Sprich nur über das, wofür du bekannt sein willst?!

Sprich nur über das, wofür du bekannt sein willst?!

Lese­zeit: ca. 3 Minu­ten | aktua­li­siert: 13.06.2022

Gerade habe ich zu mei­nem #12von12-Arti­kel einen inter­es­san­ten Kom­men­tar bekom­men: „Dein Ein­blick in Dei­nen Tag gefällt mir sehr gut, obwohl ich den tie­fe­ren Sinn des Boh­nen­pro­jekts nicht ver­stan­den habe.“

Weil der Kom­men­tar von einer wun­der­ba­ren Frau aus der wun­der­ba­ren Con­tent Society kommt, weiß ich, dass er wohl­wol­lend und inter­es­siert gemeint ist.

Was ist also der tie­fere Sinn, warum mache ich bei dem Boh­nen­pro­jekt mit und warum schreibe ich dar­über? Ich ver­knüpfe diese Frage mit einem wei­te­ren (viel weni­ger freund­li­chen) Kom­men­tar, den ich ges­tern gele­sen habe: „Man soll nur über das schrei­ben und pos­ten, wofür man bekannt sein will.“ 

Warum ich über Bohnen schreibe, obwohl ich Expertin für visuelles Denken bin

Rich­tig ist: In mei­nem Fall möchte ich als Exper­tin für visu­el­les Den­ken bekannt sein und nicht als Boh­nen­ex­per­tin wahr­ge­nom­men wer­den. Das Boh­nen­pro­jekt hat mit Visua­li­sie­rung nichts zu tun.

Und trotz­dem: Ich bin ja nicht nur mein Beruf! Das Boh­nen­pro­jekt ist mir als Mensch wich­tig. Weil ich…

  1.  ver­su­che, mich weit­ge­hend ohne Fleisch zu ernäh­ren und 
  2. sehr neu­gie­rig bin.

Worum es in dem Bohnenprojekt geht

Das Pro­jekt ist auf der Web­site der For­sche­rin­nen gut (und mehr­spra­chig) beschrie­ben, ich habe sie in mei­nem Arti­kel ver­linkt. Im wei­tes­ten Sinn geht es um eiweiß­rei­che Ernäh­rung ohne Fleisch; dafür braucht es Legu­mi­no­sen wie Boh­nen, Erb­sen und Lin­sen. Aber eben nicht nur eine Sorte, die indus­tri­ell opti­miert ist, son­dern eine Viel­falt von Sor­ten, die zu unter­schied­li­chen regio­na­len und kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen pas­sen. Schlau­er­weise gibt es des­we­gen nicht das eine Ver­suchs­feld irgendwo an einer Uni, son­dern tau­sende klei­ner Anbau­flä­chen in Gär­ten, auf Bal­ko­nen und Fens­ter­bän­ken von ganz nor­ma­len Men­schen, quer über Europa ver­teilt, von Ita­lien bis Finn­land, vom Atlan­tik bis ans Schwarze Meer.  

Es ist ein Citi­zen-Sci­ence-Pro­jekt: Es ist offen für alle. Es ist zutiefst demo­kra­tisch. Wer möchte, kann mit­ma­chen. Wir doku­men­tie­ren per App bestimmte Zeit­punkte und bestimmte Merk­male im Leben der Boh­nen. Die Daten aus der App ver­wen­den die For­sche­rin­nen, um zu unter­su­chen, wel­che Sor­ten an wel­chen Stand­or­ten wie gut wach­sen, wie resis­tent sie gegen Krank­hei­ten sind etc. 

Warum beteilige ich mich am Bohnenprojekt?

Mein Mann und ich machen mit, weil wir Nerds sind. Ich zum Bei­spiel habe viel Spaß daran, Dinge genau zu beob­ach­ten und zu ver­ste­hen, wie sie funktionieren. 

In die­sem Fall sind es 6 Boh­nen­sor­ten, die sich optisch unter­schei­den und unter­schied­lich gut ent­wi­ckeln, obwohl sie auf der klei­nen Par­zelle im Gar­ten glei­che Wachs­tums­be­din­gun­gen haben. Man­che wuchern wie wild, andere wach­sen gar nicht. Man­che sind gesund, andere haben mut­maß­lich das Boh­nen-Mosaik-Virus. Woran ich das Virus erken­nen kann, habe ich erst durch das Pro­jekt gelernt – was ich toll finde: Ich weiß jetzt eine Sache mehr! 

Wis­sen ist für mich ein Geschenk, keine Belastung. 

Meine Beob­ach­tungs­gabe und Freude am Doku­men­tie­ren kommt den For­sche­rin­nen zugute und – über das Pro­jekt hin­aus­ge­se­hen – auch uns allen. 

Das ist für mich der Sinn des Pro­jekts. Es berei­chert mein Leben. Und es trägt gleich­zei­tig zu etwas Grö­ße­rem bei. 

Ach ja, und zu einem Visu­ell-erklärt-Arti­kel hat es mich übri­gens auch schon inspi­riert. Siehe da: Meine Arbeit pro­fi­tiert also auch davon, wenn ich über „absei­tige“ The­men schreibe, die mich schlicht­weg interessieren. 

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

Und du? Was machst du, was „man“ nicht soll? Weil es dir gut­tut, Freude macht oder ein­fach nur, weil du Lust dazu hast? Lass mir gerne einen Kom­men­tar da! Ich freue mich über deine Gedan­ken zum Thema. 🙂

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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12 von 12: Juni 2022

12 von 12: Juni 2022

Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.06.2022

In jedem 12. eines Monats fin­det in der Blo­go­sphäre das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

Sonn­tag! Früh­stück! Die ers­ten Johan­nis­bee­ren sind reif! Und auch sonst spielt sich das Leben wei­ter­hin im Gar­ten ab.

rote und weiße Johannisbeeren auf einem Porzellanteller

Noch eine Pre­miere! Heute mache ich das erste Mal Pila­tes im Gar­ten. Mein Liebs­ter hat vor ein paar Tagen Schul­ter-Phy­sio-Übun­gen als Haus­auf­gabe bekom­men und macht sich nach dem Früh­stück vor­bild­lich ans Üben. Natür­lich auch im Gar­ten. Und wann habe ich das letzte Mal etwas für meine Beweg­lich­keit getan? Also schwups die Decke aus­ge­brei­tet und los geht’s!

blau-rot-weiß gestreifte Picknickdecke auf Rasen
Es hat schon was, beim Trai­ning nicht an die Hal­len­de­cke, son­dern in den Him­mel zu gucken. Ich arbeite seit neun Jah­ren mit mei­ner Pila­tes­trai­ne­rin Susanne zusam­men und bin sehr dank­bar für die große Band­breite an Übun­gen, die sie mir zeigt. Sie berei­chert ihr Trai­ning z. B. mit Ele­men­ten aus der Alex­an­der-Tech­nik und Spiraldynamik. 
blauer Himmel mit Wolken und Sonne
Was man im Gar­ten sonst noch so machen kann: mikro­sko­pie­ren. Der Liebste ist mit sei­nen Phy­sio-Übun­gen durch und beguckt sich jetzt die unbe­lebte Welt im Klei­nen. Ja, sind wir: Wir sind ein tech­nisch-natur­wis­sen­schaft­li­cher Nerd-Haus­halt.🤓 Im Hin­ter­grund siehst du übri­gens die Farb­karte für das EU-Boh­nen­pro­jekt, bei dem wir aus Neu­gier mitmachen. 
Mikroskop auf einem Gartentisch
In mei­nen Insta-Sto­ries und im Visu­ell-erklärt-Arti­kel hatte ich schon über das Boh­nen­pro­jekt INCREASE erzählt. Es ist ein Citi­zen-Sci­ence-Pro­jekt, das allen offen­steht und bei dem inter­es­sierte Bürger:innen mit­hel­fen, die gene­ti­sche Viel­falt von Gar­ten­boh­nen (und ande­ren Legu­mi­no­sen) zu stär­ken. Über den gesam­ten Lebens­zy­klus der Pflan­zen wer­den bestimmte Infor­ma­tio­nen gesam­melt und per App an die Wissenschaftler:innen über­mit­telt. Heute ist die „Boni­tur“ der Blatt­form dran.  
Beschreibung, wie die Blattform von Bohnen bestimmt wird
Ich werte das als drei­eckige Blatt­form. Was meinst du?
Blatt einer Buschbohne auf einer wissenschaftlichen Farbkarte
Anar­chie im Gemü­se­beet! Wir ern­ten unsere Pflan­zen nicht voll­stän­dig, bevor sie in die Blüte schie­ßen. Das sind die Blü­ten eines Radies­chens. Das kön­nen wir zwar nicht mehr essen, dafür ernährt es eine ganze Armada von Insek­ten – nicht nur Honig­bie­nen, wie hier zu sehen: 
gezeichnetes Taschenmesser © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der Mann ist gerade vom Lau­fen zurück. Ob wir so noch zusam­men eine aus­ge­dehnte Waldrunde hinkriegen?

gezeichneter Wirsing © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Krie­gen wir! 

Zeichnung von einem lesenden Mann © Viktoria Cvetković bebildert.eu

So ziem­lich genau auf hal­bem Weg unse­rer heu­ti­gen Waldrunde liegt ein Bier­gar­ten. Da waren wir noch nie, das muss getes­tet werden!

gezeichnete Laufuhr © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch heute gilt: One drawing a day keeps the doc­tor away. Wäh­rend wir aufs Essen war­ten, beob­achte ich die Men­schen um mich herum – auf der Pirsch nach mög­li­chen Zei­chen­mo­ti­ven. Ein paar Tische wei­ter zün­det sich ein älter Herr eine Zigarre an. Ich kann nicht anders: Heute habe ich Lust auf schnelle Karikaturen. 

gezeichnete Ohrringe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Publi­kum ist schön gemischt hier, Essen lecker, Sonne scheint. Uns geht’s prima. Prost! Wir wan­ken dann gleich nach Hause.🙃

gezeichnete Tuscheflasche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Visuell erklärt: Wie wachsen Bohnen?

Visuell erklärt: Wie wachsen Bohnen?

Lese­zeit: ca. 5 Minu­ten | aktua­li­siert: 19.05.2022

Abläufe las­sen sich visu­ell erklä­ren und damit leich­ter greif­bar machen. In die­sem Arti­kel gehen wir der Frage nach: Wie wach­sen Boh­nen? Kon­kre­ter: Wie ent­steht aus einer tro­cke­nen Bohne eigent­lich eine leben­dige Pflanze? Eine bebil­derte Erklärung.

1. Die Bohne braucht Feuchtigkeit

Boh­nen wer­den übli­cher­weise 2–4 cm tief in die Erde gesetzt. Am bes­ten wäs­sert man die Erde einen Tag vor­her kräf­tig. Die Feuch­tig­keit in der Erde weicht die Bohne etwas auf. Sobald der Keim­ling in der Bohne mit der Feuch­tig­keit in Berüh­rung kommt, wird sein „Wachs­tums­pro­gramm“ akti­viert: Die Wur­zel beginnt zu wachsen.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

2. Die Bohne wächst in zwei Richtungen

Das, was sich da jetzt aus der Bohne schiebt, wächst in zwei Rich­tun­gen: nach unten und nach oben. Den unte­ren Teil inter­pre­tie­ren wir als Wur­zel, den obe­ren Teil neh­men wir als Sten­gel wahr, sobald er aus der Erde schaut. Im Auf­wärts­wachs­tum wird die Bohne mit nach oben gezo­gen, sie bewegt sich also in der Erde.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

3. Die Bohne bricht durch

Nach etwa 6–10 Tagen durch­bricht das, was wir als Sten­gel wahr­neh­men, die Erd­ober­flä­che. An ihm hängt wei­ter­hin die Bohne, die jetzt mit über die Erde gezo­gen wird.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

4. Die Bohne braucht Tageslicht

Tages­licht akti­viert die zweite Wachs­tums­phase der Pflanze. Inner­halb der Bohne begin­nen sich jetzt die Blät­ter zu ent­wi­ckeln. Dabei drü­cken sie die bei­den Boh­nen­hälf­ten aus­ein­an­der; die Bohne spal­tet sich.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

5. Die Bohnenpflanze bekommt einen sichtbaren Wachstumsschub

Bin­nen weni­ger Stun­den schiebt sich aus den Boh­nen­hälf­ten ein Sten­gel her­aus und die bis­her zusam­men­lie­gen­den Blät­ter ent­fal­ten sich vollständig.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

6. Die Bohnenpflanze wächst und verzweigt sich

Die Pflanze wächst ins­ge­samt wei­ter in die Höhe, wobei der Teil ober­halb der Boh­nen­hälf­ten deut­li­cher zulegt. Die ers­ten bei­den Blät­ter wer­den schnell grö­ßer und in der Blatt­ach­sel bil­den sich die nächs­ten Blatt­an­sätze. Unter­halb der Erde ist aus der ers­ten Pfahl­wur­zel ein fein ver­zweig­tes Wur­zel­sys­tem geworden.

visuell-erklärt-wie-bohnen-wachsen © Viktoria Cvetković

Was hat es mit #visuellerklärt auf sich?

Mit Visua­li­sie­run­gen kannst du Abläufe leich­ter ver­ständ­lich machen – ohne Anspruch auf künst­le­ri­sche Umset­zung oder „hüb­sche Bil­der“. Es ist mir ein Anlie­gen zu zei­gen, dass Visua­li­sie­rung nicht kom­pli­ziert sein muss: Das kann jede:r! Die Idee, wie du etwas schritt­weise zei­gen kannst, ist dabei wich­ti­ger als die zeich­ne­risch „kor­rekte“ Umset­zung. Visua­li­sie­rung ist ein Werk­zeug, um etwas so ein­fach wie mög­lich zu erklä­ren, und zwar nicht nur rein ver­bal. Hier zum Bei­spiel: Wie Boh­nen wachsen.

Die Visua­li­sie­rung habe ich dies­mal mit einem Digi­tal Pen auf dem Tablet gezeich­net und inter­es­se­hal­ber die Zeit gestoppt. Ich behaupte ja immer, dass man mit Stift und Papier viel schnel­ler ist als digi­tal. Für mich stimmt das tat­säch­lich, obwohl ich die Soft­ware sicher beherr­sche. Ich habe für die­sen Arti­kel etwa dop­pelt so lange gebraucht wie für den im Umfang ver­gleich­ba­ren Arti­kel zu False Balance. Des­sen Bil­der hatte ich auf klei­nen Notiz­zet­teln visua­li­siert und als simple Han­dy­fo­tos eingebaut.

Mein per­sön­li­ches Fazit: Wenn ich wenig Zeit habe, werde ich auch in Zukunft ganz sim­pel bei Stift und Papier bleiben.

Zu die­sem Arti­kel inspi­riert haben mich zwei Boh­nen­pflan­zen, die ich im Topf vor­ge­zo­gen habe. Boh­nen finde ich des­halb so fas­zi­nie­rend, weil sich ihre Ent­wick­lung ein­fach nach­voll­zie­hen lässt. Sie sind viel grö­ßer als zum Bei­spiel Kres­se­sa­men, die sich noch schnel­ler ent­wi­ckeln, aber auch müh­sa­mer zu beob­ach­ten sind.

Bohnensorte Spatzeneier

Diese bei­den Pflan­zen sind Stan­gen­boh­nen von der Sorte „Spat­zen­eier“. Das ist eine alte Sorte, die du über VERN e. V. bezie­hen kannst. VERN ist der Ver­ein zur Erhal­tung und Rekul­ti­vie­rung von Nutz­pflan­zen. Er unter­hält ein Saat­gut­ar­chiv mit ca. 2.000 alten Nutz­pflan­zen­sor­ten und macht sie für die All­ge­mein­heit zugänglich.

Wenn du dich für Bio­di­ver­si­tät von Nah­rungs­pflan­zen inter­es­sierst, dann emp­fehle ich dir noch ein wei­te­res Boh­nen-Pro­jekt: INCREASE – ein Expe­ri­ment für enga­gierte Laienwissenschaftler:innen. Warum ich dort mit­ma­che, habe ich in einem wei­te­ren Arti­kel beschrie­ben.

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12 von 12: Mai 2022

12 von 12: Mai 2022

Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.05.2022

In jedem 12. eines Monats fin­det in der Blo­go­sphäre das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

Guten Mor­gen!

Heute ist der 12. Mai – das heißt, es ist wie­der Zeit für die 12 von 12! Ich mache es heute etwas anders als sonst und doku­men­tiere nicht mei­nen gesam­ten Tages­ab­lauf in 12 Bil­dern, denn die meiste Zeit werde ich ein­fach nur vor dem Lap­top sit­zen und arbei­ten. Statt­des­sen nehme ich dich mit auf meine mor­gend­li­che Runde durch den Gar­ten, die ich gerne schon vor dem Früh­stück mache.

Ich bin als Stadt­kind groß­ge­wor­den und wohne seit ein paar Mona­ten länd­lich. Das erste Mal im Leben habe ich einen eige­nen Gar­ten und freue mich jeden Tag über die klei­nen und gro­ßen Ver­än­de­run­gen, die ich an den Pflan­zen beob­ach­ten kann. Meine 12 von 12 sind heute des­halb eine Gartensafari!

Star­ten wir aber erst ein­mal drin­nen: Die Blu­men­kanne steht nor­ma­ler­weise auf dem Ess­tisch, aber weil wir unser Leben (und die Mahl­zei­ten) in den Gar­ten ver­legt haben, seit es seit ein paar Tagen so warm ist, habe ich sie jetzt ins Trep­pen­haus­fens­ter gestellt. Im Gegen­satz zum Ess­tisch komme ich da wenigs­tens mehr­mals täg­lich dran vor­bei und freue mich jedes Mal über den – jedes Mal aufs Neue über­ra­schen­den, weil unge­wohn­ten – Anblick. 

In einer blau emaillierten Blumenkanne steht ein Strauß mit pinken Nelken

Auch im Gar­ten blüht es kräf­tig und in allen mög­li­chen Far­ben. Diese Duft­rose ist eine von denen, die wir letz­ten Herbst von einem Aus­flug in die Nie­der­lande mit­ge­bracht haben. In Grenz­nähe gibt es ein umwer­fen­des Rosa­rium. Es läuft unge­fähr so: Man nimmt sich ganz fest vor, nur EINE Klet­ter­rose zu kau­fen und kommt am Ende mit fünf ver­schie­de­nen Rosen­stö­cken zurück. Denn alle duf­ten sie um die Wette… 

Blaue Duftrose

Im Kräu­ter­beet haben auch ein paar Rin­gel­blu­men ihren Platz gefun­den. Ich will schon lange mal Tee dar­aus machen, aber die fri­schen Blü­ten abzu­rup­fen und dann zum Trock­nen vor sich hin­wel­ken zu las­sen… das war mir bis­her immer zu schade. 

Ringelblumenblüte

Machen sich deko­ra­tiv vor dem Sal­bei und blü­hen schon seit Wochen: Bel­lis und Stiefmütterchen.

gezeichnete Saatguttuetchen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der Ore­gano ist auch gerade in vol­ler Blüte. Mai ist schon ein schö­ner Monat, gell. 😊 

gezeichnetes Vogelhaeuschen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch zwei, die mal große Salat­köpfe wer­den wol­len, haben sich ins Kräu­ter­beet ver­irrt. 

gezeichnete Gluehlampe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gegen­über liegt das eigent­li­che Salat­beet mit dem Pflück­sa­lat schon in der vol­len Mor­gen­sonne: 

gezeichnetes Taschenmesser © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die erste Erd­beere ist fast reif! Einen Tag in der Sonne gebe ich ihr noch, dann wird sie geges­sen. 😋

gezeichneter Wirsing © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich mag es ja, wenn ich von einer Pflanze mehr­fach ern­ten kann. Man sieht es ihr gar nicht an, aber diese Reihe Spi­nat hat schon eine rie­sen­große Schüs­sel Salat gelie­fert. 

Zeichnung von einem lesenden Mann © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Von die­sen Kol­le­gin­nen habe ich in den ver­gan­ge­nen drei Tagen ins­ge­samt 119 ins Beet aus­ge­pflanzt. Eine alte Sorte Paprika, die meine Tante seit Jahr­zehn­ten in ihrem Bau­ern­gar­ten zieht und Jahr für Jahr die Saat dar­aus gewinnt. Ich bin gespannt, wie wohl sich die Pflan­zen in unse­rem Gar­ten füh­len wer­den, denn es ist ja schon ein ganz ande­res Klima hier.

gezeichnete Laufuhr © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ein paar *hüs­tel* vor­ge­zo­gene Pflan­zen habe ich noch in Reserve. Nur so für den Fall, dass die 119 nicht rei­chen ode­r­ein paar das Aus­pflan­zen nicht über­ste­hen sollten…😌

gezeichnete Ohrringe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Viel Gemüse, wenig Obst? Naja, irgend­wie schon. Zwei Pflau­men­bäum­chen und eine Quitte ste­hen hier noch – und zwei Sta­chel­bee­ren. Und eine macht ihrem Namen alle Ehre. Wie du siehst, ver­letzt sie sogar ihre eige­nen Früchte. 😯

gezeichnete Tuscheflasche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Danke für deine Beglei­tung auf die­ser wun­der­ba­ren Gartenrunde! 

Ich klappe jetzt den Lap­top auf und machen mich an die Arbeit – heute Abend fin­det der zweite Coa­ching-Call für meine Wei­ter­bil­dungs­gruppe in Anstif­ten statt und dafür wol­len noch ein paar Dinge vor­be­rei­tet wer­den. Wir beschlie­ßen das erste Modul, in dem es um les­bare Hand­schrift geht und stim­men uns auf die nächs­ten bei­den Wochen ein. 

Des­halb heute auch keine Foto­doku über den gesam­ten Tag – so span­nend ist vor dem Rech­ner sit­zen dann auch nicht in Bil­dern dokumentierbar. 🙃

Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

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Visualisierung im Coaching: Wie kannst du deine Handschrift verbessern?

Visualisierung im Coaching: Wie kannst du deine Handschrift verbessern?

Lese­zeit: ca. 11 Minu­ten | aktua­li­siert: 18.05.2022

Es ist mir ein Her­zens­an­lie­gen, mehr Coa­ches, Berater:innen und Therapeut:innen dazu zu ermu­ti­gen, Visua­li­sie­rung in ihrer Arbeit zu nut­zen. Dabei geht es um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeich­nen. Funk­tio­nelle Visua­li­sie­rung ist ein unglaub­lich wirk­mäch­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­werk­zeug, gerade in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen, die unser Den­ken, Füh­len und Han­deln betreffen.

Wenn wir im Gespräch visua­li­sie­ren, schrei­ben wir immer auch Dinge auf. Hand­schrift ist dabei unser wich­tigs­tes Werk­zeug. Visu­elle Noti­zen funk­tio­nie­ren wun­der­bar ohne Bil­der und Sym­bole, ohne Text wird es aber schwie­rig – denn wie sonst soll­test du Inhalte kurz und prä­gnant für dich oder deine Coa­chees fest­hal­ten können?

Wir wol­len schließ­lich keine Wim­mel­bil­der pro­du­zie­ren, son­dern klare, funk­tio­nelle Notizen.

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Gesag­tes zu exter­na­li­sie­ren und sicht­bar zu machen ist ein wich­ti­ges Werk­zeug im visu­ell beglei­te­ten Coa­ching. Gespro­che­nes ist flüch­tig – schrei­ben wir es auf, hel­fen wir unse­ren Coa­chees, ihre Gedan­ken kon­kre­ter zu for­mu­lie­ren, sie fass­ba­rer zu machen, sie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und bei Bedarf auch zu verändern.

Welche einfachen Stellschrauben gibt es, um deine Handschrift zu verbessern?

Mir geht es um einen prag­ma­ti­schen Ansatz, bei dem du deine „nor­male“ Hand­schrift bei­be­hal­ten kannst. Es geht also nicht darum, eine spe­zi­elle Mode­ra­ti­ons­schrift zu ler­nen, die nicht mehr nach dir aus­sieht. Statt­des­sen zeige ich dir vier ein­fa­che Klei­nig­kei­ten, auf die du ach­ten kannst, wenn du deine Hand­schrift für dich (und zum Wohl dei­ner Coa­chees) ver­bes­sern willst. 

Das sind die wich­tigs­ten Fak­to­ren, die die Les­bar­keit von Hand­schrift beein­flus­sen: 

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

#1: Handschrift verbessern: Die Form der Buchstaben

Der erste Blick gilt der Form der Buch­sta­ben selbst: Hat jeder Buch­stabe seine eigene, spe­zi­fi­sche Form, die ihn von ande­ren Buch­sta­ben unter­schei­det? Lass mich das anhand mei­ner eige­nen Hand­schrift demons­trie­ren: 

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Ein Bei­spiel­satz, ganz schnell und nicht beson­ders ordent­lich geschrie­ben in mei­ner „Nur-ich-muss-das-lesen-können“-Handschrift.

Selbst meine eilige, ziem­lich schlud­rige Hand­schrift ist eini­ger­ma­ßen les­bar – was sicher damit zu tun hat, dass ich täg­lich viel schreibe und für andere visua­li­siere. Schrei­ben und Visua­li­sie­ren sind mein täg­li­ches, beruf­li­ches Hand­werks­zeug, meine Hand­schrift ist ent­spre­chend geübt. 

Meine per­sön­li­che Schrift “für den Tages­ge­brauch” ist eine Kom­bi­na­tion aus Druck- und Schreib­schrift. Nor­mal und sinn­voll, weil sie mir erlaubt, zügig und ent­zif­fer­bar zu schrei­ben. 

Schau dir trotz­dem die For­men der Buch­sta­ben an: Die Buch­sta­ben „n“, „m“ und „r“ sind schwer zu lesen, so, wie sie sich mit den benach­bar­ten ver­bin­den. Offen­bar habe ich mir ange­wöhnt, die Buch­sta­ben optisch zu ver­schlei­fen. Eine Endung wie „-en“ hat sich quasi in ein eige­nes Zei­chen ver­wan­delt. 

Was du bes­ser machen kannst: Schreibe jeden Buch­sta­ben voll aus.

Ich ver­su­che das jetzt auch. Dies­mal achte ich dar­auf, jeden Buch­sta­ben deut­li­cher auszuformen:

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Der Unter­schied ist deut­lich: Nur eine kleine Ver­än­de­rung und der Satz ist schon viel bes­ser les­bar als im ers­ten Durchgang.

#2: Handschrift verbessern: Die Abstände zwischen Buchstaben

Achte als nächs­tes auf den Abstand zwi­schen den Buch­sta­ben. Berüh­ren sie sich oder gibt es einen schma­len Abstand zwi­schen den Buch­sta­ben? Kannst du einen Buch­sta­ben vom nächs­ten gut unter­schei­den?  

Sowohl die Form der Buch­sta­ben als auch die Abstände zwi­schen ihnen kannst du ver­bes­sern, indem du den Stift zwi­schen den ein­zel­nen Stri­chen kurz vom Papier abhebst. Wenn du mei­nen bei­den ers­ten Schreib­ver­su­chen ansiehst, sind nur wenige der Buch­sta­ben getrennt: Im zwei­ten Ver­such immer­hin das „g“ und ein­zelne „i“ und „t“.

Ich habe einen drit­ten Ver­such unter­nom­men (siehe unten), wobei ich dies­mal dar­auf geach­tet habe, den Stift zwi­schen den Buch­sta­ben kurz anzu­he­ben und einen Abstand zwi­schen ihnen zu set­zen. In die­ser Runde habe ich gemerkt, wie tief meine Schreib-Gewohn­hei­ten sit­zen. Obwohl ich deut­lich lang­sa­mer geschrie­ben habe (und sich das sehr selt­sam ange­fühlt hat), berüh­ren sich trotz­dem noch immer einige Buch­sta­ben. 

Beim genauen Betrach­ten mei­ner Schrift stelle ich fest, dass es Buch­sta­ben­kom­bi­na­tio­nen gibt, die ich trotz des Vor­sat­zes, den Stift nach jedem Buch­sta­ben kurz anzu­he­ben, quasi auto­ma­tisch ver­binde: „er“, „te“ und „fi“ beispielsweise.

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Hebe den Stift nach jedem Strich kurz an. 
  • Gib den den Buch­sta­ben inner­halb eines Wor­tes ein biss­chen Platz zu ihren Nachbarn.
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Dies­mal habe ich dar­auf geach­tet, mehr Platz zwi­schen den Buch­sta­ben zu las­sen und sie nicht inein­an­der­lau­fen zu lassen.

Die­ser dritte Ver­such ist sau­be­rer durch die kla­re­ren Abstände, aber das Schrift­bild wirkt auch eher ver­hal­ten. Wenn ich mir das so ansehe, kann ich nach­spü­ren, wie ver­krampft ich den Stift gehal­ten habe. Bis sich das natür­lich und natür­lich und leicht anfüh­len wird, werde ich noch ein paar Ver­su­che mehr brau­chen. 

#3: Handschrift verbessern: Die Proportionen der Buchstaben

Eine wei­tere Kom­po­nente, die über die Les­bar­keit ent­schei­det, sind die Pro­por­tio­nen der Buch­sta­ben. Grob kön­nen wir unter­schei­den zwi­schen den Mit­ten (das ist die Höhe der Klein­buch­sta­ben wie „e“, „r“ und „n“), den Ober­län­gen (das sind zum Bei­spiel die obe­ren Teile von „f“, „b“ oder „d“) und Unter­län­gen (wie etwa die unte­ren Teile von „g“, „p“ oder „j“. Die beste Les­bar­keit erreichst du, wenn die Mit­ten etwas höher sind als die Ober- und Unterlängen.

Auch wie schmal oder breit, lang oder kurz die Buch­sta­ben selbst und die Abstände zwi­schen ihnen sind, spielt eine Rolle. Du kannst Buch­sta­ben sehr schmal und hoch zie­hen, sehr breit und flach machen und natür­lich auch alle Nuan­cen dazwi­schen nut­zen. Gut les­bar ist eine Hand­schrift, wenn sie weder in das eine, noch in das andere Extrem ausschlägt.

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Achte dar­auf, dass deine Mit­ten etwas höher als die Ober- und Unter­län­gen sind.
  • Ver­meide extrem schmale und extrem in die Breite gezo­gene Buchstaben.
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Je extre­mer die Pro­por­tio­nen sind, desto ten­den­zi­ell schlech­ter ist die Schrift lesbar.

#4: Handschrift verbessern: Die Stiftauswahl

Wel­ches Schreib­in­stru­ment du aus­wählst, hat enorme Aus­wir­kun­gen auf dein Schrift­bild. Hier der Satz in ver­schie­de­nen Stift­di­cken: 

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Die Stift­di­cke sollte so gewählt sein, dass sie zur Schrift­größe passt. Je grö­ßer du schreibst, desto dicker darf der Stift sein.

Wie du siehst, wirkt sich auch die Stift­di­cke auf die Les­bar­keit aus. Der letzte, dickste Stift würde super im grö­ße­ren For­mat funk­tio­nie­ren. Bei die­ser Schrift­größe lässt er die Buch­sta­ben inein­an­der­lau­fen und „Leer­stel­len“ wie etwa beim „e“ und „s“ ver­schwin­den. Achte also dar­auf, dass Lini­en­di­cke und Schrift­größe zusam­men­pas­sen – auch das ist im wei­te­ren Sinne eine Frage von Proportion.

Auch die Art der Stift­spitze wirkt sich aus: Rund­spitze, Keil­spitze oder Pin­sel­spitze ver­än­dern jeweils unser Schrift­bild. Und wäh­rend eine Per­son die Expres­si­vi­tät von varia­blen Stift­spit­zen liebt, fin­det die andere diese Art von Stif­ten nur schwer kon­trol­lier­bar. 

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Wähle die Stift­di­cke aus, bei dem dein „e“ noch einen lee­ren Innen­raum hat.
  • Wähle die Stift­spitze aus, bei der du dei­nen Schreib­fluss gut kon­trol­lie­ren kannst.

Fazit: Wie du deine Handschrift einfach verbessern kannst

Hand­schrift ist immer ein Abwä­gen zwi­schen Schnel­lig­keit und Les­bar­keit. Selbst wenn du Noti­zen nur für dich selbst machst, wer­den einige davon doch unter einem Zeit­druck ent­ste­hen, bei­spiels­weise wäh­rend eines Gesprächs oder eines Vor­trags. 

Aber auch unter Zeit­druck kannst du auf die fol­gen­den Dinge ach­ten, denn sie kos­ten dich ins­ge­samt nur wenige Sekun­den(!) mehr: 

  • Forme deine Buch­sta­ben sauber. 
  • Hebe den Stift zwi­schen zwei Stri­chen an. 
  • Achte auf aus­rei­chend Abstände zwi­schen den Buchstaben. 
  • Achte auf aus­ge­wo­gene Proportionen.
  • Benutze Stifte, die zu dei­ner Schrift­größe passen.

Außer­dem lohnt es sich, immer wie­der ein biss­chen Zeit zu inves­tie­ren, um deine lang­jäh­ri­gen Schreib­ge­wohn­hei­ten zu hin­ter­fra­gen. Manch­mal fällt uns gar nicht auf, was alles dazu bei­trägt, dass unsere Schrift bes­ser oder schlech­ter les­bar ist. Meist sind es Klei­nig­kei­ten, aber wenn sie sich sum­mie­ren, dann wir­ken sie sich stark aus. 

Gerade weil es Klei­nig­kei­ten sind, las­sen sie sich aber auch leicht ändern. Teste es ein­fach mal: Nimm dir eine Woche Zeit und pro­biere erst ein­mal nur einen der vier Tipps aus, am bes­ten täg­lich. Selbst, wenn du dir nur fünf Minu­ten Zeit nimmst, wirst du am Ende der Woche einen Unter­schied fest­stel­len. Versprochen!

So wie meine Teil­neh­me­rin­nen im lau­fen­den Kurs:

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Das ist das erste von meh­re­ren Lear­nings, die eine Teil­neh­me­rin zum Abschluss des Kurs­mo­duls mit der Gruppe geteilt hat. Natür­lich handschriftlich!

