außerdem hat der Mann begonnen, den Komposter zu bauen. Die Latten sind von der Renovierung noch übrig und aus stabilem Vollholz. Sollte also eine Weile halten.

    7-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Zwei Wände stehen schon, die bewegliche Vorderwand wird natürlich deutlich niedriger werden. Die Idee dazu stammt übrigens von Simone Huwyler, die auch einen sehr lesenswerten Blog hat: www.simonehuwyler.ch

    8-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Neben dem zukünftigen Komposter geht es den Himbeeren jetzt schon sehr gut. Und hey: Wir haben Oktober!

    9-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Nach dem verregneten Start ist es dann doch noch ein goldener Tag geworden. Wir schnappen uns die Räder und drehen noch eine Runde, bevor die Sonne untergeht.

    10-schirmling-12-von-12-september-2021

    Schön, oder?

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    Und jetzt geht es zurück nach Hause! 🙂

    12-kastanie-12-von-12-september-2021

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten 12 von 12!

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 07.10.2021

    Der September war ganz klar von den Vorbereitungen auf den Um- und Einzug dominiert. Ich fand es bemerkenswert, was wir in welcher Reihenfolge in den Tagen und Wochen vor dem eigentlichen Umzugstermin abgebaut haben – und vor allem: Was bis zum Schluss stehengeblieben ist. Kleiderschrank? Kann man drauf verzichten. Auf Reisen lebt es sicht ja auch leicht aus dem Koffer. Bett? Für ein paar Nächte reichen auch Matratzen auf dem Boden. Hatte auch was von Japan-Feeling. Wie Touristen im eigenen Zuhause. 😁 Tisch? Den – fasst – niemand – an! Den haben wir tatsächlich als letztes abgebaut und im neuen Zuhause habe ich ihn als allererstes Möbelstück wieder zusammengeschraubt.

    Beruflich nimmt das Thema Visualisierung im Marketing gerade Fahrt auf: Mein erstes Expertinnen-Interview mit einer Redakteurin des Deutschen Ärzteverlags.

    So viele letzte & erste Male!

    Improvisiertes Office am letzten Tag vor dem Umzug. Der Schreibtisch ist schon abgebaut, aber die Flagge hängt noch im Fenster. Man muss halt Prioritäten setzen! 😉

    provisorisches-office-zwei-auf-der-bank-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Wer auch noch eine der 11.000 Fahnen für Vielfalt haben möchte, bekommt sie hier gegen Spende:

    Kein Veedel für Rassismus

    Beim Umzug war der Kaktus eigentlich die größte Herausforderung. Er ist ein Erbstück und musste natürlich unbedingt mit. Damit er weder aus dem Topf fällt noch irgendjemandem beim Tragen verletzt, bekommt er ein Tragegestell verpasst.

    kaktus-verpacken-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Letzter Tag

    Am Morgen des Umzugs ist es neblig und im ehemaligen Kinderzimmer herrscht bewältigbares Chaos. Die borussengrünen Wände müssen für die Wohnungsübergabe noch weiß gestrichen werden….

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Klamotten für die nächsten Tage, in denen wir noch ohne Kleiderschrank auskommen müssen:

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Umzugswagen ist da. Alles, was noch in der Wohnung ist, muss vier Stockwerke runtergetragen werden. Einen Aufzug gibt es nicht, aber starke Helfer.

    umzugswagen-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Dank der tatkräftigen Unterstützung hat die Hauptaktion mit den großen und sperrigen Möbeln nur rund zwei Stunden gedauert, sodass wir nachher noch lange zusammen in der Herbstsonne sitzen, futtern und quatschen konnten. Standesgemäß mit Brezeln, Nudelsalat und einer großen Tonne Weingummi. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Sandra, Frank, Rolf, Dirk und Markus fürs Schleppen und Irene für die Verpflegung. Und natürlich für die vorzüglichen Gespräche rund um Haus, Garten und das Leben an sich!

    Lustigerweise habe ich von unserer gemütlichen Gartenrunde kein einziges Bild gemacht. Abends haben wir uns noch mal aufgerafft und noch ein bisschen gekramt und Möbel aufgebaut. Dabei ist uns auch das Herz auf den Schrankboden gerutscht… 😁

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das erste Abendessen im neuen Zuhause: Ich bin ja echt kein Fan von Fertigpizza, aber das hier war schon eine ganz besondere Mahlzeit. Und wenn der Esstisch noch nicht steht, dann müssen halt die Gartenmöbel in die Küche.

    monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Erster Tag

    Das erste Frühstück im neuen Zuhause: Wir bringen ein bisschen Urbanität und Amsterdam-Feeling in die Nachbarschaft. Und frühstücken einfach VOR der Tür, weil dort die Sonne scheint.

    fruestueck-vorm-haus-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der erste Willkommensgruß im neuen Zuhause: Unsere neuen Nachbarn hüpfen auf einen schnellen Besuch vorbei und haben Blumen mit. Den Flutwein von der Ahr hab ich fürs Foto daneben gestellt. 😉 Der wird geköpft, sobald wir die beiden besuchen gehen.

    blumen-und-flutwein

    Ein gaaaaanz besonderer Moment: Onkel und Nichte freuen sich gemeinsam wie Bolle über die Bank, auf der sie sitzen. Die Nichte, weil sie die Bank (fast) ganz alleine gebaut hat und superstolz sein kann auf das schöne Stück. Und der Onkel, weil er jetzt endlich sein lang ersehntes Geburtstagsgeschenk bekommen hat.

    Zwei fröhliche Menschen auf einer Bank

    Was im September 2021 sonst noch so los war

    Visualisierung im Marketing

    Für die HealthRelations des Deutschen Ärzteverlags bin ich als Visualisierungsexpertin von der wundervollen Miriam Mirza interviewt worden. Entstanden ist daraus dieser Artikel: Sketchnotes im Pharmamarketing

    Für mich sehr spannend, Einblick in eine Branche zu bekommen, mit der ich bisher wenig Berührungspunkte hatte. Tatsächlich ist es im Pharmabereich sehr ähnlich wie in anderen Bereichen, die wissens- und wissenschaftslastig sind: Komplexe Zusammenhänge lassen sich mit visueller Hilfe viel einfacher erklären (Zum Beispiel: Wie wirkt ein Medikament im menschlichen Körper?). Gleichzeitig ist es eine eher konservative Branche, wo handgemachte Visualisierungen wie Sketchnotes noch unüblich sind. Die, die sich trauen, händisch zu visualisieren, bekommen daher viel Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist fürs Marketing ein entscheidender Erfolgsfaktor.

    Sketchnotes HealthRelations monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ist Marketing für dich auch relevant? Du traust dich aber noch nicht so richtig, selbstgemachte Skizzen für deine Kommunikation einzusetzen? Dann lass uns darüber sprechen, wie du mit eigenen handgezeichneten Visualisierungen DEIN Thema rüberbringen kannst und buche deine unverbindlichen 15 Minuten Kennenlerngespräch mit mir:

    Bundestagswahl

    In Köln gibt es als Sonderform der Briefwahl auch die Möglichkeit zur Direktwahl. Dann geht man vor dem Wahltag in das zuständige Verwaltungszentrum, bekommt (wie sonst im Wahllokal) die Wahlunterlagen in die Hand gedrückt und kann direkt in einer Wahlkabine seine Kreuzchen machen. Alles wie am Wahltag, aber zeitlich flexibel. Dieses Jahr konnte man sich nur die Wahlunterlagen abholen, eine Kabine gab es nicht. Also habe ich diesmal Briefwahl gemacht

    briefwahl-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Monat der Fragebögen

    Ja, ich bin ein Nerd. Und ja, ich sauge Informationen auf wie ein Schwamm. Deswegen war es mir ein großes Vergnügen, vor meiner Wahlentscheidung ein paar Tools auszuprobieren.

    Wahl-O-Mat

    Der Wahl-O-Mat ermittelt, welche Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. Man beantwortet 38 Fragen und kann dann die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgleichen. Man kann auch gewichten, welche Themen für einen selbst besonders wichtig sind. Der Wahl-O-Mat errechnet am Schluss den Grad der persönlichen Übereinstimmung mit den Parteien.

    Dein Wal

    Fand ich besonders interessant. Auch wenn DeinWal dem Wahl-O-Mat sehr ähnelt, steckt doch ein ganz anderes Konzept dahinter. Es geht nicht um Wahlprogramme, sondern um das tatsächliche Abstimmungsverhalten von Abgeordneten und Fraktionen in den letzten vier Jahren. Man kann also abgleichen, welche Partei so abgestimmt hat, wie man selbst abgestimmt hätte.

    (So was ähnliches wie der)
    Myers-Briggs-Persönlichkeits-Indikator

    Hat mit der Bundestagswahl nichts zu tun – wirkt sich aber vielleicht auf deine Wahl aus, wenn du wissen willst, ob wir gut zusammenarbeiten können. Werde ich demnächst drüber schreiben. Vor allem, wie sich meine Persönlichkeit auf meine Arbeit auswirkt und was das für dich heißt. 😉

    INTP persoenlichkeit © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und hierüber habe ich im September 2021 gebloggt

    wie-sieht-eine-gut-formulierte-aufgabe-aus © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tipps für gut formulierte Aufgaben

    Markierst du eine E-Mail mit einem Fähnchen und tust so, als würde sie dadurch zu einer Aufgabe?

    visualisieren-oder-zeichnen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können – oder etwa doch nicht?!”