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Ein tol­ler Erfolg: Nur eine Sekunde mehr zum Schrei­ben des Übungs­tex­tes gebraucht – und die Schrift ist leserlich.

In der nächs­ten Woche nimmst du dir den nächs­ten Tipp vor und nimmst dir wie­der ein paar Minu­ten täg­lich zum Üben. Und so machst du es mit allen vier Tipps: Lang­sam, aber ste­tig eta­bli­serst du so neue, gute Schreib­ge­wohn­hei­ten. In über­schau­ba­rer Zeit wirst du dahin­kom­men, dass du schnell und trotz­dem les­bar schreibst. 

Damit eine unle­ser­li­che Hand­schrift nicht mehr dich selbst behin­dert – und auch nicht deine Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren. 

Kurs-Sketchnote-Anstiften © Viktoria Cvetković

Hand­schrift ist gerade auch dein Thema? Dann sei gerne beim nächs­ten Durch­gang von Anstif­ten dabei! 

Anstif­ten ist mein Basis-Kurs zu visu­el­len Noti­zen. Dort küm­mern wir uns um die Ver­bes­se­rung dei­ner Hand­schrift, bevor wir uns dann um wei­tere Pra­xis-The­men wie Blatt­auf­tei­lun­gen, visu­el­ler Struk­tur und Umgang mit Farbe, Linien und Icons widmen.

Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.
Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.
Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Damit lei­test du deine Klient:innen best­mög­lich durch Gesprä­che hin­durch, ver­an­kerst Inhalte wirk­sam in den Köp­fen und hebst dich effek­tiv von ande­ren Coa­ches ab.

Denn: Visua­li­sie­rung im Coa­ching wird noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Wenn du es dir leich­ter machen willst, dann sei beim nächs­ten Kurs­durch­gang dabei. Die nächste Runde ist in Pla­nung: Hüpf ein­fach auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste und lass dich vorab von mir infor­mie­ren, bevor die offi­zi­elle Anmel­dung öff­net. Unver­bind­lich und ohne Haken, dafür mit der Chance auf einen beson­de­ren Wartelisten-Bonus: 

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Hi, ich bin Viktoria.

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Warum ist Visualisierung im Coaching relevant?

Warum ist Visualisierung im Coaching relevant?

Lese­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 01.03.2022

Es ist mir ein Her­zens­an­lie­gen, mehr Coa­ches, Berater:innen und Therapeut:innen dazu zu ermu­ti­gen, Visua­li­sie­rung in ihrer Arbeit zu nut­zen. Dabei geht es um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeich­nen. Funk­tio­nelle Visua­li­sie­rung ist ein unglaub­lich wirk­mäch­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­werk­zeug, gerade in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen, die unser Den­ken, Füh­len und Han­deln betreffen.

Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Lass uns das ab heute ändern!

Warum ist Visualisierung im Coaching überhaupt relevant?

Die kurze Ant­wort: Weil unser Gehirn so gestrickt ist.

Die aus­führ­li­chere Vari­ante: Etwa 60 % unse­rer Groß­hirn­rinde sind an der Wahr­neh­mung und Ver­ar­bei­tung von visu­el­len Rei­zen betei­ligt. Die visu­elle Wahr­neh­mung nimmt in unse­rem Gehirn also sehr viel Raum ein. Und es ist nicht nur eine Region im Gehirn, die damit beschäf­tigt ist, son­dern gleich ein gan­zes Netz­werk: Wis­sen­schaft­lich wur­den bereits mehr als 30 Berei­che iden­ti­fi­ziert, die gemein­sam das ver­ar­bei­ten, was wir über die Augen wahrnehmen.

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Ins­ge­samt sind etwa 60 % der Groß­hirn­rinde an der Wahr­neh­mung, Inter­pre­ta­tion und Reak­tion auf visu­elle Reize beteiligt.

Diese ver­netzte Struk­tur macht unsere visu­elle Wahr­neh­mung sehr sehr schnell und effi­zi­ent: Ein flüch­ti­ger Blick reicht aus, damit wir uns einen ers­ten Ein­druck machen und emo­tio­nal einsteigen.

Inhalte über Text zu visua­li­sie­ren (also etwas auf­zu­schrei­ben), ist also hoch­wirk­sam. Vor­aus­ge­setzt, deine Hand­schrift ist leserlich.

Noch wirk­sa­mer sind wir in der Kom­mu­ni­ka­tion mit Bil­dern, denn wir erfas­sen Bil­der schnel­ler als Text. Sehr viel schnel­ler: Bil­der wer­den etwa 60.000 Mal schnel­ler wahr­ge­nom­men als Geschrie­be­nes, weil sie nicht deko­diert, also ent­schlüs­selt wer­den müs­sen. Das spart unse­rem Gehirn Ener­gie und des­we­gen bevor­zugt es Bil­der. Schon 0,1 Sekun­den rei­chen, damit wir uns grob etwas unter einem Bild vor­stel­len kön­nen. Ein Bild 2 Sekun­den zu betrach­ten reicht aus, damit wir es spä­ter sicher wiedererkennen.

Wenn deine Kom­mu­ni­ka­tion schnell sein soll: Setze auf Bilder.

Und noch viel effek­ti­ver ist es, geschrie­be­nen Text oder gespro­chene Spra­che mit Bil­dern zu kombinieren.

Hierzu gibt es schon jahr­zehn­te­lange For­schung, zum Bei­spiel zum Bild­über­le­gen­heits­ef­fekt (pic­ture supe­rio­rity effect, beschreibt das Phä­no­men, dass Bil­der eher in Erin­ne­rung blei­ben als Worte) und zur Dua­len Kodie­rungs­theo­rie (dual-coding theory, das Gehirn hat zwei sepa­rate Sys­teme für die Reprä­sen­ta­tion ver­ba­ler und non­ver­ba­ler Informationen).

Dem­nach akti­viert und ver­netzt die Kom­bi­na­tion von ver­ba­len und bild­li­chen Infor­ma­tio­nen ver­schie­dene Areale im Gehirn. Dadurch wer­den Inhalte nicht nur merk­fä­hi­ger, son­dern auch Ver­än­de­rungs­pro­zesse, die unser Den­ken und Ver­hal­ten betref­fen, las­sen sich leich­ter ansto­ßen. Nicht ganz unwe­sent­lich fürs Coaching…

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Das Prin­zip der dua­len Kodie­rung (oder Mul­ti­me­dia­prin­zip) besagt, dass ver­bale und bild­li­che Infor­ma­tio­nen leich­ter erinn­ner­bar sind, als rein ver­bale Infor­ma­tio­nen. Gra­fi­ken mit Text sind zur Ver­an­schau­li­chen von Zusam­men­hän­gen beson­ders wirksam.

Wie verteilt sich unsere Wahrnehmung?

Nicht nur unser Gehirn ist her­vor­ra­gend im Umgang mit visu­el­len, also über die Augen wahr­ge­nom­me­nen Infor­ma­tio­nen. Auch unsere Wahr­neh­mung ist domi­niert vom Seh­sinn. Etwa 83 % der Infor­ma­tio­nen aus unse­rer Umge­bung errei­chen uns über die Augen, nur etwa 11 % kom­men über das Gehör. Der schmale Rest ver­teilt sich auf Geruchs‑, Tast- und Geschmackssinn.

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Was pas­siert nun beim rein ver­ba­len Coa­ching? Wir reden und hören zu. Und: Wir nut­zen nur die 11 %, die übers Gehör kommen.

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Und was geschieht mit dem Seh­sinn? Wie ist das mit den 83 % visu­el­ler Ein­drü­cke? Solange wir die Augen geöff­net haben, kön­nen wir sie nicht aus­blen­den. Im Zwei­fel len­ken sie uns vom Gehör­ten sogar ab: Wir sehen die Mimik und Ges­tik unse­rer Gegen­über. Wir betrach­ten ihren roten Pull­over, die grau­me­lier­ten Haare, den sei­dig glän­zen­den Schal. Unser Blick schweift umher und bleibt an der Pinn­wand hin­ter ihr hän­gen und wan­dert von dort zu den Pflan­zen auf der Fens­ter­bank. Wann sie die wohl das letzte Mal gegos­sen hat? Äh, … was hat sie gerade gefragt?

Die 83 % unse­rer visu­el­len Wahr­neh­mung sind nicht weg, aber sie blei­ben bei rein ver­ba­ler Gesprächs­füh­rung inhalt­lich fürs Coa­ching ungenutzt.

Wenn wir nun davon aus­ge­hen, dass die Wahr­neh­mung gerade auch im Coa­ching ein wich­ti­ger Schritt zur Ver­än­de­rung ist: Dann ist es ziem­lich schlau, die 83 % zu den 11 % zu addie­ren und beide Sin­nes­ka­näle zusam­men anzusprechen.

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wie kannst du Visualisierung im Coaching nutzen?

Mein der­zeit liebs­tes visu­el­les Coa­ching-Tool ist die Rie­sen­rad-Methode. Für mich ist sie auf­grund ihrer Fle­xi­bi­li­tät so etwas wie das Schwei­zer Taschen­mes­ser für visu­ell unter­stützte Gesprächs­füh­rung. Und des­we­gen habe ich die kom­plette Anlei­tung hier für dich beschrieben.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Natür­lich gibt es auch andere Mög­lich­kei­ten, Visua­li­sie­rung im Coa­ching zu nut­zen. Spon­tan oder mit Vor­lage, abs­trakt oder bild­haft, nur für deine Unter­la­gen oder zum Wei­ter­ge­ben an deine Coachees.

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Genau dar­über spre­che ich gerade in mei­nen Tee­stun­den – und du bist eingeladen!

Tee­stun­den? Ja! Und nein, es ist keine Teeverkostung.😉

Statt um Dar­jee­ling geht es um Visua­li­sie­rung, um zwar spe­zi­ell im Coa­ching und ande­ren Bera­tungs­ge­sprä­chen. Wir küm­mern uns dabei um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeichnen.

Die Tee­stun­den fin­den 2022 als Mini-Reihe statt. Sie bie­ten Coa­ches, Therapeut:innen, Trainer:innen und Berater:innen ein kos­ten­lo­ses Aus­tausch­fo­rum. Am Anfang jeder Tee­stunde gibt es einen kur­zen Input von mir und dann kön­nen wir ein­fach mit­ein­an­der reden.

Ich freue mich dar­auf, ein­fach mal außer­halb von Grup­pen­kur­sen und Ein­zel­trai­nings ins Gespräch zu kom­men. Wel­che gedank­li­chen oder prak­ti­schen Hin­der­nisse begeg­nen dir, wenn du über Visua­li­sie­rung im beruf­li­chen Kon­text nach­denkst? Wel­cher Erfah­run­gen hast du bis­her gemacht? Was würde dir hel­fen, um die­ses wirk­mäch­tige Tool über­haupt mal (oder noch selbst­be­wuss­ter) einzusetzen?

Stell dir ein Getränk dei­ner Wahl bereit – bei mir ist es Tee –, mach’s dir auf dem Sofa gemüt­lich und komm mit dazu!

Hier fin­dest du aktu­elle Infos und kannst du dich gra­tis zur nächs­ten Tee­stunde anmelden:

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Visualisierung im Coaching: So nutzt du die Riesenrad-Methode

Visualisierung im Coaching: So nutzt du die Riesenrad-Methode

Lese­zeit: ca. 18 Minu­ten | aktua­li­siert: 16.02.2022

Du kannst die Rie­sen­rad-Methode sowohl für dich selbst nut­zen (zum Selbst­coa­ching), als auch als visu­el­les Coa­ching-Tool, wenn du mit dei­nen Coa­chees arbei­test. Ich habe diese Visua­li­sie­rungs­tech­nik vor Jah­ren bei Ceren Hauss­mann ken­nen­ge­lernt und für meine Arbeit immer wei­ter ange­passt. Die Methode ist poten­ti­al­ori­en­tiert und her­vor­ra­gend geeig­net, um von Wün­schen schritt­weise in eine kon­krete Hand­lungs­pla­nung zu kommen.

Wie bei allen erfah­rungs­ori­en­tier­ten Coa­ching­me­tho­den ist es von Vor­teil, wenn du die Methode erst für dich prüfst. Mache die Übung also selbst, bevor du deine Coa­chees durch den Pro­zess lei­test. Oder mit den Wor­ten des Arz­tes und Psy­cho­the­ra­peu­ten Wolf Bün­tig:

„Es emp­fiehlt sich, den Berg, auf den man andere füh­ren will, aus eige­ner Erfah­rung zu kennen.“

Worum es bei der Riesenrad-Methode im visuellen Coaching geht

Bei der Rie­sen­rad-Methode stellst du Fra­gen aus dem poten­ti­al­ori­en­tier­ten Coa­ching und hältst die Ant­wor­ten, den Pro­zess und die Ergeb­nisse in einer struk­tu­rier­ten Visua­li­sie­rung fest. 

Die Grund­idee des Rie­sen­rads ist, aus­ge­hend von Wün­schen zu einem kla­ren Zukunfts­bild (Vision) zu kom­men, Erfolgs­fak­to­ren zu iden­ti­fi­zie­ren, deren Aspekte zu erkun­den und dar­aus kon­krete Hand­lungs­schritte /​ To-Dos zu entwickeln.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Diese fünf Berei­che bekom­men jeweils ihren eige­nen Platz in einer ein­zi­gen visu­el­len Über­sicht, dem Rie­sen­rad. Die Struk­tur des Rie­sen­rads hast du im Kopf (oder auf einem Spick­zet­tel vor­be­rei­tet), sodass du die Inhalte wäh­rend des visu­el­len Coa­chings Schritt für Schritt im Dia­log mit dei­ner Coa­chee an die pas­sende Stelle set­zen kannst. Das schafft Klar­heit und Über­blick für euch beide, weil so die Zusam­men­hänge und euer Gesprächs­ver­lauf sicht­bar wer­den. Am Ende gibt es ein gemein­sa­mes, mate­ria­li­sier­tes Ergeb­nis auf Papier (oder als Datei), das du dei­ner Coa­chee mit­ge­ben kannst.

Du beglei­test deine Coa­chee durch gezielte Fra­gen bei der Lösungs­fin­dung und steu­erst den Ver­lauf des Gesprächs durch die visu­elle Struk­tur. Visua­li­sie­rung bedeu­tet übri­gens nicht not­wen­di­ger­weise Zeich­nun­gen, son­dern vor allem land­kar­ten­ar­ti­ges Denken!

Anders als bei der Erstel­lung eines Vision Boards geht es nicht darum, mit einer Ziel­col­lage aus Bil­dern und Affir­ma­tio­nen die Ziele, Wün­sche, Träume und Sehn­süchte im Leben zu visua­li­sie­ren, son­dern um die sicht­bare, ori­en­tie­rende Beglei­tung von Ent­schei­dungs- und Pro­blem­lö­se­pro­zes­sen. (Sofern vor­han­den, kann ein Vision Board oder ein ein­zel­ner Aspekt dar­aus die Basis für das Rie­sen­rad sein – muss aber nicht, denn ein kon­kre­tes Ziel­bild zu ent­wi­ckeln ist Teil der Methode.)

Welche Themen sich für die Riesenrad-Methode eignen

Mit der Rie­sen­rad-Methode kannst du sowohl kom­plexe, sach­li­che Pro­jekt­the­men bear­bei­ten, als auch per­sön­li­che, innere Kon­flikte klä­ren. Und alles dazwi­schen auch.

Ein ein­drück­li­ches Erleb­nis war, als ich vor eini­ger Zeit mit einer Kun­din daran gear­bei­tet habe, wie sie sich ent­las­ten kann, als plötz­lich jemand in ihrer Fami­lie pfle­ge­be­dürf­tig gewor­den war. Das war eine Mischung aus per­sön­li­chen Bezie­hungs­the­men und sach­lich-orga­ni­sa­to­ri­schen The­men wie Behör­den­gän­gen und Pfle­ge­kasse. Da grei­fen viele Dinge inein­an­der, die erst ein­mal aus dem Kopf und aufs Papier müs­sen. Erst dann las­sen sie sich sinn­voll klä­ren, pla­nen und abar­bei­ten, ohne dar­über die Über­sicht zu verlieren.

Als ich die Rie­sen­rad-Methode vor Jah­ren das erste Mal für mich selbst ange­wen­det habe, ging es um den Schritt, neben­be­ruf­lich zu grün­den. Das war kom­plex, vie­les lief par­al­lel und es waren so viele Dinge zu beden­ken, dass ich die erst ein­mal für mich in eine sicht­bare, geord­nete Struk­tur brin­gen musste.

Visualisierung im Coaching mit der Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visua­lie­rung im Selbst-Coa­ching: Zun­kunfts­bild im Zen­trum, Wün­sche als Basis – und alles andere drum­herum. Für mich war es beim ers­ten Mal ein mehr­wö­chi­ger Pro­zess und leben­di­ges Work in Pro­gress. Ich habe es mir ein­fach gemacht: Ursprüng­li­che, nicht mehr aktu­elle Noti­zen habe ich mit neuen For­mu­lie­run­gen ein­fach über­klebt, statt wie­der von vorne anzu­fan­gen und ein neues Flip­chart anzulegen.

Es muss aber nicht immer das ganz große Rad sein. Eine char­mante Fra­ge­stel­lung war letz­tens, wie eine Kun­din mög­lichst bald wie­der mehr Kul­tur in ihr All­tags­le­ben inte­grie­ren kann. Eben­falls ein leicht­fü­ßi­ges Thema einer ande­ren, sehr lie­ben Kun­din: End­lich eine Lese­ecke in der Woh­nung ein­rich­ten, die gemüt­lich und ein­la­dend ist, um die Seele bau­meln zu las­sen. Und mein eige­ner aktu­el­ler Anlass, das Rie­sen­rad zu bemü­hen, war ein 90-Tage-Sprint: Ich habe für mich erkun­det, wo ich in drei Mona­ten beruf­lich ste­hen will und wie ich mich dann füh­len möchte.

Material und Tools: Was du fürs visuelle Coaching brauchst

In analoger Umgebung

Im Grunde rei­chen mate­ri­al­sei­tig ein Stift und Papier. Wenn du die Rie­sen­rad-Methode das erste Mal für dich selbst aus­pro­bierst, kannst mit einem Blatt in A3-Größe begin­nen. Ich emp­fehle, das Blatt quer zu legen und einen Stift zu benut­zen, mit dem du flott und flüs­sig schrei­ben kannst. Wenn du schon abse­hen kannst, dass das zu bear­bei­tende Thema sehr umfang­reich ist, kannst du auch gleich auf ein grö­ße­res For­mat gehen. Ich nutze dann gerne ein Flipchart.

Die Arbeit am Flip­chart ist auch emp­feh­lens­wert, wenn du die Rie­sen­rad-Methode im Coa­ching oder Bera­tungs­ge­spräch nutzt. Sie hat den Vor­teil, dass deine Coa­chee und du zwi­schen­durch ein­mal auf­ste­hen und ihr euch wäh­rend eures Gesprächs bewe­gen könnt: Manch­mal hilft es, zwei Schritte zurück­zu­tre­ten, um das Auf­ge­schrie­bene – im Wort­sinn – aus einem ande­ren Blick­win­kel betrach­ten zu kön­nen. So kom­men auch die Gedan­ken in Bewe­gung. Wenn es zur Situa­tion passt, kannst du den Stift auch dei­ner Coa­chee im Pro­zess wei­ter­rei­chen und sie selbst Aspekte auf­schrei­ben lassen.

 

In virtueller Umgebung

Die Rie­sen­rad-Methode funk­tio­niert übri­gens auch wun­der­bar im vir­tu­el­len Coa­ching. Das geht mit den unter­schied­lichs­ten Medien, je nach­dem, was du zur Ver­fü­gung hast bzw. womit du gerne arbei­test. Wenn du deine Coa­chings z. B. über Zoom machst, kannst du dort ein­fach die White­board-Funk­tion nut­zen. Das erlaubt dir und dei­ner Coa­chee eben­falls, die Inhalte gemein­sam zu notie­ren. Auch mit Soft­ware­lö­sun­gen wie Con­cept­board oder Miro kannst du im visu­el­len Coa­ching kol­la­bo­ra­tiv arbeiten.

Ich ver­wende in mei­nen Online-Trai­nings gerne eine Doku­men­ten­ka­mera, die von oben mei­nen Schreib­tisch abfilmt. So kann ich unmit­tel­bar mit Stift und Papier arbei­ten und meine Coa­chees kön­nen sehen, wie die Visua­li­sie­run­gen ent­ste­hen, Strich für Strich, Wort für Wort. Dass man meine Hände und den Stift dabei sieht (und nicht nur wie aus dem Nichts erschei­nende Stri­che und Buch­sta­ben auf einem digi­ta­len White­board), macht es leich­ter, alles nach­zu­voll­zie­hen bzw. direkt mitzumachen.

Visualisierung im Coaching mit der Riesenrad-Methode und Stift und Papier © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Fürs visu­elle Coa­ching gene­rell und für die Rie­sen­rad-Methode im Spe­zi­el­len brauchst du kein beson­de­res Mate­rial. Papier und die Stifte, die du gerade zur Ver­fü­gung hast, sind völ­lig aus­rei­chend. Wenn du mit dei­nen Coa­chees vir­tu­ell arbei­test, dann brauchst du auch nichts wei­ter an Tools, als das White­board dei­ner Konferenzsoftware.

How to Riesenrad: Die Einzelschritte im visuellen Coaching

1. Wünsche als Basis

  • Viel­leicht bringt deine Coa­chee einen dif­fu­sen Ver­än­de­rungs­wunsch mit: Etwas, was „so nicht wei­ter­ge­hen“ soll und was sie dem­nächst ändern will.
  • Viel­leicht schwir­ren ihr auch zu einer bestimm­ten Sache ganz viele Gedan­ken durch den Kopf, die sie erst ein­mal sor­tie­ren und prio­ri­sie­ren will.
  • Viel­leicht hat sie auch etwas, was sie jetzt gerade ärgert oder belas­tet oder aus­bremst und – wich­tig: auf das sie Ein­fluss hat.

Dar­aus for­mu­liert sie mit dei­ner Unter­stüt­zung Wün­sche. Wäh­rend sie sie aus­spricht, schreibst du die Wün­sche auf.

Beginne beim Auf­schrei­ben mit dem blau mar­kier­ten Teil (siehe Bild unten). Lenke poten­ti­al­ori­en­tiert die Gedan­ken der Coa­chee auf das, was sie sich am sehn­lichs­ten wünscht. Sammle die Wün­sche, indem du sie im unte­ren Blatt­be­reich gebün­delt notierst. Bild­haft gedacht ist die­ser Bereich der Stüt­zen­fuß des Rie­sen­rads und trägt damit als Basis alles, was du in den nächs­ten Schrit­ten dar­auf aufbaust. 

Die Inter­ven­ti­ons­fra­gen lauten:

  • Was wünschst du dir? 
  • Was soll anders werden?
Nehmt euch für die­sen Schritt so viel Zeit wie nötig: Dies ist ein erkun­den­der, diver­gie­ren­der Pro­zess. Es muss kein ein­zel­nes kon­kre­tes Ziel dabei her­aus­kom­men. Wich­tig ist jetzt nur, dass du die Wün­sche sam­melst und auf­schreibst, wie sie dei­ner Coa­chee gerade ein­fal­len. Im nächs­ten Schritt stellt ihr fest, ob meh­rere der Wün­sche auf ein kon­kre­tes (Ober-)Thema hin­lei­ten. Wenn das nicht der Fall ist und es in ver­schie­dene Rich­tun­gen geht, wählt ihr für die wei­tere Bear­bei­tung das Thema/​den Wunsch aus, das/​der jetzt für sie am wich­tigs­ten ist.
Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wün­sche bil­den die Basis für das Rie­sen­rad. Sammle hier alles, was deine Coa­chee ant­wor­tet auf die Fra­gen: Was wünschst du dir? Was soll anders werden?

2. Das Zukunftsbild im Zentrum

Um die­ses – für deine Coa­chee inhalt­lich mög­lichst anre­gende, moti­vie­rende, attrak­tive – Zukunfts­bild dre­hen sich alle wei­te­ren Ele­mente des Rie­sen­rads. Setze das Zukunfts­bild mit­tig aufs Blatt, auf den gedach­ten Stüt­zen­fuß mit dei­nen Wünschen.

Die Inter­ven­ti­ons­frage für dein Ziel­bild ist die klas­si­sche Wun­der­frage des sys­te­mi­schen Coachings:

  • Woran wirst du erken­nen, dass sich deine Wün­sche erfüllt haben?

Lasse deine Coa­chee gedank­lich in eine Situa­tion in der Zukunft ein­tau­chen, in der sich ihre Wün­sche erfüllt haben. Wenn es ihr hilft, kann sie die Augen für einen Moment schlie­ßen. In ihrem Zukunfts­bild ist sie die Haupt­dar­stel­le­rin. Lade sie ein, sich in Gedan­ken umschauen.

Hilfreiche Fragen:

  • An wel­chem Ort befin­det sie sich?
  • Was sieht sie vor sich?
  • Was ist links, rechts, oben, unten, hin­ter ihr?
  • Wie ist das Licht dort?
  • Wie die Atmosphäre?
  • Wel­che Gegen­stände umge­ben sie?
  • Sitzt, steht, liegt sie? Bewegt sie sich?
  • Wel­che Geräu­sche hört sie?
  • Wel­che Gerü­che nimmt sie wahr?
  • Sind andere Men­schen bei ihr?
  • Wel­che Begriffe beschrei­ben am bes­ten, wie sie sich fühlt?

Bleibt gedank­lich dabei, bis sie sich die Situa­tion detail­ge­nau vor­stel­len und sie dir beschrei­ben kann.

Ver­su­che dann, diese Situa­tion mit einem nicht zu dün­nen Filz­stift als ein­fa­che(!) Skizze zu visua­li­sie­ren. Wenn du dich unsi­cher fühlst, mach zunächst einen schnel­len Ent­wurf auf einem Schmier­blatt. Bleib zeich­ne­risch dabei ganz ein­fach: Es darf kra­ke­lig, schief und krumm aus­se­hen. Du darfst die Men­schen im beschrie­be­nen Ziel­bild als ein­fa­che Strich­fi­gu­ren dar­stel­len und die Umge­bung und Gegen­stände mit ein paar simp­len Umriss­li­nien. Schreibe Stich­wör­ter dran, wenn es hilf­reich ist. Ver­liere dich dabei nicht in Details – das ist gar nicht nötig, denn das Ziel­bild dient dei­ner Coa­chee als visu­el­ler Anker, nicht als Kunst­werk: Es mate­ria­li­siert das, was sie sich gerade so inten­siv und detail­reich vor­ge­stellt hat, auf dem Blatt Papier. Mit dem exter­na­li­sier­ten Bild hat sie die Mög­lich­keit, sich damit noch tie­fer emo­tio­nal zu verbinden.

 

Bedenke dabei:

Je ein­fa­cher du die Zeich­nung gestal­test, desto eher wird sich deine Coa­chee im wei­te­ren Ver­lauf trauen, auch mal selbst den Stift in die Hand zu neh­men. Mit „per­fek­ten“ Zeich­nun­gen mag sich kaum jemand mes­sen. Schon gar nicht, wenn sowieso gerade der Kopf schwirrt.

Für Außen­ste­hende muss die Bedeu­tung der Visua­li­sie­rung auch nicht erkenn­bar sein. Für deine Coa­chee hin­ge­gen reprä­sen­tiert sie das Ziel ihrer Wün­sche und für sie ist glas­klar, um was es geht – egal, wie gelun­gen du selbst deine Visua­li­sie­rung fin­dest. Für sie ist nur wich­tig, dass sie anhand der Visua­li­sie­rung im wei­te­ren Ver­lauf eures Gesprächs immer wie­der über­prü­fen kann, ob ihre Lösungs­ideen dazu bei­tra­gen, dem Zukunfts­bild näher zu kommen.

Es geht also um den Pro­zess (den deine Coa­chee durch­läuft), nicht um das Pro­dukt (deine Visua­li­sie­rung auf dem Papier).

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Zukunfts­bild steht im Zen­trum des Rie­sen­rads. Lass deine Coa­chee genau beschrei­ben, was sie vor ihrem inne­ren Auge gese­hen hat und über­setze das mit ein paar Stri­chen in eine ein­fa­che Visua­li­sie­rung. Hier reprä­sen­tie­ren die Kegel­fi­gu­ren zum Bei­spiel eine Fami­lie, die im Thea­ter sitzt und sich Tanz­per­for­mance anschaut. Der Wunsch dahin­ter ist, end­lich wie­der ein­mal Kul­tur als gemein­sa­mes, beglü­cken­des Erleb­nis in den Fami­li­en­all­tag zu integrieren.

3. Erfolgsfaktoren umgeben das Zunkunftsbild

Aus­ge­hend vom Zun­kunfts­bild iden­ti­fi­ziert deine Coa­chee jetzt, was alles dazu geführt hat, dass es Wirk­lich­keit gewor­den ist.

Die Inter­ven­ti­ons­frage lautet:

  • Was hat es ermöglicht?

Dabei wird sie wahr­schein­lich ver­schie­dene Aspekte fin­den. Diese Aspekte ord­nest du um das Zun­kunfts­bild (die Rie­sen­rad-Achse) herum an. Die Erfolgs­fak­to­ren bestehen pri­mär aus Text. Lasse deine Coa­chee knapp, klar und ener­gisch aus der Zukunft her­aus for­mu­lie­ren. Schreibe es so auf, als wäre es für deine Coa­chee schon Wirk­lich­keit: „Ich habe ein Tanz­thea­ter gefun­den, das zu unse­rem Wunsch­ter­min geöff­net hat.“ ist dabei kraft­vol­ler als nur „Tanz­thea­ter“ zu schreiben.

Wenn es dir leicht­fällt, kannst du die ein­zel­nen Aspekte mit einem ein­fa­chen Pik­to­gramm kenn­zeich­nen. Wenn dich das aus­bremst, lass die Pik­tor­gramme weg. Text auf­zu­schrei­ben ist in die­sem Schritt wich­ti­ger als die bild­li­che Dar­stel­lung drum­herum, denn es geht um Ein­deu­tig­keit. Die ein­fachste Mög­lich­keit, die Aspekte optisch von­ein­an­der abzu­gren­zen, ist ein locke­rer Kreis als Umran­dung um den Text­block herum.

Es soll­ten mög­lichst nicht mehr als 5–6 Aspekte auf­ge­nom­men wer­den, um das Rie­sen­rad über­sicht­lich zu hal­ten. Wenn abseh­bar ist, dass es mehr wer­den, dann sammle die Ergeb­nisse erst ein­mal auf einem zwei­ten Blatt. Ver­sucht gemein­sam, die Aspekte the­ma­tisch zu grup­pie­ren. Gelingt das nicht, dann lasse deine Coa­chee die sechs wich­tigs­ten aus­wäh­len und „parke“ die ande­ren bis auf Wei­te­res – zum Bei­spiel auf Kle­be­zet­teln am unte­ren Blattrand.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Leit­frage in die­sem Sta­dium der Rie­sen­rad-Methode: Was hat es ermög­licht, dass das Zukunfts­bild in der Mitte wahr gewor­den ist?

4. In die Erfolgsfaktoren eintauchen und sie erkunden

Erkun­det jetzt die ein­zel­nen Erfolgs­fak­to­ren. Die Inter­ven­ti­ons­frage lautet:

  • Was hast du unter­nom­men, um das alles zu erledigen?

Schaffe dir auf Blatt den Platz dafür, indem du strah­len­för­mig Stri­che zwi­schen den Aspek­ten zum Blatt­rand ziehst. Im Rie­sen­rad ist es leicht, die ein­zel­nen Aspekte in belie­bi­ger Rei­hen­folge zu bear­bei­ten. Lasse deine Coa­chee in dem Feld begin­nen, für das ihr die erste Idee kommt. Stelle ver­tie­fende Fra­gen und halte ihre Aus­sa­gen im knap­pen Tele­gramm­stil fest, also stich­punkt­ar­tig oder in kur­zen Text­blö­cken. Achte dar­auf, die Inhalte so auf­zu­neh­men, dass die Gedan­ken dei­ner Coa­chee auch spä­ter noch nach­voll­zieh­bar sind.

Ihr könnt im Gespräch jeder­zeit von Aspekt zu Aspekt sprin­gen und so den Gedan­ken und Asso­zia­tio­nen in der Rei­hen­folge nach­spü­ren, wie sie für deine Coa­chee auf­tau­chen. Das ist oft sinn­vol­ler, als lis­ten­haft einen Aspekt nach dem ande­ren abzu­ar­bei­ten. Da alle Erfolgs­fak­to­ren sicht­bar sind und reser­vierte Flä­che für Text haben, kannst du von Idee zu Idee hüp­fen und die Ein­träge in der Denk­rei­hen­folge dei­ner Coa­chee dort ergän­zen, wo sie jeweils hin­ge­hö­ren. Wie beim klas­si­schen Mind-Map­ping setzt das Rie­sen­rad als visu­el­les Coa­ching­tool krea­tive Lösungs­pro­zesse in Gang.

Ihr könnt den Erkun­dungs­pro­zess so lange fort­set­zen wie nötig. Viel­leicht musst du wei­tere Blät­ter rechts, links oder oben anbauen, um alle Ideen zu erfas­sen. ODER: Du nutzt den begrenz­ten Platz des Blat­tes, um den Pro­zess bewusst auf das Wesent­li­che zu fokus­sie­ren und zu beschleunigen.

Tretet am Ende dieser Phase gemeinsam einen Schritt zurück.