    Ach, so wie E-Mails auch nur von Schriftstellerinnen geschrieben werden können…?

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    12 von 12: September 2021

    Mein Sonntag in 12 Bildern: Von Rillengläsern, Streuobstwiesen und Anischampignons.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: September 2021

    12 von 12: September 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.09.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Sonntag, spätsommerlich schön und das letzte Wochenende, bevor wir die großen, sperrigen, wichtigen Möbel ins neue Zuhause umziehen: Tisch, Bett, Schrank, Sofa, … Zeit, für die letzten Vorbereitungen und Zeit, um noch ein bisschen durchzuatmen.

    1-rillenglaeser-12-von-12-september-2021

    Ich habe ein neues Wort gelernt: Rillenglas. Gefunden im Keller unter der Treppe, schön sauber gemacht und dann festgestellt, dass sie sich nicht mit Federklammern schließen lassen wie die klassischen Weckgläser, die ich so kenne. Bei diesen Rillengläsern fehlen leider die Bügel – oder wir haben sie vielleicht in den Tiefen des Kellers noch nicht entdeckt.

    2-einbauschrank-12-von-12-september-2021

    Der Einbauschrank muss heute noch fertig werden, damit in den nächsten Tagen zumindest schon mal ein Teil der Wäsche staubfrei Platz findet. Frisch gestrichen ist schon, neue Regalbretter kommen rein, sobald der Mann nicht mehr im Schrank steht. 😁

    3-tapete-12-von-12-september-2021

    Die alte Tapete aus dem Einbauschrank. Roch leider nicht so gut und musste raus. Reststücke werde ich aber noch im meinem Bautageskizzenbuch verarbeiten, denn das Muster ist ja schon scharf.

    4-paprika-12-von-12-september-2021

    Die ist vielleicht auch scharf, nur auf dem Foto leider nicht. Wenn ich richtig gezählt habe, haben dieses Jahr ganze 5 Paprika dieser alten, dünnwandigen Sorte die Chance in unserem Garten reif zu werden. An denen hängt auch der Fortbestand unseres Saatguts, denn ihre Brüder und Schwestern haben die Überschwemmungen im Juli nicht überlebt.

    5-schoener-von-elmpt-12-von-12-september-2021

    Apropos alte Sorte: Die Entscheidung für ein neues Apfelbäumchen im Garten (oder zwei) ist noch nicht gefallen. Wir streifen dieser Tage gerne über die Rheinische Streuobstwiese und lassen uns inspirieren.

    6-schmetterling-apfel-12-von-12-september-2021

    Das macht gerade besonders viel Spaß, weil die ersten wurmigen Äpfel vom Baum fallen und schon probiert werden können. Der Schöne von Elmpt ist in der näheren Auswahl und der Korbiniansapfel auch. Der schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch eine besondere Geschichte.

    7-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Neben der Streuobstwiese gibt es ein kleines Waldstück. Dort schießen gerade die Pilze wie verrückt aus dem Boden. Nicht, dass ich die unterscheiden könnte, aber der Mann kann. „Anischampignongs!“ ruft er.

    8-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Ich bekomme gezeigt, wie ich sie erkennen und von anderen Pilzen sicher unterscheiden kann. Wie sieht der Hut von oben aus? Verfärbt sich die Schnittfläche? Ist der Stiel unten knollig oder nicht? Wie ist der Geruch? Und so weiter, und so weiter…

    9-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Disclaimer: Voraussetzung für die köstliche Pilzfanne ist Pilzsachverstand – ich habe den nach so einem Ausflug noch lange nicht, und würde immer jemanden fragen, der sich wirklich damit auskennt, bevor ich selbstgesammelte Pilze esse.

    10-schirmling-12-von-12-september-2021

    Das hier ist möglicherweise ein Riesenschirmling und damit ein hervorragender Speisepilz. Vielleicht ist es aber auch eine andere Schirmlingsart. Wenn unsicher: stehenlassen!

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    Das ist ein ungenießbarer Bovist. Sieht aber schön aus in seinem Moosbett. 😀

    12-kastanie-12-von-12-september-2021

    Zwei Mal Edelkastanie: Links die Blüte, die so ein bisschen aussieht wie ein Weidekätzchen und rechts die stachelige Hülle mit noch unreifen Maroni drin.

    Schöner Waldausflug. 😀 Und jetzt wird weiter renoviert.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick August 2021: Übersicht und Struktur

    Monatsrückblick August 2021: Übersicht und Struktur

    Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 09.09.2021

    Übersicht und Struktur sind die beiden Themen, die mich beruflich begleiten. Bei angewandter Visualisierung spielen sie die Hauptrollen. Umgekehrt gilt auch: Angewandte Visualisierung hilft auf sehr niederschwellige Art, Übersicht und Struktur ins Leben zu bringen. Ich habe das im August ganz ausgiebig für mich genutzt – auch persönlich.

    Die rote Linie

    So eine Selbständigkeit führt ja ganz leicht dazu, auch mal die Wochenenden durchzuarbeiten. Das kann man mal machen, aber auf Dauer ist das nix. Zumindest gesund ist es nicht, wie ich feststellen durfte.

    Also habe ich im August ein paar Strukturen für mich festgelegt, um zu testen, wie es mir damit geht. Zum Beispiel, an Samstagen maximal drei Stunden vor dem Rechner zu verbringen und die Sonntage konsequent arbeitsfrei zu halten und gezielt für Erholung zu sorgen: Den Laptop zugeklappt lassen, viel draußen unterwegs sein, zeichnend die Umgebung erkunden, keine Fachliteratur in die Hand zu nehmen und stattdessen ein Buch lesen, das einfach nur unterhaltsam ist … und vielleicht auch ein bisschen böse und politisch und hintersinnig. 😉

    buch-eifel-gold-berndorf-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die letzten Wochenenden konnte ich gut auftanken. Um weiter dranzubleiben, habe ich einen visuellen Plan für meine „ideale Woche“ erstellt. Daran orientiere ich mich jetzt – im Wissen, dass nicht jede Woche „ideal“ laufen kann und ich abweichen darf. Orientierung statt Korsett ist das Motto. Das wichtigste Element derzeit ist eine rote Linie, die sich von Montag bis Freitag zieht und nicht überschritten wird. Die markiert die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit.

    rote-linie-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die rote Linie ist eigentlich ein Korridor von etwa 30 Minuten, die ich mir nehme, um den Tag sauber abzuschließen und den nächsten zu planen. Oberhalb der roten Linie ist Platz für alles Berufliche wie Trainings- und Beratungstermine mit Kundinnen oder Zeitblöcke, in denen ich mein Angebot weiterentwickle. Unterhalb der roten Linie und am Wochenende beantworte ich keine beruflichen E-Mails, ignoriere Social Media und bin nur für Familie und Freunde erreichbar.

    Über der roten Linie: Übersichtlicheres Angebot

    Im August habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Trainings ich bis Ende dieses Jahres noch anbieten möchte. Ideen habe ich viele, Nachfragen gibt es auch viele, nur lässt sich nicht alles gleichzeitig umsetzen. Deshalb war es mal an der Zeit aufzuräumen und klar zu kommunizieren, was dieses Jahr noch geht – und wofür ich erst ab Anfang 2022 wieder Kapazitäten frei haben werde:

    Trainings © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Einzelsessions

    … haben jetzt ihren Platz in der Punktlandung. Das ist ein knackiges Format von 45 Minuten, um schnell kreative Lösungen für ein Problem zu finden. Zu zweit spielen wir Ideen-Pingpong und lösen den Knoten in deinem Kopf. Egal, ob du festhängst bei der Suche nach einem überzeugenden Schlüsselbild für deine nächste Präsentation oder dir mit visuellen Protokollen das Besprechungsleben leichter machen willst. Hast du eine klar umrissene Frage oder ein konkretes Visualisierungsproblem, dann finden wir in der Punktlandung die Lösung dafür.

    Intensive 1:1-Trainingspakete zu Visualisierung

    … sind derzeit der Fokus. Momentan arbeite ich viel mit Einzelkundinnen an individuellen Projekten. Das heißt, ich unterstütze über mehrere Wochen hinweg zum Beispiel bei der Erstellung einer wichtigen Präsentation, der Planung eines Seminars oder (in Form eines Visual Coachings) auch bei der Selbstorganisation. Wir nutzen dafür Schlüsselbilder, visuelle Organisationsansätze und visuelle Planungsmethoden.

    Da ich diesen Projekten meine volle Aufmerksamkeit widme, meine Kundinnen sorgfältig begleite, tief in das Thema eintauche und über mehrere Wochen hinweg mit Rat und Tat zur Seite stehe, sind die Plätze für intensive 1-zu-1-Begleitung begrenzt. Und ja, auch schnell wieder vergeben. Sobald demnächst wieder ein Platz frei wird, informiere ich darüber im Newsletter.

    Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Trainingspaket zu buchen, dann trag dich hier für den Newsletter ein. Beim letzten Mal waren die beiden verfügbaren Plätze innerhalb eines Tages nach meiner Info-Mail weg.

    Die Gruppenprogramme

    … „Präsentiere dein Angebot visuell überzeugend“ und „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ wird es in 2022 wieder geben.

    Maßgeschneiderte Trainings

    … für Teams und Unternehmen sind ab November 2021 wieder möglich. Bis dahin: Anfrage stellen und mit mir in die Planung einsteigen.

    rote-linie-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Unter der roten Linie: Einfach nur Zeichnen

    Ich versuche, wieder regelmäßig zu zeichnen. Dokumentarisch zu zeichnen. Einfach nur für mich und komplett ohne Bezug zu meinem Beruf als Visualisierungstrainerin.

    Weil es mir guttut und für mich eine sehr leichte Möglichkeit ist, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Da ich ausschließlich nach Beobachtung zeichne – nach genauer Beobachtung – verschmelze ich beim Zeichnen mit meiner Umgebung. Ich komme nach wenigen Minuten zuverlässig in einen Flow-Zustand. Dann bin ich absolut verankert im Hier und Jetzt – etwas, das mir zum Beispiel beim Meditieren nur sehr selten gelingt. Ein schöner Nebeneffekt (oder Kollateralgewinn, ein Wort, das ich mir gerne von Judith Peters ausleihe) ist, dass sich mit der Zeit ein visuelles Tagebuch ergibt.

    Zum Beispiel, als wir in Quarantäne waren und ich winzige, aber prägnante Ausschnitte des jeweiligen Tages festgehalten habe. Oder wie hier, als zeichnerischer Rundgang durch die Wohnung, um eine persönliche Erinnerung zu haben, bevor wir umziehen:

    Zeichnerischer Rundgang durch die Wohnung

    Nun habe ich lange überlegt, ob ich hier überhaupt übers Zeichnen schreiben will. Es gibt da nämlich einen neuralgischen Punkt:

    Ein limitierender, nein, DER limitierende, irreführende Glaubenssatz bei meinem beruflichen Thema „Visualisierung im Job“ ist, dass es dabei ums Zeichnen ginge und dass man für Visualisierungen deshalb auch Zeichentalent bräuchte. Beides ist nicht der Fall. Es ist einfach ein Mindfuck, der aber leider oft genau die Menschen davon abhält, visuell zu arbeiten, die am meisten davon profitieren können.

    Wenn ich nun darüber schreibe, dass ich in meiner Freizeit sehr gerne zeichne: Befeuert das nicht diesen limitierenden Glaubenssatz? Schrecke ich damit Menschen ab, die funktionelle Visualisierung im Job gut nutzen könnten, sich das aber nach einem Blick auf künstlerische Zeichnungen nicht mehr trauen? Und ziehe ich damit die falschen Leute an, die sich eigentlich einen Zeichenkurs wünschen und in meinen Trainings dann feststellen, dass ich visuelles Denken anbiete und keine Anleitung für „Wie zeichne ich meinen Hund?“

    Kann sein. Kann aber auch sein, dass diese Befürchtung nur mein eigener limitierender Glaubenssatz ist. Dann ist das jetzt ein Experiment. Denn eigentlich möchte ich hier im Blog auch frei übers Zeichnen schreiben können, weil es einen so wichtigen Teil meines persönlichen Lebens ausmacht. Ich bin ja nicht nur mein Beruf.

    Glaubenssätze lassen sich verändern. Und genau deswegen vertraue ich einfach weiterhin darauf, dass weiterhin die richtigen Kundinnen zu mir finden. Auch wenn ich hier übers Zeichnen schreibe. Weil sie nämlich unterscheiden können zwischen funktioneller Visualisierung, die ich unterrichte, und künstlerischer Zeichnung, die ich nur für mich mache. Was ich jedenfalls genau weiß: Meine Wunschkundinnen sind alles andere als doof. 😉

    bildungsurlaub © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was im August 2021 sonst noch so los war

    Unsere neue Küche ist angekommen. 😀

    monatsrueckblick-kueche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Einer der Männer, die sie eingebaut haben, sah aus wie Henning Krautmacher. 😂 Wie so einige Männer hier, deren Bartwuchs das hergibt. Hach ja, das Rheinland… 🥸

    monatsrueckblick-kueche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    In den Fernzügen ist es fast schon wieder so voll wie vor der Pandemie und auch das Leben im mobilen Zuhause auf Zeit sieht wieder aus wie früher:

    monatsrueckblick-bahn-ice © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und mit den Bildungsurlauben als Präsenzveranstaltung geht es auch sehr erfreulich weiter 😀

    monatsrueckblick-kurs-ausgebucht © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Beim Kistenpacken für den Umzug wiedergefunden: Eine meiner ersten visuellen Notizen, die ich gemacht habe, um mir selbst „Industrie 4.0“ zu erklären. Leider ist sie nicht datiert und die Quelle der Infos steht auch nicht dabei. Da ich mich aber erinnere, dass ich das im Flieger auf Dienstreise gemacht habe, kann ich zumindest 2015 als Jahr rekonstruieren und ich vermute einen Artikel in der brandeins als Infoquelle:

    sketchnote-industrie-4-0 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und hierüber habe ich im August 2021 gebloggt

    visuell erklaeren starkregen klimawandel © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    #visuellerklärt: Starkregen

    Was kannst du mit Visualisierung anfangen? Zum Beispiel erklären, wie Extremwetterereignisse zustande kommen – in drei einfachen Skizzen und einem kurzem Text.

    Gähnendes Käuzchen auf Zaunpfahl

    Der frühe Vogel ist früher müde

    Ein Plädoyer, dem eigenen Biorhythmus zu folgen. Zwanghaft früh aufstehen zu müssen führt nicht zu mehr Kreativität, ausschlafen dürfen hingegen schon.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    #visuellerklärt: False Balance

    Wie der Versuch ausgewogener Berichterstattung dazu führen kann, dass Außenseitermeinungen und Verschwörungserzählungen zu viel Aufmerksamkeit bekommen.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    12 von 12: August 2021

    Mein Donnerstag in Bildern: Von Umzugsvorbereitungen, geretteten Pflanzen und einem Rhabarberkuchen.

    strukturierter-arbeiten-anleitung-sortierter-aufgabenspeicher-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Eine Anleitung in 5 Schritten:

    Mehr Übersicht und Gelassenheit mit einem sortierten Aufgabenspeicher.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: August 2021

    12 von 12: August 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.08.2021

    An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Donnerstag, startet also als normaler Arbeitstag für mich. Es ist aber auch August um damit zum Glücklichsein immer noch Sommer.

    1-arbeitsplatz-schreibtisch-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Guten Morgen! Schön, wenn man morgens schon so angelächelt wird. 😁 Spiegeleier gab es bei uns seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr zum Frühstück.

    3-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mein Büroarbeitsplatz ist heute draußen. Ein Hoch auf den Sommer! (Wobei ich zugeben muss, dass so ein Bistro-Stuhl auf Dauer nur bedingt bequem ist…)

    Wie auf Stichwort ist heute Mittag mein neuer Bürostuhl per Spedition aus Süddeutschland angekommen. Ich freu mich so! Ich habe das Modell schon länger umkreist und war bisher vom Preis abgeschreckt. Vor ein paar Tagen habe ich online ein verhältnismäßig günstiges Stück entdeckt, das bisher in der Ausstellung eines Möbelhauses stand. Und jetzt steht es bei mir. 🙂

    4-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Auch der Rest des Büros im neuen Zuhause nimmt so langsam Form an. Es ist noch Baustelle, aber immerhin ist der neue Schreibtisch schon eingezogen und mein geliebtes Zeichenbrett hat endlich einen würdigen Platz gefunden.

    6-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Im Garten haben mittlerweile die Himbeerpflanzen beeindruckend gut Fuß gefasst. Noch eingekeilt zwischen Wand und 3 Meter hoher Hecke bekommen sie nicht besonders viel Licht und waren ungefähr 30 cm kleine Pflänzchen, als wir sie vor ein paar Wochen eingesetzt haben. Offenbar werden wir schon dieses Jahr ein paar Früchte ernten können. Für mich ein ganz spezieller Gruß aus der Heimat. 😀

    9-gartenzeit-rosen-zeichnen-aquarell-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Froh bin ich auch um die Paprikapflanzen, denen wir wenige Tage vor den großen Überschwemmungen eher ungeplant ein neues Zuhause gegeben haben. Von diesen fünf Pflanzen hängt es jetzt ab, ob wir genug reife Samen für die Aussaat nächstes Jahr haben werden. Es ist eine dünnwandige, sehr aromatische, alte Sorte.

    10-gartenzeit-erbsen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Weitere gerettete Pflanzen. Unsere Blumenhändlerin stellt gelegentlich nach Feierabend bei sich vor die Tür, was sie nicht mehr verkauft bekommt – verblüht, angewelkt oder zu klein geraten. Wer will, kann die Pötte einfach mitnehmen. Was am nächsten Morgen noch da ist, landet in der Tonne. Mir ist es lieber, wir setzen sie ins Beet und päppeln sie wieder auf.

    11-gartenzeit-erbsen-ernten-pulen-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    So, wie auch diese Schönheiten.

    12-gartenzeit-himbeeren-ernten-marmelade-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aus Jux habe ich vor einigen Tagen eine Handvoll Chia-Samen in den Topf geworfen – die aus dem Supermarkt, die im Regal neben den Frühstücksflocken stehen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber sie sind tatsächlich keimfähig! Nur sind sie jetzt ein bisschen zu dicht beisammen…

    7-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Sorry, vom Kuchen selbst gibt’s kein Bild… Habe übers Essen vergessen, eines zu machen und jetzt ist er schon weg. 🤷‍♀️

    Als Ersatz biete ich gerne das Rezept an – ist supersimpel und funktioniert mit so gut wie jedem Obst. Wir hatten noch Rhabarber übrig. (Ja, es ist August, aber dieses Jahr ist eh verrückt.)