Lasse deine Coa­chee über die bis­he­ri­gen Erkennt­nisse kurz reflek­tie­ren: Wie geht es ihr mit dem Gesamt­bild bis hier­her? Ist eine bestimmte Erkennt­nis für sie beson­ders rele­vant? Ist ihre Fra­ge­stel­lung noch die glei­che wie am Anfang? Wenn sich Dinge ver­scho­ben haben, dann nimm das in das Rie­sen­rad mit auf. Ergänze Aus­sa­gen an pas­sen­der Stelle, über­klebe oder strei­che durch, was ggf. nicht mehr rele­vant ist.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Jetzt geht es um das Erkun­den der Erfolgs­fak­to­ren. Die Leit­frage in die­sem Sta­dium des visu­el­len Coa­chings lau­tet: Was hast du unter­nom­men, um all das zu erledigen?

5. Konkrete Schritte als umgebende Sphäre

Ihr kommt jetzt in den Bereich der Ein­zel­schritte bzw. To-Dos. Dies ist der nächste natür­li­che Schritt für deine Coa­chee auf dem Weg vom Wunsch über das Zukunfts­bild, dem Erkun­den der Erfolgs­fak­to­ren und der anschlie­ßen­den Reflexion.

Die Inter­ven­ti­ons­frage in die­ser Phase lautet:

  • Was sind deine nächs­ten Schritte?

Leite deine Coa­chee dazu an, auf den Punkt zu kom­men und sich selbst (oder ande­ren) kon­krete Auf­ga­ben zu stel­len. Je kla­rer sie die nächs­ten Hand­lungs­schritte for­mu­liert, desto besser.

Ziehe zum Sam­meln der To-Dos eine lockere Kreis­li­nie um die bis­her ent­stan­dene Visua­li­sie­rung. Die for­mu­lier­ten To-Dos für die ein­zel­nen Berei­che hängst du wie die Gon­deln eines Rie­sen­rads an die­sen Kreis. Schreibe ent­we­der direkt aufs Blatt oder nutze Kle­be­zet­tel, um noch fle­xi­bler zu sein. Trage dort ein, was als nächs­tes zu erle­di­gen ist, damit die Aus­sage des Bereichs (der jewei­lige Erfolgs­fak­tor) wahr wird.

Bei unse­rem Bei­spiel „Ich habe ein Tanz­thea­ter gefun­den, das zu unse­rem Wunsch­ter­min geöff­net hat“ könn­ten die nächs­ten bei­den Hand­lungs­schritte sein: „Tele­fon­num­mern von drei nahe­ge­le­ge­nen Thea­tern her­aus­su­chen“ und „Thea­ter abte­le­fo­nie­ren und Öff­nungs­zei­ten für den kom­men­den Monat erfra­gen“.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Im letz­ten Schritt geht es darum, kon­krete To-Dos zu for­mu­lie­ren: Was sind deine nächs­ten Handlungsschritte?

Optional: 6. Farbe zur leichteren Orientierung

Es kann sinn­voll sein, mit ein paar Farb­mar­kie­run­gen eine wei­tere Ord­nungs­ebene in dein Rie­sen­rad zu brin­gen. Hier nur drei Möglichkeiten:

  • Ihr könnt Wün­schen, Zun­kunfts­bild und The­men­fel­dern eigene Far­ben zuord­nen und sie so optisch von­ein­an­der tren­nen. Lasse deine Coa­chee ent­schei­den, wel­che Farbe für sie zu wel­chem Bereich passt.
  • Ihr könnt The­men und Aspekte prio­ri­sie­ren: Die wich­tigs­ten, zweit­wich­tigs­ten und dritt­wich­tigs­ten Schritte bekom­men eige­nen Farben.
  • „Wer macht was“ zuwei­sen: Wenn die Auf­ga­ben nicht nur von einer Per­son erle­digt wer­den sol­len, könnt ihr mit ver­schie­de­nen Far­ben kenn­zeich­nen, wer jeweils wofür zustän­dig ist. Auch hier sollte deine Coa­chee selbst ent­schei­den dür­fen, wem sie wel­che Farbe zuordnet.

 

Wie es nach dem visuellen Coaching weitergeht

Die Erkennt­nisse aus der Rie­sen­rad-Methode arbei­ten inner­lich wei­ter. Ich emp­fehle, dei­ner Coa­chee die Visua­li­sie­rung mit­zu­ge­ben. Also tat­säch­lich das Flip­chart zusam­men­zu­rol­len und ihr zu über­rei­chen – oder im vir­tu­el­len Coa­ching ihr die Datei gleich im Anschluss zur Ver­fü­gung zu stellen.

Immer­hin ist das, was ihr vor­her dif­fus im Kopf her­um­ge­schwirrt ist und viel­leicht auch belas­tend auf der Seele lag, nun aus­ge­la­gert auf ein Blatt Papier. Es ist exter­na­li­siert, kann leich­ter bear­bei­tet und dann auch los­ge­las­sen werden.

Das Rie­sen­rad ist ein Gesamt­bild, das von den Wün­schen bis zu den kon­kre­ten To-Dos alles über­sicht­lich zusam­men­hält. In der Mitte bleibt stets das wich­tigste Ele­ment im Blick: die Situa­tion, in der deine Coa­chee zukünf­tig sein will. Um die Mitte herum grup­pie­ren sich ihre Erfolgs­fak­to­ren und am Rand ste­hen die kon­kre­ten Hand­lungs­schritte. Die Visua­li­sie­rung doku­men­tiert so nicht nur das Ergeb­nis der Lösungs­su­che, son­dern ist auch ein emo­tio­nal anspre­chen­des Abbild für den Pro­zess und das Ziel selbst.

Wenn mög­lich und erwünscht, kann deine Coa­chee ihr Rie­sen­rad gut sicht­bar dort­hin hän­gen, wo täg­lich ihr Blick dar­auf fällt. Das moti­viert beim Dran­blei­ben. Für die kon­krete Umset­zung der ein­zel­nen To-Dos kann sie fixe Ter­mine fest­le­gen und sie sich als zu erle­di­gende Punkte in den Kalen­der oder Tages­plan schrei­ben. Sobald ein To-Do erle­digt ist, kann sie das im Rie­sen­rad kenn­zei­chen: durch­strei­chen, anma­len oder einen gro­ßen, grü­nen Haken set­zen sind nur drei Mög­lich­kei­ten, um den eige­nen Fort­schritt sicht­bar zu machen.

Die Riesenrad-Methode unter Anleitung testen

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wie oben schon ein­mal angemerkt:

„Es emp­fiehlt sich, den Berg, auf den man andere füh­ren will, aus eige­ner Erfah­rung zu ken­nen.“ (Wolf Bün­tig)

Bevor du also die Rie­sen­rad-Methode im Coa­ching an ande­ren Men­schen aus­pro­bierst, soll­test du den Pro­zess einige Male selbst durch­lau­fen. Das ist anhand der oben beschrie­be­nen Schritte im Selbst­stu­dium möglich.

Wenn du dich dabei nicht sicher fühlst – gerade, was die Über­gänge zwi­schen den ein­zel­nen Pha­sen angeht, oder wie du die Visua­li­sie­rung des Zukunfts­bil­des mög­lichst ein­fach gestal­ten kannst: Leich­ter und schnel­ler geht es unter per­sön­li­cher Anlei­tung. Denn eine Selbst­er­fah­rung unter per­sön­li­cher Anlei­tung kann auch der beste Text nicht ersetzen.

Nor­ma­ler­weise braucht es nicht län­ger als 50 bis 60 Minu­ten, um die Rie­sen­rad-Methode im Dia­log durchzuführen.

Dafür stehe ich dir gerne im Rah­men der Punkt­lan­dung zur Seite. Im Gespräch mit dir teile ich gerne auch wei­ter­füh­rende Tipps aus über fünf Jah­ren prak­ti­scher Erfah­rung mit die­ser und ande­ren visu­el­len Coaching-Methoden.

Klingt gut? Dann buche deine Punkt­lan­dung hier:

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Hi, ich bin Viktoria.

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Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

Anleitung visueller Tagesplan

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12 von 12: Februar 2022

12 von 12: Februar 2022

Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.02.2022

An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

Heute ist Sams­tag und damit (weit­ge­hend) arbeits­frei. Viel­leicht schreibe ich noch einen wei­te­ren Blog­ar­ti­kel fer­tig, ansons­ten aber ist der Tag heute reser­viert für alles Schöne abseits des Bild­schirms: Spät früh­stü­cken, Gar­ten­pla­nung machen, eine aus­gie­bige Wald- und Wie­sen­runde dre­hen und … viiiiiiiiiiel zeich­nen. Weil es mir Freude macht – und als Reak­tion auf die vie­len Kom­men­tare zum letz­ten 12 von 12. 🙂

Meine selbst­ge­stellte Chal­lenge für heute ist, 12 Zeich­nun­gen statt 12 Fotos über den Tag ver­teilt zu machen. Dafür habe ich in mei­nem Skiz­zen­buch eine Dop­pel­seite reser­viert und mir 12 Fel­der mar­kiert. An die ich mich kon­se­quent von der ers­ten Zeich­nung an nicht halte. 😂

gezeichnetes Croissant © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der Tag star­tet mit einem Nou­gat-Crois­sant. Unter anderem. 😋

gezeichnete Kaeseplatte © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Natür­lich darf der Käse beim Früh­stück nicht feh­len. Wir haben das Glück, dass es in der Nähe ein spe­zi­el­les Käse­kon­tor gibt. Offen­bar kau­fen sie in gro­ßen Men­gen die Über­pro­duk­tion aus ganz Europa ein, sodass es dort beson­dere Käse zu güns­ti­gen Prei­sen gibt. Heute auf dem Brett ein alter Hol­län­der, ein rezen­ter Schwei­zer und ein mil­de­rer Franzose.

gezeichnete Kaffeekanne © Viktoria Cvetković bebildert.eu

There ist no life before cof­fee. Frisch gemah­len, hand­auf­ge­brüht und heute mit einem Hauch Kar­da­mom gewürzt.

gezeichnete Saatguttuetchen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ges­tern kam das lang ersehnte Saa­ten­päck­chen von VERN an. VERN unter­hält ein Saat­gut­ar­chiv mit alten und sel­te­nen Kul­tur­pflan­zen und gibt das Wis­sen über Anbau, Umgang und Nut­zung wei­ter. Man kann dort Saat­gut bestel­len und trägt damit zur Bewah­rung der Bio­di­ver­si­tät bei. Letz­tes Jahr hat­ten wir test­weise zwei alte Toma­ten­sor­ten auf dem Bal­kon gepflanzt. Die­ses Jahr wer­den wir die neu­ge­won­nene Flä­che im Gar­ten nut­zen, um so schö­nes Gemüse wie Melde, Schnitt­wir­sing, Felderb­sen, Wild­gur­ken und Stan­gen­boh­nen anzu­bauen, zu ern­ten und zu verspeisen.

gezeichnetes Vogelhaeuschen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die­ses Vogel­häus­chen hat unser erwach­se­nes Paten­kind geschrei­nert und zu Weih­nach­ten ver­schenkt. Bis­her war das Wet­ter zu use­lig, um es im Gar­ten auf­zu­hän­gen. Aber heute ist es end­lich son­nig (gefühlt erst der zweite son­nige Tag im Februar nach regen­t­rü­bem Dau­er­grau) und das Haus kommt an den Baum.

gezeichnete Gluehlampe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Dafür blei­ben andere Dinge im Haus wei­ter­hin lie­gen. Zum Bei­spiel bau­melt im Wohn­zim­mer noch immer eine nackte Glüh­lampe von der Decke, weil wir noch immer keine schöne Decken­leuchte gefun­den haben, die uns bei­den gefällt.

gezeichnetes Taschenmesser © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der Tag ist aber auch zu schön, um drin­nen zu wer­keln, des­we­gen dre­hen wir lie­ber eine 10-Kilo­me­ter-Runde quer durch Wald und Wie­sen. Oft habe ich bei sol­chen Tou­ren mein Taschen­mes­ser dabei, denn man weiß ja nie, ob nicht ein paar Pilze in der Gegend her­um­ste­hen, die ein köst­li­ches Mit­tag­essen wer­den könn­ten.

gezeichneter Wirsing © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Pilze haben wir heute keine gefun­den, also gibt es einen Wir­sing-Nudel-Auf­lauf als spä­tes Mit­tag­essen. Dafür braucht es nur einen hal­ben Wir­sing und ich habe noch kei­nen Plan, in wel­ches Gericht die andere Hälfte sich ver­wan­deln wird. Hast du eine Idee? Dann schreib mir gerne in die Kom­men­tar­box unten! Ich bin gespannt auf dein Lieb­lings­wir­sing­ge­richt, gerne mit Link zum Rezept. 🙂

Zeichnung von einem lesenden Mann © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Nach dem Essen ist der ideale Zeit­punkt für andere Genüsse. Lesen zum Bei­spiel. Seit Anfang des Jah­res stö­bern wir öfter mal in der Stadt­teil­bi­blio­thek – die mich sehr an die Büche­rei mei­ner Kind­heit erin­nert: Vom hei­me­li­gen Papier­ge­ruch bis zu den sehr spe­zi­el­len Öffnungszeiten.

gezeichnete Laufuhr © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wäh­rend der Mann liest, stelle ich mir selbst die Her­aus­for­de­rung, ein paar wei­tere Objekte zu zeich­nen. Die Lau­fuhr braucht ein neues Band, offen­bar hat der Her­stel­ler das Modell aber schon län­ger nicht mehr im Sor­ti­ment und die ent­spre­chen­den Ersatz­teile auch nicht mehr auf Lager. Als Zei­chen­ob­jekt finde ich sol­che „ver­wun­de­ten“ Dinge aber immer sehr reiz­voll, weil sie eine ganz eigene Geschichte erzählen.

gezeichnete Ohrringe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

So, wie diese Ohr­ringe auch. Die sind voll­kom­men heile, aber ein wun­der­ba­res Mit­bring­sel vom letz­ten  Urban Sket­chers Sym­po­sium. Es ist erst drei Jahre her, aber es fühlt sich an wie „damals“. Diese inspi­rie­ren­den Tref­fen in einer inter­na­tio­na­len Com­mu­nity und das Rei­sen und Zeich­nen vor Ort, das ver­misse ich seit Pan­de­mie­zei­ten tat­säch­lich am meisten.

gezeichnete Tuscheflasche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die­ses Tus­che­fläsch­chen hat mich auch schon rund um die Welt beglei­tet. Es ist klein genug, um es als Hand­ge­päck im Flug­zeug mit­neh­men zu dür­fen – und dicht genug, um bei den Druck­un­ter­schie­den in der Kabine nicht aus­zu­lau­fen. Ziem­lich per­fekt, um wäh­rend des Flu­ges Zei­chen­tu­sche parat zu haben – Fül­ler mit Patro­nen lau­fen näm­lich aus.

Soweit für heute. 🙂 Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Diese 5 Dinge ändern sich 2022 in meiner Arbeit

Diese 5 Dinge ändern sich 2022 in meiner Arbeit

Lese­zeit: ca. 7 Minu­ten | aktua­li­siert: 03.02.2022

Viele der Dinge, die sich im letz­ten Jahr für mich und mein Unter­neh­men geän­dert haben, konnte ich Anfang letz­ten Jah­res noch gar nicht vor­her­se­hen. Und so sind die fol­gen­den Punkte wahr­schein­lich auch nur ein Bruch­teil des­sen, was in 2022 in mei­ner Arbeit ändert. Immer­hin aber die, die ich selbst beein­flus­sen kann.

1. Die Anstrengung darf gehen

Ich habe mir in 2021 selbst enor­men Erfolgs­druck gemacht, was mir nicht gut bekom­men ist, und ertappe mich die­ser Tage schon wie­der dabei. 🙄 Ich tit­sche getrie­ben zwi­schen gefühlt 12 begon­ne­nen Pro­jek­ten und finde nur sel­ten die innere Ruhe, um mich erst­mal nur einem zu wid­men und alles andere aus­zu­blen­den. Ich mosere die Men­schen an, die ich am meis­ten liebe und fühle mich im nächs­ten Moment schlecht dabei, weil sie ja nun wirk­lich nichts dafür kön­nen, dass ich zeit­weise so ange­spannt bin.

Da passt es ganz gut, dass ich gerade einer Kun­din dabei helfe, den Ansatz des poten­ti­al­ori­en­tier­ten Coa­chings zu visua­li­sie­ren. Sie ist Coa­chin, bil­det andere Coa­ches aus und wir erar­bei­ten gerade in einem 12-wöchi­gen 1:1‑Training gemein­sam ihre neuen Schulungsunterlagen.

In der Ses­sion ges­tern war unter ande­rem „Iden­ti­tät und Iden­ti­fi­ka­tion“ Thema. Und siehe da: In mir zog sich alles zusam­men, als es um die Iden­ti­fi­ka­tion mit Kön­nen ging (außer­dem gibt es noch Machen, Haben und Wis­sen). Der Glau­bens­satz dahin­ter lau­tet: „Ich darf nur sein, wenn ich … kann.“ Das mit der Zeit dadurch erzeugte Welt­bild lau­tet: „Es geht nichts von allein. Es braucht Anstrengung.“

Und anstren­gend war das letzte Jahr. Und die Jahre davor auch. Durch­aus auch erfolg­reich, aber ich kann so nicht wei­ter­ma­chen und vor allem will ich das nicht mehr. Ich will nicht mehr erschöp­fungs­be­dingt aus­fal­len und mir dann erst eine aus­rei­chend große Pause erlau­ben. Ich möchte Pau­sen machen, um sie zu genie­ßen und nicht, um mich „wie­der­her­zu­stel­len“.

Um es mit einem Zitat mei­ner Blog-Kol­le­gin Eve­lyn Stein­dor-Schmidt zu sagen:

„Damit meine ich, dass ich keine Lust mehr dar­auf habe, mich anzu­stren­gen. Ich habe genug gekämpft in mei­nem Leben. Viel Ener­gie rein­ge­steckt. Alles war anstren­gend, wenn ich etwas errei­chen wollte.“

 

2. Ab jetzt darf es sich leicht anfühlen

Ich habe mich 2017 selb­stän­dig gemacht, damit es leich­ter wird. Weil ich keine Lust mehr hatte auf kräf­te­zeh­rende Wind­müh­len­kämpfe, um als Ange­stellte „viel­leicht irgend­wann“ die Glä­serne Decke zu durch­bre­chen. (Warum ist es eigent­lich immer noch so schwer, als qua­li­fi­zierte Frau beruf­lich in einer sicht­ba­ren Posi­tion wir­ken und gestal­ten zu kön­nen?) Weil ich Ent­schei­dun­gen kraft Kom­pe­tenz selbst tref­fen will, statt in frag­wür­di­gen Hier­ar­chien in der Befehls­kette fest­zu­hän­gen. Ich will mir aus­su­chen kön­nen, mit wem ich arbeite – und wel­che Auf­träge ich ablehne, weil sie nicht zu mei­nen Wer­te­vor­stel­lun­gen pas­sen (immer­hin das klappt konsequent).

Und ich will mir mein Arbeits­um­feld und meine Arbeits­zei­ten so gestal­ten, dass sie zu mir pas­sen. Genau das kommt jetzt.

Jetzt lade ich die Leich­tig­keit zu mir ein. 

Meine alten Glau­bens­sätze dür­fen gehen oder sich ver­wan­deln. Ich werde mer­ken, was sich leich­ter anfühlt.

Nichts muss mehr schwer und mühe­voll für mich sein, auch das Geld­ver­die­nen nicht.

Klebezettel mit den Fragen Macht mir das Spaß und Tut mir das gut © Viktoria Cvetković bebildert.eu

In mei­nem Blick­feld kle­ben zwei Fra­gen, an denen sich meine Ent­schei­dun­gen in 2022 aus­rich­ten wer­den. Ich danke Sabine Scholze für die­sen befrei­en­den Impuls.

3. Ich biete berufliche Weiterbildungen nur noch online an

Es wird in die­sem Jahr keine Prä­senz­kurse mehr geben.

Schlecht zu lüf­tende Räume, 8 Stun­den Voll­prä­senz ohne echte Erho­lungs­pau­sen für mich als Kurs­lei­te­rin, keine adäqua­ten Pau­sen­räume… das tut mir ein­fach nicht gut. Und es tut den Teil­neh­men­den auch nicht gut.

Das heißt: Die (im März und Juni schon aus­ge­buch­ten) Prä­senz­kurse in 2022 habe ich abge­sagt und biete zu den­sel­ben Ter­mi­nen Online-Work­shops an. Wer ange­mel­det war, hat schon eine E‑Mail bekom­men und konnte ein­fach umbuchen.

Warum die Umstel­lung? Weil nach mei­nen Erfah­run­gen unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen im Prä­senz-Work­shop keine Work­shop-Atmo­sphäre mehr auf­kom­men will. Die Vor­freude auf den Prä­senz­kurs ist groß, aber dann kommt vor Ort die Ernüch­te­rung: Wir sind zwar als Gruppe in einem Raum zusam­men und doch ver­ein­zeln die Men­schen – auf­grund von vor­ge­schrie­be­nen Min­dest­ab­stän­den, Mas­ken­pflicht und der laten­ten Sorge, sich trotz­dem anzu­ste­cken. Die Stim­mung ist nicht mehr fröh­lich und gelöst, son­dern gedämpft. Wer Sor­gen hat, lernt nicht so leicht und nicht so gerne Neues. Die Bereit­schaft, mit­ein­an­der zu arbei­ten, ist spür­bar gesun­ken. Das macht es dann auch für mich enorm anstren­gend, in mei­ner Rolle als Trai­ne­rin. Nach drei Tagen Prä­senz-Work­shop habe ich keine Kraft mehr für mich und meine Fami­lie. Das will ich so nicht mehr.

Gleich­zei­tig habe ich im letz­ten Jahr sehr gute Erfah­run­gen mit ver­schie­de­nen Online-For­ma­ten gemacht. Die funk­tio­nie­ren für alle Sei­ten der­zeit deut­lich bes­ser, des­halb sind sie meine Wahl für 2022. Online-Work­shops erlau­ben eine sehr viel ent­spann­tere Lern­at­mo­sphäre: Aus der siche­ren häus­li­chen Umge­bung her­aus ler­nen sich alle schnell ken­nen und arbei­ten ent­spannt zusam­men, wäh­rend es mir leich­ter fällt, den geeig­ne­ten Rah­men zu schaf­fen, damit alle als Gruppe gut zusam­men­wach­sen kön­nen. (Ein hoch auf erprobte didak­ti­sche Metho­den!) Wir kön­nen zu Hause erhol­sa­mere Pau­sen ein­le­gen, als in einem schlecht zu lüf­ten­den Kurs­raum. Und es kommt tat­säch­lich Lern­lust und Work­shop-Atmo­sphäre auf.

Ich bin glück­lich, dass alle(!) meine lang­jäh­ri­gen Koope­ra­ti­ons­part­ner und Bil­dungs­trä­ger die­sen Weg mit­ge­hen und unter­stüt­zen. Und auch die meis­ten Teil­neh­men­den. Ich habe es gerade nach­ge­schaut: Im Moment, in dem ich die­sen Arti­kel schreibe, ist in den Online-Work­shops im März und Juni schon nur noch jeweils ein Platz frei.

4. Ich verabschiede mich von E‑Mentor…

E‑Mentor ist so etwas wie eine Kurs­platt­form mit Coa­ching­ele­men­ten. Ich fand den auf Coa­ches aus­ge­rich­te­ten Ansatz von E‑Mentor vor zwei Jah­ren zwar char­mant und unter­stüt­zens­wert, mitt­ler­weile ist die Platt­form aber lei­der so gar nicht mehr auf dem Stand der Tech­nik. Ins­be­son­dere die Nut­zungs­freund­lich­keit lei­det. Des­we­gen ziehe ich mit den Kurs­in­hal­ten mei­ner Grup­pen­pro­gramme kom­plett zur Kurs-Platt­form Thinki­fic um.

Ich möchte, dass meine Teil­neh­men­den ihr Pass­wort selbst zurück­set­zen kön­nen. Und ich möchte die Mög­lich­keit haben, Inhalte in einem lau­fen­den Kurs noch anzu­pas­sen, zu ergän­zen und zu ver­bes­sern. Thinki­fic habe ich für aus­ge­wählte Kurse schon erfolg­reich getes­tet und werde jetzt mein gesam­tes Kurs­an­ge­bot umzie­hen. Dem­nächst wer­den dort alle Video- und PDF-Anlei­tun­gen und auch die Auf­zeich­nun­gen der Live-Ses­si­ons ihren struk­tu­rier­ten Platz finden.

Die ers­ten, die davon pro­fi­tie­ren wer­den, sind meine Teil­neh­me­rin­nen in der Fort­ge­schrit­tenen­gruppe, die ich seit mehr als zwei Jah­ren in monat­li­chen Impul­sen beglei­ten darf. Gleich danach kom­men die Teil­neh­men­den des im Früh­jahr star­ten­den Grup­pen­pro­gramms „ANSTIFTEN! Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit in den Genuss von Thinki­fic als unter­stüt­zen­der Lern­platt­form. Das Grup­pen­pro­gramm wird auch die­ses Jahr wie­der Face­book-frei sein. Ich bin kein Fan von Face­book-Grup­pen als Beglei­tung für Kurse, weil es siche­rere, ablen­kungs­freiere und über­sicht­li­chere Mög­lich­kei­ten gibt, Fra­gen zu stel­len, Resul­tate zu tei­len, Feed­back zu bekom­men und sich in der Gruppe auszutauschen.

5. Weiterempfehlungen (Affiliate) statt Facebook-Anzeigen

Apro­pos: Ich habe ein mora­li­sches Pro­blem mit Face­book. Lei­der komme ich selbst an der Nut­zung der (a)sozialen Platt­form nicht vor­bei, weil meine bei­den Wei­ter­bil­dun­gen, die ich in die­sem Jahr beginne bzw. fort­setze, dort ihre Aus­tausch­fo­ren haben.

Aber Wer­bung für mein eige­nes Ange­bot möchte ich auf Face­book nicht schal­ten, solange ich das ver­mei­den kann. Ein ver­rück­tes, hoff­nungs­lo­ses Unter­fan­gen aus Sicht der ver­sam­mel­ten Mar­ke­ting-Gurus da drau­ßen? Viel­leicht. Ich will trotz­dem gerne aus­pro­bie­ren, wie weit ich durch per­sön­li­che Wei­ter­emp­feh­lun­gen komme. Wenn nur jede dritte Teilnehmer:in aus dem letz­ten Grup­pen­kurs das Pro­gramm in ihrem Freundes‑, Bekann­ten- oder Kol­le­gin­nen­kreis erfolg­reich wei­ter­emp­fiehlt, bekom­men wir eine schöne Kurs­gruppe im Früh­jahr 2022 zusammen.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu
Ich möchte die Kraft der ehr­li­chen Wei­ter­emp­feh­lun­gen nut­zen. Was ich an Wer­be­an­zei­gen spa­ren kann, kann ich zukünf­tig als Bud­get für Affi­lia­tes ein­pla­nen. Eine Umsatz­be­tei­li­gung für jeman­den, den ich kenne, fühlt sich für mich sehr viel bes­ser an, als der Daten­krake Geld in den Rachen zu werfen.
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Stay tuned!

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Anleitung visueller Tagesplan

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Meine Erfahrungen als Affiliate von SOMBA Kickstart

Meine Erfahrungen als Affiliate von SOMBA Kickstart

Lese­zeit: ca. 14 Minu­ten | aktua­li­siert: 25.01.2022

„So etwas mache ich sonst nicht.“

Das war mein ers­ter Satz in einem Social-Media-Pos­ting, in dem ich das erste Mal öffent­lich über meine guten Erfah­run­gen in der Zusam­men­ar­beit mit Judith Peters und The Con­tent Society berich­tet habe. Damals aus purer Über­zeu­gung und ohne Gegen­leis­tung, aber durch­aus aktiv von ihr ange­stupst, das zu einem bestimm­ten Zeit­punkt in einer bestimm­ten Umge­bung zu tun.

Emp­feh­lungs­mar­ke­ting heißt das dann, auch Affi­liate Mar­ke­ting oder Koope­ra­ti­ons­part­ner­schaft. Im beschrie­be­nen Fall war es unent­gelt­lich und mein Auf­wand gering.

Von per­sön­li­chen Wei­ter­emp­feh­lun­gen lebt auch mein Unter­neh­men, des­we­gen habe ich das für Judith gerne gemacht – aber eben auch nur, weil ich ihr Ange­bot wirk­lich gut finde. Ich kenne auch andere Anbie­te­rin­nen, die mich nicht über­zeugt haben. Über die spre­che ich dann ein­fach nicht öffent­lich, denn Bashing ist nicht meines.

Im bes­ten Fall ist Emp­feh­lungs­mar­ke­ting eine Win-Win-Win-Situation:

  • Für die Per­son, die auf der Suche nach einer guten Wei­ter­bil­dung ist und Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand bekommt.
  • Für die Per­son, die die Wei­ter­bil­dung anbie­tet und leich­ter neue Wunsch­kun­din­nen findet.
  • Und für die Per­son, die die bei­den mit einem guten Gefühl zusammenbringt.

Meine drei Perspektiven aufs Affiliate-Marketing 

1. Als Kundin

Als ich letz­tes Jahr vor der schwie­ri­gen Ent­schei­dung stand, vier­stel­lig in eine Wei­ter­bil­dung bei Sig­run zu inves­tie­ren (oder eben auch nicht – SOMBA Kick­start wäre bis dahin die teu­erste Inves­ti­tion in mei­nem Unter­neh­men gewe­sen), war ich dank­bar, dass ich Jane von Klee nach ihren eige­nen Erfah­run­gen mit dem Pro­gramm fra­gen konnte. Jane war eine von Sig­runs vie­len Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin­nen (auch Affi­liate genannt). Ich habe gezielt Jane gefragt, weil ich sie aus einem SEO-Kurs kannte und ich bei ihr den Ein­druck hatte, dass sie mir kein rosa­ro­tes Bild malen, son­dern in ihrer Ein­schät­zung auch die kri­ti­schen Dinge erwäh­nen würde. Hat sie dann tat­säch­lich auch – und ich habe eine infor­mierte Ent­schei­dung tref­fen kön­nen, was für mich sehr wert­voll war.

Als ich Kick­start schließ­lich gebucht habe, habe ich das gerne und gezielt über Janes Affi­late-Link getan. Ich gönne ihr jeden Cent der Pro­vi­sion, die sie dafür von Sig­run bekom­men hat – gerade WEIL Jane mich nicht mit „Ach, es ist alles soooo toll“ und sons­ti­gem Werbe-Bla-bla zuge­tex­tet hat. Diese Ehr­lich­keit wird sie wahr­schein­lich zu den finan­zi­ell weni­ger erfolg­rei­chen Affi­lia­tes von Sig­run gemacht haben, dafür hat sie aber wei­ter­hin mein Ver­trauen. Das heißt, ich emp­fehle (ohne jede Pro­vi­sion!) Jane aus vol­lem Her­zen wei­ter, wenn mich jemand nach einer Exper­tin für Human SEO und/​oder her­vor­ra­gende Web­site­texte fragt. Oder ich ver­linke ein­fach zu ihr, wie jetzt in die­sem Text oder – aus­führ­li­cher – in mei­nem Jah­res­rück­blick, weil ich finde, dass noch viel mehr Men­schen von ihrem Wis­sen pro­fi­tie­ren sollten.

2. Als Kursanbieterin

Als ich letz­tes Jahr Teilnehmer:innen für mei­nen Beta-Kurs „Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit“ gesucht habe, habe ich selbst davon pro­fi­tiert, dass ehe­ma­lige Kund:innen, Bekannte und Freund:innen mit Kuss­hand bereit waren, wie­derum in ihrem Freun­des- und Bekann­ten­kreis von mei­nem Ange­bot zu erzählen.

Dass sich für den Kurs drei­mal mehr Men­schen ange­mel­det hat­ten (rund 160), als ich ange­spro­chen hatte, macht mich sehr dank­bar. Es zeigt mir, dass die Men­schen, die mich ken­nen und schon mit mir gear­bei­tet haben, vom Wert und von der Qua­li­tät mei­ner Arbeit über­zeugt sind, sonst hät­ten sie mich nicht frei­wil­lig und ohne Pro­vi­sion weiterempfohlen.

3. Als Affiliate

Vor zwei Mona­ten bin ich nun selbst zum ers­ten Mal „rich­tige” Affi­liate bzw. Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin für zwei Pro­gramme gewor­den, die ich aus Teil­neh­me­rin­nen-Sicht gut kenne und wei­ter­emp­feh­len kann: The Con­tent Society als Ein­stieg und Jah­res­be­glei­tung fürs regel­mä­ßige, effek­tive Blog­gen und SOMBA Kick­start als inten­si­ves 10-Wochen-Grup­pen­pro­gramm, um ohne Umwege ins Online-Busi­ness zu star­ten und von Tag 1 an in die Umset­zung zu kommen.

Um Kick­start soll es hier im Wei­te­ren gehen, denn aus Unter­neh­me­rin­nen-Sicht war es für mich eine auf­schluss­rei­che Lern­er­fah­rung. Als Affi­liate bekommt man nicht nur eine Pro­vi­sion, falls Men­schen über einen buchen, son­dern bekommt bei Sig­run auch einen guten Ein­blick in aktu­elle und funk­tio­nie­rende Launch-Stra­te­gien (also in die Phase, in der ein Ange­bot bewor­ben wird, bevor es gekauft wer­den kann).

Erfahrungen Affiliate SOMBA Kickstart © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Was ich als Affiliate im SOMBA-Kickstart-Launch gelernt habe

1. Zeitaufwand

Solange wir uns im Bereich der unent­gelt­li­chen, per­sön­li­chen Wei­ter­emp­feh­lun­gen bewe­gen, hält sich der Zeit­auf­wand für die Per­son, die ein Ange­bot wei­ter­emp­fiehlt, sehr in Gren­zen. Im Zwei­fel ist es eine E‑Mail, die wir an Freun­din­nen, Bekannte und/​oder Kol­le­gin­nen wei­ter­lei­ten. Oder eine kurze Erwäh­nung in einem Arti­kel, den man sowieso geschrie­ben hätte.