    So geht’s:

    • Zucker und Margarine zusammen cremig schlagen
    • Eier einrühren
    • Backpulver und gemahlene Vanilleschote mit dem Mehl vermischen und einrühren
    • Teig in eine Springform streichen
    • Obststücke drauf (bei Rhabarber mit zusätzlichem Zucker) und ab in den vorgeheizten Ofen!

    Taugt übrigens super als Baustellenimbiss für 3-4 Personen.

    8-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Apropos Baustelle… Die dunklen Deckenpaneele sind jetzt überall runter und die Betondecke wird vor dem Streichen verspachtelt und abgeschliffen.

    2-gartenzeit-kirschen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Fundstücke bei der Abendrunde im Wald. Haben mit dem Frühstück heute Morgen nichts zu tun. Zumindest nicht mit meinem. Irgendwie hoffe ich, dass daraus etwas schlüpfen durfte und die Vogeleltern einfach nur die angepickten, leeren Eierschalen aus dem Nest bugsiert haben, um Platz für ihre Brut zu machen.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick Juli 2021: Lieblingsmonat

    Monatsrückblick Juli 2021: Lieblingsmonat

    Lesezeit: ca. 7 Minuten | aktualisiert: 03.08.2021

    Der Juli ist mein Lieblingsmonat. Mit Abstand. Weil: Der Juli ist für mich der Höhepunkt des Sommers. Umso schöner, sich das noch mal für den Monatsrückblick ins Gedächtnis zu rufen.

    Gartenzeit. Kirschen. Aprikosen. Himbeeren. Johannisbeeren. Sommerliche Temperaturen (wenigstens ein paar Tage lang). Den ganzen Tag barfuß sein. Abends noch in kurzer Hose auf der Wiese sitzen. Geburtstag. Herrliche Sonnenuntergänge. Sich durch verschiedene Sorten India Pale Ale probieren. Bei weit offenem Fenster schlafen. Auf dem Balkon frühstücken. Im Garten mittagessen. Kurzum: Alles, was das Leben draußen schönmacht, findet Jahr für Jahr geballt im Juli statt.

    Endlich wieder Kultur!

    Ein Highlight im Juli 2021 war definitiv mein Geburtstagsgeschenk: Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich einmal wieder Museumsluft schnuppern. Wie habe ich das vermisst!

    In Düsseldorf lief „Die Große 20/21“.

    Eingebettet in einen gemeinsamen Tag in Düsseldorf gab’s erst im Kunstpalast viel zu gucken – ich liebe ja kleine Formate…

    Kleinformatige Bilder in der Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf

    … und zu zeichnen…

    Petra Weidemann in der Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf

    … und ein bisschen Quatschmachen in der Garderobe musste auch sein 😁:

    Garderobe im Kunstpalast Düsseldorf

    Im Ehrenhof habe ich mich dann noch für eine weitere Zeichnung niedergelassen – und gemerkt, was mir seit der Pandemie wirklich fehlt: Das zufällige ins Gespräch kommen mit Passanten, die neugierig und etwas scheu stehenbleiben und mir beim Zeichnen über die Schulter schauen. Meist ergeben sich sehr interessante Unterhaltungen: Über das Motiv, über Wahrnehmung, über das Zeichnen an sich, über das Reisen… Noch schöner ist das mit Kindern, die dann viele Warum-Fragen stellen. An diesem Tag wurde ich damit reichlich beschenkt und habe es sehr genossen.

    Zeichnung von der Tonhalle in Düsseldorf

    Zu einem Besuch in diesem Teil Düsseldorfs gehört natürlich auch ein Abstecher zum legendären Fortuna-Büdchen. Hier steht man immer Schlange und das Publikum, das mit seinem Bierchen anschließend auf der Kaimauer sitzt und klönt, ist so gemischt, wie sonst nur selten. Die rotnasigen Trinker, das Schicki-Micki-Pärchen von der Kö, augenringige Mütter mit Kinderwagen, aufgedrehte Studentinnen, lässige Bärte-Hipster, die beige Rentnerinnengang, alle miteinander versammelt. 😀

    2 Flaschen Uerige am Fortuna-Büdchen in Düsseldorf

    1:1-Mentoring-Sessions

    Spätestens nach dem Juni-Rückblick wusste ich, dass sich beruflich etwas ändern muss. Dass ICH etwas ändern muss.

    Der nächste große Kurs-Launch ist erst einmal verschoben. Ich habe gerade keinen Nerv, mich mit Facebook-Ads und E-Mail-Marketing auseinanderzusetzen. Im Juli habe ich mich lieber wieder auf die individuelle Arbeit mit Kundinnen konzentriert und seit langem wieder mehr 1:1-Trainingsanfragen angenommen. Die intensiven Serien mit Einzeltrainings zu verschiedenen Visualisierungsthemen haben mir großen Spaß gemacht, und ich behaupte mal: meinen Kundinnen auch.

    Mit Viktorias Hilfe habe ich eine überzeugende Präsentation für einen Angebots-Pitch bei einer Krankenkasse ausgearbeitet und einen phantastischen Auftrag an Land gezogen! Als Gesundheitscoach erstelle ich jetzt für die Krankenkasse ein innovatives Onlineprogramm zur Suchtprävention von Jugendlichen.

    Die Zusammenarbeit mit Viktoria hat den Blick auf mein eigenes Angebot noch mal enorm geschärft. Allein ihre Fragen in der ersten der sechs Sessions waren Gold wert! Das ist viel mehr als „nur“ ein Visualisierungstraining. Wir sind richtig an die Inhalte gegangen, haben meine Positionierung überarbeitet und die Präsentation für den Pitch so knackig und kundenzentriert gemacht, dass ich immer noch staune! Allein die Planung der Inhalte mal ganz anders, nämlich visuell zu machen, war ein absoluter Eye-Opener. Ich hatte mehr Kontrolle über die Inhalte und war schneller fertig, als ich das sonst so von mir kenne.

    Die Sessions mit Viktoria waren professionell und trotzdem spielerisch, konzentriert und trotzdem lustvoll, strukturiert und trotzdem experimentell. Einfach nur ein Gewinn!

    Ich kann die Zusammenarbeit mit ihr nur empfehlen, und würde so ein Sechs-Wochen-Einzelcoaching jederzeit wieder buchen, wenn ich mich auf eine wichtige Präsentation vor einem wichtigen Kunden vorbereiten will. Daumen hoch!

    Suzana Kaldereit

    Zertifizierte Gesundheitscoach

    Deswegen werde ich das im August noch einmal fortsetzen. Die meisten 1:1-Trainingspakete laufen zwar noch, aber: Eine Trainingsserie mit 6 Terminen zum Thema „Visuelle Notizen“ ist gerade beendet, eine weitere mit 5 Terminen zum Thema „visuell überzeugend präsentieren“ endet in der kommenden Woche, sodass im August wieder zwei Plätze in meinem Kalender frei werden.

    Wenn du Lust auf ein intensives 1:1-Mentoring hast, dann melde dich bei mir:

    First come, first served.

    Willkommen sind sämtliche Visualisierungsthemen, zum Beispiel:

    • Von den ersten Schritten mit visuellen Notizen, um dir den Arbeitsalltag zu erleichtern (vom Tagesplan bis zur Meeting-Mitschrift),
    • über visuelle Planungsmethoden, mit denen du dein nächstes Seminar effizient vorbereitest,
    • bis hin zu fachspezifischen Bildkonzepten für deine nächste PowerPoint- oder Flipchart-Präsentation.

    Bevor es losgeht, lernen wir uns kennen und sprechen unverbindlich über dein Anliegen. Wenn die Chemie stimmt, legen wir den Umfang des Trainingspakets gemeinsam fest und dann können wir auch schon starten. Klingt gut? Dann lass uns sprechen!

    Zahlen, Daten, Fakten – #visuellerklärt

    Ende Juli habe ich meine private, kleine Challenge gestartet: Immer, wenn ich etwas Interessantes höre oder lese und mir ein Bild dazu in den Kopf kommt, dann schnappe ich mir den nächstbesten Stift und Zettel und visualisiere meine Idee so einfach wie möglich. Wie zum Beispiel einen Beitrag vom 13.07.2021 aus dem DailyQuarks-Podcast des WDR zu Starkregen und Klimawandel.

    Herausgekommen ist dabei folgende Visualisierung:

    Visualisierung von Starkregen und Jetstream

    Mehr dazu nachlesen kannst du in diesem Artikel: #visuellerklärt – Starkregen

    Das macht Spaß und ist ein wunderbares Zwischendurch-Training, um die eigene Vorstellungskraft und Kreativität zu kitzeln. Möchtest du mitmachen? Dann lass uns auf Instagram vernetzen! Damit ich deine Ideen sehen und darauf reagieren kann, kannst du mich einfach taggen und den Hashtag #visuellerklärt nutzen. Ich freu mich drauf!

    Was im Juli 2021 sonst noch so los war

    Die ersten Möbel sind ins neue Zuhause eingezogen. Eine antike Kredenz mit ungeheuerlichen Ausmaßen und sehr fein geschliffenen Glaseinsätzen macht sich schon im Esszimmer breit:

    Der Mann reinigt die Kredenz

    Und im Büro lüftet sich ein hochbeiniges Regal-Ensemble aus den 1950ern aus:

    Sideboard aus den 1950ern

    Ich nähere mich wieder einer regelmäßigen Zeichenroutine an. Ganz im alten Rhythmus bin ich noch nicht (neues altes Ziel: eine kleine Zeichnung täglich), aber der Takt wird wieder dichter. Yayyy!

    Zeichnung einer Erbsenschote

    Meine Illustration vom Wegebau aus dem Bergwaldprojekt vom letzten Jahr reist als Briefmark durch die Schweiz! Danke an Vincent für das Foto!

    gezeichnete Briefmarke

    Eine Spontanaktion mit der großartigen Susanne Heinen: Wir haben uns gegenseitig selbstgemachte Postkarten geschickt – mal was Schönes auf Papier statt nur virtueller Bilder!

    Postkarte

    Und hierüber habe ich im Juli 2021 gebloggt

    erbsen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    12 von 12: Juli 2021

    Vollmundige Juli-Gartenliebe – zwei Tage, bevor das Hochwasser alles ertränkt hat.

    strukturierter-arbeiten-anleitung-visueller-tagesplan-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Strukturierter arbeiten: Visueller Tagesplan statt To-Do-Liste

    In 7 Schritten zu mehr Spaß und Effizienz im Arbeitsalltag!

    was ist visualisierung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was ist Visualisierung?

    Wie du mit einem Stift in der Hand unsichtbaren Gedanken, flüchtigen Ideen und abstrakten Konzepten eine konkrete, sichtbare, greifbare Form gibst.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: Juli 2021

    12 von 12: Juli 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 5 Minuten

    An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Der Juli ist mein Lieblingsmonat und ich verbringe die Sommerzeit am allerliebsten draußen. Weil heute aber auch Montag ist, startet dieser 12. Juli  zunächst einmal als normaler Arbeitstag.

    1-arbeitsplatz-schreibtisch-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Viel administrativer Kram, E-Mails, Telefonate und die Planung der kommenden drei Wochen füllen den Vormittag.

    2-gartenzeit-kirschen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Danach ist Gartenzeit. Unsere Sauerkirsche trägt dieses Jahr nicht viel, die Früchte sind aber gesund und knackig.

    3-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Johannisbeeren wollen geerntet werden, sowohl die roten…

    4-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … als auch die schwarzen.

    5-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bilanz der heutigen Beerenlese: Zwei Kilo schwarze und etwa anderthalb Kilo rote Johannisbeeren in Familiengemeinschaftsaktion geerntet. Die Marmelade ist gesichert!

    6-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Apropos essen: Warum ich den Juli auch so liebe, ist das Kochen draußen.

    7-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Hier schmurgelt ein Sataraš – mit Paprika als wichtigster Zutat. Viiiiiiiiiel Paprika. 😀

    Für vier Personen (inkl. Option auf Resteessen am nächsten Tag):

    • 800 g in mundgerechte Würfel geschnittenes Rindfleisch in einer großen Pfanne in Olivenöl kräftig anbraten. Dann nach und nach Gemüse dazugeben und mitbraten; wegen der unterschiedlichen Garzeiten kommt nicht alles auf einmal rein.

      Die Reihenfolge:
    • 3 in Würfel geschnittene Zwiebeln
    • 3 in Scheiben geschnittene Möhren
    • ca. 20 kleingeschnittene Paprika (am besten die dünnwandigen, aromtischen Spitzpaprika aus dem türkischen Gemüseladen)
    • 4 große, in Würfel geschnittene Tomaten
    • 1 in Würfel geschnittene Aubergine
    • 2 in Würfel geschnittene Zucchini

    Salzen, pfeffern, Deckel drauf und so lange schmoren lassen, bis das Fleisch butterweich ist. Final abschmecken und heiß servieren!

    8-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Wer sagt, dass man auf einem Grill nur grillen kann?

    9-gartenzeit-rosen-zeichnen-aquarell-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Weil Schmorgerichte einfach eine Weile brauchen, bis sie fertig sind, ist jetzt Zeichenzeit. Mein Vorsatz für dieses Halbjahr ist, wieder eine Zeichnung pro Tag zu machen. Egal wie klein oder vermeintlich trivial das Motiv ist, Hauptsache nach direkter Beobachtung und vor Ort. Ich habe das in den letzten drei Monaten arbeitsbedingt schleifen lassen, aber gemerkt: Nicht zeichnen ist keine Lösung. Zeichnen ist wie Meditation, nur besser.

    10-gartenzeit-erbsen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Am Ende des Gartentags wollen die Erbsen auch noch geerntet werden.

    11-gartenzeit-erbsen-ernten-pulen-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und gepult natürlich auch. Damit beschäftige ich mich jetzt noch ein Stündchen.

    12-gartenzeit-himbeeren-ernten-marmelade-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … und die werden heute Abend auch noch zu Marmelade verarbeitet. 😀

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick Juni 2021: Müde & erschöpft

    Monatsrückblick Juni 2021: Müde & erschöpft

    monatsrueckblick-juni-muede-und-erschoepft

    Lesezeit: 15 Minuten

    Waaaas? Schon wieder ein Monat rum? Aber nicht nur das, auch das erste Halbjahr 2021 ist vorbei. Eigentlich Bergfest! Nur nach feiern war mir diesen Monat nicht zu Mute. Mit dem Halbjahresumbruch bricht auch bei mir einiges um. Zeit für einen Blick zurück und zwei nach vorne. Was passiert, wenn man es übertreibt und nicht ausreichend auf die eigenen Energiereserven achtet? Und wie lassen sie sich wieder auffüllen?

    Müde und erschöpft

    Die ersten beiden Juni-Wochen hing ich sprichwörtlich in den Seilen. Als wäre ich ein träge dahindümpelnder Luftballon, dem gaaaanz laaaaaaangsam die Luft ausgeht. Als ob irgendwo in der Außenhaut ein kleines Löchlein ist, aber es ist schon nicht mehr genug Druck im Ballon, um mich beim Stich zum Platzen zu bringen oder um wenigstens mit einem geräuschvollen »pfffffffffffffffffffffff« durch die Gegend zu titschen.

    Alles war… zu viel. Ich hatte keinen Antrieb mehr, habe den Laptop nur aufgemacht, wenn ich musste, und mich dann auch sofort von jeder noch so kleinen Aufgabe überfordert gefühlt. Ich weiß, die meisten von uns kennen diese Gefühle. Einfach keine Energie mehr zu haben, keine Freude mehr an dem, was sonst leichtfällt und Spaß macht, und dann die Frage, die leise aus dem Hinterkopf hervorkriecht:

    „Wozu mache ich das eigentlich alles?“

    Bei mir fiel es zeitlich zusammen mit der Corona-Impfung. Ich könnte es jetzt auf die Nebenwirkungen der Impfung schieben (Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen und der dringende Wunsch, für immer im Bett liegen zu bleiben) und mir einreden, alles andere wäre töffte, das wäre aber gelogen. Der äußere Anlass – die Impfung und ihre Nebenwirkungen – war lediglich der Auslöser, aber nicht der Grund für die mentale Abgeschlagenheit. Daher: Impfen lassen würde ich mich immer wieder.

    Was mich nachdenklich macht, ist, dass ich die körperlichen Symptome gebraucht habe, um mir Ruhe zu erlauben. (Ja: „erlauben“.) Sich mental ausgebrannt zu fühlen reichte offenbar nicht. Danke also für diesen Körper, der mir, der disziplinierten Perfektionistin, die Erlaubnis gegeben hat, mich gepflegt in ein Loch fallen zu lassen und da erst mal eine Weile zu bleiben und … Pause zu machen.

    monatsrueckblick-juni-muede-und-erschoepft

    Was gut ging: Halbe Tage einfach nur aus dem Fenster gucken (ich bin dankbar, dass ich dabei in eine grüne Baumkrone schauen kann) – scheinbar grundlos in Tränen ausbrechen – es tagelang nicht vor die Tür schaffen, obwohl es die schönsten Sommertage sind, die geradezu dazu einladen, sich mit einem Buch unter die Linde im Park zu legen – sich wie eine Versagerin fühlen.

    Was nicht ging: Unter Menschen gehen – einkaufen – längere Telefonate führen – empathisch sein – Blogartikel schreiben – mein neues Online-Programm zum geplanten Datum veröffentlichen.

    Nun bin ich familiär vorbelastet und beobachte mich in solchen Phasen sehr genau. Der Grat zwischen deprimierter Phase und depressiver Phase ist ein schmaler. Wie eine schwere pathologische Depression aussieht, weiß ich, wie sie sich anfühlt, weiß ich zum Glück nicht. Und ich möchte, dass das so bleibt.

    Sie ist klein, dennoch habe ich genetisch gesehen eine gewisse Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Längere und heftige Stressphasen können da begünstigend wirken. Bin ich einfach „nur“ müde und erschöpft, weil ich viel gearbeitet habe? Oder ist es mehr als das? Wie antriebslos fühle ich mich auf einer Skala von 0 bis 10? Bekomme ich es noch hin, mir selbst etwas zu essen zu machen oder schaffe ich es nicht mehr, mich aus dem Bett zu bewegen?

    Achtsamkeit im Alltag und Meditation sollten allein schon aus Vorsorgegründen zu meinen täglichen Routinen gehören. Meistens ist das auch so, aber manchmal fällt mir auch das schwer und gerät aus dem Blick. Anfang Juni ist es mir nicht mehr gelungen. Im Mai eigentlich auch schon nicht mehr. Und im April… naja, lassen wir das.