Sobald wir uns als Affi­liate an eine „brei­tere Öffent­lich­keit“ wen­den und gezielt auf das Ange­bot der ande­ren Per­son hin­wei­sen, also z. B. im News­let­ter oder auf Social-Media-Kanä­len, wird es zeit­in­ten­siv: Es kom­men Nach­fra­gen von Inter­es­sier­ten, die mehr dazu wis­sen wol­len (exakt so, wie ich letz­tes Jahr Jane nach ihrer Ein­schät­zung gefragt habe).

Ich habe in den letz­ten Wochen viele per­sön­li­che Tele­fo­nate und Zoom-Calls mit Frauen geführt, die von mir wis­sen woll­ten, wie meine Erfah­run­gen mit Kick­start waren. Wenn ich diese Zei­ten auf­sum­miere, habe ich einen gan­zen Arbeits­tag in die Bera­tungs­ge­sprä­che inves­tiert. Damit gehe ich als Sig­runs Affi­liate für sie in Vor­leis­tung. Das ist „vor­ge­streckte“ Arbeits­zeit, die mir erst ein­mal nie­mand bezahlt, denn ich weiß ja nicht, ob über­haupt jemand über mich buchen wird. Erst dann bekäme ich eine Pro­vi­sion von Sigrun.

Aus der Erfah­rung, die ich jetzt gemacht habe, halte ich Pro­vi­sio­nen mitt­ler­weile nicht mehr für einen Bonus, son­dern für eine reelle, legi­time Aufwandsentschädigung.

2. Beraten, nicht belabern

Wenn ich als Kun­din vor der Ent­schei­dung stehe, eine grö­ßere Summe zu inves­tie­ren oder nicht, dann mag ich nicht nur die glän­zende Seite eines Ange­bots prä­sen­tiert bekom­men: Die wun­der­vol­len Erfolgsgeschichten.

Eine Kurs­an­bie­te­rin macht intui­tiv aber genau das – sie kann nicht anders. Wäre sie von ihrem eige­nen Pro­gramm nicht über­zeugt, würde sie es nicht anbie­ten (hof­fent­lich!). Wenn wir selbst einen Kurs anbie­ten, dann sind wir auf natür­li­che Weise von unse­rem Ange­bot posi­tiv vor­ein­ge­nom­men. Im bes­ten Fall ste­cken wir näm­lich unsere ganze Erfah­rung, unser Wis­sen und Kön­nen in einen Kurs oder ein Pro­gramm. Aber nicht jedes (noch so groß­ar­tige) Pro­gramm ist für jede Per­son geeig­net. Oder noch nicht geeig­net, weil z. B. noch bestimmte Vor­aus­set­zun­gen fehlen.

Und da sehe ich Affiliates in einer besonderen Verantwortung.

Wir sind näm­lich die Insi­der, die das Programm/​den Kurs von innen gese­hen haben. Wir haben zwangs­läu­fig einen dif­fe­ren­zier­te­ren Blick und eine andere Per­spek­tive auf das Kurs­an­ge­bot, als die Per­son, die das Ange­bot erstellt hat. Wir ken­nen die posi­ti­ven Aspekte, wir haben aber auch erlebt, wo es viel­leicht hakt. Wir haben am eige­nen Leib erfah­ren, wie uns das Pro­gramm hilft, die gewünsch­ten Resul­tate zu erzie­len und wis­sen, wel­che Vor­er­fah­rung wir mit­ge­bracht haben. Des­we­gen ver­trauen die Men­schen unse­rer Ein­schät­zung auch mehr, als der der Kursanbieterin.

Genau wegen die­ses Ver­trau­ens­vor­schus­ses halte ich es für mora­lisch ange­zeigt, als Affi­liate die ganze Geschichte zu erzäh­len, und nicht nur die shiny aspects nach außen zu keh­ren. Auch auf die „Gefahr“ hin, weni­ger Pro­vi­sion zu bekommen.

Ich bin Affi­liate für SOMBA Kick­start aus Über­zeu­gung, weil mich das Pro­gramm in mei­ner eige­nen Ent­wick­lung als Unter­neh­me­rin enorm nach vorne kata­pul­tiert hat. Ich weiß also, dass es sehr effek­tiv ist – wenn man bestimmte Vor­aus­set­zun­gen mit­bringt und sich auf den Pro­zess ein­las­sen kann. Ich weiß aber auch, dass das ein inten­si­ves und kräf­te­zeh­ren­des Pro­gramm ist. Und ich weiß auch, dass viel­leicht einige Dinge anders sind, als sie von außen schei­nen. Auf Nach­frage erzähle ich also die ganze Geschichte.

Ich konnte letz­tes Jahr dank Jane eine infor­mierte Ent­schei­dung tref­fen und genau das möchte ich ande­ren jetzt auch ermög­li­chen. Denn meine wich­tigste „Wäh­rung“ ist das Ver­trauen mei­ner Kun­din­nen. Auf die Pro­vi­sion von Sig­run kann ich im Zwei­fel ver­zich­ten. Auf das Ver­trauen mei­nes Netz­werks in mich und meine Inte­gri­tät aber sicher nicht.

Des­we­gen bin ich froh, dass ich meine Hal­tung in den Gesprä­chen, die ich als Affi­liate geführt habe, posi­tiv gespie­gelt bekom­men habe.

3. Größere Resonanz außerhalb meines eigenen Netzwerks

Was mich über­rascht hat: Über meine Social-Media-Postings habe ich als Affi­liate für Kick­start uner­war­tet viele neue Men­schen erreicht. Über mei­nen News­let­ter kam ver­gleichs­weise wenig Reso­nanz. Etwa 80 Pro­zent der Inter­es­sen­tin­nen kannte ich vor­her nicht. Sie waren also weder in mei­nem E‑Mail-Ver­tei­ler noch in den Inter­net-Bla­sen, in denen ich mich sonst so bewege.

Die Ana­ly­ti­ke­rin in mir hat dafür zwei Hypothesen:

  • So, wie meine bis­he­ri­gen Kurse und Bil­dungs­ur­laube gestrickt waren, spre­chen sie über­wie­gend Ange­stellte an, selbst wenn es sich um Team­lei­te­rin­nen oder Füh­rungs­kräfte han­delt. Ergo habe ich in mei­nem E‑Mail-Ver­tei­ler der­zeit mehr Ange­stellte und ver­gleichs­weise wenige Selb­stän­dige. Nun weiß ich aus per­sön­li­chem Kon­takt, dass sich einige der Ange­stell­ten auf dem Sprung in die (neben­be­ruf­li­che) Selb­stän­dig­keit befin­den. Alles in allem sind das aber maxi­mal 15 Pro­zent der Men­schen in mei­nem E‑Mail-Ver­tei­ler. Und für alle ande­ren ist SOMBA Kick­start schlicht nicht relevant.
  • In mei­nem Inter­net-Umfeld hin­ge­gen bin ich umge­ben von ande­ren Online-Unter­neh­me­rin­nen, auch außer­halb der Grup­pen, in denen ich aktiv bin. Von dort kam dann auch zah­len­mä­ßig deut­lich mehr Reso­nanz auf mich als Koope­ra­ti­ons­part­ne­rin von SOMBA Kickstart.

4. Der Wettbewerb mit den „Großen“

Apro­pos Inter­net-Blase: Die, in der ich unter­wegs bin, ist auch irgend­wie eine „Sig­run-Blase“. Es gab in die­sem Jahr sehr viele Affi­lia­tes für SOMBA Kick­start, und zwar quer durch die Bank. Es gab also Men­schen wie mich, die erst seit einem Jahr mit Sig­run arbei­ten. Und andere wie z. B. meine Blog-Men­to­rin Judith Peters, die schon viele Jahre dabei sind und als Erfolgs­bei­spiele von Sig­run aktiv (etwa durch Inter­views) gepusht werden.

Nun bin ich Kun­din bei Judith – genauso wie einige derer, die mich nach einer Ein­schät­zung zu SOMBA Kick­start gefragt haben. Die müs­sen sich dann ent­schei­den, ob sie über Judith oder über mich buchen wol­len, denn bei­des geht nicht. Und da Judith mit ihrem Team viel mehr Ener­gie in die­sen Affi­liate-Launch ste­cken und Mehr­wert bie­ten kann, als mir das alleine mög­lich ist, ist mir schon klar, in wel­che Rich­tung das Pen­del aus­schlägt. Und das ist auch völ­lig OK.

Sol­che Erfah­run­gen sind wert­voll, denn sie zei­gen mir, wor­auf ich beim nächs­tes Mal ach­ten kann.

5. Last Touch Point: Der letzte Klick zählt

So viele Affi­lia­tes für SOMBA Kick­start es in die­sem Launch gibt, so viele Buchungs­links schwir­ren im Netz herum. Jeder Link ist indi­vi­du­ell einer Affi­liate zuge­ord­net, damit am Ende die Pro­vi­sion ermit­telt wer­den kann. Bei der Masse an Links ist nahezu unver­meid­lich, dass eine inter­es­sierte Per­son im Laufe von zwei Mona­ten auf die Links ver­schie­de­ner Affi­lia­tes klickt, um sich über das­selbe Ange­bot zu infor­mie­ren. Wer bekommt dann die Pro­vi­sion? In die­sem Launch war es die Affi­liate, die den letz­ten Link vor der Buchung plat­zie­ren konnte.

Was wohl punk­tu­ell zu einem Rat­ten­ren­nen bei­getra­gen hat. Jeden­falls haben mir meh­rere Gesprächs­part­ne­rin­nen erzählt, dass sie offen­bar gezielt nach ihrer Teil­nahme am letz­ten Work­sh­op­tag bei Sig­run von gleich meh­re­ren Affi­lia­tes auf Social Media erst „Freund­schafts­an­fra­gen“ und kurz dar­auf wer­bende Nach­rich­ten bekom­men hät­ten. Nennt sich Social Sel­ling, wobei das eigent­lich bes­ser in die andere Rich­tung funk­tio­niert – wenn die Inter­es­sierte die Anbie­te­rin kon­tak­tiert und nicht umge­kehrt. So ist es näm­lich Kalt­ak­quise und die nervt gewal­tig. Ich kenne diese Stra­te­gie aus Sicht der umwor­be­nen, poten­ti­el­len Kun­din und emp­finde das als über­grif­fig, wenig respekt­voll und letzt­lich abschreckend.

Ich kann nach­voll­zie­hen, warum Affi­lia­tes sich so ver­hal­ten, wenn es der letzte Klick ist, der zählt. Das Sys­tem lädt dazu ein. Mein Vor­ge­hen ist es defi­ni­tiv nicht. Aber gut, viel­leicht bin ich in mei­nen Wer­te­vor­stel­lun­gen nicht mehr auf der Höhe der Zeit (oder des Online-Mar­ke­tings). Habe ich an der Stelle „Geld lie­gen­ge­las­sen“? Mög­lich, aber ich möchte nie­man­dem zumu­ten, was ich selbst nicht aus­ste­hen kann.

Erfahrungen Affiliate SOMBA Kickstart © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Was ich als Unternehmerin aus dem Kickstart-Affiliate-Launch gelernt habe

1. Empfehlungsmarketing läuft bezahlter Werbung den Rang ab

Das ist tat­säch­lich meine Schlüs­sel­er­kennt­nis. Meine Beob­ach­tung in der Wei­ter­bil­dungs­bran­che war bis­her: Am Anfang tes­tet man, ob ein Ange­bot orga­nisch ange­nom­men wird, also ohne bezahlte Wer­bung, nur durch Mund­pro­pa­ganda. Wenn das funk­tio­niert (und sobald man es sich leis­ten kann), sollte man Wer­bung schalten.

Im Online­busi­ness hieß die Werbe-Maxime lange: „Ohne Face­book-Ads geht gar nichts.” Ohne Face­book-Ads hast du keine Reich­weite, deine kos­ten­lo­sen Ken­nen­lern­an­ge­bote wer­den nicht von genü­gend Men­schen gefun­den. Ohne Face­book-Ads buchen nicht 20 Men­schen dei­nen kos­ten­pflich­ti­gen Kurs, son­dern nur 2, weil die ande­ren 18 gar nichts davon mit­be­kom­men. Wie das halt bei einem Mono­po­lis­ten so ist, der möchte, dass du Wer­bung schal­test und deine „nor­ma­len“ Postings über­haupt nur an etwa 10 Pro­zent dei­ner Abonnent:innen ausspielt.

Mein per­sön­li­ches Dilemma: Mit Face­book-Ads finan­zierst du einen Kon­zern, der wis­sent­lich demo­kra­tie­ge­fähr­dend und men­schen­ver­ach­tend agiert. Des­halb habe ich noch keine ein­zige Face­book-Anzeige geschal­tet. Ich ver­traue immer noch per­sön­li­che Wei­ter­emp­feh­lun­gen aus einem lang­sam, aber ste­tig wach­sen­den Bekann­ten- und Kun­din­nen­kreis. Dem­entspre­chend lang­sam wächst mein Unter­neh­men im Ver­gleich zu denen, die Wer­bung schal­ten. Aber um ehr­lich zu sein: Ich war kurz davor ein­zu­kni­cken. Gerate ich mit mei­nem Ange­bot nicht ins Hin­ter­tref­fen, wenn gefühlt alle außer mir Anzei­gen schalten?

Und jetzt sagt aus­ge­rech­net Sig­run, die euro­päi­sche Kory­phäe des Online­mar­ke­tings: In ihrem aktu­el­len Launch machen die bezahl­ten Wer­be­an­zei­gen den gerin­ge­ren Teil ihres Erfolgs aus. (Sinn­ge­mäß: Face­book-Ads wer­den immer teu­rer und kom­ple­xer ein­zu­rich­ten. Bald wird der Kipp­punkt erreicht sein, wo sie sich für bestimmte Bran­chen nicht mehr ren­tie­ren.) Den weit­aus grö­ße­ren Teil ihrer Kurs­teil­neh­me­rin­nen hat sie orga­nisch über ihre Affi­lia­tes erreicht, sprich über die Wei­ter­emp­feh­lung durch ihre (ehe­ma­li­gen) Kund:innen.

BÄM!

Und da ist sie nicht die Ein­zige, das ist ein Trend. Nur bekommt man sonst kei­nen Blick hin­ter die Kulissen.

2. Empfehlungsmarketing leitet Geld von Facebook-Ads weg

Natür­lich ist das Emp­feh­lungs­mar­ke­ting bei Sig­run pro­fes­sio­nel­ler auf­ge­zo­gen als bei mir bis­her, aber es zeigt mir, was mög­lich ist.

Es ermu­tigt mich, auf mei­nem „No-Facebook“-Weg zu blei­ben. Und es ermu­tigt mich, Koope­ra­tio­nen ein­zu­ge­hen: Mit den­je­ni­gen mei­ner Kun­din­nen, die Inter­esse daran haben. Und mit den Men­schen in mei­nem Netz­werk, die mich jetzt schon gerne durchs Wei­ter­erzäh­len unterstützen.

Das, was ich an Wer­be­an­zei­gen spa­ren kann, kann ich zukünf­tig für Affi­lia­tes ein­pla­nen. Eine Umsatz­be­tei­li­gung für jeman­den, den ich kenne, fühlt sich für mich sehr viel bes­ser an, als der Daten­krake Geld in den Rachen zu werfen.

3. Empfehlungsmarketing erreicht Wunschkundinnen gezielter

Ein nicht zu unter­schät­zen­der Punkt: Mit Freun­den von Freun­den ver­steht man sich meis­tens gut, auch wenn man sich gerade erst neu kennenlernt.

So ist das bei Wunsch­kun­din­nen auch. Wenn ich mit einer Per­son gerne zusam­men­ar­beite und sie emp­fiehlt mich in ihrem Freun­des­kreis wei­ter, ste­hen die Chan­cen gut, dass das eben­falls Men­schen sind, mit denen die Arbeit sich nicht wie Arbeit anfühlt, son­dern wie Freude. Weil die Che­mie stimmt, weil man ähn­lich tickt und bes­ten­falls die glei­chen Werte teilt.

Fazit

© Viktoria Cvetković bebildert.eu
Ich bin sehr dank­bar für den pro­fes­sio­nel­len Ein­blick, den Sig­run uns Affi­lia­tes in die­sem Launch ermög­licht hat. Stra­te­gisch gehört sie zu Bes­ten ihres Fachs und ich lerne unfass­bar viel von ihr. Und ich muss sagen, dass ich sie hin­ter den Kulis­sen mensch­lich als wesent­lich zugäng­li­cher und ange­neh­mer emp­fun­den habe, als wäh­rend mei­ner Zeit als Kickstart-Teilnehmerin.

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Die Zeit für funktionelle Visualisierung ist reif: 3 Trends

Die Zeit für funktionelle Visualisierung ist reif: 3 Trends

Lese­zeit: ca. 11 Minu­ten | aktua­li­siert: 14.01.2022

Dass wir im Wis­sens­zeit­al­ter leben, ist eine Bin­sen­weis­heit. Nur was bedeu­tet das für unsere täg­li­che Arbeit? Men­schen in Wis­sens­be­ru­fen (egal ob Coach, Inge­nieu­rin, The­ra­peu­tin, Leh­re­rin, Pro­jekt­lei­te­rin…) ste­hen heute vor drei Herausforderungen:

  • Wis­sen struk­tu­riert und bedeu­tungs­voll sicht­bar zu machen.
  • Infor­ma­tio­nen aus dem vir­tu­el­len Raum zurück­zu­ho­len und sie mit den Hän­den anfass­bar zu machen.
  • Eine hand­lungs­lei­tende Kul­tur der Betei­li­gung und des Dia­logs zwi­schen Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen zu etablieren.

Immer mehr Men­schen erobern sich Visua­li­sie­rung als hand­werk­li­che Fer­tig­keit zurück – um zu ler­nen, zu pla­nen, zu ent­schei­den, sich selbst zu orga­ni­sie­ren und mit ande­ren zusammenzuarbeiten.

Visua­li­sie­rung ist ein Werk­zeug wie ein Schwei­zer Taschenmesser.

Trend 1: Visualisierung – die Sehnsucht nach dem Greifbaren

Frü­her konn­ten Men­schen ihren Beruf sehr ein­fach erklä­ren – oft muss­ten sie das nicht ein­mal, weil es so offen­sicht­lich war. Mein Onkel war Schrei­ner. Er baute in sei­ner Schrei­ner­werk­statt mit Schrei­ner­werk­zeug Möbel aus Holz. Wurde in unse­rer Fami­lie ein Kind gebo­ren, bekam es einen hand­ge­fer­tig­ten Hocker geschenkt. Mei­nen kann man heute in mei­nem Arbeits­zim­mer bewun­dern. Meine Groß­tante war Töp­fe­rin und stellte Wein­krüge her. Einer davon steht heute bei uns in der Küche. Wenn Men­schen ins Schau­fens­ter mei­ner Tante sahen, war offen­sicht­lich, woran sie arbei­tete und was sie von ihr kau­fen konnten.

Auch wenn es diese Berufe immer noch gibt: Die meis­ten von uns arbei­ten am Bild­schirm, am Tele­fon und in Mee­tin­g­räu­men. Wir nen­nen uns Bil­dungs­re­fe­ren­tin, Coach oder Pro­zess­ma­na­ge­rin. Unser wich­tigs­tes Werk­zeug ist nicht mehr die Säge oder die Töp­fer­scheibe, son­dern unser Kopf. Auf dem Weg von der Werk­bank zum Schreib­tisch ist unsere Arbeit unge­gen­ständ­lich und kom­plex gewor­den. Pro­zess­de­signs, Eva­lua­ti­ons­tools und Bera­tungs­ge­sprä­che kann man nicht sehen und anfas­sen wie einen Holz­ho­cker oder einen Tonkrug.

Trends-Visualisierung© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Unsere Tätigkeit hat sich in den virtuellen Raum verlagert. 

Sowohl für unsere Arbeits­schritte als auch für die Resul­tate, die wir erzie­len, gilt: Das Greif­bare ist ver­lo­ren gegangen.

Der Reich­tum unse­rer Gegen­stands­welt, unser Kör­per und unsere Sinne spie­len im Zeit­al­ter von Digi­ta­li­sie­rung und Wis­sens­ar­beit eine immer gerin­gere Rolle. Und das, obwohl unsere Auf­ga­ben immer diver­si­fi­zier­ter und kom­ple­xer wer­den. Das Para­doxe: Unser Gehirn ist ziem­lich unge­schickt im Umgang mit vir­tu­el­lem Wis­sen. Abs­trakte Infor­ma­tio­nen begrei­fen wir schlecht. Große Men­gen an Zah­len, Daten und Fak­ten kön­nen wir uns schwer mer­ken. Zusam­men­hänge und Wech­sel­wir­kun­gen als Gan­zes kön­nen wir gedank­lich kaum erfassen.

Die Visua­li­sie­rung von Infor­ma­tio­nen am Bild­schirm in Form von digi­ta­len Gra­fi­ken und Dia­gram­men ist des­halb längst eine Grund­stra­te­gie von Wis­sens­ar­beit gewor­den. Nur: Sind ein Com­pu­ter und Soft­ware die rich­ti­gen Visua­li­sie­rungs-Werk­zeuge für uns als soziale, sinn­li­che und sinn­su­chende Wesen? Ist das der beste Weg, um Wis­sen zu erar­bei­ten und zu beherr­schen? Und schaf­fen wir es rein vir­tu­ell, die­ses Wis­sen bedeu­tungs­voll mit den Men­schen zu tei­len, mit denen wir in kom­ple­xen Sys­te­men zusam­men­ar­bei­ten? Gelingt es uns, ein tie­fes, gemein­sa­mes Ver­ständ­nis über gemein­same Vor­ha­ben zu erreichen?

gedanken skizzieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Trend 2: Visualisierung – Wissensarbeit ist Handarbeit

Wahr­schein­lich hast auch du schon längst bemerkt, wie begrenzt die Mög­lich­kei­ten des Com­pu­ter­bild­schirms sind, um Dinge zu begrei­fen, Neues zu ent­wi­ckeln und sinn­erfüllt zusam­men­zu­ar­bei­ten. Manch­mal stel­len digi­tale Tools eine regel­rechte Bar­riere dar und len­ken uns von den wesent­li­chen Din­gen ab.

Statt Bea­mer, Lein­wand und Power­Point gibt es in vie­len Ent­wick­lungs-Abtei­lun­gen wie­der Flip­charts, Haft­no­ti­zen, Mar­ker und Kle­be­stifte. Inge­nieu­rin­nen stel­len fest: Wir kom­men nicht wei­ter, wenn wir nur auf Daten­ta­bel­len star­ren – wir müs­sen Dinge in die Hand neh­men. Und so wer­den im Design (oder Hybrid) Thin­king – ganz hand­werk­lich – Pro­to­ty­pen für Soft- und Hard­ware aus Pappe gebas­telt, die sich anfas­sen, dre­hen und schnell ver­än­dern las­sen. Diese hand­fes­ten Modelle ermög­li­chen Lern­er­fah­run­gen, die kein vir­tu­el­les Modell leis­ten kann. Ein Vor­ge­hen, das Desi­gner und Archi­tek­tin­nen schon im Stu­dium lernen.

Auch Lego hat die­sen Trend längst erkannt und sich eine erwach­sene Ziel­gruppe neu erschlos­sen. Unter dem Stich­wort Serious­Play bauen Soft­ware­ent­wick­ler und Pro­jekt­ma­na­ge­rin­nen aus bun­ten Kunst­stoff­stei­nen Lie­fer­ket­ten oder Qua­li­täts­ma­nag­ment-Pro­zesse zusam­men, um sie sich selbst und ande­ren begreif­bar zu machen.

Ähn­li­ches wird schon lange im Coa­ching- und The­ra­pie­be­reich genutzt. Statt nur in Wor­ten zu beschrei­ben, wie sich die kom­ple­xen Bezie­hungs­ebe­nen in einer Fami­lie dar­stel­len, hat es sich bewährt, mit kon­kre­ten Sys­tem­auf­stel­lun­gen zu arbei­ten. Also zum Bei­spiel mit Figu­ren, die zuein­an­der posi­tio­niert wer­den kön­nen. Wer steht wem nahe, wer blickt in die glei­che Rich­tung, zuein­an­der hin, von­ein­an­der weg? Was ver­än­dert sich, wenn eine oder meh­rere Figu­ren bewegt wer­den? Wie wirkt sich das auf das Sys­tem Fami­lie aus? Es fällt uns viel leich­ter, das zu ver­ste­hen, wenn wir es vor uns sehen, aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln betrach­ten und auch mit unse­ren Hän­den grei­fen können.

Aber auch schon das Zwei­di­men­sio­nale – das Arbei­ten mit Stift und Papier – hilft uns dabei, unser abs­trak­tes Wis­sen greif­bar zu machen.

90-Tage-Plan Coaching-Tool Riesenrad 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch Coa­ching geht mit Stift und Papier: Die Rie­sen­rad-Methode lässt sich im Selbst-Coa­ching, aber auch gemein­sam im Dia­log mit Coa­chees durchführen.

Trend 3: Visualisierung – Sichtbarmachen als Kulturtechnik

Immer mehr Men­schen ent­de­cken die Unmit­tel­bar­keit von Stift und Papier wie­der, um sich aus­zu­drü­cken. Indem wir Gedan­ken zu Papier brin­gen, sie auf­schrei­ben und auf­zeich­nen, wer­den sie sicht­bar. Aus einer flüch­ti­gen Idee kann dann ein Plan wer­den, und aus dem Plan kön­nen wir kon­krete Schritte ent­wi­ckeln, um unser nächs­tes Ziel zu erreichen. 

Das gilt für unser eige­nes Ler­nen genauso wie auch für die Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Men­schen. In ein paar Stri­chen auf einem Schmier­blatt erklä­ren zu kön­nen, wo im Coa­ching-Pro­zess wir uns gerade befin­den, sorgt für Klar­heit und ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis. Ob struk­tu­riert, chao­tisch, banal oder krea­tiv – sol­che Gedan­ken­skiz­zen sind nur für den Moment. Sie hel­fen dabei, unser Den­ken im Fluss zu hal­ten und Gesprä­che ziel­ge­rich­te­ter zu führen.

Wir sehen wie auf einer Land­karte, wo sich unsere Gedan­ken gerade befin­den. Wir kön­nen mit dem Fin­ger dar­auf zei­gen und von dort aus den nächs­ten Schritt entwickeln.

Keine digi­tale Soft­ware ist so robust und so ein­fach zu benut­zen, so schnell und so kos­ten­güns­tig ver­füg­bar, wie ein simp­les Stück Papier und ein Stift.

War es in den 1990ern noch revo­lu­tio­när, in Mee­tings Power­Point zu nut­zen, ist es heute für viele ein Grund, min­des­tens inner­lich die Augen zu ver­dre­hen. Das liegt nicht pri­mär an der Soft­ware, son­dern am Umgang vie­ler Men­schen damit: Sach­ver­halte wer­den nicht im Zusam­men­hang gezeigt, son­dern zu Bul­let Points ato­mi­siert. Digi­tal erstellte Schau­ta­feln flie­gen von links ins Bild ein und lösen sich beim „Umblät­tern“ auf die nächste Folie in win­zige Pixel auf. Die Schrift dar­auf ist so klein, dass sie kaum les­bar ist. Unmen­gen von Text und unnö­ti­ges gra­fi­sches Dekor pras­seln auf uns ein, sodass der Geist zum Selbst­schutz auf Durch­zug stellt.

Die Möglichkeiten des digitalen Werkzeugs werden zur Falle.

Unmen­gen von Gra­fi­ken, Icons und Sym­bo­len ste­hen in der digi­ta­len Bild­bi­blio­thek zur Ver­fü­gung, aber oft len­ken sie uns vom eigent­li­chen Inhalt ab: Dem Wis­sen, das wir ande­ren ver­mit­teln oder von ande­ren auf­neh­men wollen.

Nicht die Power­Point-Folien, son­dern die­ses Wis­sen will gestal­tet wer­den. Wir müs­sen es in sicht­bare Zusam­men­hänge ein­bet­ten, um es ver­steh­bar zu machen. Das Medium ist dabei egal: Gut gestal­tete Infor­ma­tio­nen kannst du genauso wirk­sam in Power­Point ver­mit­teln wie auf einem Flip­chart oder einem vir­tu­el­len Whiteboard.

visuell-überzeugend-präsentieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Wissensarbeiter:innen brau­chen also die Skills von Wissensdesigner:innen.

Dabei geht es nicht um Zei­chen­fer­tig­kei­ten, son­dern um den Umgang mit Infor­ma­tio­nen. Wie man Wis­sen visu­ell sinn­voll gestal­tet, wird weder von Power­Point noch von ande­rer Soft­ware vermittelt.

Die intui­tivs­ten Werk­zeuge, um uns die visu­elle Spra­che wie­der anzu­eig­nen, sind:

  • unsere Vorstellungskraft, 
  • visu­ell-sys­te­ma­ti­sches Den­ken und 
  • der hand­werk­li­che Umgang mit Stift und Papier.

Das Sicht­bar­ma­chen von Gegen­ständ­li­chem und Abs­trak­tem ist eine uralte mensch­li­che Kul­tur­tech­nik: Ange­fan­gen von Zeich­nun­gen an Höh­len­wän­den über die ers­ten Schrift­sys­teme bis zu heu­ti­gen visu­el­len Leit­sys­te­men, die wir bei­spiels­weise von Flug­hä­fen und Kran­ken­häu­sern ken­nen, aber auch von Ver­kehrs­schil­dern. Nach so vie­len Mensch­heits­ge­nera­tio­nen liegt uns visu­elle Ori­en­tie­rung quasi in den Genen.

visuelle-notizen-gedankenlandkarte

Es gibt viele Zugänge zur Welt der Visualisierung

Wir sind von visu­el­ler Spra­che umge­ben – und genau das macht sie so leicht erlernbar.

Wir kon­su­mie­ren visu­elle Spra­che täg­lich. Wirk­mäch­tig wer­den wir, wenn wir ler­nen, sie selbst anzu­wen­den.

Wie gelingt dir nun der Zugang zu Visua­li­sie­rung als hand­werk­li­cher Fertigkeit?

Du kannst über Such­ma­schi­nen das Inter­net nach Bild­ideen durch­fors­ten und abzeich­nen, was dir auf den Bild­schirm kommt. Du kannst dir Anlei­tungs­vi­deos anschauen oder soge­nannte „Busi­ness-Sym­bole“ aus Büchern Strich für Strich nach­ma­len. Das ist für den Ein­stieg erst­mal gut, reicht aber nicht aus, um die visu­elle Spra­che wirk­lich zu beherrschen.

Die meis­ten Inter­es­sier­ten blei­ben aber genau an die­ser Stelle der ste­cken. Das ist so, als wür­dest du beim Schrei­ben­ler­nen nicht über das Sta­dium eines Grund­schü­lers hin­aus­kom­men, der Buch­sta­ben abmalt – und nicht in der Lage ist, selbst Wör­ter oder eigene Sätze zu bil­den. Oder sogar kleine Geschich­ten zu schreiben.

Des­we­gen bin ich eine lei­den­schaft­li­che Ver­fech­te­rin von visu­el­ler Alpha­be­ti­sie­rung. Men­schen zu befä­hi­gen, unab­hän­gig von den Vor­ga­ben ande­rer IHRE Art der visu­el­len Spra­che zu ent­de­cken und nach ihren eige­nen Bedürf­nis­sen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, finde ich essenziell.

Wir leben im Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ter und die meis­ten von uns sind Wis­sens­ar­bei­ter. Wenn Visua­li­sie­rung die „Welt­spra­che des 21. Jahr­hun­derts“ ist, wie der Infor­ma­ti­ons­wis­sen­schaft­ler Robert E. Horn in sei­nem Buch „Visual Lan­guage“ dar­legt, kön­nen wir es uns nicht leis­ten, visu­elle Analpha­be­ten zu bleiben.

Des­we­gen fol­gen meine Trai­nings nicht dem „Abmal­prin­zip“, son­dern ich zeige dir, wie visu­el­les Den­ken funk­tio­niert, wie du Krea­ti­vi­täts­tech­ni­ken gewinn­brin­gend ein­setzt und wie du mit wenig Auf­wand selbst auf ein­zig­ar­tige visu­elle Ideen kommst.

Hast du Lust auf ein intensives Visualisierungstraining mit mir?

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Dann hüpf hier auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste für ANSTIFTEN, mein Online-Gruppenprogramm:

Du willst so schnell wie mög­lich lose­gen? Mit einem Online-Trai­ning inklu­sive spe­zi­ell auf dich zuge­schnit­te­ner 1‑zu-1-Beglei­tung kannst du jeder­zeit star­ten: Du bekommst Zugang zu den Inhal­ten des Grup­pen­pro­gramms und meine unge­teilte Aufmerksamkeit.

Ich helfe dir, deine Pla­nung über­sicht­li­cher zu machen, Mee­tings zeit­spa­ren­der zu doku­men­tie­ren oder deine nächste Prä­sen­ta­tion so anschau­lich zu gestal­ten, wie du es dir schon immer gewünscht hast!

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12 von 12: Januar 2022

12 von 12: Januar 2022

Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.01.2022

An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

Mein Arbeits­tag star­tet immer mit einer Kanne frisch gebrüh­ten Tees. Oft pflü­cke ich mir dafür etwas aus unse­rem Kräu­ter­beet zusam­men – in den Win­ter­mo­na­ten steht aber nur noch der Sal­bei so rich­tig gut im Saft. Des­we­gen ergänze ich heute mit ein paar Schei­ben Ing­wer und Kurkuma.

Salbei-Ingwer-Kurkuma 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ansons­ten scheint es ein kal­ter Tag zu blei­ben. Viele Pflan­zen im Gar­ten sind mit einer dicken Reif­schicht und schö­nen Eis­kris­tal­len überzogen.

gefrorener Farn 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Beim Blick aus dem Fens­ter sehe ich diese kleine Schne­cke am Glas hock­rie­chen. Viel­leicht sucht sie ein war­mes Plätzchen?

Schnecke am Fenster 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Motto für 2022 ist der Drei­klang aus Fülle, Fokus und Wachs­tum. Fokus werde ich die­ses Jahr unter ande­rem mit­hilfe von 90-Tage-Sprints hal­ten. Das erste Quar­tal plane ich heute mit der Rie­sen­rad-Methode, eines mei­ner liebs­ten Visual-Coaching-Tools.

90-Tage-Plan Coaching-Tool Riesenrad 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ges­tern habe ich einen Blog­ar­ti­kel zu aktu­el­len Trends in der Visua­li­sie­rung fer­tig­ge­schrie­ben. Bevor ich ihn ver­öf­fent­li­chen kann, brau­che ich noch ein Titel­bild. Des­we­gen habe ich mich noch ans Zeich­nen gemacht und scanne jetzt das getrock­nete Bild ein. (Meine Bild­idee ist ein Zitat aus dem Arti­kel: „Visua­li­sie­rung ist wie ein Schwei­zer Taschenmesser.”)

gezeichnetes Taschenmesser 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eigent­lich hätte ich gerne ein­fach ein Bild aus dem letz­ten Foto­shoo­ting genom­men, habe auf den Bil­der­pool aber lei­der noch immer kei­nen Zugriff – und muss jetzt schein­bar war­ten, bis meine Foto­gra­fin im Februar aus dem Urlaub zurück ist, obwohl in ihrem Schau­fens­ter schon eines mei­ner Bil­der hängt.

Schaufenster Fotografin 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wenn ich schon den Scan­ner auf­ge­baut habe, schaue ich, was ich sonst noch aus dem neuen Skiz­zen­buch digi­ta­li­sie­ren will. Seit dem 1. Januar mache ich als Fin­ger­übung wie­der eine kleine Zeich­nung pro Tag. Die kann etwas ganz All­täg­li­ches sein wie das Taschen­mes­ser, oder etwas Beson­de­res, an das ich mich spä­ter erin­nern möchte – so wie der gequetschte Dau­men, den sich mein Liebs­ter bei der Gar­ten­ar­beit zuge­zo­gen hat…

verletzter Daumen 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

… oder der Roman von Simone van der Vlugt, den ich an nur zwei Aben­den kom­plett durch­ge­le­sen habe. Das Buch kann ich emp­feh­len, die Zeich­nung steht für mich aber auch für die beson­dere Atmo­sphäre in Büche­reien, die ich so liebe. Anfang des Jah­res waren wir in der Stadt­teil­bi­blio­thek und haben uns einen neuen Lese­aus­weis machen las­sen. Nacht­blau ist das erste Buch, das ich in die­sem Jahr aus­ge­lie­hen habe.

Buch Nachtblau 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Meine frü­he­ren Skiz­zen­bü­cher sind schon weit­ge­hend digi­ta­li­siert, aber einige waren noch unbe­schrif­tet. Das macht das Suchen nach bestimm­ten Zeich­nun­gen etwas müh­sam, des­we­gen hole ich das jetzt nach.

Stapel Skizzenbücher 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Bevor ich mich gleich für drei Stun­den ins Webi­nar setze, drehe ich noch eine Runde an der fri­schen Luft im Wald. Es ist immer noch kalt.

gefrorene Baumscheibe 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auf dem Weg zurück zwit­schert es mir viel­stim­mig aus einem Baum ent­ge­gen. Als Stadt­kind kann ich nur eine gute Hand­voll Vögel aus­ein­an­der­hal­ten und freue mich des­halb über jede Neu­ent­de­ckung. Eine mei­ner liebs­ten Apps ist bird­NET. Mit ihr kann man Vogel­stim­men auf­neh­men und bekommt nach weni­gen Sekun­den aus­ge­spuckt, wel­chen Vogel man da gerade gehört hat. Am Wald­rand saßen also Stieg­litze. Inter­es­sant…🤓🦤 Um die Daten­menge klein zu hal­ten, wird übri­gens nicht die Ton­da­tei, son­dern das Bild mit dem akus­ti­schen Mus­ter analysiert.

birdnet stieglitz 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

So, jetzt geht es los: Tag 3 von 5 im kos­ten­lo­sen Online-Busi­ness-Work­shop mei­ner Coach Sig­run. Geht bis abends, des­we­gen sage ich für heute Tschö! Danke fürs vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

Workshop Sigrun 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Mein Dreiklang für 2022: Fülle-Fokus-Wachstum

Mein Dreiklang für 2022: Fülle-Fokus-Wachstum

Foto: Ute Gabriel

Lese­zeit: ca. 8 Minu­ten | aktua­li­siert: 04.01.2022

Brau­che ich eigent­lich ein Jah­res­motto? Oder ein Leit­wort für das neue Jahr? Und wenn ja, wel­ches soll es sein? Die meiste Zeit mei­nes Lebens hatte ich kei­nes. 2021 war das erste Jahr mit Motto und mein Leit­wort 2021 war Sicht­bar wer­den. Es hat mich tat­säch­lich durchs Jahr beglei­tet wie ein Kom­pass, an dem ich mich und meine Akti­vi­tä­ten immer wie­der aus­ge­rich­tet habe. Wie kraft­voll so ein Leit­wort sein kann, hat mich selbst erstaunt: Ich bin stolz auf die selbst­er­reichte Bilanz der (für mich) drei wich­tigs­ten Kenn­zah­len im Online-Business:

Durch die höhere Sicht­bar­keit erge­ben sich plötz­lich so viel mehr Mög­lich­kei­ten – des­we­gen habe ich mir für 2022 kein ein­zel­nes Leit­wort aus­ge­sucht, son­dern gleich einen Drei­klang: Fülle, Fokus und Wachs­tum.

Was Fülle für mich bedeutet 

Meine erste Asso­zia­tion zu Fülle war: Aus dem Vol­len schöp­fen. Und genau das werde ich in 2022 tun. Ich werde wei­ter­hin aus mei­nem Fach­wis­sen als Visua­li­sie­re­rin schöp­fen. Ich werde aus mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung als Trai­ne­rin in der Erwach­se­nen­bil­dung schöp­fen. Und ich werde aus der Fülle mei­nes neuen Wis­sens rund ums Online-Busi­ness schöp­fen. (Sinn­bild­lich dafür steht mein Erfolgs­mo­mente-Glas, das ich seit dem letz­ten Jahr auf dem Schreib­tisch ste­hen habe.) Vor allem aber möchte ich aus mei­nen Bezie­hun­gen schöp­fen – und das ist etwas völ­lig Neues für mich.

Beziehungsfülle

Ich bin keine gebo­rene Netz­wer­ke­rin. Andere Men­schen um einen Gefal­len zu bit­ten, kam für mich lange Zeit nicht in Frage – vor allem nicht, wenn ich nichts im direk­ten Aus­tausch anbie­ten konnte. Und ich hatte in der Ver­gan­gen­heit oft das Gefühl, nichts im Aus­tausch anbie­ten zu kön­nen. Was hatte ich denn, was für die andere Per­son wert­voll wäre? Mein Glau­bens­satz war: Wenn ich um einen Gefal­len bitte, bin ich läs­tig, falle ich zur Last. Dass die­ser Glau­bens­satz nun im Laufe von 2021 zer­brö­selt ist, hat mit dem beson­de­ren Netz­werk in The Con­tent Society zu tun. Dort regel­mä­ßig die Erfah­rung zu machen, dass allein schon die Auf­klä­rung eines Begriffs, ein Kom­men­tar oder eine Kurz­an­lei­tung für andere so wert­voll sind, dass sie von sich aus mit mir in den Aus­tausch gehen, hebt mich regel­recht aus den Schuhen.

Ver­rückt: Mitt­ler­weile komme ich ganz von selbst auf die Idee, Men­schen um eine halbe Stunde ihrer Zeit zu bit­ten, um etwa eine Idee durch­zu­spre­chen oder meine Gedan­ken zu einem neuen Ange­bot zu ordnen.😅

Fülle in die­sem Zusam­men­hang bedeu­tet für mich: Mir end­lich offi­zi­ell zu erlau­ben, aus mei­nen Bezie­hun­gen zu schöp­fen (und gewohn­heits­mä­ßig nicht nur andere aus mei­ner Wis­sens- und Erfah­rungs­fülle schöp­fen zu lassen).

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der monat­li­che Blog&Business-Talk in The Con­tent Society hat schon zu spon­ta­nen Ver­ab­re­dun­gen zum gemein­sa­men Brain­stor­ming geführt.

Lebensfülle

Fülle bedeu­tet für mich aber auch, die vie­len ver­schie­de­nen Aspekte des Lebens zusam­men­zu­füh­ren. Durch die starke Aus­rich­tung auf mein Online-Unter­neh­men ist vie­les andere in 2021 zu kurz gekom­men. Ich habe zu viel gear­bei­tet und zu wenig geschla­fen, zu wenig Sport gemacht, zu wenig gezeich­net, zu wenig Zeit mit den Men­schen ver­bracht, die ich liebe. Die Viel­falt, die mein Leben erst leben­dig macht, wird in 2022 wie­der in den Fokus rücken. Lebens­fülle ist da das Stichwort.

Eine ein­gän­gige Form, sich die Lebens­fülle vor Augen zu füh­ren, ist das Wheel of Life. Ein­mal im Jahr mache eine Bestands­auf­nahme mit die­sem Selbst­coa­ching-Tool, ganz klas­sisch mit den der­zeit für mich wich­tigs­ten Lebens­be­rei­chen. In der Rück­schau auf das letzte Jahr kommt ein ziem­lich ver­beul­tes Lebens­rad her­aus. Die Visua­li­sie­rung hilft mir, sehr schnell zu erken­nen, wel­che Berei­che mehr Auf­merk­sam­keit benö­ti­gen. Dabei geht es nicht darum, über­all 100 Pro­zent zu errei­chen, son­dern um einen Abgleich zwi­schen: Wo wäre ich gerne in Lebens­be­reich A auf der Skala, um zufrie­den zu sein? und Wo bin ich der­zeit auf der Skala? Für die Lebens­be­rei­che mit den größ­ten Abwei­chun­gen zwi­schen Wunsch- und Ist-Zustand habe ich kon­krete Ziele ent­wi­ckelt und Lösungs­schritte benannt.

wheel-of-life-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Wheel of Life: Ein ein­fa­ches und effek­ti­ves (Selbst-)Coachingtool, das ich in regel­mä­ßi­gem Abstand nutze. Das ist die Moment­auf­nahme von Anfang Dezem­ber 2021. Mir ist sehr klar, wel­che drei Lebens­be­rei­che jetzt gerade mehr Auf­merk­sam­keit benö­ti­gen und was ich unter­neh­men werde.

Finanzielle Fülle

2022 wird das erste Jahr, in dem sich mein Online-Busi­ness finan­zi­ell trägt. In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren habe ich einen hohen vier­stel­li­gen Betrag ins Unter­neh­men inves­tiert, vor allem in meine eigene Bil­dung (Wis­sens­auf­bau ist nor­mal in einem Wis­sens­be­ruf), aber auch in pro­fes­sio­nelle Tools.

Die Zeit, wo ich mir mit kos­ten­lo­sen Infor­ma­tio­nen aus dem Inter­net mein Wis­sen zusam­men­stü­ckelt habe, ist defi­ni­tiv vor­bei. Wenn es kein Geld kos­tet, kos­tet es etwas ande­res – in den meis­ten Fäl­len Zeit und Ner­ven. Für 2022 habe ich mir die Beglei­tung einer Busi­ness-Men­to­rin gesi­chert, die den Weg, den ich beschreite, schon gegan­gen ist. Keine bil­lige Inves­ti­tion, aber eine güns­tige: Mit ihr struk­tu­riert zu arbei­ten wird mein bis­he­ri­ges Mäan­dern durch den Mar­ke­ting-Dschun­gel abkür­zen. Es wird dazu bei­tra­gen, mei­nen Wun­sch­um­satz in 2022 zu errei­chen und die Inves­ti­tion mehr­fach wie­der reinzuholen.

Erfolgsmomenteglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Erfolgs­mo­men­te­glas, das seit März 2021 wich­tige imma­te­ri­elle Dinge für mich sam­melt und auf­be­wahrt: Neue Fähig­kei­ten, Aha-Momente und Erfolgserlebnisse.

Wie Fokus dazu passt

Auf den ers­ten Blick könn­ten sich Fülle und Fokus aus­schlie­ßen. Aber: Damit Fülle nicht zur Über-Fülle wird, brau­che ich Fokus. So viele The­men und Bega­bun­gen! Als viel­fäl­tig inter­es­sierte Per­son neige ich oft dazu, meine Auf­merk­sam­keit auf zu viele ver­schie­dene Dinge gleich­zei­tig zu rich­ten. Mich für eine bestimmte Zeit nur auf die drei wich­tigs­ten Aspekte zu fokus­sie­ren, bewahrt mich vor dem Ver­zet­teln. Tat­säch­lich haben Fülle und Er-fül­lung für mich mit dem Set­zen von Prio­ri­tä­ten zu tun. In gewis­ser Weise war schon 2021 ein Jahr der Fülle, bei­spiels­weise in Bezug auf die Fülle von Blog­ar­ti­keln, die ich ver­öf­fent­licht habe. Mein Fokus auf Con­tent-Fülle hat zu grö­ße­rer Sicht­bar­keit beigetragen.

Nun ist Sicht­bar­keit kein Selbst­zweck, son­dern soll dazu bei­tra­gen, dass mein Unter­neh­men mich dau­er­haft ernährt, Stich­wort finan­zi­elle Fülle. Des­we­gen geht der Fokus in 2022 ver­stärkt auf das Durch­füh­ren von beglei­te­ten Online-Kur­sen, indi­vi­du­el­len Ein­zel­coa­ching-Pake­ten und der Ver­fei­ne­rung der Launch-Stra­te­gie. Außer­dem werde ich mein Signa­ture-Pro­gramm für visu­el­les Den­ken und Arbei­ten an den Start brin­gen: Den­ken mit dem Stift. Es wird DAS Go-To-Pro­gramm für Selb­stän­dige, Unter­neh­me­rin­nen und Coa­ches, die ihre Ideen über­sicht­lich fest­hal­ten und mit Klar­heit kom­mu­ni­zie­ren wol­len: Über­sicht­li­chere Noti­zen, anschau­li­chere Prä­sen­ta­tio­nen und zeit­spa­rende Selbstorganisation.

Der Fokus rich­tet sich aber auch in den per­sön­li­chen Bereich. Ich möchte meine Freund­schaf­ten wie­der bewuss­ter pfle­gen und mir Zei­ten reser­vie­ren, die frei von Arbeit und voll von Muße sind: Zeich­nen, lesen und im Gar­ten rumprötschen sind gerade die Top 3.

Blumenstrauß-Tusche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Momen­tan liebe ich Tusche­zeich­nun­gen, um mich zu ent­span­nen. Das Ori­gi­nal ist 50 cm lang und an drei Aben­den ent­stan­den. Den Blu­men­strauß, der bei uns auf dem Tisch stand, habe ich jeweils ein Stück um seine Achse wei­ter­ge­dreht und so eine Abwick­lung gezeichnet.

Wie Wachstum den Dreiklang vervollständigt

Das letzte Jahr war geprägt von immensem per­sön­li­chen Wachs­tum. Ich finde es unfass­bar, wie viel Neues ich „neben­her“ gelernt habe in den 10 Wochen, in denen ich mei­nen ers­ten „rich­ti­gen“ Online-Kurs erstellt, gelauncht und durch­ge­führt habe. Jetzt wird das Unter­neh­mens­wachs­tum nach­zie­hen – und das bedeu­tet pri­mär Lis­ten­auf­bau. Nur wenn die E‑Mail-Liste wächst, tut es auch das Online­busi­ness. Umsatz­wachs­tum gibt es nicht ohne eine grö­ßere Sicht­bar­keit und eine ste­tig wach­sende E‑Mail-Liste. Die drei sind mit­ein­an­der gekop­pelt: Kogni­tiv hatte ich das schon lange ver­stan­den, was das aber unter­neh­me­risch bedeu­tet, sickert erst jetzt so rich­tig bei mir ein.

Dann gibt es einen wei­te­ren Aspekt, der mich krib­be­lig macht: Team­auf­bau. Ich brau­che Ent­las­tung bei Ads bzw. will sie aus­la­gern. Und ich wün­sche mir eine All­round-Unter­stüt­zung für die Laun­ches: Eine umset­zungs­starke Per­son, die mir orga­ni­sa­to­risch den Rücken frei­hält, tech­ni­sche Skills mit­bringt und das Com­mu­nity-Manage­ment im Blick hat. Das wird noch spannend…🙃

Wachs­tum habe ich aber auch kon­kret vor Augen, wenn ich in den Gar­ten schaue. Wir sind auf dem Weg vom Zier- zum Nutz­gar­ten. Und auch wenn der Win­ter aktu­ell geprägt ist vom Roden und Umgra­ben der Beete: Zu beob­ach­ten, wie die die Blatt­knos­pen an den Apfel- und Pflau­men­bäu­men sich jetzt schon mil­li­me­ter­weise ent­wi­ckeln und der Feld­sa­lat klein, aber sta­bil immer wei­ter­wächst – das macht demü­tig. Es rückt die Lebens­di­men­sio­nen wie­der im Kopf zurecht: Was ist eigent­lich wirk­lich wich­tig? Und es erdet.

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Foto: Ute Gabriel

Lese­zeit: ca. 9 Minu­ten | aktua­li­siert: 29.12.2021

Das Jahr 2021 war für mich ein Wen­de­jahr. Nicht nur, was das Online-Busi­ness angeht, son­dern auch in Puncto Schreib­fluss und Pro­duk­ti­vi­tät. Wäh­rend ich mich in 2020 mit dem Schrei­ben noch wahn­sin­nig schwer­ge­tan und nur 3 Arti­kel zustande gebracht habe, sind im Jahr 2021 (für mich) unglaub­li­che 33 Blog­ar­ti­kel ent­stan­den. Außer­dem war­ten der­zeit schon 18 in Wor­d­Press ange­legte Ent­würfe dar­auf, fer­tig­ge­stellt zu wer­den. Und auch in mei­nem Ideen-Notiz­buch füllt sich Seite um Seite mit neuen Arti­kel­ideen. Die Kate­go­rie #visu­el­ler­klärt zum Bei­spiel werde ich im Jahr 2022 mas­siv aus­bauen. Ideen dafür begeg­nen mir fast täg­lich. Einer der nächs­ten Arti­kel wird auf anschau­li­che Weise zei­gen, wie viele (oder wenige) Leben durch das Mam­mo­gra­phie-Scree­ning tat­säch­lich geret­tet wer­den können.

(Ohne­hin liegt mir geschlech­ter­ge­rechte Medi­zin am Her­zen. Durch visu­el­les Erklä­ren will ich dazu bei­tra­gen, dass sich die Infor­ma­ti­ons­lage ver­bes­sert. Ich finde es erschre­ckend (und absurd), dass medi­zi­ni­sche Stu­dien noch immer fast aus­schließ­lich mit männ­li­chen Pro­ban­den durch­ge­führt wer­den – selbst, wenn es um die Aus­wir­kun­gen von Über­ge­wicht auf Brust- und Gebär­mutterkrebs(!) geht. Klingt wie ein schlech­ter Scherz, ist aber lei­der Realität.)

Soweit schon mal ein Aus­blick auf 2022. Nun aber zu mei­nen liebs­ten Blog­ar­ti­keln des Jah­res 2021!

1. Mein liebster Expertenartikel 2021: Was sind visuelle Notizen?

Es ist DER Über­sichts­ar­ti­kel: Super zum Ein­stieg, wenn du noch nie etwas über visu­elle Noti­zen (aka Sketch­no­tes) gehört hast, aber auch eine prima Auffrischung.

Es gibt 8 kna­ckige Merk­male, die visu­elle Noti­zen aus­ma­chen. Sinn­volle Reduk­tion und Fokus auf das Wesent­li­che zum Bei­spiel. Im Arti­kel Was sind visu­elle Noti­zen? gehe ich auf die wich­tigs­ten Punkte ein und gebe eine Ant­wort auf die Frage: Musst du dafür zeich­nen können?

(Spoi­ler: Nein, visu­elle Noti­zen müs­sen keine ein­zige Zeich­nung ent­hal­ten, denn es geht um visu­elle Struk­tur, also Anord­nung von Infor­ma­tio­nen zuein­an­der. Super für alle, deren wich­tigs­tes Werk­zeug ihr Kopf ist.)

Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visu­elle Noti­zen sind hand­schrift­li­che Auf­zeich­nun­gen, die land­kar­ten­ar­tig struk­tu­riert sind und das Wich­tigste auf den Punkt brin­gen. Hier zum Bei­spiel: Wie die zwei Denk­modi des mensch­li­chen Gehirns zusammenwirken.

2. Mein Aufreger des Jahres 2021: Sketchnote vs. visuelle Notiz oder Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

Nach über 15 Jah­ren als „Sketch­note­rin“ und vier Jah­ren als „Sketchnote“-Trainerin habe ich mich bewusst dafür ent­schie­den, statt Sketch­note lie­ber visu­elle Notiz zu sagen. Visu­elle Notiz und Sketch­note wer­den im eng­lisch­spra­chi­gen Raum syn­onym ver­wen­det. Im Deut­schen ver­wäs­sert der Begriff Sketch­note der­zeit lei­der mehr und mehr. Stel­len­weise hat er sich von sei­ner ursprüng­li­chen Bedeu­tung seeeehr weit ent­fernt. Bezie­hungs­weise: Er wird oft umin­ter­pre­tiert in „irgend­was mit Zeichnen“.

Dazu tra­gen maß­geb­lich Ange­bote bei, deren Fokus rein auf dem Zeich­nen liegt. Aus der Kurs­be­schrei­bung einer bekann­ten Online-Anbie­te­rin: „Du suchst nied­li­che Motive, die schnell zu zeich­nen sind, aber deine Liebs­ten begeis­tern? Du suchst wit­zige Ideen für Kar­ten, Geschenk-Anhän­ger und Tischkärtchen?“ 

Sorry, aber: Tisch­kärt­chen und Geschenk­an­hän­ger sind KEINE Sketch­no­tes. Das sind Deko-Arti­kel. Ja, auch die haben ihre Berech­ti­gung – alles gut. Aber dann nennt sie bitte auch so, liebe Anbieter:innen aus der Zeich­nen-Frak­tion. Nennt es nicht Sketch­note-Kurs, wenn ihr kei­nen Sketch­note-Kurs anbie­tet. Nennt es „Oster-Zei­chen­kurs“ oder „Mal­kurs für weih­nacht­li­che Motive“ oder „Zei­chen­an­lei­tung für Weih­nachts­kar­ten“ oder was auch immer den Inhalt eurer Ange­bote ehr­lich widerspiegelt.

Sketch­no­tes /​ visu­elle Noti­zen sind ein Ideenentwicklungs‑, Erklär- und Pro­zess­be­glei­tungs-Tool: Für einen selbst, aber auch für Coa­ches, für Trai­ne­rin­nen und Mode­ra­to­rin­nen. Visua­li­sie­rung im beruf­li­chen und gesell­schaft­li­chen Rah­men kann ein sehr wirk­mäch­ti­ges Werk­zeug sein. Durch die Fehl­in­ter­pre­ta­tion „irgend­was mit Zeich­nen“ wer­den visu­elle Noti­zen bana­li­siert, belä­chelt und in die Hob­bye­cke gescho­ben. Das ist nicht nur schade, son­dern auch schäd­lich. Zum Bei­spiel, wenn sich Ärzte nicht an den Stift trauen, um medi­zi­ni­sche Zusam­men­hänge so ver­ständ­lich zu erklä­ren, dass Pati­en­ten sich aus­rei­chend infor­miert für oder gegen eine OP ent­schei­den können.

Im Arti­kel Sketch­note vs. visu­elle Notiz zeige ich, wie eine Juris­tin, ein Diver­sity Coach und eine Heil­prak­ti­ke­rin visu­elle Erklä­run­gen beruf­lich nutzen.

Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

Visu­elle Noti­zen /​ Sketch­no­tes sind ein Ideenentwicklungs‑, Erklär- und Pro­zess­be­glei­tungs-Tool: Zeich­nen muss man dafür nicht kön­nen, denn Struk­tur und Fokus auf das Wesent­li­che sind die Schlüs­sel für gute Notizen.

3. Mein liebster #visuellerklärt-Artikel in 2021: False Balance

Zuge­ge­ben: Die Blog-Kate­go­rie #visu­el­ler­klärt darf noch kräf­tig um wei­tere Bei­träge wach­sen. Sie gehört aber jetzt schon zu mei­nen Favo­ri­ten, weil sie zeigt, wie ein­fach Visua­li­sie­rung sein kann: Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notiz­zet­tel­block ist alles, was du brauchst.

Ein Bei­spiel, wie du mit Visua­li­sie­rung ein abs­trak­tes Kon­zept leicht ver­ständ­lich machst, fin­dest du im Arti­kel zu False Balance: Ein Medi­en­phä­no­men, das eigent­lich aus einem guten Gedan­ken her­aus (aus­ge­wo­gene Bericht­erstat­tung) erst zu einer pro­ble­ma­ti­schen Gewich­tung (absei­tige Mei­nun­gen bekom­men über­pro­por­tio­nal viel Sen­de­zeit und damit Auf­merk­sam­keit) und dann zu pro­ble­ma­ti­schen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen füh­ren kann. 

Ich erkläre False Balance mit ein paar ein­fa­chen Stri­chen, ohne Anspruch auf künst­le­ri­sche Umset­zung oder „hüb­sche Bil­der”. Wich­ti­ger als zeich­ne­ri­sche Fähig­kei­ten ist der Wille, anschau­lich zu erklä­ren. Die im Arti­kel ver­wen­de­ten Sym­bole sind
Sprech­blase, Gedan­ken­wolke, Moni­tor und Strichfigur:

visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notiz­zet­tel­block ist alles, was du brauchst, um ein abs­trak­tes Kon­zept wie False Balance visu­ell zu erklären.

Das bild­lich umset­zen kann jede:r! Der Clou ist nicht die Zeich­nung, son­dern die Idee hin­ter der Darstellung. 

Das char­mante an #visu­el­ler­klärt ist, dass die Art der Visua­li­sie­rung noch nie­der­schwel­li­ger ist, als bei einer visu­el­len Notiz. Du musst dir vor­her keine Gedan­ken über die Zusam­men­hänge und die Anord­nung der ein­zel­nen Ele­mente auf dem Blatt machen. #visu­el­ler­klärt arbei­tet mit Infor­ma­ti­ons-Häpp­chen. Ein­zelne Gedan­ken­skiz­zen ste­hen zunächst für sich auf ein­zel­nen Notiz­zet­tel­chen. Erst in einem zwei­ten Schritt wer­den sie in eine Rei­hen­folge gebracht und so mit­ein­an­der (und ggf. mit Begleit­text) kom­bi­niert, dass sie eine Geschichte erzäh­len. Die­ses Prin­zip lässt sich in einem Blog­ar­ti­kel genauso gut nut­zen wie in einer Power­Point-Prä­sen­ta­tion, auf vor­be­rei­te­ten Flip­charts genauso gut wie spon­tan im Unterricht.

visuell erklaert false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

…wenn poli­ti­sche Mei­nungs­bil­dung auf nur ver­meint­lich aus­ge­wo­ge­ner Bericht­erstat­tung erfolgt.

4. Meine liebste Anleitung in 2021: Wie kommt eine handgemachte Zeichnung auf die Website?

Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne ein­fa­che Skiz­zen, um meine Blog­ar­ti­kel zu illus­trie­ren. Die Bild­ideen dazu habe ich oft schon im Kopf. Und bei der Umset­zung ver­su­che ich, mög­lichst zeit­spa­rend und ein­fach vorzugehen.

Das ist übri­gens auch der Grund, warum ich bei ana­lo­gen Zeich­nun­gen bleibe. Ich arbeite ganz klas­sisch mit Stift und Papier und bin damit soooo viel schnel­ler, als mit jedem digi­ta­len Zei­chen­pro­gramm. (Da neige ich dazu, stän­dig irgend­wel­che Schritte rück­gän­gig zu machen und mich in 1.000 Optio­nen zu ver­lie­ren, die die Soft­ware bie­tet.) Dann doch lie­ber ana­log zeich­nen und digi­tal wei­ter­ver­ar­bei­ten!

Digi­ta­les Zei­chen­ma­te­rial pro­biere ich immer mal wie­der aus, habe bis­her aber kei­nen wür­di­gen Ersatz für meine ana­lo­gen Werk­zeuge gefun­den. Ich liebe die Hap­tik von Papier. Ich liebe das satte Geräusch, das Stifte auf Papier machen. Ich liebe es, Gezeich­ne­tes zu zer­schnei­den und mit mei­nen Fin­ger­spit­zen auf der Tisch­platte zu einer neuen Kom­po­si­tion zusammenzuschieben.

Im Arti­kel Wie kommt eine hand­ge­machte Zeich­nung in den Blog? zeige ich zwei Vari­an­ten mei­nes Work­flows zum Nach­ma­chen. Die erste ist prima für schnelle, ein­fa­che Skiz­zen und benö­tigt nur einen schwar­zen Stift, Schmier­pa­pier und ein Smart­phone. Die zweite Vari­ante ist etwas ambi­tio­nier­ter. Wenn du einen Scan­ner hast und eine Bild­be­ar­bei­tungs-Soft­ware wie Gimp (kos­ten­los) oder Pho­to­shop, kommst du auch bei Vari­ante 2 zu schnel­len Ergeb­nis­sen. Schnel­ler jeden­falls, als lange nach einem pass­ge­nauen Foto im Netz zu suchen. 😉

Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

In die­sem Arti­kel zeige ich dir zwei ein­fa­che, zeit­spa­rende Work­flows zum Nachmachen.

5. Mein liebster persönlicher Blogartikel in 2021: 10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

Ich beschreibe in 10 Tipps an mein 10 Jahre jün­ge­res Selbst meine Lear­nings auf dem Weg vom Angst­ge­stell­ten­ver­hät­nis in die Selb­stän­dig­keit. Ein per­sön­li­cher Arti­kel, auf den ich unglaub­lich viel Reso­nanz bekom­men habe. Offen­bar machen viele von uns ähn­li­che Erfah­run­gen. Zeit, dar­über zu sprechen. 

Schon der Schreib­pro­zess war erkennts­nis­reich: Es ist gut, rück­bli­ckend noch ein­mal zu reflek­tie­ren, wie ich dort­hin gekom­men bin, wo ich jetzt stehe. Mir hat es gezeigt, wo meine Res­sour­cen und Stär­ken lie­gen, auf die ich auch heute zurück­grei­fen kann, wenn es mal nicht so gut läuft. Zum ande­ren haben sich nach dem Ver­öf­fent­li­chen viele Gesprä­che mit Men­schen erge­ben, die Ähn­li­ches erlebt haben (toxi­sche Unter­neh­mens­kul­tu­ren sind häu­fi­ger als ich dachte) oder die gerade dabei sind, sich frei­zu­stram­peln und ihren eige­nen Weg zu gehen. 

Das High­light der Nach­wir­k­un­ge­n­aus dem Artiekl war defi­ni­tiv der Zoom-Talk, den ich mei­nen Newsletter-Abonnent:innen im Novem­ber spon­tan ange­bo­ten habe. Das war ein sehr wert­schät­zen­der Aus­tausch in einer ange­neh­men Gruppe von 12 Personen.

10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst-dkl

Ein wun­der­ba­res Bild, das mir meine Lieb­lings­fo­to­gra­fin Ute Gabriel direkt nach unse­rem Shoo­ting vorab zur Ver­fü­gung gestellt hat.

Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

*Pflicht­feld. Du kannst dich jeder­zeit mit einem Klick wie­der abmel­den. Die Infos, dich ich per E‑Mail ver­schi­cke, wähle ich sorg­fäl­tig aus und ver­sorge dich nor­ma­ler­weise vier Mal im Monat mit Neu­ig­kei­ten. Meine E‑Mails ent­hal­ten neben zahl­rei­chen kos­ten­lo­sen Tipps und Inhal­ten auch Infor­ma­tio­nen zu mei­nen Kur­sen, Ange­bo­ten und Aktio­nen. Hin­weise zum Daten­schutz, Wider­ruf, Pro­to­kol­lie­rung sowie der von der Ein­wil­li­gung umfass­ten Erfolgs­mes­sung erhältst du unter Daten­schutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Foto: Ute Gabriel

Lese­zeit: ca. 25 Minu­ten | ver­öf­fent­licht: 24.12.2021 | aktua­li­siert: 05.01.2022

2021 stand im Zei­chen gro­ßer beruf­li­cher und räum­li­cher Ver­än­de­run­gen. Es war mein ers­tes Jahr, in dem ich kom­plett von zu Hause aus gear­bei­tet habe. Das darf gerne so blei­ben. Es war mein ers­tes Jahr mit einem funk­tio­nie­ren­den Online-Busi­ness: Ich habe zwei Grup­pen­pro­gramme und einen Kurz­work­shop gelauncht. Das darf gerne wei­ter­wach­sen. Und es ist das Jahr, in dem wir nicht nur um- son­dern auch zusam­men­ge­zo­gen sind. Das ist immer noch auf­re­gend! 2021 war ein gutes, schö­nes und erfolg­rei­ches Jahr für mich. Jetzt gilt es also, die­ses prall gefüllte Jahr in einem ein­zi­gen Blog­ar­ti­kel zusam­men­zu­fas­sen: In mei­nem Jah­res­rück­blick 2021. Und auch das ist eine Premiere!