    Was mich vor einem Kurzschluss gerettet hat, war, die Überforderung jetzt endlich wahrzunehmen. Wirklich wahrzunehmen. Termine zu verschieben. Und mich erst einmal zurückzuziehen. Ins Loch fallen zu lassen. Alleine.

    Nach und nach haben sich meine Batterien wieder aufgeladen. Mein Blick hat sich geklärt, meine Gedanken auch. Die Freude am Leben und auch die Freude an meiner Arbeit ist wieder zurückgekommen. Mein Glück ist: Mit mir allein sein tut mir gut. Ich mache dann eine Weile einfach nur, was mir gerade möglich ist. In solchen Phasen ist das nicht viel. Mein Wach-Schlaf-Rhythmus verschiebt sich extrem. Und nach und nach komme ich wieder in Kontakt mit meinen eigenen Bedürfnissen. Was dabei sehr hilft, ist meine Familie im Rücken zu wissen. Dass liebende Menschen für mich da sind, auch wenn sie nicht körperlich anwesend sind.

    Und doch: Diese Erschöpfungsphase war heftiger als das, was ich sonst so aus den letzten Jahren kenne. Um es nicht nur bei einem diffusen Überforderungsgefühl zu belassen, sondern um in der Lage zu sein, in Zukunft aktiv gegenzusteuern, habe ich mich mal an die Analyse begeben. Gibt es objektive Faktoren, an denen ich frühzeitig ablesen kann, dass es in die falsche Richtung geht?

    Arbeitszeit ist so ein Faktor. Ich erfasse meine Arbeitszeit ziemlich genau … und habe jetzt seit langem mal wieder ausgewertet. Für das erste Halbjahr 2021 komme ich auf einen Wochendurchschnitt von etwa 60 Stunden, also anderthalb Vollzeitstellen. Durchgängig. Mit Ausnahme der ersten Januarwoche. Sollte es mich also wundern, dass irgendwann Müdigkeit und Erschöpfung bei mir anklopfen? Nein…? Kann ich vorbeugend etwas dagegen tun? Ja!

    Zunächst mal festlegen, was in den nächsten sechs Monaten dran ist – und was nicht. Mein Gefühl sagt mir, dass ich dem „Was nicht“ gerade besondere Aufmerksamkeit widmen sollte.

    Und dann Bilanz ziehen, was ich alles in nur sechs Monaten geschafft habe. Für ein bisschen mehr Realismus und ein bisschen weniger Impostor-Syndrom. Also habe ich als erstes mein Erfolgsmomente-Glas ausgeschüttet. Darin hat sich schon unglaublich viel angesammelt und es tut gut, sich daran zu erinnern, welche Hürden ich in kurzer Zeit schon genommen habe. Und dann habe ich angefangen zu schreiben.

    erfolgsmomente-glas

    Mein Halbjahresrückblick 2021

    Anfang Januar habe ich mich kopfüber in ein neues Abenteuer gestürzt: Innerhalb von acht Wochen einen komplett neuen Online-Kurs konzipieren, auf die Beine stellen und durchführen.

    Als Visualisierungstrainerin bin ich schon mehrere Jahre unterwegs, hatte mich aber bisher auf Weiterbildungen in der analogen Welt konzentriert. Das lief sehr gut, die Kurse waren immer ausgebucht, immer mit langer Warteliste. Ich habe mit verschiedenen Bildungseinrichtungen zusammengearbeitet und musste mich um nichts weiter kümmern als um gute Inhalte und zufriedene Teilnehmer:innen. Das kann ich. 😉 Das ist meine Kernkompetenz, das habe ich in meiner Trainerausbildung gelernt und in der Praxis immer weiter ausgebaut.

    Nur funktioniert ein Online-Unternehmen komplett anders. In der analogen Welt finden mich meine Kundinnen über die Bildungseinrichtungen. Werbung musste ich für meine Kurse nie machen. In der Online-Welt muss ich aber plötzlich selbst dafür sorgen, gefunden zu werden. Eine Website zu haben reicht da nicht. Und SEO ohne relevante Inhalte, die gefunden werden können, schon mal gar nicht. Also kommt zur eigentlichen Kernkompetenz als Trainerin jetzt noch der ganze Bereich Marketing neu dazu. Mich als Expertin selbst vermarkten? Uääääh… 😬

    Wie das geht, musste ich erst lernen – und bin immer noch dabei. Das fühlt sich mitunter sehr mühsam an. Wie interviewt man potentielle Kundinnen, um zu erfahren, was sie wirklich brauchen? Wie testet man, ob ein Kursangebot angenommen wird, ohne viel Zeit zu verlieren? Bis zu welchem Punkt funktioniert Akquise durch persönliche Weiterempfehlung? Ab wann braucht man Facebook Ads, um auch Menschen zu erreichen, die nicht Freunde von Freunden sind? Und wie richtet man Online-Anzeigen so ein, dass sie Resultate bringen und nicht nur hunderte von Euro verbrennen? Auf welche Kennzahlen kommt es an? Muss ich wirklich die Datenkrake Facebook nutzen? Wie geht Werbung, ohne mich zu fühlen wie ein Marktschreier? Wie geht Verkaufen, ohne mich zu fühlen wie ein schleimiger Autoverkäufer?

    workshop-vorbereitung-12von12 © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Was mir dann wieder mehr Spaß macht, ist dann der gesamte Technikbereich. Auch wenn es da immer mal wieder hakt. Wofür brauche ich Tools wie Zapier? Und warum trickst mich ActiveCampaign beim Versenden von Mails immer wieder aus? Wie richte ich eine Kursplattform so ein, dass meine Kundinnen und ich uns wohlfühlen? Meine Lernkurve war ziemlich steil und ist es immer noch.

    Seit Januar habe ich zwei Mal online gelauncht, also zwei Zyklen Online-Marketing durchgezogen, um schlussendlich zwei Kurse in die Welt zu bringen: Visuelle Notizen mit Leichtigkeit als berufsbegleitenden 4-Wochen-Kurs mit über 150 Teilnehmer:innen und jetzt aktuell Präsentiere dein Angebot visuell überzeugend als kompakteres Format. Dafür, dass ich Anfang des Jahres noch keine Ahnung davon hatte, wie das alles gehen soll, eine ziemliche Leistung. Hätte mir das jemand vor 6 Monaten gesagt, ich hätte es für unmöglich gehalten!

    Was mich besonders stolz macht, sind die vielen, vielen positiven Rückmeldungen meiner Kursteilnehmerinnen. Das zeigt mir, dass die Online-Angebote inhaltlich mindestens genauso gut funktionieren wie Präsenzkurse. Und dass all das Marketing- und Technikgedöns meine Kernkompetenz als Trainerin nicht überlagert.

     

    Der Kurs Visuelle Notizen mit Leichtigkeit ist super strukturiert und baut einzelne Elemente Schritt für Schritt auf, so dass man direkt ab der ersten Woche Erfolgserlebnisse verbuchen und seine Notizen kontinuierlich verbessern kann.

    Viktoria erklärt und motiviert in ihren Videos sehr sympathisch, so dass die Umsetzung der Aufgaben wirklich Spaß macht! Es gibt viele Alltagstipps und vor allem Feedback sowohl von Viktoria als auch von den anderen Teilnehmer:innen. Auf einer Plattform werden Arbeitsergebnisse ausgetauscht, so dass man von der Umsetzung der anderen inspiriert wird. Die Kombination aus Videos bzw. schriftlicher Anleitung, Übungsaufgaben und Videokonferenz ist sehr hilfreich.

    Durch den Kurs kann ich meine Notizen ohne aufwendige Nachbereitung nun langfristig weiternutzen und mit Kolleg:innen teilen. Die Investition in den Kurs hat sich für mich absolut gelohnt, da ich nun mit meinen strukturierten Aufzeichnungen besser arbeiten kann. Außerdem macht die Arbeit so tatsächlich mehr Spaß.

    Ich empfehle den Kurs auf jeden Fall weiter!

    M. A.

    Assistentin der Geschäftsführung

    Der Kurs Visuelle Notizen ist sehr gut konzipiert. Viktoria stellt sich durch ihre empathische Art sehr gut auf die Teilnehmenden ein und setzt ihr umfangreiches und fundiertes Wissen zielgerichtet und adressatengerecht ein.

    Die Lerneinheiten fand ich klar strukturiert und durch die Videos hatte ich das Gefühl, Viktoria live zu erleben – mit dem Vorteil zurückspulen zu können, Pausen zu machen und zu dem Zeitpunkt zu lernen/üben, der gut in meinen Alltag passt.

    Die Lerninhalte konnte ich direkt in meinen Arbeitsalltag integrieren. Falls es gerade keine passende Situation gab, konnte ich auf gut ausgewählte Podcasts zurückgreifen und auch vergleichen, was andere daraus mitgenommen bzw. gemacht haben.

    Der Austausch mit den anderen Teilnehmenden fand ich hilfreich und das Teilen der Ergebnisse erweitert die eigene Perspektive. Mit dem Kurs hatte ich kaum bzw. angemessenen zeitlichen Mehraufwand, er hat mir aber sofortigen Mehrwert im Alltag gebracht!