Das waren meine Ziele für 2021 – und was daraus geworden ist

  • Con­tent, Con­tent, Con­tent! Leben auf die Web­site brin­gen und alle 2 Wochen einen fri­schen Blog­ar­ti­kel ver­öf­fent­li­chen. Ziel: Ende des Jah­res 26 neue Arti­kel.  ✅ Mis­sion über­erfüllt! Nach holp­ri­gem Start und kom­plet­ter Schreib­blo­ckade im ers­ten Quar­tal sind in die­sem Jahr tat­säch­lich doch noch 33 Arti­kel erschie­nen. 😁 An die­ser Stelle danke von Her­zen an Judith Peters für Ideen und Moti­va­tion und für die Unter­stüt­zung der unver­gleich­li­chen Frauen in The Con­tent Society.
  • Einen rich­ti­gen Online­kurs zu visu­el­len Noti­zen (funk­tio­nel­len Sketch­no­tes) ent­wi­ckeln und durch­füh­ren. ✅ So rich­tig mit Video­an­lei­tun­gen, die man sich in Ruhe anse­hen kann, Work­s­he­ets zum Aus­dru­cken, wöchent­li­chen Live-Ses­si­ons, um Ideen gemein­sam glas­klar auf den Punkt zu brin­gen und dazu viel Spaß und Anre­gung durch eine große Gruppe. Die­sen Wunsch habe ich mir im Früh­jahr erfüllt. Vier Wochen, knapp 160 Teil­neh­mende und ein Abschluss-Work­shop mit vie­len Aha-Momen­ten… das fühlte sich wirk­lich gigan­tisch an!
  • Genau die­sen Kurs in die­sem Jahr ein zwei­tes Mal anbie­ten. ❌ Dass es nicht funk­tio­niert hat, war eine schmerz­hafte Lek­tion in 2021. Zum einen war ich nach Ende der ers­ten Kurs­runde emo­tio­nal und kör­per­lich erschöpft (zu wenig Schlaf) und habe zu spät auf die Signale mei­nes Kör­pers gehört. Zum ande­ren braucht es für einen erfolg­rei­chen Kurs-Launch ent­we­der eine schon vor­han­dene, aus­rei­chend große E‑Mail-Liste mit neuen Interessent:innen oder genug Zeit, um diese Liste auf­zu­bauen. Aber auf­ge­scho­ben ist nicht auf­ge­ho­ben: Die nächste Runde „Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit” star­tet im Früh­jahr 2022. Du willst dabei­sein? Dann hüpf doch jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste!
  • Im Urlaub weg­fah­ren und eine Städ­te­tour durch Por­tu­gal machen. ❌ Meine Eltern haben mich schon als Baby durch halb Europa gefah­ren, das Rei­sen liegt mir in den Genen und nun das: 2021 ist das erste Jahr in mei­nem Leben ganz ohne Weg­fah­ren und sogar ganz ohne Urlaub. Zu viel Arbeit, zu viel Pan­de­mie und noch ein auf­re­gen­der Umzug obendrauf.
  • Ein gemein­sa­mes Zuhause fin­den. ✅ In die­sen Zei­ten eigent­lich ein unmög­li­ches Unter­fan­gen, siehe Immo­bi­li­en­blase und Mond­preise selbst für Häu­ser, die nach nor­ma­len Maß­stä­ben abbruch­reif sind. Dass es uns trotz­dem gelun­gen ist, ein bezahl­ba­res UND genau pas­sen­des Haus zu fin­den, macht mich unglaub­lich dank­bar und glück­lich. Manch­mal sit­zen wir abends auf dem Sofa und knei­fen uns gegen­sei­tig, weil wir es immer noch nicht glau­ben können. 🙃

Jahresrückblick 2021

Mein Jahresmotto: Sichtbar werden als Mensch

2021 war der Game­ch­an­ger in mei­ner Selb­stän­dig­keit. Ich bin mei­ner Busi­ness-Coach Sig­run begeg­net und habe dank ihrer Hilfe inner­halb von 5 Tagen einen kom­plet­ten Minds­hift hin­ge­legt. Mein Jah­res­motto ab da war:

Sicht­bar werden.

Weil ich vor der Wahl stand: Mich von Beden­ken und Beden­ken­trä­gern aus­brem­sen las­sen und mein Unter­neh­men begra­ben – oder allen Mut zusam­men­krat­zen und als gan­zer Mensch sicht­bar werden.

Ich hatte einige Jahre vor­her „Bekannt­schaft“ mit einem Stal­ker gemacht. Gegen den Stal­ker (der sich als psy­chisch gestör­ter Sozi­al­pho­bi­ker her­aus­ge­stellt hat, der sich zwi­schen Autos ver­steckt, wenn er Men­schen auf der Straße begeg­net) bin ich rigo­ros und erfolg­reich mit­hilfe von Anwalt, Poli­zei, Fami­lie und Nach­barn vor­ge­gan­gen. Trotz des Erfolgs war ich seit­her spar­sam damit, mit Fotos im Inter­net auf­zu­tau­chen oder irgend­et­was auch nur halb­wegs Per­sön­li­ches auf der Web­site zu schrei­ben. Denk­bar schlecht, wenn man ein Online-Unter­neh­men auf­bauen will. Das ver­trägt sich mit Anony­mi­tät nicht so richtig.🙄

Und bei Licht betrach­tet sind die Rat­schläge auch absurd: Warum sollte aus­ge­rech­net ICH mich in mei­ner Lebens­füh­rung ein­schrän­ken und mich unsicht­bar machen? 😠 Bes­ser ist es, den Straf­tä­ter aus dem Ver­kehr zu zie­hen. (Stal­king ist eine Straf­tat nach § 238 StGB, also keine Scheu davor, früh­zei­tig zur Poli­zei zu gehen.)

Als ich vor der Wahl stand, war die Ent­schei­dung klar: Mei­nen Traum vom Unter­neh­mer­tum würde ich kei­nes­falls begra­ben! Also hieß es: Mei­nen noch vor­han­de­nen Beden­ken mit dem Hin­tern ins Gesicht springen. 😜

Das fiel mir anfangs nicht leicht: Lange hatte ich mich auf mei­ner Web­site gar nicht mit Bild gezeigt und bin in Tex­ten kom­plett in der Rolle der Exper­tin auf­ge­gan­gen. Aber der Aha-Moment, den ich wäh­rend des Coa­chings hatte, stand mir immer wie­der so leuch­tend und klar vor Augen, dass ich es dann durch­ge­zo­gen habe:

Ich kann den Men­schen, die meine Unter­stüt­zung brau­chen, nur hel­fen, wenn ICH sicht­bar bin. Ich kann ihnen nur hel­fen, wenn sich mir begeg­nen und mich ken­nen­ler­nen können.

In die­sem Jahr habe ich gelernt, mich nicht mehr zu verstecken.

Die Beloh­nung ist ein unbän­di­ges Gefühl von Frei­heit – und die Gewiss­heit, dass ich in die­sem Jahr als Trai­ne­rin für visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion schon 212 Men­schen gehol­fen habe, ihre Kom­pe­tenz im Job sicht­bar nach außen zu zei­gen. 🤩 🥳

rueckblick-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ein kleine Aus­wahl der 367 Fotos, die meine Lieb­lings­fo­to­gra­fin Ute Gabriel bei mei­nem ers­ten Profi-Shoo­ting von mir gemacht hat.

Menschen, die mich in diesem Jahr weitergebracht haben

Jane von Klee

Jane ist SEO-Exper­tin. Lus­ti­ger­weise fand unsere erste Zusam­men­ar­beit aber zu einem ande­ren Thema statt, näm­lich im Rah­men eines Redak­ti­ons­plan-Work­shops. (Siehe eines mei­ner Ziele oben: Con­tent, Con­tent, Con­tent!) Ich hatte mich Anfang des Jah­res in einer total ver­rück­ten Pla­nungs­spi­rale ver­hed­dert und Jane hat mir gehol­fen, die Fäden wie­der zu ord­nen. Unter ande­rem ist mir dabei klar­ge­wor­den, dass es ziem­lich egal ist, in wel­cher Rei­hen­folge ich Blog­ar­ti­kel schreibe und ver­öf­fent­li­che. Der Gedanke an die eine the­ma­tisch rich­tige, auf­ein­an­der auf­bau­ende Serie hatte mich beim Schrei­ben über Wochen blockiert.

Und dann kam Jane und sagte: „Dein Blog ist kein Buch, nie­mand liest die Arti­kel in einem Blog von vorne nach hin­ten – oder über­haupt in einer bestimm­ten Rei­hen­folge.” Hätte ich drauf kom­men kön­nen… Wenn ich selbst in einem Blog stö­bere, kli­cke ich mich ja auch inter­es­sen­ge­lei­tet von Arti­kel zu Arti­kel und nicht chronologisch. 🙃 

Hurra, Blo­ckade gelöst! 

Es war wie so oft, wenn man lange im eige­nen Saft schmort: Ein Impuls von außen hilft, um wie­der auf die rich­tige Spur zu kommen.

Des­we­gen bin ich auch ein Fan von regel­mä­ßi­gen Wei­ter­bil­dun­gen. Für mich hat es sich noch jedes Mal gelohnt, mir Hilfe von Men­schen zu holen, die Ahnung von der Mate­rie haben, in die ich gerade erst hineinrudere.

Alltags-Sketchnote © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine echte All­tags-Sketch­note: Meine visu­ell struk­tu­rier­ten Noti­zen aus dem Redak­ti­ons­plan-Work­shop bei Jane von Klee.

Sigrun

Apro­pos hin­ein­ru­dern: Im letz­ten Jahr (also 2020) bin ich ziem­lich naiv ins Online-Busi­ness gestar­tet. Ich dachte, ich könnte ein­fach die vier Jahre Erfah­rung und Exper­tise, die ich als selb­stän­dige Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin in der ana­lo­gen Welt gesam­melt hatte, neh­men und in den Online-Raum über­set­zen. Aus mei­nen Prä­senz­trai­nings soll­ten Online­kurse werden.

Und da die Prä­senz­kurse immer aus­ge­bucht waren, würde das online auch schon irgend­wie lau­fen – dachte ich. Das Resul­tat Ende 2020 waren tief­rote Zah­len in mei­ner Unter­neh­mens­bi­lanz und genau zwei(!) ver­kaufte Online-Selbst­lern­kurse.🤦🏽 Als Sah­ne­häub­chen zwei­felte mein Finanz­amt in wun­der­bars­tem Behör­den­deutsch auch noch an, ob ich denn über­haupt Gewinn­erzie­lungs­ab­sich­ten hätte und drohte mit Steuerrückforderungen.

Merke: Ein erfolg­rei­ches Online-Busi­ness auf­zu­bauen bedeu­tet nicht, dass glei­che zu machen wie vor­her – nur eben digi­tal. Es bedeu­tet, ein ganz neues Unter­neh­men zu erschaf­fen. Dafür braucht es ein ande­res Geschäfts­mo­dell. Meine fach­li­che Exper­tise als Kern bleibt natür­lich bestehen, aber unter­neh­mens­stra­te­gisch musste ich 2021 wirk­lich bei NULL anfangen.

Da traf es sich im letz­ten Dezem­ber gut, dass mir eine Kol­le­gin von ihrer Busi­ness-Coach erzählte: Sig­run. Ich goo­gelte ein biss­chen und stieß auf eine ziem­lich umtrie­bige Islän­de­rin (schein­bar ohne Nach­na­men, dafür aber mit inter­es­san­ter Vita und umfang­rei­chem Erfah­rungs­schatz). Letz­tes Jahr hätte ich nicht gedacht, dass Sig­run mein Unter­neh­men kom­plett umkrem­peln würde. Dass ich heute zwei Online-Kurse am Start habe, die tat­säch­lich gebucht wer­den und mit denen ich in die­sem Jahr schon mehr als 160 Men­schen gehol­fen habe, ver­danke ich ihr.

Der Ent­schluss, mit Sig­run zu arbei­ten, war rück­bli­ckend eine mei­ner drei bes­ten Busi­ness-Ent­schei­dun­gen in 2021.

Und alles fing damit an:

Auf ihrer Seite leuch­te­ten mir die „12 Days of Mas­ter­clas­ses“ ent­ge­gen. Zwölf Tage lang stellte Sig­run je eine Mas­ter­class online, zu ver­schie­de­nen Busi­ness-The­men. Es war kos­ten­los, es dau­erte jeweils nur eine Stunde – was hatte ich zu ver­lie­ren? Zwei davon wur­den für mich zum Start­punkt ins neue Unter­neh­men:

  • “List Buil­ding: How to build your email list”
    (Upps! Mir fehlte die essen­ti­elle Grund­lage für mein Online-Busi­ness. Vor dem Kurs kommt der Lis­ten­auf­bau, sonst ver­kau­fen sich weder Kurse noch Einzelcoachings.)
  • “The Ulti­mate Free­bie”
    (Die Grund­lage für die Grund­lage: Ich brauchte ein kos­ten­lo­ses Ange­bot, das so gut ist, dass Men­schen dafür sogar Geld zah­len wür­den. Und sich des­we­gen gerne auf die E‑Mail-Liste eintragen.)

Nach der kos­ten­lo­sen Video­se­rie kam etwas noch Bes­se­res: Ein kos­ten­lo­ser 5‑Tage-Online­busi­ness-Work­shop, der dann end­gül­tig alles auf den Kopf gestellt hat. Jeden Tag gab es die Gele­gen­heit, sich live von Sig­run coa­chen zu las­sen oder (eine Num­mer klei­ner) die Brea­k­out-Ses­si­ons mit Gleich­ge­sinn­ten zu nut­zen – oder ein­fach nur zuhö­ren und still für sich mit­ma­chen. Mei­nen beruf­li­chen Wen­de­punkt in 2021 ver­danke ich so einer Breakout-Session.

Des­we­gen mache ich 2022 auch wie­der mit und bin gespannt dar­auf, was ich dies­mal für mich mit­neh­men kann. Wenn auch deine Gedan­ken sich gerade rund um Stra­te­gien für eine (mög­li­che) Selb­stän­dig­keit dre­hen, kannst du dich hier anmelden:

Der Work­shop ist kos­ten­los und wird dich vom 10. bis 14. Januar 2022 mit Know­how, Ideen und Taten­drang rund um dein Online-Busi­ness fül­len, so dass du mit einem sehr kla­ren Plan in 2022 star­ten kannst. Und viel­leicht sehen wir uns sogar in einer der Breakout-Sessions. 🙂

Für die Trans­pa­renz: Das ist ein Part­ner­link. Wenn ich etwas emp­fehle, dann aus der purer Über­zeu­gung und eige­ner Erfah­rung her­aus – weil es mir selbst immens wei­ter­ge­hol­fen hat.

Aha-Moment im Wald © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Wen­de­punkt im Unter­neh­men (und gleich­zei­tig mein aller­ers­tes Story-Pos­ting auf Insta­gram – sicht­bar wer­den, gell😉): Ich musste mei­nen Aha-Moment Busi­ness-Durch­bruch, der mich beim Nach­den­ken im Wald ereilt hatte, drin­gend mit den Frauen tei­len, die am Tag zuvor in einer Brea­k­out-Ses­sion dazu bei­getra­gen hatten. 

Die Teilnehmer:innen meines Beta-Kurses 

In die­sem Jahr habe ich gelernt, zuerst mei­nen poten­ti­el­len Kund:innen zuzu­hö­ren – sehr gut zuzu­hö­ren – und dann erst einen Kurs zu erstel­len. Vier Jahre Trai­nings­er­fah­rung hin oder her: Es war so unfass­bar wert­voll für mich, Wün­sche nicht nur zu anti­zi­pie­ren, son­dern sie tat­säch­lich zu lesen und zu hören. Von ech­ten Men­schen, die ech­tes Inter­esse an mei­nem Ange­bot haben.

Mein Dank geht an alle, die „Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit“ auf Herz und Nie­ren getes­tet und sich die Zeit für ein aus­führ­li­ches Feed­back genom­men haben. You rock!

Ihr habt mir gehol­fen, mein Ange­bot wei­ter zu ver­bes­sern und dazu bei­getra­gen, dass es noch pra­xis­re­le­van­ter, noch leich­ter umsetz­bar, noch bes­ser in den All­tag inte­grier­bar ist. Und nicht zu ver­ges­sen: Ihr habt mir auch ganz klar gesagt, was schon super läuft! (Impos­tor-Syn­drom ade!)

Live-Fragerunde © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Live-Fra­ge­runde in der ers­ten Woche des Kur­ses. Ich war am Anfang so auf­ge­regt, dass ich ver­ges­sen hatte, auf den Auf­nah­me­knopf in Zoom zu drücken.🤭 

Judith Peters

Die Schreib­blo­ckade war gelöst, ich ahnte aber, dass es mir schwer­fal­len würde, mich dau­er­haft (= min­des­tens ein Jahr lang) selbst zum regel­mä­ßi­gen Schrei­ben zu moti­vie­ren. (Auch wenn ich mich wie­der­hole: Con­tent, Con­tent, Con­tent!) Außer­dem hatte ich auch Sorge, dass mir bald die The­men aus­ge­hen könn­ten: Meine ers­ten Texte waren aus­schließ­lich Exper­ten­ar­ti­kel. Und sie waren lang. Wie so viele Schreib­wie­der­ein­stei­ge­rin­nen war ich der irr­wit­zi­gen Idee ver­fal­len, mög­lichst alles, was ich jeweils zu einem The­men­be­reich wusste, in jeweils einen Arti­kel zu packen. Einen epi­schen, alles umfas­sen­den Text, der keine Fra­gen mehr offen­ließ. Das war anstren­gend: Für mich beim Schrei­ben – und ich schätze, das Lesen war auch nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Wie ich Judith und The Con­tent Society* gefun­den habe, kann ich heute gar nicht mehr sagen. Dass ich mich ein­ge­bucht habe, gehört aber auch defi­ni­tiv zu mei­nen drei bes­ten Busi­ness-Ent­schei­dun­gen des Jah­res. Judith hat als ers­tes mein The­men­kor­sett gesprengt. Statt nur zu Visua­li­sie­rungs­the­men zu blog­gen, fing ich an, auch über Per­sön­li­ches zu schrei­ben (so wie die­sen Arti­kel hier). Und statt wochen­lang an einem Arti­kel zu schrei­ben, schreibe ich mitt­ler­weile (fast) jede Woche einen.

Ich habe die Freude am Schrei­ben wie­der­ent­deckt und ich bekomme regel­mä­ßig E‑Mails und Kom­men­tare zu den Tex­ten. Es ist das erste Mal, dass wirk­lich viel Inter­ak­tion da ist. Ehe­ma­lige Kol­le­gen, mit denen ich Jahre kei­nen Kon­takt mehr hatte, mel­den sich über­ra­schend und geben mir posi­tive Rück­mel­dung auf die Blogartikel.

Und im unzen­sier­ten Schrei­ben („Blog like nobody’s rea­ding“) klä­ren sich für mich wahn­sin­nig viele Gedan­ken. Mein erwei­ter­tes Ange­bot habe ich mir erbloggt. Ich danke Judith für den Ansatz, das Online-Busi­ness schrei­bend aufzubauen.

Aber es ist so viel mehr als das:

Die Emanzonen in The Content Society

Ich habe mei­nen „Tribe” in The Con­tent Society* gefunden.

Die Gemein­schaft macht mich gerade sehr glück­lich. Es ent­ste­hen Koope­ra­tio­nen, es ist viel Unter­stüt­zung da und so unfass­bar wenig Kon­kur­renz­den­ken. Alle haben ihre eige­nen Exper­tin­nen­the­men, trotz­dem gibt es einen gemein­sa­men Rah­men. Wir bekom­men Woche für Woche reiz­volle The­men­vor­schläge, tau­schen uns aus. Ich genieße das Geben und Neh­men sehr. Den eige­nen Arti­kel in der Gruppe tei­len ist immer auf­re­gend, eigent­lich noch auf­re­gen­der, als auf den Ver­öf­fent­li­chen-But­ton im Blog zu kli­cken. Es ist ein schö­nes Gefühl, dass, wäh­rend ich in die Texte der ande­ren lese, viel Neues dabei lerne und mein Feed­back schreibe, andere in der Gruppe das glei­che gerade auch für mei­nen Text machen. Das ist ein­fach großartig.

Ich gestehe, dass ich regel­mä­ßig mit den Wochen­the­men hin­ter­her­hinke – aber das ist OK, denn es sind nur Vor­schläge. Viel­leicht schreibe ich erst über­nächs­ten Monat über das Thema die­ser Woche, weil es dann für mich ein­fach bes­ser passt. Wenn ich es in der Gruppe teile, wird es genauso gewert­schätzt, wie wenn ich zum Wochen­thema gebloggt hätte. Ich finde das sehr ent­spannt, so wie die Atmo­sphäre in der Gruppe sehr ent­spannt und freund­lich ist. 

Was mir so lang­sam erst auf­geht: Das ist kein blo­ßer Kurs, da ent­steht ein beruf­li­ches Netz­werk von enga­gier­ten Frauen, das ein­fach nur Spaß macht. Und ich sage das, obwohl ich Busi­ness-Net­works eher kri­tisch ein­ge­stellt bin, weil es oft nur ein ober­fläch­li­ches Schau­lau­fen ist. Sich schrei­bend zu ver­net­zen geht doch irgend­wie viel tie­fer. Durchs Schrei­ben und Lesen und Feed­ba­cken ler­nen wir uns auf einer viel tie­fe­ren Ebene ken­nen, obwohl wir uns nur vir­tu­ell tref­fen. Letzt­lich ist das für mich viel per­sön­li­cher als der Busi­ness-Stamm­tisch bei mir um die Ecke.

Ich wün­sche mir so sehr, dass wir uns 2022 alle „in echt” begeg­nen! Auf einer gro­ßen Feier – von mir aus im Schloss in Haigerloch!😉

Für die Trans­pa­renz: Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind Part­ner­links. Dass ich Judith aus gan­zem Her­zen und vol­ler Über­zeu­gung emp­feh­len kann, ist glaube ich deut­lich geworden. 😉

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Zu den Co-Working-Ses­si­ons schaffe ich es zeit­lich meis­tens lei­der nicht, aber den monat­li­chen Blog&Business-Talk in The Con­tent Society lasse mir nicht entgehen.

Der Mann an meiner Seite

Manch­mal kann ich mein Glück gar nicht fas­sen. Dass wir heute so zusam­men­le­ben, wie wir es tun, war am Anfang unse­rer Bezie­hung über­haupt nicht abseh­bar. Ich bin unend­lich dank­bar, dass unser gemein­sa­mes Leben jetzt genau so ist, wie es ist.

Der Mann an meiner Seite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor die­ser Auf­nahme waren wir Rosen­stö­cke shop­pen in Hol­land. Zu der einen Klet­ter­rose, die meine Schwie­ger­mut­ter uns zum Ein­zug geschenkt hat, haben wir noch vier wei­tere Pflan­zen gekauft, weil wir uns nicht ent­schei­den konn­ten, wel­che am bes­ten duftet. 🤭

Meine Eltern

Es gibt nichts Bes­se­res im Leben, als Men­schen, die dich bedin­gungs­los lie­ben. Weil du bist. Und nicht, weil du etwas tust.

Meine Eltern © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor eini­ger Zeit habe ich an einem ruhi­gen Nach­mit­tag eine Por­trait­se­rie mei­ner Eltern gemacht. Posie­ren muss­ten sie dafür nicht. Mir ist es am liebs­ten, wenn ich Zei­chun­gen direkt im und aus dem All­tag machen kann.

Was sich in diesem Jahr auf meiner Website verändert hat

Die Start­seite nimmt wei­ter Form an. Neu dazu­ge­kom­men ist die Blog­vor­schau mit den sechs neu­es­ten Arti­keln. Im Hea­der­be­reich gibt es seit Okto­ber eine neue kos­ten­lose Anlei­tung zum Download.

Startseite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

So sieht die Start­seite aktu­ell aus.

Visua­li­sie­rung ist so viel mehr als Sketch­no­tes! Die neue Anlei­tung hilft dabei, den Arbeits­all­tag rea­lis­ti­scher zu pla­nen und zu strukturieren.

Von To-Do zu Done © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Selbst­or­ga­ni­sa­tion leicht gemacht.

Die „alte“ Anlei­tung finde ich inhalt­lich immer noch super, aber die Sketch­note-Start­hilfe passt stra­te­gisch nicht mehr als Ein­stieg in mein Ange­bot. Des­we­gen ist sie der­zeit nur als Bonus nach der Anmel­dung zum News­let­ter verfügbar.

Sketchnote Starthilfe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Sketch­note-Start­hilfe ist immer noch super, ver­dient aber eine Aktua­li­sie­rung. Wahr­schein­lich kommt sie 2022 in neuem Gewand wieder.

Seit dem Som­mer ist end­lich auch die Über-mich-Seite fer­tig. Wird eigent­lich vor der Start­seite erstellt, ist aber am schwers­ten zu schrei­ben. Ich bin seit 2017 ohne gesegelt…

Über mich © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch die Über-mich-Seite habe ich mir mit Judiths Hilfe erbloggt.

Eben­falls seit die­sem Som­mer ist die Über­sichts­seite mit allen Trai­nings online, die jeder­zeit indi­vi­du­ell gebucht wer­den kön­nen (im Gegen­satz zu den Grup­pen­kur­sen, die ein bis zwei Mal im Jahr zeit­lich begrenzt statt­fin­den). Die The­men­be­rei­che:
a) Noti­zen effi­zi­en­ter und zeit­spa­ren­der erstel­len
b) Prä­sen­ta­tio­nen anschau­li­cher gestal­ten
c) Sich selbst bes­ser organisieren.

Visua­li­sie­rung ist wie ein Schwei­zer Taschenmesser!😁

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visua­li­sie­rung ist wie ein Schwei­zer Taschenmesser!

Der nächste Grup­pen­kurs, der im Früh­jahr 2022 statt­fin­den wird, hat jetzt seine eigene Seite. Wenn du bei der nächs­ten Runde „Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit“ dabei sein willst, kannst du dich jetzt schon vor­mer­ken lassen.

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Du kannst jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste für den Grup­pen­kurs hüpfen.

Meine beruflichen Kooperationen und Interviews in 2021

Deutscher Ärzteverlag

Visu­elle Noti­zen kön­nen Ärzt:innen im Gespräch mit Patient:innen hel­fen, Dia­gno­sen, Krank­heits­ver­läufe und The­ra­pien ein­fa­cher zu erklären.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ein­fa­che Visua­li­sie­run­gen sind oft bes­ser ver­ständ­lich als rein ver­bale Erklä­run­gen von The­ra­pie­vor­schlä­gen – gerade auch im inter­kul­tu­rel­len Kontext.

Health Relations

Auch in der Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Phar­ma­fir­men und Mediziner:innen las­sen sich visu­elle Noti­zen nut­zen, zum Bei­spiel um zu erklä­ren, wie ein neues Medi­ka­ment im Kör­per wirkt.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gerade kom­plexe Zusam­men­hänge las­sen sich mit visu­el­len Struk­tu­ren ver­ständ­li­cher machen.

Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

Eine wei­tere Pre­miere in die­sem Jahr: Mein ers­tes Live-Inter­view im Inter­net. Ulli Lang hat zu Herbst­ge­sprä­chen ein­ge­la­den und viele wun­der­bare Frauen haben zuge­sagt. Ich habe mit­ge­macht, weil ich den Gedan­ken hin­ter der Reihe wich­tig finde: Noch mehr Frauen zu ermu­ti­gen, sich online selb­stän­dig zu machen.

Im Monats­rück­blick Okto­ber schreibe ich ein biss­chen mehr dazu. Die Auf­zeich­nung des Herbst­ge­sprächs mit Ulli Lang fin­dest du hier:

Interview Ulli Lang © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ulli und ich plau­dern ein bisschen.

Reportage für das Bergwaldprojekt Schweiz

Im Som­mer 2020 war ich als Repor­tage-Zeich­ne­rin in der Schweiz, genauer gesagt ober­halb des Dörf­chens Elm im Kan­ton Gla­rus. Für die­sen beson­de­ren Auf­trag habe ich die Arbei­ten im Schutz­wald in Bil­dern doku­men­tiert. Ich bin sehr dank­bar dafür, dass ich eine kom­plette Pro­jekt­wo­che zeich­ne­risch beglei­ten durfte. In die­sem Früh­jahr sind nun aus­ge­wählte Zeich­nun­gen publi­ziert worden.Im Monats­rück­blick Mai fin­dest du mehr dazu.

Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Ent­stan­den ist ein Lepo­rello mit 19 Zeich­nun­gen und einer Gesamt­länge von rund 5,30 Metern.

Specht Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Im Specht ist eine Aus­wahl der Zeich­nun­gen ver­öf­fent­licht worden.

Meine liebsten Tools in diesem Jahr

Für Visualisierungstrainings

  • Web­cam: Logi­tec C920
  • Doku­men­ten­ka­mera: ELMO MX-P2
  • Ansteck­mi­kro: Rode smartLav+
  • Stifte: Schwar­zer Mar­ker von Neu­land, far­bige Brush Pens von Royal Talens
  • Web­kon­fe­renz-Soft­ware: Zoom
  • Vir­tu­elle Pinn­wand: Padlet
  • Kurs­platt­form: Thinkific 

Für eigene Visualisierung, Sketchnotes & Denken mit dem Stift

  • Stifte: Kal­li­gra­phie-Fül­ler Sailor Fude Pen, Fül­ler mit F‑Feder von Water­man, diverse Fine­li­ner und Buntstifte
  • Notiz­heft für die Tages­pla­nung: A5-Heft aus der Dro­ge­rie, dotted
  • Notiz­buch für Busi­ness-Ideen und ‑Stra­te­gien: Plan­lie­gen­des A4-Notiz­buch von Can­son, blanco, Hochformat
  • Notiz­buch für Arti­kel­ideen: No-name A4-Notiz­buch, blanco, Querformat

Fürs Bloggen

  • Notiz­buch für Arti­kel­ideen: siehe oben
  • Con­tent Manage­ment Sys­tem: WordPress
  • Foto-Zwi­schen­spei­cher: Trello
  • Bild­be­ar­bei­tung: Photoshop
    Drei verschiedene Notizbücher, farbige Klebezettel und vier Stifte

    Trotz aller Vor­teile der Digi­ta­li­sie­rung: Ich kann mit Stift und Papier am bes­ten denken.

    Neuentdeckte Blogs in diesem Jahr

    Das ist bei Wei­tem noch keine abschlie­ßende Über­sicht, aber schon mal ein Anfang. Ein bun­ter Samm­lung an The­men und Schreib­sti­len von star­ken Frauen, die ich die­ses Jahr ken­nen­ge­lernt habe und dir nicht vor­ent­hal­ten möchte:

    Lorena Hoor­mann
    … sorgt als Coa­chin, Trai­ne­rin und Bera­te­rin für authen­ti­schen Erfolgs­wege im Beruf und ist eine super Brainstorming-Partnerin.

    Silke Gei­ßen
    … ist Coach, Wort­akro­ba­tin, Geschich­ten­er­zäh­le­rin und so ver­dammt lebens­er­fah­ren und reflek­tiert, dass ich regel­mä­ßig aus den Schu­hen kippe.

    Bar­bara-Mira Jakob
    … ist warm­her­zig, Men­to­rin für weib­li­che Weis­heit und wird für mich immer mit lodern­dem Feuer und dem Begriff der inne­ren Köni­gin ver­bun­den sein.

    Sabine Scholze
    … ist Trau­er­ge­fähr­tin, Men­to­rin in schwie­ri­gen Über­gangs­si­tua­tio­nen und schreibt phan­tas­ti­sche Texte, die sie als News­let­ter tarnt.

    Jean­nine Gashi
    … ist Lymph-Mas­sage-The­ra­peu­tin und Exper­tin für Leber­rei­ni­gung. Wir tei­len den Appe­tit auf Bana­nen in rauen Mengen.

    Simone Huwy­ler
    …ist lei­den­schaft­li­che Gärt­ne­rin und bewirt­schaf­tet 1.700 m² zur  Selbst­ver­sor­gung. Von ihr habe ich gelernt, wie man einen Kom­pos­ter anlegt.

    Riki Wun­de­rer schreibt humor­volle Geschich­ten über Wege und Umwege des Lebens. Mein liebs­ter Cha­rak­ter ist Frau Squenz.

    … to be continued …

    rote Linie

    Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

    Puh, eine schwere Ent­schei­dung! Ich mag sie ja alle. 🙂 Aber wenn ich dir nur 5 emp­feh­len dürfte, dann wären das diese hier:

    Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was sind visuelle Notizen?

    Es ist DER Über­sichts­ar­ti­kel: 8 kna­ckige Merk­male, die visu­elle Noti­zen (aka Sketch­no­tes) aus­ma­chen. Super zum Ein­stieg, aber auch als Auf­fri­schung. Lenkt den Fokus auf das Wesentliche.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Visuell erklärt: False Balance

    Ein Bei­spiel, wie du mit Visua­li­sie­rung ein abs­trak­tes Kon­zept leicht ver­ständ­lich machst: Mit ein paar ein­fa­chen Stri­chen, ohne Anspruch auf künst­le­ri­sche Umset­zung oder „hüb­sche Bilder”. 

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Ein per­sön­li­cher Arti­kel, auf den ich unglaub­lich viel Reso­nanz bekom­men habe. Offen­bar machen viele von uns ähn­li­che Erfah­run­gen. Zeit, dar­über zu sprechen.

    Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Wie kommt eine analoge Zeichnung in den Blogartikel?

    Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne ein­fa­che Skiz­zen, um meine Blog­ar­ti­kel zu illus­trie­ren. Hier zeige ich zwei Vari­an­ten mei­nes Work­flows zum Nachmachen.

    Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Auf­re­ger! „Sketch­no­tes” klebt als Label mitt­ler­weile auf bana­len Zei­chen­kur­sen. Dabei ist Visua­li­sie­rung ist ein sehr wirk­mäch­ti­ges Werk­zeug, etwa für Coa­ches und Beraterinnen. 

    Mein Jahr 2021 in Zahlen

    • 🌳 Obst­bäume gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🌹 Rosen­stö­cke gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🏡 Haus gekauft: 1 (war 2020: 0)
    • 💉 Imp­fun­gen: 3 (war 2020: 0)
    • 🏛 Muse­ums­be­su­che: 1 (war 2020: 5)
    • 📚 Gele­sene Bücher: 14 (war 2020: 12)

    Was wartet 2022 auf mich?

    • Ich werde den Ein­stei­ger­kurs Visu­elle Noti­zen mit Leich­tig­keit zwei Mal laun­chen, um Sketch­no­tes wei­ter zu ent-bana­li­sie­ren
    • Den­ken mit dem Stift: Ich werde mein Signa­ture-Pro­gramm für visu­el­les Den­ken und Arbei­ten an den Start brin­gen. Den Namen habe ich schon. 😉 Es wird DAS Go-To-Pro­gramm für Selb­stän­dige, Unter­neh­me­rin­nen und Coa­ches, die ihre Ideen über­sicht­lich fest­hal­ten und mit Klar­heit kom­mu­ni­zie­ren wol­len: Über­sicht­li­chere Noti­zen, anschau­li­chere Prä­sen­ta­tio­nen und zeit­spa­rende Selbstorganisation.
    • Ein Team auf­bauen: Es ste­hen so viele Auf­ga­ben an, alleine kriege das nicht mehr gestemmt. Anfan­gen werde ich mit zwei Vir­tu­el­len Assis­ten­zen: Ich brau­che Ent­las­tung bei Ads bzw. will sie aus­la­gern. Und ich wün­sche mir text- und gra­fik­si­chere Unter­stüt­zung für die Social Media-Betreu­ung. Als drit­tes werde ich wahr­schein­lich eine All­round-Unter­stüt­zung für die Laun­ches brau­chen. Eine umset­zungs­starke Seele, die mir orga­ni­sa­to­risch den Rücken frei­hält, tech­ni­sche Skills mit­bringt und das Com­mu­nity-Manage­ment im Blick hat. Es wird spannend!
    • Die Doku­menta besu­chen. Ich bin noch immer vom letz­ten Mal beeindruckt.
    • Haus­ein­wei­hung und Geburts­tag bei Son­nen­schein und 27 °C als Gar­ten­party fei­ern. Am liebs­ten bis tief in die Nacht, mit Lager­feuer, Lam­pi­ons und allen Men­schen, die mir wich­tig sind im Leben.
    • Meine Slack­line im Gar­ten auf­bauen. Und dann in den Mit­tags­pau­sen regel­mä­ßig Kopf und Kör­per in Balance brin­gen. Ich freu mich jetzt schon!

    Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

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    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

    Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.12.2021

    An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

    Thank God it’s Sunday! In den letz­ten Tagen habe ich gerödelt wie blöde und trotz­dem das Gefühl gehabt, auf der Stelle zu tre­ten. Frus­trie­rende Tage: Viel Arbeit, keine greif­ba­ren Resul­tate und dann auch noch zu wenig Zeit zu zweit verbracht.

    Also haben wir uns heute früh erst ein­mal gemein­sam in den Wald auf­ge­macht. Eine aus­ge­dehnte Runde dre­hen, über alles – nur nicht über die Arbeit – reden, durch Matsch stap­fen, über die Natur stau­nen. Die­ses Jahr war ein gutes Pilz­jahr und (für mich) über­ra­schen­der­weise setzt sich das jetzt auch noch im Dezem­ber fort. Sieht unschein­bar aus, aber ich hatte direkt einen Verdacht:

    austernpilze auf buchenstamm © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Es könn­ten Aus­tern­pilze sein! Nun bin ich alles andere als pilz­kun­dig – ich kann nur drei Sor­ten sicher bestim­men. Anis­cham­pi­gnons bei­spiels­weise erkenne ich mitt­ler­weile sicher in allen Wuchs­sta­dien, weil wir im Herbst so oft und so viele davon im Wald gefun­den haben. Aber alles andere… puh! Lie­ber ste­hen ste­hen las­sen, als in der Gift­am­bu­lanz zu landen.

    Ich hatte bis­her keine Aus­tern­pilze in freier Wild­bahn gese­hen. Trotz­dem war der Gedanke direkt da, ein­fach aus dem Bauch her­aus. Viel­leicht, weil es mein Lieb­lings-Spei­se­pilz ist. Wenn ich im Super­markt Aus­ter­pilze sehe, kann ich nicht daran vor­bei­ge­hen, ohne wel­che zu kau­fen. Nur sahen diese hier deut­lich dunk­ler aus, als ich das gewohnt war.

    unterseite eines austernpilzes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Mann ist pilz­kun­dig, ihm waren diese Pilze bis­her aber auch nicht unter­ge­kom­men. Also haben wir erst ein­mal nur einen vor­sich­tig los­ge­schnit­ten und zum Bestim­men mit nach Hause genommen.

    aufgeschnittener austernpilz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mit Hilfe eines sehr guten Bestim­mungs­buchs und einem Cross­check auf einer Bestim­mungs­seite im Inter­net haben wir dann die ver­schie­de­nen Merk­male abge­klopft:  Geruch, Farbe der ver­schie­de­nen Teile, Anord­nung der Lamel­len, Aus­se­hen des Stiels, Hap­tik des Stiels, Über­gang von Lamel­len zu Stiel, Frucht­kör­per­struk­tur und vie­les, vie­les mehr. Inklu­sive Abgren­zung zu ande­ren Pil­zen und einer ggf. mög­li­chen Ver­wechs­lung – bis wir uns hun­dert­pro­zen­tig(!) sicher waren.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und dann: Direkt zurück in den Wald und die Fund­stelle vor­sich­tig abern­ten. Nur so viel, wie wir für eine Mahl­zeit brau­chen und den Rest wei­ter wach­sen lassen.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Als nächs­tes habe ich mich um die Rote Beete geküm­mert. Ich bin Fan von fer­men­tier­tem (also milch­sauer ver­go­re­nem) Gemüse. Am bes­ten schmeckt mir immer noch Weiß­kohl, Rote Beete kommt aber direkt danach. Wun­der­bar ist, dass es so ein­fach geht: Gemüse ras­peln, Salz gut ein­mas­sie­ren (2–3 % Salz), in ein ste­ri­li­sier­tes Glas fül­len, gut andrü­cken, ver­schlie­ßen und bei Raum­tem­pe­ra­tur ste­hen las­sen. Nach etwa 14 Tagen ist es genuss­reif und vor­her kann man dem sanf­ten Blub­bern im Glas zuschauen. 🙂

    fermentierte rote beete im buegelglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Brot hatte ich auch lange kei­nes mehr geba­cken – und eigent­lich ist der Mann da auch bes­ser drin, weil es ihm nichts aus­macht, sich aufs Gramm genau ans Rezept zu hal­ten. Ich impro­vi­siere gerne und *schwupps* geht das Brot nicht mehr auf oder es bekommt eine merk­wür­dige Kon­sis­tenz. Das rus­ti­kale Fla­den­brot hat mich aber so sehr gereizt, dass ich über mei­nen Ich-will-nicht-alles-genau-aus­wie­gen-Schat­ten gesprun­gen bin. Und – tadaaa! – es ist gelungen!

    frisch gebackenes fladenbrot © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anschlie­ßend haben wir uns gemein­sam an die Weih­nachts­bä­cke­rei gemacht. Zuerst Elisenlebkuchen:

    Elisenlebkuchen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … dann Gewürzmakronen…

    Gewürzmakronen direkt nach dem Backen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … und jetzt noch Schwarz­weiß-Gebäck, denn wenn schon Back­rausch, dann auch richtig. 🙂

    Schwarzweißgebäck © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Pas­send dazu: Ein Gewürz­tee berei­tet aus Kur­kuma, Ing­wer und Zitronenschalen.

    aufgeschlagenes handgemachtes Rezeptbuch © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lieb­lings­re­zepte halte ich in einem ste­tig wach­sen­den Buch fest. Lose Sei­ten, wie sie da rechts her­vor­lu­gen, sind ein Hin­weis, dass noch die Zeich­nun­gen fehlen. 😉

    Klebezettel mit den Fragen Macht mir das Spaß und Tut mir das gut © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bis hier­hin war es ein sehr schö­ner, ent­f­rus­ten­der Tag voll greif­ba­rer (und ess­ba­rer!) Resul­tate. Ist es Zufall, dass mir vor­hin beim Auf­räu­men diese zwei Zet­tel in die Hände gefal­len sind? Ich danke jeden­falls mei­ner Kol­le­gin Sabine Scholze für diese bei­den Leit­fra­gen, die sie mir vor eini­ger Zeit zuge­schickt hat. Für die rest­li­chen Dezem­ber­tage (immer­hin noch 19) schwöre ich mir selbst: Ich werde mir diese Fra­gen vor jeder neuen (beruf­li­chen) Akti­vi­tät stel­len und danach han­deln. Ich kann ja schlecht jeden Frust wegbacken. 😉

    Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

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    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    Anleitung visueller Tagesplan

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    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Lese­zeit: ca. 7 Minu­ten | aktua­li­siert: 16.12.2021

    Mitt­ler­weile hat sich der Begriff Sketch­no­tes (gerade im deutsch­spra­chi­gen Raum) von sei­ner ursprüng­li­chen Bedeu­tung stel­len­weise seeeehr weit ent­fernt. Bezie­hungs­weise: Er wird oft umin­ter­pre­tiert in „irgend­was mit Zeichnen“.

    Und das ist schade: Denn Visua­li­sie­rung im beruf­li­chen und gesell­schaft­li­chen Rah­men kann ein sehr wirk­mäch­ti­ges Werk­zeug sein. Durch die Fehl­in­ter­pre­ta­tion „irgend­was mit Zeich­nen“ wer­den visu­elle Noti­zen bana­li­siert, belä­chelt und in die Hob­bye­cke geschoben.

    Dazu tra­gen maß­geb­lich Ange­bote bei, deren Fokus rein auf dem Zeich­nen liegt: Siehe „200 Busi­ness-Sym­bole zum Abzeich­nen“ oder „Die große Sym­bol­bi­blio­thek mit über 1000 Zei­chen­an­lei­tun­gen“. Oder – für mich der Gip­fel der deko­ra­ti­ven Bana­li­sie­rung – „Mit Sketch­no­tes dein Busi­ness verschönern“.

    Leute! Davon kriege ich geis­ti­gen Aus­schlag. Häss­li­che rote Pus­teln. 

    Warum ich den Begriff Sketchnote problematisch finde

    Was bitte bringt es denn, ein Fahr­rad, einen Heiß­luft­bal­lon oder einen Lap­top zeich­nen zu kön­nen, wenn ich nicht in der Lage bin, Inhalte ver­ständ­lich und auf das Wesent­li­che redu­ziert aufzubereiten?!

    Visua­li­sie­ren hat nichts mit Zeich­nen­kön­nen zu tun, son­dern mit der erlern­ba­ren Fer­tig­keit, sich kom­plexe Zusam­men­hänge struk­tu­riert zu erschlie­ßen (das heißt sie zu ver­ste­hen). Visu­elle Kom­pe­tenz und digi­tale Alpha­be­ti­sie­rung gehö­ren für mich zusam­men. Ich bin fest davon über­zeugt, dass wir nur mit lebens­lan­gem Ler­nen und Krea­ti­vi­tät dafür sor­gen kön­nen, dass unsere Jobs nicht weg­di­gi­ta­li­siert, son­dern men­schen­zen­trier­ter wer­den. Nur wer ver­steht, kann auch gestalten.

    Dazu gehört auch, mit visu­el­ler Kom­pe­tenz seine eige­nen Ideen ande­ren anschau­lich ver­mit­teln zu kön­nen. Nur wer in der Lage ist, ver­stan­den zu wer­den, kann andere über­zeu­gen und gesell­schaft­lich etwas ver­än­dern. Mit der Über­be­to­nung des Zeich­nens redu­zie­ren sich visu­elle Noti­zen mehr und mehr zu einem krea­ti­ven Nischen­hobby. Das ist pro­ble­ma­tisch, weil so die Kraft der Visua­li­sie­rung für (beruf­lich oder gesell­schaft­lich) rele­vante Dinge oft unge­nutzt bleibt.

    Ja klar, es gibt seriöse Ange­bote und tolle Trainer:innen – momen­tan sind wir aber noch in der Unterzahl.

    Des­we­gen macht es der­zeit – lei­der – Sinn, im deutsch­spra­chi­gen Raum zwi­schen Sketch­no­tes und visu­el­len Noti­zen zu unter­schei­den. Der Begriff Sketch­note ist momen­tan von den Bana­li­sie­rern besetzt. 

    Back to the roots: Wo der Begriff Sketchnote herkommt

    Lass uns das direkt klä­ren: Gibt es einen Unter­schied zwi­schen Sketch­note und visu­el­ler Notiz?

    Geht man zum ursprüng­li­chen Ver­ständ­nis des Begriffs zurück, lau­tet die Ant­wort: NEIN. Es gibt es kei­nen Unter­schied in der Bedeu­tung. Mike Rohde, der den Begriff „Sketch­note“ ab dem Jahr 2007 geprägt und seit­her in die Welt getra­gen hat, ver­wen­det in sei­nen bei­den Büchern die Begriffe „Sketch­note“ und „Visual Note“ synonym:

    „Sketch­no­tes are visual notes crea­ted from a mix of hand­wri­ting, drawings, hand-drawn typo­gra­phy, shapes, and visual ele­ments like arrows, boxes, and lines.”
    (Mike Rohde)

    Im Mike-Rohde-Uni­ver­sum macht der Begriff auch Sinn – gerade unter dem Aspekt „Naming is Bran­ding“. 😉 Denn es ist ja nicht so, als hätte er diese Art der Noti­zen erfun­den. Er konnte sich mit dem neuen Begriff von ande­ren Visualisierer:innen abset­zen (visu­el­les Arbei­ten in Bera­tung, Coa­ching, Pro­zess­be­glei­tung und Mode­ra­tion eta­blierte sich in den USA und Kanada schon in den 1970ern). So hat Mike nicht nur Sketch­no­tes, son­dern auch sei­nen eige­nen Namen erfolg­reich in die Welt getragen.

    Visuelle Notize eines Vortrags

    Ein Bei­spiel von Mike Rohde, mit dem er auf sei­ner Web­site zeigt, wie eine Sketch­note (bzw. visu­elle Notiz) aus­se­hen kann.

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Ein deutschsprachiges Problem

    Offen­bar weckt der Begriff Sketch­note im deutsch­spra­chi­gen Raum fal­sche Asso­zia­tio­nen. Dem­entspre­chend hatte ich gerade in den aller­ers­ten Wei­ter­bil­dun­gen Men­schen im Kurs sit­zen, die sich dar­auf gefreut haben, „end­lich bes­ser zeich­nen zu ler­nen“. Die ganze Bat­te­rien von Farb­stif­ten und Mal­blö­cken mit­ge­bracht hat­ten. Und die sich wun­der­ten, warum „die­ses schöne Hobby“ im Fach­be­reich Beruf­li­che Bil­dung(!) ange­sie­delt ist.

    Die Ent­täu­schung war dann groß, wenn wir
    a) über die äußere Form und mög­li­che Ele­mente (Text spielt die ent­schei­dende Rolle) und
    b) über die Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten von visu­el­len Noti­zen gespro­chen haben:

    • Gesprä­che dokumentieren,
    • Inhalte von Vor­trä­gen festhalten,
    • für Prü­fun­gen lernen,
    • Pro­jekte planen,
    • Recher­chen aufbereiten,
    • Semi­nare vorbereiten,
    • Wis­sen leicht ver­ständ­lich vermitteln…

    Schein­bar trig­gert der Wort­teil „Sketch“ einige Men­schen so sehr, dass sie die wei­tere Kurs­be­schrei­bung über­le­sen, wo genau von die­sen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten die Rede ist. Mitt­ler­weile bin ich in mei­nen Aus­schrei­bungs­tex­ten über­deut­lich: Dies ist kein Zeichenkurs.

    Ein Pro­blem aber bleibt: Men­schen, die ganz beson­ders von visu­el­len Noti­zen pro­fi­tie­ren kön­nen, trauen sich Sketch­no­tes oft nicht zu.

    • Men­schen, die in Abläu­fen, Pro­zes­sen, Kon­zep­ten und Stra­te­gien denken.
    • Men­schen, die regel­mä­ßig mit einer Viel­zahl von Infor­ma­tio­nen umge­hen und dabei den Über­blick behal­ten müssen.
    • Men­schen, die mit Kli­en­ten arbei­ten, die weni­ger Spe­zi­al­wis­sen haben als sie selbst – und die des­halb anschau­lich und aufs Wesent­li­che redu­ziert erklä­ren kön­nen müssen.

    Auch diese Men­schen wer­den getrig­gert vom Wort­teil „Sketch“ und emp­fin­den das für sich als abschre­ckend. Sie asso­zi­ier­ten, dass man für Sketch­no­tes irgend­wie „begabt“ sein sollte, am bes­ten künst­le­ri­sches Talent hat und gut zeich­nen kön­nen muss. Dass es viel wich­ti­ger ist, gezielt zuzu­hö­ren, Gehör­tes zu ver­ar­bei­ten und zusam­men­zu­fas­sen, kommt bei ihnen im Bewusst­sein nicht an:

    „Sketch­no­tes don’t require spe­cial drawing skills, but do require you to lis­ten and visually syn­the­size and sum­ma­rize ideas via wri­ting, drawing and icons.”
    (Mike Rohde)

     

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Wie Begriffe unsere Wahrnehmung beeinflussen

    Nach eini­gen Jah­ren Erfah­rung als Trai­ne­rin für visu­el­les Den­ken und Arbei­ten finde ich den Begriff Sketch­note zuneh­mend pro­ble­ma­tisch. Dabei habe ich ihn frü­her sehr gerne genutzt, sogar in mei­nem Claim. Lange Zeit stand ganz oben auf mei­ner Web­site „Sketch­no­tes ohne Fir­le­fanz“. Auch mein Busi­ness-Pro­fil auf ver­schie­de­nen Social-Media-Platt­for­men hieß so.

    Seit Anfang 2020 ersetze ich den Begriff in mei­nen Tex­ten mehr und mehr durch „visu­elle Notiz“. 2021 bin ich sogar so weit gegan­gen, dass ich mei­nen Claim geän­dert habe. Wo lange Zeit „Sketch­no­tes ohne Fir­le­fanz“ stand, heißt es jetzt „Visua­li­sie­rung ohne Fir­le­fanz“. Weil mir die Umbe­nen­nung so wich­tig war, werde ich auch noch dar­über schrei­ben, was mein neuer Claim mir bedeutet.

    Das Aus­tau­schen des Begriffs Sketch­note durch visu­elle Notiz bewirkt eine andere Wahr­neh­mung ein und der­sel­ben Sache. Die sprach­li­che Beto­nung ver­schiebt sich auf „Noti­zen“ und „visu­ell“ wird eher zum Neben­aspekt. Ein Neben­aspekt, der gar nicht mehr so ein­schüch­ternd wirkt.

    Der Aus­druck „visu­elle Noti­zen“ beschreibt mei­ner Mei­nung nach viel tref­fen­der, was Sketch­no­tes eigent­lich sind: 1.) Noti­zen, die 2.) eine visu­elle Kom­po­nente in sich tra­gen. Inhalt first, Optik second.

    Wie bei jeder ande­ren Notiz liegt der Fokus dabei immer auf dem Inhalt der Notiz. Wenn der Inhalt nicht ver­ständ­lich ist, dann ist die Notiz unbrauch­bar. Text ist daher die wich­tigste Kom­po­nente in einer visu­el­len Notiz. Mit Text kannst du wich­tige Infor­ma­tio­nen leicht fest­hal­ten und weitergeben.

    Eine visu­elle Notiz kann daher kom­plett ohne Bil­der aus­kom­men, aber nie ohne Text.

    Und was ist mit der visu­el­len Kom­po­nente? Tja, das Visu­elle in visu­el­len Noti­zen sind nicht die Bil­der, son­dern die Struk­tur der Notiz. Also in ers­ter Linie, wie Infor­ma­tio­nen auf einem Blatt Papier ange­ord­net sind.

    pfeile-verbinder © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ein Bei­spiel: Ste­hen ein­zelne Text­blö­cke näher zusam­men, dann deu­ten wir das auch als inhalt­lich zusam­men­ge­hö­rig. Ste­hen sie wei­ter von­ein­an­der ent­fernt, hal­ten wir sie rein optisch schon für unter­schied­lich. Die visu­elle Struk­tur der Notiz erleich­tert uns das Ver­dauen von Infor­ma­tio­nen – und zwar schon, BEVOR wir anfan­gen zu lesen.

    Und die bewusste Ver­wen­dung von Spra­che erleich­tert uns das Nut­zen eines kraft­vol­len Werk­zeugs… Des­we­gen gibt es für mich der­zeit eben doch einen Unter­schied zwi­schen Sketch­note und visu­el­ler Notiz.

    Wie du visuelle Notizen beruflich nutzen kannst

    Nach mei­ner Beob­ach­tung gewin­nen Visua­li­sie­run­gen im Beruf zuneh­mend an Bedeu­tung. Genau diese Ent­wick­lung liegt mir auch am Her­zen. Des­we­gen hier jetzt ein paar Bei­spiele, die ich sehr gelun­gen finde. Nicola Pri­dik zum Bei­spiel ist Juris­tin und macht Gesetze und andere recht­li­che Zusam­men­hänge anschaulich:

    Visualisierung von Paragraph 10 BAföG

    Nicola Pri­dik hat §10 des Bundes­ausbildungs­förderungs­gesetz (BAföG) visua­li­siert (© Nicola Pridik)

    Aşkın-Hayat Doğan hat als Diver­sity Trai­ner und Sen­si­ti­vity Rea­der einen erklä­rungs­be­dürf­ti­gen Beruf. Er sagt nicht nur, „dass Sen­si­ti­vity Rea­ding dafür da ist, unge­wollt pro­du­zier­ten Bull­shit wie dis­kri­mi­nie­rende Ste­reo­type zu ver­hin­dern – sei es in Roma­nen, Arti­keln, Fern­seh­se­rien, Rol­len­spie­len oder Pres­se­er­klä­run­gen” son­dern ver­an­schau­licht auf sei­ner Web­site auch, wel­che Diver­si­täts­merk­male es gibt:

    Diversityrad

    Visua­li­sier­tes Diver­si­ty­rad auf der Web­site von Aşkın-Hayat Doğan, Illus­tra­tion: © Oli­ver Hoogvliet

    Die Heil­prak­ti­ke­rin Mirja Flö­ser zeigt auf ihrer Web­site, wel­che The­men beim ers­ten Besuch in der Pra­xis ange­pro­chen wer­den: Wel­che Unter­la­gen wer­den benö­tigt, was wird genau gemacht und wie lange kann so ein Gespräch dauern?

    Erster Besuch bei der Heilpraktikerin

    Visua­li­sie­rung, mit der Heil­prak­ti­ke­rin Mirja Flö­ser auf ihrer Web­site zeigt, was beim ers­ten Besuch in der Pra­xis pas­siert. © Insa Krey

    Natür­lich kannst du (wie in den letz­ten bei­den Bei­spie­len) die Visua­li­sie­rung dei­nes beruf­li­chen The­mas jeman­den für dich machen las­sen. Viel fle­xi­bler bist du aber, wenn du (wie die Juris­tin Nicola Pri­dik) in der Lage bist, selbst zu visua­li­sie­ren. Und du musst es noch nicht ein­mal für „die Öffent­lich­keit” tun.

    Bei­spiel 1: Als Coach:in kannst visu­elle Noti­zen ein­fach im Gespräch mit dei­nem Coa­chee nut­zen: Als Mit­schrift eurer Sit­zung unter vier Augen, ganz ohne ästhe­ti­schen Anspruch. Das Wich­tigste ist, dass die Auf­merk­sam­keit beim Coa­chee liegt und ihr genug Raum dafür bleibt, die Notiz zu ergän­zen oder rich­tig­zu­stel­len. Das gelingt viel leich­ter, wenn deine Visua­li­sie­rung funk­tio­nal ist (statt schön). Der Zweck die­ser simp­len Stri­che ist es, die Essenz aufs Papier zu brin­gen und der Coa­chee zu spie­geln, was du gehört hast. Dafür braucht es das rich­tige Mind­set: Weg vom Anspruch, etwas Schö­nes zu malen, hin zu funk­tio­na­len Sketch­no­tes, die einen tie­fen, trans­for­ma­ti­ven Wert haben.

    Bei­spiel 2: Als Jour­na­lis­tin kannst du – nur für dich – deine Recher­che visu­ell struk­tu­rie­ren. So wie Andrea Fritz in mei­nem letz­ten Kurs:

    Ich habe es tat­säch­lich geschafft, ein drei­stün­di­ges Straf­ver­fah­ren mit acht Zeu­gen, inclu­sive Plä­doy­ers und Urteils­be­grün­dung, auf drei A4-Sei­ten so anzu­ord­nen, dass ich beim Schrei­ben mei­nes Arti­kels mit einem ein­zi­gen Blick auf die Noti­zen die gesuchte Infor­ma­tion gefun­den habe. Das ist groß­ar­tig und erleich­tert mir die Arbeit unge­mein. Zumin­dest, was Gerichts­be­richt­erstat­tung angeht. 

    Aber auch sonst plane ich meine Noti­zen viel bes­ser und erhalte dadurch Über­sicht. Ich traue mich, weni­ger mit­zu­schrei­ben, weil ich viel orga­ni­sier­ter bin. Ich spare dadurch viel Zeit und – schreibe sogar bes­sere Texte!

    Das Gute ist: Ich brau­che keine Sym­bole! Eine über­sicht­li­che Dar­stel­lung, Rah­men und Pfeile rei­chen völ­lig aus, um mir das Leben erheb­lich zu erleichtern. 

    Ich hätte nie gedacht, dass man mit so klei­nen Ver­än­de­run­gen so viel errei­chen kann. Es ist toll zu sehen, wie im Kurs jeder sei­nen eige­nen Weg fin­det. Ich hatte den Ein­druck, dass es im Kurs am Ende genauso viele ver­schie­dene Lösun­gen wie Anfor­de­run­gen gibt. 

    Andrea Fritz

    Freie Jour­na­lis­tin

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    Online Kurs Sketchnotes

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    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    Die 7 größten Fehler in meiner Selbständigkeit

    Die 7 größten Fehler in meiner Selbständigkeit

    Lese­zeit: ca. 15 Minu­ten | aktua­li­siert: 19.11.2021

    … und der Ruf nach mehr weiblichen Stimmen

    Wenn du hier schon eine Weile mit­liest, weißt du, dass ich mich 2017 selb­stän­dig gemacht habe. Ich habe damals neben­be­ruf­lich gegrün­det. Und weil das jetzt bald 5 Jahre her ist, lasse ich meine Erfah­run­gen Revue pas­sie­ren. Viele Ent­schei­dun­gen waren genau rich­tig, bei eini­gen habe ich mich aus­ge­bremst und es mir unnö­tig schwer­ge­macht. Mitt­ler­weile darf ich paar groß­ar­tige Frauen bei ihrem eige­nen Weg in die Selb­stän­dig­keit beglei­ten. Seit­her berge ich meine Erfah­rungs­schätze viel bewuss­ter und teile sie als Mentorin.

    Viele limi­tie­rende Glau­bens­sätze, ich damals hatte, ent­de­cke ich heute bei mei­nen Men­tees wie­der. Es scheint so etwas wie ein Mus­ter zu geben, denn in den Gesprä­chen begeg­nen mir die­sel­ben Dinge wie­der und wie­der. Zeit also, mal offen über ein paar häu­fig vor­kom­mende Selbst­sa­bo­ta­gen zu spre­chen – nicht aber ohne einen posi­ti­ven Schluss! Am Ende die­ses Arti­kels ziehe ich ein Fazit, bei dem es ein biss­chen mit mir durch­geht… und lade dich zu einer beson­de­ren Aktion ein 😉

    Fehler #1: Als allererstes ein Logo machen lassen

    Wenn meine Men­tees zu mir kom­men, haben sie die­sen Schritt meis­tens schon ange­sto­ßen (oder fer­tig). Ich kann das gut ver­ste­hen, weil es sich pro­fes­sio­nell anfühlt. Ich bin ja auch in diese Denk­falle getappt. Nur: Das Logo ver­dient kein Geld für einen. Es ist gut, irgend­wann mal eines zu haben, aber es hat gerade am Anfang über­haupt keine Priorität. 

    Wich­ti­ger wäre, ein kla­res Ange­bot zu for­mu­lie­ren und zu ver­öf­fent­li­chen. Zum Bei­spiel auf einer ein­fa­chen Web­site, als simp­ler One-Pager. Am bes­ten mit einer kur­zen Vor­stel­lung, kla­ren Kon­takt­da­ten und einer ein­deu­ti­gen Hand­lungs­auf­for­de­rung. So etwas wie: „Vor­ge­spräch vereinbaren“.

    Meine eigene Geschichte dazu? Ich habe mich lange mit mei­nem Ange­bot nicht raus­ge­traut, weil mein Logo noch nicht fer­tig war. Schade. In der Zeit hätte ich näm­lich mein Ange­bot schon bekannt machen und auch die ers­ten Test-Kund:innen gewin­nen können.

    Meine Domain habe ich mir Anfang 2016 gesi­chert. Und davor und danach elen­dig lang recher­chiert: Wie könnte ich die Seite auf­bauen? Wie machen andere das? Was gefällt mir daran? Was würde ich anders machen? Ich habe gescrib­belt und ent­wor­fen und ver­wor­fen, bis ich dachte, den ulti­ma­ti­ven Plan zu haben. Auf mei­ner Seite war der­weil einige Monate lang nur das hier zu finden:

    So sah meine Coming-Soon-Page 2016 aus

    Nie­mand konnte mich kon­tak­tie­ren und um was es inhalt­lich bei mei­nem Ange­bot ging, war bei dem bun­ten Blu­men­strauß auch unklar. Meine „fer­tige Web­site“ exis­tierte in die­ser Zeit nur als Ent­wurf auf Power­point-Folien. Ich kam mir sehr gut vor­be­rei­tet vor… nur umge­setzt hatte ich in der Zeit lei­der nichts.

    Fehler #2: Zu lange an der Website basteln

    Im Hin­ter­grund hatte ich ange­fan­gen, an der Seite zu bas­teln, Unter­sei­ten anzu­le­gen, Inhalte ein­zu­pfle­gen. Ich war unsi­cher, ob die Texte gut genug sind (Kann ich das so schrei­ben? Du oder Sie? An wen richte ich mich über­haupt?). Und ich habe mich sehr lang mit der Optik auf­ge­hal­ten (Wel­ches Theme ist das rich­tige? Warum kann ich die verd*mmte Bild­größe nicht ändern? Wie ändere ich das Farb­schema? Wie die Schrift­art?).

    Dass ich mich tech­nisch rein­ge­fuchst habe, war für mich genau rich­tig. Ich will durch­schauen, wie Wor­d­Press funk­tio­niert, damit ich selb­stän­dig alles anpas­sen kann und nicht von irgend­wel­chen her­ab­las­sen­den Pro­gram­mie­rern abhän­gig bin.

    Dass ich mich so lange mit dem Per­fek­tio­nie­ren der Inhalte auf­ge­hal­ten habe, war hin­ge­gen ein Akt der Selbst­sa­bo­tage. Ich war wochen­lang wun­der­bar beschäf­tigt, habe in einer Kas­kade von „das muss ich aber vor­her noch erledigen/​entscheiden“ ver­hed­dert und konnte so sehr erfolg­reich immer wei­ter hin­aus­zö­gern, den „Veröffentlichen“-Button zu drü­cken. Weil ich näm­lich Angst hatte. Angst vor Kri­tik. Angst, dass „das alles“ nicht gut genug ist. Angst, dass jemand merkt, dass ich das zum ers­ten Mal mache.

    Was pas­siert ist, als den „Veröffentlichen“-Button kurz vor Weih­nach­ten 2016 end­lich gedrückt hatte?

    Nichts.

    Ich wette, dass wochen­lang nie­mand die frisch online gegan­gene Web­site über­haupt auch nur wahr­ge­nom­men hat. Ich hatte vor­her näm­lich (fast) nie­man­dem davon erzählt. Aus Angst, dass es dann doch nicht gut wird. Siehe oben. Dass die Google-Craw­ler zum Teil Wochen brau­chen, um neue Web­sites über­haupt zu fin­den und zu indi­zie­ren (damit sie in Such­ma­schi­nen über­haupt auf­tau­chen kön­nen), wusste ich damals noch nicht.

    Meine Men­tees ermu­tige ich daher, mög­lichst früh schon ihren One-Pager zu ver­öf­fent­li­chen. Dann ist diese Selbst­sa­bo­tage-Falle schon mal weg und auf eine neue Web­site ver­irrt sich am Anfang sowieso nie­mand, außer du streust die Adresse gezielt.

    Vimeo

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    So sah meine Web­site 2017 aus, als ich sie end­lich ver­öf­fent­licht hatte.

    Fehler #3: Das eigene Angebot nicht genug zuspitzen

    Mein Bauch­la­den hatte zwar nur zwei­ein­halb Pro­dukte, aber es war ein Bauch­la­den. Ich konnte mich näm­lich nicht ent­schei­den: Wollte ich Wissenschaftler:innen bei­brin­gen, wie sie durch visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion ihre For­schungs­er­geb­nisse ver­ständ­lich prä­sen­tie­ren kön­nen? Oder wollte ich das Visua­li­sie­ren selbst über­neh­men und als Dienst­leis­tung anbieten?

    Also habe ich bei­des auf der Web­site prä­sen­tiert. Außer­dem noch ver­mischt mit dem Ange­bot, auch „andere Sachen“ visu­ell zu doku­men­tie­ren. Das hat poten­ti­elle Kun­den ver­wirrt, wie mir durch das Gespräch mit mei­ner Men­to­rin spä­ter klar­ge­wor­den ist.