    Im Gegensatz zu einer Präsenzveranstaltung konnte ich von den Erkenntnissen sehr vieler verschiedener Teilnehmender profitieren und umgekehrt. Durch die mehrwöchige Laufzeit habe ich mich diszipliniert, die Lerninhalte umzusetzen und täglich auch in kleinen Abschnitten in meine Arbeit einfließen zu lassen. Die Schreibübung nutze ich täglich als Aufwärmübung, um meine Schrift in Richtung “klar und deutlich” zu entwickeln.

    Vielen Dank für diesen tollen Kurs!

    Eleni Issels

    Referentin und Lösungsfokussierte Beraterin

    Mein Ausblick auf das zweite Halbjahr 2021

    Notwendig: Es ruhiger angehen lassen. Sehr wahrscheinlich werde ich im Herbst noch einmal einen berufsbegleitenden Kurs anbieten. Welchen der beiden: Visuelle Notizen oder Anschaulich präsentieren? Und wann? Habe ich noch nicht entschieden.

    Mein Fokus wird jetzt erst einmal darauf liegen, auszuwerten und auszusortieren und vor allem regelmäßig zu schreiben. Bloggen entspannt mich und hilft mir, über Geschehenes neu zu reflektieren. Ich habe mir einen Wunsch erfüllt und bin jetzt für ein Jahr bei The Content Society dabei. Auf diese Gemeinschaft und all die wundervollen Menschen, die mitmachen, freue ich mich besonders.

    Viel Raum wird auch das Herrichten unseres neuen Zuhauses einnehmen. Akut ist das ganze Haus eine Baustelle. Während in einem Raum schon die Wände gestrichen werden müssen, weil bald die Möbel kommen, reißen wir im nächsten gerade erst die Paneele von der Decke. Was ich tatsächlich genieße, ist die körperliche Arbeit und das zufriedene Erschöpftsein am Abend. Und das gemeinsame Feierabendgetränk auf dem Balkon. 😉

    feierabend-weninger-syrah

    Was im Juni 2021 sonst noch so los war

    Die feierliche Schlüsselübergabe für unser neues Zuhause, nur noch getoppt vom handgeschriebenen Namensschild an der Haustür. Ich hatte Spaß mit Tauchfeder und Tusche. 😀

    Schlüssel, Tauchfeder, Tusche

    Gleich zwei liebe Menschen, über deren Postkarten ich mich wie Bolle gefreut habe – danke, liebe Jane, danke liebe Susanne! Die kamen in diesem Monat genau richtig. 🙂

    Postkarten

    Ein Buch zum Thema Regiolekt, das ich gerade mit Genuss lese und empfehlen möchte: Rheinisches Deutsch von Georg Cornelissen. Viele Beispiele und unterhaltsame Erklärungen zum „Hochdeutsch mit Knubbeln”. Erkenntnis: Der Regiolekt im Rheinland (nicht das echte Platt!), ja, datt is von mein Ruhrdeutsch gaanich so weit wech.

    Buch Rheinisches Deutsch

    Ein ganzer Tag Weiterbildung bei DER Koryphäe für Graphic Recording: Brandy Agerbeck. 😀

    Workshopkit visual listening

    Und hierüber habe ich im Juni 2021 gebloggt

    Workshopvorbereitung

    12 von 12: Juni 2021

    Mein Samstag in zwölf Bildern. Jeden Monat am 12. findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich mal angestoßen von Chad Darnell.

    Ja, mehr nicht. Habe ich schon erwähnt, dass ich mich diesen Monat müde und erschöpft gefühlt habe? 😉

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: Juni 2021

    12 von 12: Juni 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 5 Minuten

    An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    blick-aus-dem-fenster-am-morgen

    Für heute ist ein Wettermix angesagt: Vormittags nicht so doll, dann soll es langsam sonniger werden. Für die beiden neuen Windräder vor dem Fenster ist gerade Top-Wetter.

    Workshopvorbereitung

    Der Samstag als Arbeitstag: Vorbereitung für den Präsentations-Workshop am 24. Juni. Auf dem Flipchart im Hintergrund habe ich den Ablauf grob skizziert und an der Bürotür hängen die ersten Haftnotizen mit Postings für die begleitende Facebook-Gruppe.

    Ideenskizzen

    Zwischendurch mal aufräumen und abheften. Diese Ideen-Scribbles habe ich vor ein paar Tagen für ein Projekt meiner Lieblingskundin in Kenia gemacht. Wir sind gerade mitten in einem dreimonatigen Individualtraining zu visueller Kommunikation.

    Ein Hoch auf dieses Internet! Ob sich das wohl durchsetzt?

    Apfelbluete

    Mittagspause mit Streifzug durch die Rheinische Streuobstwiese. Ich bin immer wieder fasziniert davon, dass die verschiedenen alten Apfelsorten alle zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Ständig verändert sich etwas und es gibt jeden Tag Neues zu entdecken.

    Folie von einer Türzarge entfernen

    Diese Türzarge wäre gerne aus Holz. Zumindest die Vorbesitzer unseres neuen Zuhauses hätten das gerne gehabt. Tatsächlich kommt unter der Folie eine wunderschöne Stahlzarge zum Vorschein, schlankes Profil, schlicht und schwarz. Bloß das Ablösen ist seeehr mühselig und klappt nur millimeterweise. Mit dem Föhn erwärmt beschleunigt sich die Geschichte etwas. Also so auf etwa nur noch zweieinhalb Stunden pro Tür.

    Fliesen unter der Tapete

    Eine weitere Überraschung in der Küche: Unter der Tapete verstecken sich Fliesen. Joaaa, kann man so machen… Das Gute daran: Diese Tapeten lassen sich leicht abziehen.

    Workshopkit visual listening

    Vor zwei Tagen ist das Workshop-Kit angekommen und gleich startet mein Auffrischungstraining zu Graphic Recording bei Brandy Agerbeck. Ich hab’s gerade mal nachgeschaut: In den letzten 12 Monaten habe ich rund 8.000 Euro in Weiterbildungen investiert – und jede einzelne war ihr Geld wert.

    workshop-with-brandy-agerbeck-bl-12von12 © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Läuft! Coole Gruppe, großartige Trainerin!

    Pilze auf totem Stamm im Naturwald

    Zur Entspannung drehe ich noch eine kurze Runde durch den Wald. Die Wettervorhersage hatte Recht, jetzt ist es sonnig und warm.

    Kaefer mit Regenbogen

    Wie schön, den eigenen Regenbogen um sich herum zu haben!

    BirdNET erkennt Moenchgrasmuecke

    birdNET ist meine App-Entdeckung des Jahres. Für mich, die ein Rotkehlchen akustisch nicht von einer Blaumeise unterscheiden kann, ist es fantastisch zu entdecken, welche Vogelarten so um mich herum singen. Heute am Waldrand entdeckt: Die Mönchsgrasmücke. Wusste vorher gar nicht, dass es diese Vogelart gibt.

    Sepia am Abendhimmel

    Zum Tagesausklang eine weitere Entdeckung am Himmel. Keine Ahnung, was das ist. Sehr großer Ballon? UFO? Verirrte Sepia? Egal. Freu mich über die Sichtung.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

    Monatsrückblick Mai 2021: Der Wert der Gemeinschaft

    Monatsrückblick Mai 2021: Der Wert der Gemeinschaft

    teilnehmende-im-bergwaldprojekt-sitzen-auf-der-bank-ueber-elm

    Lesezeit: 10 Minuten

    Wie ich nach über vier Jahren wieder bei meinem Ursprungsthema gelandet bin, was Gemeinschaft in diesem Monat für mich bewirkt hat und über eine wunderschöne Überraschung im Briefkasten.

    Back to the roots – anschaulich präsentieren

    Ich fühle mich gerade ins Jahr 2017 zurückversetzt. Der Mai 2021 stand ganz im Zeichen von „visuell überzeugend präsentieren“, und mit genau diesem Thema habe ich mich Anfang 2017 als Visualisierungstrainerin selbständig gemacht. Konkreter: Ich habe Wissenschaftlerinnen dabei unterstützt, ihre Forschungsprojekte für Vorträge und Präsentationen so aufzubereiten, dass sie für Laien verständlich sind.

    dont-deliver-a-presentation-you-dont-want-to-sit-through

    Das ist ein Zitat von Nancy Duarte und es passt wunderbar zu meinem Monatsrückblick Mai 2021. Ich bin konferenzgeschädigt und hänge sehr ihrem Motto an, sinngemäß: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Wenn du schon mal drei lange Konferenztage von morgens bis abends durchstehen musstest, weißt du, was ich meine. 😉 Das war damals mein Antrieb, es besser zu machen. Erst mit eigenen Präsentationen und dann mit Trainings für andere.

    Mittlerweile besteht der Hauptteil meiner Arbeit im Vermitteln von Basics für visuelle Notizen sowie Anwendungsstrategien für visuelles Arbeiten für Fortgeschrittene. Dazu kommen noch individuelle Trainingspakete für Einzelpersonen, die in der Regel projektbezogen sind, also Fitmachen in visuellen Methoden beispielsweise für Strategiesitzungen, Planungsworkshops, Vorlesungen. Da sind zwar auch noch Wissenschaftlerinnen dabei, das Gros meiner Kundinnen sind inzwischen aber Selbständige, insbesondere Coaches und Trainerinnen.

    Und jetzt im Mai kam nach langer Zeit mal wieder eine Trainingsanfrage zu einer der großartigsten Anwendungen für visuelles Arbeiten: Wie kann man das eigene Wissen in einer inhaltlich packenden und optisch ansprechenden PowerPoint-Präsentation teilen? Diesmal von einer Coach, die ihr Angebot einer Krankenkasse vorstellen wird – die PowerPoint wird ihr Bewerbungs-Pitch.

    Ich habe es sooo genossen, mal wieder eine Schulung zu „meinem“ alten Thema zu konzipieren! Warum das als Kollateralgewinn nicht auch mit einer Gemeinschaft von Interessierten teilen?

    Genau das werde ich im Herbst tun und ein neues Gruppenprogramm auflegen: Visuell planen, anschaulich präsentieren. Stay tuned!

    Von Unternehmerin zu Unternehmerin

    In diesem Monat ist mir auch noch einmal klargeworden, wie wertvoll es ist, sich mit gleichgesinnten Menschen zusammenzutun.

    Ein freudiges Dankeschön geht deshalb an dieser Stelle an meine Business-Buddy Heidi von Kleidermarie. Auf den ersten Blick scheinen wir nicht viel gemeinsam zu haben – Heidi ist Expertin für nachhaltige Kleidung und sorgt dafür, dass wir nur auf unserer Haut tragen, was uns guttut – aber wir sind gerade beide dabei, unsere Online-Unternehmen auf unsere absoluten Wunschkundinnen auszurichten. Die, für die wir die besten Ergebnisse erzielen können, weil wir auf einer Wellenlänge schwimmen, deren Werte wir teilen und mit denen sich die Zusammenarbeit nicht wie Arbeit anfühlt, sondern wie eine Strategiesitzung mit Cocktailschirmchen am Strand.

    Die wöchentlichen Treffen mit Heidi tun gut – mit einer Person zu diskutieren, die gerade selbst vor ganz ähnlichen unternehmerischen Entscheidungen steht, öffnet einfach noch einmal ganz andere Gedankenräume als Gespräche mit Menschen, die nur die Festanstellung im Unternehmen kennen.

    videokonferenz

    Schreiben, schreiben, schreiben

    Im Mai habe ich auch das Schreiben wieder angefangen. (Du liest gerade ein Resultat davon.) Und auch das fällt mir so viel leichter mit anderen zusammen. Blogartikel waren in der Vergangenheit immer ein echter Angang für mich, jeder Artikel mit dem Anspruch mal mindestens perfekt zu sein und das jeweilige Thema aus allen möglichen Blickwinkeln absolut umfassendst auszuleuchten und für meine Leserinnen maximalst hilfreich zu sein.

    Jeder! Einzelne! Artikel! Ohne! Ausnahme!

    Drunter ging es nicht. Das war auf Dauer ziemlich lähmend. Das traurige (na sagen wir, unbefriedigende) Resultat war, dass ich zwar eine Handvoll richtig guter Artikel auf der Seite hatte, aber ungefähr noch einmal die zwölffache Menge an faaaaaaaaaaaast fertigen Texten im Entwürfe-Ordner vor sich hindümpelten. Und noch trauriger: Ich hatte die Lust am Schreiben verloren.

    Mit Judith und der gleichgesinnten Gang in The Blong Bang hat das Bloggen jetzt wieder den Stellenwert bekommen, den es verdient. Es nimmt sich nicht mehr so wichtig und es darf auch mal persönlich sein. Und überraschenderweise braucht so ein Text von der ersten Idee bis zum veröffentlichten Artikel jetzt auch noch viel weniger Zeit. Tstststs…

    Was ich mit den vorhandenen Texten im Entwürfe-Ordner mache, habe ich noch nicht entschieden, denn momentan brechen sich viele neue Themen bahn, über die ich in den nächsten Wochen viel lieber schreiben möchte.

    viele-verschiedene-stifte

    Post aus der Schweiz

    Am Monatsende hatte ich eine wunderschöne Überraschung im Briefkasten: Sehr besondere Post vom Schweizer Bergwaldprojekt.

    monatsrueckblick-mai-2021-wert-der-gemeinschaft-Bergwaldprojekt-Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Im letzten Sommer – in der kurzen Phase der Covid-Lockerungen – war ich als Reportage-Zeichnerin in der Schweiz, genauer gesagt oberhalb des Dörfchens Elm im Kanton Glarus. Als Freiwillige hatten der Mann und ich in den vergangenen Jahren schon mehrere Urlaube damit verbracht, Weißtannen zu pflanzen, umgestürzte Fichten zu schälen und mit der Wiedehopfhaue Steige in steile Berghänge zu schlagen.

    Nach ein paar Jahren Pause wollten wir gerne wieder im Bergwaldprojekt mitarbeiten – aus gesundheitlichen Gründen darf ich nur leider kein schweres Werkzeug mehr durch die Gegend schwingen. Die Abmachung war daher, dass ich diesmal eine andere Form von Arbeit einbringe und die Tätigkeiten im Schutzwald in Bildern dokumentiere. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich eine komplette Projektwoche zeichnerisch begleiten durfte. 

    Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Bei den verschiedenen Arbeitsgruppen war ich tage- bzw. halbtageweise dabei und konnte so alle Tätigkeiten der Woche abbilden. Entstanden ist ein Leporello mit 19 Zeichnungen und einer Gesamtlänge von rund 5,30 Metern. Die einzelnen Motive sind allesamt nach direkter Beobachtung vor Ort gezeichnet, also im Wald, in der steilen Heuwiese oder zwischen Lawinenverbauungen am Hang. In jedem Motiv stecken rund zwei bis vier Stunden Arbeit.

    Es gab die Zusage des Bergwaldprojekts, dass die Bilder veröffentlicht werden, ich hatte aber keine Idee davon, wann und in welcher Form das sein würde. Und jetzt waren mehrere Belegexemplare des „Specht“ in der Post! Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, die eigenen Zeichnungen in einer Publikation zu sehen. Und dann auch noch als Aufmacher, inklusive Titelbild.

    Wenn du jetzt selbst überlegst, mal eine Woche lang Aktivurlaub in einer Gemeinschaft von Freiwilligen zu machen: Das Jahresprogramm für 2021 ist draußen.

    Specht Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Was im Mai 2021 sonst noch so los war

    Hören, hören, hören!

    Viel draußen sein ist ja gesund, vor allem im Wald. Und da hört man viele Vogelstimmen. Leider kann ich die nicht zuordnen (Stadtkind), aber weil ich ein neugieriger Mensch bin, bin ich jetzt gelegentlich mit Vogelstimmen-App unterwegs und kann nach ausgiebigem Test speziell diese hier sehr empfehlen:

    BirdNET
    (kostenlos verfügbar [App für Android] [App für iOS])

    Ist auch kein dubioses Angebot, sondern gehört zu einem Forschungsprojekt der TU Chemnitz und der Cornell University. Bei uns im Wald habe ich damit schon Vögel entdeckt, von denen ich vorher nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Zum Beispiel das Sommergoldhähnchen oder den Bluthänfling.

    Fun Fact: Die App nimmt zwar die Vogelstimme auf, wandelt die akustische Information aber in ein visuelles Muster um. Nicht der Ton, sondern das Bild der Vogelstimme wird dann mit der Datenbank abgeglichen, um den Vogel zu bestimmen.

    Screenshot der Vogel-App BirdNET

    Impfen, impfen, impfen!

    Geimpft! Nachdem in Köln leider nichts zu wollen war mit regulärem Termin nach regulärer Anmeldung – außer du kennst jemanden, die jemanden kennt, deren Schwippschwägerin bei einem Arzt die Praxis reinigt, der Impfdosen lieber im Bekanntenkreis verteilt statt nach Prio-Liste – bin ich an ein Impfzentrum vermittelt worden, das 40 Kilometer weit weg ist.

    Ich staune: Dort werden Termine tatsächlich nach Priorität vergeben und nicht nach Nasenfaktor. Und neben dem Impfzentrum gibt es eine prima Eisdiele.

    Sitzen, sitzen, sitzen?

    Wir ziehen bald in unser neues Zuhause. Obwohl noch einiges renoviert werden muss, weiß ich schon sehr genau, was für Stühle an unserem Esstisch stehen werden: Freischwinger von Marcel Breuer. Das steht für mich seit Jahren fest – seitdem wir damals im Studium übungsweise Stahlrohrmöbel entworfen haben.

    Zufälligerweise stehen bei unserem Notar genau die herum, nur will er seine generalüberholten Exemplare partout nicht hergeben. Für neue bin ich zu geizig, deswegen suchen wir jetzt weiter nach gut erhaltenen, gebrauchten Stühlen dieser Serie.

    Anyone, der seine in gute Hände abgeben möchte? Dann bitte Nachricht an mich! 😀

    freischwinger-von-marcel-breuer-s-32

    Und hierüber habe ich im Mai 2021 gebloggt

    Was sind visuelle Notizen?

    Im Artikel gehe ich auf die acht wichtigsten Punkte ein und geben eine Antwort auf die Frage:
    Musst du dafür zeichnen können?

    tipps-visuelle-notizen © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Meine 5 besten Tipps für visuelle Notizen

    Worauf du achten kannst, wenn du gerne visuell denkst und arbeitest – und das auch noch pragmatisch und zeitsparend tun möchtest.

    gedanken-skizzen © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Gedankenskizzen – schnell erklärt

    Darf ich vorstellen: Die kleine Schwester der visuellen Notizen. Passt locker auf einen Klebezettel und transportiert Informationshäppchen.

    Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

    *Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise zweimal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten, Aktionen und zu meinem Unternehmen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

    Hol dir die kostenlose Anleitung für deinen visuellen Tagesplan:

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.