    Seit­dem ich eine klare Tren­nung zwi­schen Trai­nings­an­ge­bot und Krea­tiv­dienst­leis­tung habe (zwei Web­sites, zwei Spra­chen), läuft es deut­lich bes­ser. Es kom­men mehr und pas­sen­dere Anfra­gen von Kund:innen. Weil es tat­säch­lich zwei kom­plett unter­schied­li­che Wunsch­kun­den­grup­pen sind, mit denen ich zusam­men­ar­beite und die ich jetzt viel geziel­ter anspre­chen kann.

    Mei­nen Men­tees rate ich, dass sie erst­mal mit einem Ange­bot star­ten. Erwei­tern und aus­bauen lässt sich das immer noch.

    Fehler #4: Zu lange nur statischen Inhalt auf der Website haben

    Was ist sta­ti­scher Inhalt? Alles, was sich sel­ten ver­än­dert. Also zum Bei­spiel die Über-mich-Seite, die Kon­takt­seite, die Angebotsseite(n) und zu einem gewis­sen Grad auch die Start­seite.

    Dyna­mi­schen Inhalt haben Web­sites eigent­lich nur, wenn regel­mä­ßig neuer Inhalt ver­öf­fent­licht wird. Wenn wir also zum Bei­spiel einen Blog pfle­gen und wöchent­lich einen Arti­kel schrei­ben. Oder – deut­lich auf­wen­di­ger – Pod­cast­fol­gen oder Videos produzieren.

    Warum ist dyna­mi­scher Inhalt so wich­tig? Ich erzähle es mal an mei­nem Bei­spiel: Meine Web­site ist Ende 2016 online gegan­gen, mei­nen ers­ten Blog­ar­ti­kel habe ich am 14. Mai 2020 ver­öf­fent­licht. In die­sen etwa drei­ein­halb Jah­ren mit nur sta­ti­schem Inhalt hatte meine Web­site pro Woche etwa nur eine Hand­voll Sei­ten­auf­rufe. Meine Kurse waren nur des­we­gen aus­ge­bucht, weil ich mit Bil­dungs­trä­gern zusam­men­ge­ar­bei­tet habe, die eine hohe Reich­weite haben und die die Wer­bung für mich über­nom­men haben. Durch die Web­site habe ich die­ser Zeit so gut wie keine Kund:innen gewon­nen. Wer auf mei­ner Web­site gelan­det ist, kannte mich in der Regel vor­her schon durch einen Kurs.

    Wer auf mei­ner Web­site gelan­det war, konnte sich aber auch gleich fra­gen: Was gibt es denn hier für mich? Warum hät­ten diese Men­schen nach dem ers­ten Besuch der Web­site wie­der­kom­men sol­len? Es gab nichts inter­es­san­tes Neues zu ent­de­cken. Mal ehr­lich: Nie­mand kommt wöchent­lich wie­der, um sich die immer glei­che Start­seite anzugucken.

    Seit­dem ich einen Blog habe, hat sich das dra­ma­tisch ver­än­dert. Ich habe mir ver­dutzt die Augen gerie­ben, als ich unter mei­nem aller­ers­ten Blog­ar­ti­kel schon einen Tag nach der Ver­öf­fent­li­chung zwei Kom­men­tare hatte. 😮 Von zwei mir völ­lig unbe­kann­ten Men­schen. 😲 Die sich auch noch für den Inhalt bedankt haben. 🙃

    Mit die­sem ers­ten Blog­ar­ti­kel begann mein Reich­wei­ten­auf­bau – und nicht mit der Web­site an sich. So konnte das wei­ter­ge­hen! Ja, und schade auch um die drei­ein­halb unge­nutz­ten Jahre…

    Kommentare im Blog

    Fehler #5: Zu selten & unregelmäßig frischen Inhalt veröffentlichen

    In mei­nen ers­ten 12 Mona­ten mit Blog habe ich ganze 4 Arti­kel ver­öf­fent­licht. Viel zu sel­ten und viel zu unre­gel­mä­ßig. Warum?

    Weil es mir unend­lich schwer­ge­fal­len ist.

    Ers­tens: Der Glau­bens­satz „Ich kann nicht schrei­ben“ hing mir seit Schul­zei­ten hart­nä­ckig an den Hacken. Ich hatte kei­nen Spaß an Auf­sät­zen und meine Text­in­ter­pre­ta­tio­nen wichen regel­mä­ßig vom vor­ge­fass­ten Text­ver­ständ­nis mei­ner Deutsch­leh­rer ab. Zwar hat ein Blog­ar­ti­kel herz­lich wenig mit einer Inter­pre­ta­tion von Schil­lers Maria Stuart zu tun. Gelähmt hat mich das trotzdem.

    Spoi­ler: In den nächs­ten 6 Blog-Mona­ten – das heißt von Mai bis heute – habe ich 26 Arti­kel ver­öf­fent­licht und bekomme regel­mä­ßig posi­tive Reso­nanz dar­auf. Scheint so, als ob die­ser hin­der­li­che Glau­bens­satz ein­fach nur ein hin­der­li­cher Glau­bens­satz war – und nicht die Wahr­heit.

    Zwei­tens: Diese ers­ten 4 Arti­kel zu schrei­ben war so müh­sam, weil ich mich an nie­man­den spe­zi­fisch gerich­tet habe. Wenn du nicht weißt, wem du schreibst, fällt es schwer fest­zu­le­gen, wel­che Inhalte hin­ein­sol­len. Was ist inter­es­sant? An wen richte ich mich? An alle im Inter­net, die deutsch­spra­chig sind?!

    Drit­tens: Ich habe sehr lang für die Texte gebraucht. Wenn ich meh­rere Tage lang an einem Arti­kel geschrie­ben und her­um­kor­ri­giert hatte, brauchte ich erst­mal eine Pause vom Schrei­ben. Ich hatte dann wochen­lang keine Lust, mich an den nächs­ten Text zu setzen.

    Fehler #6: Zu lange, erschöpfende Artikel schreiben

    Ein wei­te­rer Grund für die Schrei­bun­lust: Diese ers­ten 4 Arti­kel waren erschöp­fend lang. Irgendwo hatte ich gele­sen, dass ein „ech­ter“ Blog­ar­ti­kel zwi­schen 2.000 und 10.000 Wör­tern hat. Aber natür­lich ginge es nicht darum, den Text künst­lich auf­zu­blä­hen, son­dern „wert­volle Inhalte“ für die Leser:innen zu erstel­len. Ach ja, und dann am bes­ten auch noch unter­halt­sam geschrie­ben. Das hat mir dann gleich drei­fach Druck gemacht: Wert­volle Inhalte, lan­ger Text, unter­halt­sam. Diese hohen Ansprü­che an mich selbst waren opti­male Vor­aus­set­zun­gen, noch vor dem Los­schrei­ben gleich wie­der die Lust zu ver­lie­ren. Nicht ver­ges­sen: Ich war Schreib­wie­der­ein­stei­ge­rin mit so gut wie null Übung im Texten.

    Das hat dazu geführt, dass ich ver­sucht habe, in einem ein­zi­gen Arti­kel ein Thema kom­plett und umfas­send abzu­han­deln. Die Texte sind aus­geufert, weil ich alle inhalt­li­chen Ver­zwei­gun­gen, die sich teil­weise erst beim Schrei­ben erge­ben haben, gleich ein­bauen wollte. Mich hat das gestresst und meine Lese­rin­nen ver­wirrt: Wenn mehr als ein roter Faden ent­hal­ten ist, dann wird ein unüber­sicht­li­ches Knäuel draus. Meh­rere kurze Arti­kel sind dann deut­lich besser.

    Und wenn ein Thema so umfas­send abge­früh­stückt war, folgte immer die bange Frage: „Und wor­über soll ich jetzt schrei­ben?“ Ich hatte Angst, dass mir nach spä­tes­tens 10 Arti­keln die The­men ausgehen.

    Fehler #7: Das Bloggen erstmal wieder einschlafen lassen

    Weil das Schrei­ben war müh­sam war, hatte ich mir schon die nächste Selbst­sa­bo­tage als Glau­bens­satz zurecht­ge­legt: Ich wollte ja gar nicht „Blog­ge­rin“ werden.

    Das waren für mich Men­schen, deren Ziel es war, mit ihrem Blog direkt Geld zu ver­die­nen. Ich bin Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin. Ich habe kei­nen blas­sen Schim­mer davon, wie ich mei­nen Blog „mone­ta­ri­sie­ren“ könnte – und ich will das auch gar nicht. Ich bin gut darin, Men­schen zu hel­fen, bes­ser ver­stan­den zu wer­den. Ich zeige ihnen, wie sie im Job visu­ell kom­mu­ni­zie­ren kön­nen. Damit sie ihren Kli­en­ten oder Pati­en­tin­nen leich­ter hel­fen oder ihre Che­fin über­zeu­gen können.

    Wenn das mein Schwer­punkt ist, dann kann ich ja nicht auch noch Blog­ge­rin sein – oder?!

    Das Pro­blem bei die­ser Denk­weise: Wie soll ich denn Men­schen hel­fen, die mich als Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin brau­chen, wenn sie online nicht zu mir fin­den? Ich mache meine Trai­nings seit Anfang 2020 fast nur noch online und ich bin dabei, mich von den Bil­dungs­trä­gern abzunabeln.

    Gefun­den werde ich nur, wenn Such­ma­schi­nen wie Google etwas Inter­es­san­tes von mei­ner Web­site anzei­gen kön­nen. Ange­zeigt wer­den bevor­zugt – tadaaa! – dyna­mi­sche Inhalte. Also regel­mä­ßig ver­öf­fent­lichte Blog­ar­ti­kel. Was auch logisch ist. Google mag, was Men­schen mögen. Zum Bei­spiel aktu­elle Tipps und Anlei­tun­gen – und keine ver­staub­ten Startseiten.

    Also habe ich im Mai 2021 wie­der ange­fan­gen zu blog­gen. Dies­mal aber mit Plan und Unter­stüt­zung. Und weißt du was?

    Das war eine meiner 3 besten Entscheidungen als Selbständige in 2021!

    Im Früh­jahr bin ich in den kos­ten­lo­sen Blog-Kurs von Judith Peters ein­ge­stie­gen. Und auf ein­mal war die Freude am und Lust aufs Schrei­ben wie­der da. Texte und The­men spru­del­ten nur so aus mir her­aus. Schrei­ben wurde plötz­lich leicht und – oh Wun­der – „Wor­über soll ich schrei­ben?“ war keine Frage mehr. Eher: „Wann soll ich all diese vie­len Ideen verbloggen?“

    Dass ich davon mehr wollte, war mir schon in der zwei­ten Woche klar. Ich bin dabei­ge­blie­ben bzw. habe mir im Juli ein Upgrade gegönnt und bin in The Con­tent Society gewech­selt. Damit habe ich jetzt  ein vol­les Jahr Unter­stüt­zung in einer wun­der­vol­len Gemein­schaft schrei­ben­der, blog­gen­der Frauen. Und ich genieße bis­her jeden ein­zel­nen Tag davon, auch wenn ich nicht jeden Tag schreibe.

    Fazit: Was würde ich aus heutiger Sicht anders machen?

    a. Früher mit dem Bloggen anfangen.

    Viiiiiiiiiiiel frü­her! Am bes­ten schon, sobald die allerste Web­site-Ver­sion als  One-Pager steht. Warum?

    Mal abge­se­hen davon, dass mein Ange­bot über Such­ma­schi­nen wie Google, Eco­sia oder Duck­DuckGo viel frü­her hätte gefun­den wer­den kön­nen: Schrei­ben bringt mir Klar­heit und mich immer wie­der auf neue Ideen. Es öff­nen sich ganz neue Mög­lich­keits­räume, neue Ideen­räume. Mein Ange­bot als Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin hat sich durch das Blog­gen inner­halb kur­zer Zeit ver­bes­sert und wei­ter­ent­wi­ckelt. Schrei­bend habe ich Ideen ent­wi­ckelt, auf die ich durch rei­nes Nach­den­ken gar nicht gekom­men bin.

    b. Mir erlauben, auch kürzere Artikel zu schreiben

    Das macht mich beim Schrei­ben schnel­ler. Und es nimmt mir den Druck, den „per­fek­ten“ Arti­kel ver­öf­fent­li­chen zu wol­len. Wenn ich mich zu lange an einem Text auf­halte, dann kom­men die ande­ren gar nicht zu ihrem Recht. Denn mit jedem neuen Arti­kel spru­deln min­des­tens 5 neue Arti­kel­ideen nach. Und auch die wol­len alle raus in die Welt.

    Inter­es­san­ter­weise bekomme ich auf diese kür­ze­ren, umset­zungs­ori­en­tier­te­ren, unpo­lier­ten Arti­kel viel mehr Reso­nanz, als auf die super­lan­gen, erschla­gen­den ers­ten 4…

    Alleine wäre ich so weit nicht gekom­men. Daher:

    c. Mir zügig eine Gemeinschaft mit Gleichgesinnten suchen

    Ich bin eher zufäl­lig auf Judith und ihre Kurse gekom­men und bin glück­lich über die­sen Zufall. In The Con­tent Society habe ich mei­nen Tribe gefun­den. Hier fühle ich mich wohl, bekomme ich Unter­stüt­zung und Feed­back und unglaub­lich viele Anre­gun­gen. Denn eigent­lich ist das, was Judith auf­ge­baut hat, ein empowern­des Netz­werk inspi­rie­ren­der Frauen… ver­klei­det als harm­lose Blog-Kurse.

    Zu sehen, was all diese Frauen zu sagen und zu schrei­ben haben, macht mir Mut und macht mich immer wie­der auch glücklich.

    Es sind ja nicht nur Exper­ten­ar­ti­kel, die da zu unse­ren jewei­li­gen The­men ent­ste­hen. Es sind auch all diese end­lich(!!!) wahr­nehm­ba­ren weib­li­chen (Schreib-)Stimmen, die ich bis­her so schmerz­haft im Inter­net ver­misst habe. Intel­li­gente Texte, anrüh­rende Texte, lus­tige Texte, melan­cho­li­sche Texte, ehr­li­che Texte, rat­lose Texte, ermu­ti­gende Texte, kurze Texte, lange Texte, per­sön­li­che Texte, sach­li­che Texte, enga­gierte Texte. Die ganze Band­breite des­sen, was einen leben­di­gen Men­schen eben so bewegt.

    Und ich möchte noch viel mehr davon lesen! 

    Weil ich davon über­zeugt bin, dass sich noch mehr groß­ar­tige Frauen mit ihrer (Schreib-)Stimme Gehör ver­schaf­fen soll­ten! Wer schreibt, bleibt – und prägt den öffent­li­chen Dis­kurs mit. In die­ser Gesell­schaft brau­chen wir viel mehr weib­li­che Stim­men, die sich zu Wort mel­den und in ihrer Viel­falt etwas bewe­gen kön­nen. Vom Gen­der Pay Gap und der Glä­ser­nen Decke, über die Sicht­bar­keit und Sicher­heit von Frauen im öffent­li­chen Raum, über Jobs, die man uns plötz­lich doch zutraut…

    Als schrei­bende, blog­gende Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin bin ich mitt­ler­weile aus Über­zeu­gung im Chor der weib­li­chen Stim­men dabei. Obwohl ich intro­ver­tiert und sonst eher zurück­hal­tend bin. Warum? Weil ich andere, die nach mir kom­men, dadurch ermu­ti­gen kann!

    Kommentar im Blog

    Es wurde schon genug ÜBER uns geschrie­ben, höchste Zeit, dass wir selbst mit­mi­schen! Ich habe genug von Gestal­ten wie Kubicki, Merz und Lind­ner. Ich habe die Nase voll von Vor­ge­setz­ten, die Frauen weni­ger zutrauen als Män­nern, und uns des­we­gen mit „Junior“-Rollen abspei­sen wol­len. Und ich habe auch genug von tech­ni­schen Blog­gern, die das Schrei­ben im Netz so furcht­bar kom­pli­ziert erschei­nen las­sen (von wegen „min­des­tens 2.000 Wör­ter“ und „ohne SEO brauchst du gar nicht erst anfangen“…)

    Und was ist mit dir?

    Ich möchte auch deine Stimme gerne hören! Denn ich bin sicher: Wenn du bis hier­her mit­ge­le­sen hast, dann hast auch du etwas zu sagen – bezie­hungs­weise zu schrei­ben. Lass uns das Inter­net flu­ten mit der Viel­falt unse­rer Stim­men, Ideen und Erkenntnissen!

    Die nächste Gele­gen­heit, das in einer groß­ar­ti­gen, ener­gie­vol­len Gemein­schaft zu tun, ist beim Jah­res­rück­blog* von Judith:

    Jahresrückblog

    Ich werde die­ses Jahr vom 1. Dezem­ber an dabei sein und kann dir das nur aus vol­lem Her­zen emp­feh­len. Die Teil­nahme kos­tet nichts und die Gruppe wird wie­der Gra­nate sein (denn ich weiß schon, wer noch so alles dabei sein wird)! Am 20. Dezem­ber ver­öf­fent­li­chen wir alle gemein­sam unse­ren Arti­kel, der in die­ser Zeit in Ruhe ent­ste­hen, wach­sen und rei­fen darf.

    Kommst du mit dazu? Dann melde dich jetzt an und lass uns zusam­men eine gute Zeit haben: 

    (*Affi­liate-Link aus Über­zeu­gung. Wenn du dich über die­sen Link anmel­dest und spä­ter ein Ange­bot buchen soll­test, erhalte ich eine Pro­vi­sion. Für dich ent­ste­hen keine Mehr­kos­ten.)

    Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

    *Pflicht­feld. Du kannst dich jeder­zeit mit einem Klick wie­der abmel­den. Die Infos, dich ich per E‑Mail ver­schi­cke, wähle ich sorg­fäl­tig aus und ver­sorge dich nor­ma­ler­weise vier Mal im Monat mit Neu­ig­kei­ten. Meine E‑Mails ent­hal­ten neben zahl­rei­chen kos­ten­lo­sen Tipps und Inhal­ten auch Infor­ma­tio­nen zu mei­nen Kur­sen, Ange­bo­ten und Aktio­nen. Hin­weise zum Daten­schutz, Wider­ruf, Pro­to­kol­lie­rung sowie der von der Ein­wil­li­gung umfass­ten Erfolgs­mes­sung erhältst du unter Daten­schutz.

    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

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    Anleitung visueller Tagesplan

    Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.

    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.11.2021

    An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

    Es ist Frei­tag und der dritte Tag des Online-Bil­dungs­ur­laubs, den ich in die­ser Woche für eine Orga­ni­sa­tion in Düs­sel­dorf durch­füh­ren darf. Ein Hoch auf beruf­li­che Wei­ter­bil­dung mit Spaßfaktor!

    Ich muss sagen, dass ich die Online-Bil­dungs­ur­laube beson­ders genieße, weil ich mir mei­nen Arbeits­platz vor dem Kurs in Ruhe genauso ein­rich­ten kann, wie es mir gut­tut. Zum Bei­spiel mit einer gro­ßen Kanne Tee, mei­ner Lieb­lings­tasse, zwei Moni­to­ren für mehr Über­sicht, einem pro­fes­sio­nel­len Ansteck­mi­kro und viel Platz auf dem Schreib­tisch. Nicht im Bild: Die Doku­men­ten­ka­mera, mit der ich die live erstell­ten Anlei­tun­gen direkt im Ent­ste­hen zei­gen kann.

    Teetasse, Teekanne und Laptop auf Schreibtisch

    Die Pla­nung der Inhalte steht natür­lich schon vor dem Kurs. Ich bin aber immer so fle­xi­bel, dass ich auf Wün­sche und aktu­el­len Bedarf der Teilnehmer:innen spon­tan ein­ge­hen und die Rei­hen­folge der Inhalte umstel­len kann. Neben­her notiere ich mir den tat­säch­li­chen Zeit­be­darf der ein­zel­nen Übun­gen in jedem Kurs, den ich durch­führe (das sind die oran­ge­far­be­nen Uhr­zei­ten). Das schwankt je nach Vor­wis­sen von Kurs­gruppe zu Kurs­gruppe teil­weise sehr stark. Über die Jahre hin­weg habe ich durch die Noti­zen genug Erfah­rung ange­sam­melt, um zu wis­sen, wo ich zusätz­li­chen Zeit­puf­fer oder optio­nale Übun­gen ein­bauen sollte, damit es inhalt­lich für alle gut passt.

    Ablaufplan fuer Bildungsurlaub Visuelle Notizen

    Der wich­tigste Schlüs­sel zu visu­el­len Noti­zen (aka Sketch­no­tes) ist die land­kar­ten­ar­tige Struk­tu­rie­rung der Inhalte. Wäh­rend es für visu­elle Noti­zen keine ein­zige Zeich­nung braucht(!), spielt die cle­vere und geschickte Blatt­auf­tei­lung eine ent­schei­dende Rolle. Des­we­gen zieht sich Struk­tur wie ein roter Faden durch den gesam­ten Bildungsurlaub.

    Struktur-Entwurf für eine visuelle Notiz

    Zeich­nun­gen sind natür­lich trotz­dem ein belieb­ter Übungs­teil. 😀 Wir hal­ten es dabei ein­fach und nut­zen zum Bei­spiel leicht zu vari­ie­rende Strich­fi­gu­ren, um Emo­tio­nen und Bezie­hun­gen zu ver­deut­li­chen. Sehr gut geeig­net, um Coa­ching­ge­sprä­che oder Tea­ment­wick­lun­gen visu­ell zu begleiten.

    einfache Strich-Figuren für visuelle Notizen

    In Prä­senz­kur­sen ist der Aus­tausch inner­halb der Gruppe leicht. Man kann ein­fach rechts und links schauen, wie die ande­ren das so machen. Damit das online auch leicht geht, nut­zen wir im Bil­dungs­ur­laub eine vir­tu­elle Pinn­wand. So kön­nen alle ihre Resul­tate tei­len und gegen­sei­tig Feed­back geben und nehmen.

    Visuelle Notizen aus dem Bildungsurlaub auf dem Padlet

    Zwi­schen­durch kam eine wun­der­bare E‑Mail von einer Kurs­teil­neh­me­rin, die letzte Woche im Bil­dungs­ur­laub bei mir war. Mir ist wich­tig, die Work­shops so pra­xis­re­le­vant wie mög­lich zu gestal­ten. Des­we­gen brin­gen die Teil­neh­men­den eigene Pro­jekt­ideen mit, an denen sie dann zwei Nach­mit­tage lang mit mei­ner und Unter­stüt­zung aus der Gruppe arbei­ten kön­nen. Hier ging es einer­seits darum, die Mode­ra­tion und Doku­men­ta­tion einer Ver­an­stal­tung in visu­el­ler Form vor­zu­be­rei­ten. Gleich­zei­tig war diese Mode­ra­tion auch der Start in die neben­be­ruf­li­che Selb­stän­dig­keit – und wenn ich das mit mei­ner Erfah­rung unter­stüt­zen kann, tue ich das beson­ders gerne!

    Danke fürs Empowerment im Bildungsurlaub

    Am aller­meis­ten freue ich mich, wenn es dann so gut läuft! Hach! 😀

    Wor­über ich mich heute auch freue: Dass ich die­sen Bil­dungs­ur­laub von mei­nem hei­mi­schen Stu­dio aus durch­füh­ren kann. Zum einen stei­gen die Covid-Inzi­denz­zah­len in NRW gerade gewal­tig und ich hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn zwölf Teilnehmer:innen drei Tage lang in klei­nen Grup­pen räum­lich eng zusam­men­ar­bei­ten müss­ten. Zum ande­ren genieße ich es sehr, in der Mit­tags­pause ein­fach in die Küche run­ter­ge­hen und und mit mei­nem Liebs­ten zusam­men frisch kochen zu kön­nen. So viel bes­ser als But­ter­brote oder das Kan­ti­nen­es­sen bei Präsenzkursen!

    Basilikum im Sonnenschein

    Heute gab es Rot­kohl asia­tisch nach einer Anlei­tung auf wok-rezept.net. Wir haben das Rezept ein biss­chen abge­wan­delt und noch zwei Quit­ten rein­ge­schnip­pelt (in Anleh­nung an Apfel-Rotkohl).

    Geraspelter Rotkohl

    Nach Kur­sende noch eine kleine Runde durch den Wald. Es wird irre schnell dun­kel durch die Zeit­um­stel­lung, momen­tan geht die Sonne hier schon gegen 16.50 Uhr unter.

    Im Wald geht Sonne zwischen Stämmen unter

    Apro­pos Quit­ten: Die letz­ten bei­den Abende waren wir damit beschäf­tigt, Quit­ten­mus in ver­schie­de­nen Varia­tio­nen zu kochen, jeweils einen 3‑Li­ter-Topf voll. Zum Bei­spiel mit Stern­anis und Zimt oder mit Lebkuchengewürz.

    Quitten

    Der Mann kam dann heute auf die groß­ar­tige Idee, eine kleine Tafel Bit­ter­scho­ko­lade (85 % Kakao) kurz vor Kochende ins heiße Mus zu rüh­ren. Geschmack­lich mein der­zei­ti­ger Favorit!

    Mann rührt Quittenmus im Topf

    Nach Abfül­len der Glä­ser gab es dann noch ein spek­ta­ku­lä­res Abend­rot zu sehen.

    Abendrot am leicht bewölkten Himmel

    Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zu den nächs­ten 12 von 12!

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    Hi, ich bin Viktoria.

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    Anleitung visueller Tagesplan

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    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Fotos: Ute Gabriel

    Lese­zeit: ca. 11 Minu­ten | aktua­li­siert: 02.11.2021

    Ein son­ni­ger Okto­ber mit vie­len Pre­mie­ren: Vor lau­ter Neue­run­gen bin ich dies­mal am Inkto­ber geschei­tert, habe eine neue Anlei­tung zum kos­ten­lo­sen Down­load fer­tig­ge­stellt, bin live inter­viewt wor­den, habe mir beson­dere Zeich­nun­gen in einem beson­de­ren Museum ange­se­hen und hatte viel Spaß bei mei­nem ers­ten pro­fes­sio­nel­len Fotoshooting. 😀

    Der Inktober-Fail

    Hilft es dir, mit Stich­wort­lis­ten als Anre­gung ins krea­tive Tun zu kom­men? Mich hat es die­sen Monat total gelähmt. Eigent­lich wollte ich dies­mal den kom­plet­ten Okto­ber als Inkto­ber durch­zie­hen: Jeden Tag eine kleine, ein­fa­che Gra­fik zu dem jeweils vor­ge­schla­ge­nen Tages­stich­wort machen. Ich hatte sogar schon vor­her, als die offi­zi­elle Stich­wort­liste im Sep­tem­ber ver­öf­fent­licht wurde, ein ers­tes Brain­drawing mit mir selbst ver­an­stal­tet: Ziel war, „erste“ Ideen zu sam­meln, gedank­lich rein­zu­kom­men und mich warmzuzeichnen.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tat­säch­lich ist es dann bei die­ser einen Ideen­seite geblie­ben. Ich habe keine ein­zige wei­tere Inkto­ber-Zeich­nung gemacht, nicht ein­mal eine klitzekleine…

    Und dabei stand Inkto­ber als Stich­wort immer wie­der auf mei­nen Tages­plä­nen im Okto­ber – aber bezeich­nen­der­weise immer nur als Stich­wort ohne einen fes­ten Platz in der Zeit­leiste. Also ent­ge­gen mei­ner eige­nen Emp­feh­lung für den Umgang mit Auf­ga­ben im Tages­plan. 🙈

    Ich dachte mir näm­lich so: Das muss ich nicht fest ein­tra­gen, das kann ich ja zwi­schen­durch erle­di­gen. So als Pau­sen­ak­ti­vi­tät zwi­schen zwei ande­ren „ech­ten“ Aufgaben.

    Pus­te­ku­chen!

    Für mich hat sich damit wie­der die Erkennt­nis bewahrheitet:

    „What isn’t scheduled doesn’t get done.”

    Wenn ich es zeit­lich nicht fest ein­plane, erle­dige ich es (meis­tens) nicht. Oder anders gesagt: Um etwas zu erle­di­gen, muss ich es ver­bind­lich ein­pla­nen. Diese Erfah­rung mache ich immer wie­der: Daher muss ich Prio­ri­tä­ten fest ter­mi­nie­ren und ihnen einen rea­lis­ti­schen Zeit­block im Tages­plan reser­vie­ren. So rich­tig mir Ein­trag auf der Zeit­leiste und geschätz­tem Zeit­be­darf. Ein loses Stich­wort am Rand reicht da nicht.

    Auf der ande­ren Seite ist der Fail, etwas fest im Tages­plan zu ver­or­ten, für mich mitt­ler­weile ein auf­schluss­rei­cher Indi­ka­tor.

    Wenn es mir schwer­fällt fest­zu­le­gen, wann genau ich denn heute etwas ange­hen will und es ein­fach nur am Rand des Tages­plans ste­hen­bleibt, dann hat das immer einen guten Grund. Und wenn das über Tage so geht, dann sollte ich defi­ni­tiv genauer hin­schauen, was dahin­ter­steckt und mich hin­dert. Hat es doch keine Prio­ri­tät? Wo kommt der Wider­stand her? Warum sabo­tiere ich diese Auf­gabe? Das ist nicht immer sofort erkenn­bar, und es ist auch unan­ge­nehm, sich immer wie­der mit den eige­nen Wider­stän­den zu befas­sen – aber auch dies­mal hat es sich gelohnt.

    Wenn ich gaaa­anz ehr­lich mit mir sel­ber bin, hatte ich schon beim Warm­zeich­nen gemerkt, dass ich auf diese Wör­ter­liste keine Lust habe. Kei­ner der Begriffe hat Reso­nanz erzeugt, nichts hat mich unge­dul­dig oder lust­voll zu Stift und Papier grei­fen las­sen. Es schwang mehr so ein Pflicht­ge­fühl mit: „Du soll­test aber…“ Nur ein­ge­ste­hen wollte ich das mir nicht. Schließ­lich sollte ich doch auch als „gutes Bei­spiel“ in mei­nem Fort­ge­schrit­te­nen­kurs vor­an­ge­hen, oder etwa nicht?

    Ich hatte mei­nen Teil­neh­me­rin­nen als Auf­gabe gestellt: Jeden Tag eine kleine Visua­li­sie­rung, ohne künst­le­ri­schen Anspruch, ein­fach nur 5 Minu­ten täg­lich zum Dran­blei­ben. Und am Ende des Monats drü­ber freuen, was so alles quasi neben­her ent­stan­den ist.

    Für mich hatte das letz­tes Jahr super funk­tio­niert. Dies­mal aber hatte ich par­tout Wider­stand gegen diese Wort­liste, Tag für Tag mehr. Schließ­lich habe ich es dann (mit mas­siv schlech­tem Gewis­sen!!!) sein gelas­sen. Statt gleich Anfang Okto­ber die bewusste Ent­schei­dung zu tref­fen, selbst nicht bei der Aktion mit­zu­ma­chen, hat mein schlech­tes Gewis­sen immer wie­der das Gedan­ken­ka­rus­sell ange­schubst: Du soll­test jetzt aber auch… Du müss­test so lang­sam mal … Wie lange willst du es denn noch vor dir her­schie­ben… Je mehr Tage du ver­strei­chen lässt, desto schwe­rer kommst du rein… 

    Der schüt­zende Per­sön­lich­keits­an­teil in mir hat sich dann ein­fach in stum­mem Pro­test ver­wei­gert. Die Arme vor der Brust ver­schränkt, woan­ders hin­ge­guckt und das Stich­wort Inkto­ber kon­se­quent ignoriert.

    Passt es gerade ins eigene Leben?

    Eine mei­ner Teil­neh­me­rin­nen hat mir dann, ohne dass sie es wollte, eine Lek­tion erteilt. Sie hat im Okto­ber als ein­zige aus dem Fort­ge­schrit­te­nen­kurs kon­se­quent jeden Tag eine kleine Zeich­nung gemacht. Wört­lich sagte sie: „… meis­tens neben­bei hin­ge­krit­zelt“. Das heißt, ohne Anspruch auf beson­dere Ästhe­tik, ein­fach machen und fer­tig. Der Clou: Bei ihr schwang ein über­ge­ord­ne­tes Thema mit, das sie schon län­ger mit sich her­um­trägt. Und gar kein klei­nes: Es ging um ihren wei­te­ren beruf­li­chen Lebens­weg. Das heißt, jede Visua­li­sie­rung hatte bei ihr direk­ten Bezug zum ech­ten Leben. Sie stand vor einer wich­ti­gen Ent­schei­dung und die täg­li­che Mini-Visua­li­sie­rung hat dazu bei­getra­gen, dass sie jeweils einen bestimm­ten Blick­win­kel für sich bear­bei­tet und geklärt hat. In klei­nen Schrit­ten, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

    Das ist eine wun­der­bare Form des Selbst­coa­chings.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aus einer bana­len Wort­liste hat sie kraft­volle Leit­fra­gen für sich for­mu­liert. An sich selbst, an ihre Erwar­tun­gen, an das Leben und über­haupt. Die dar­aus ent­stan­de­nen Visua­li­sie­run­gen hat sie gut sicht­bar lie­gen gelas­sen und zur wei­te­ren Refle­xion genutzt. Sie ist abso­lut krea­tiv (also im Wort­sinn schöp­fe­risch!) damit umge­gan­gen. Mich hat das tief beeindruckt.

    Bei ihr hat das täg­li­che 5‑Mi­nu­ten-Zeich­nen einen fas­zi­nie­ren­den inne­ren Pro­zess in Gang gesetzt. Weil es für sie der rich­tige Zeit­punkt war. Weil sie etwas zu bear­bei­ten hatte. Es ist bei ihr auf frucht­ba­ren Boden gefal­len, sie hat aber auch die Chance aktiv genutzt und kon­se­quent umge­setzt. Durch die täg­li­chen 5 Minu­ten sind ihre anfäng­lich (wahr­schein­lich) dif­fu­sen Über­le­gun­gen als ein­fa­che Zeich­nun­gen mani­fest gewor­den. Auf Papier. Sicht­bar. In der Hand halt­bar. Hän­del­bar. Für mich ist das ein groß­ar­ti­ges Bei­spiel dafür, wie funk­tio­nelle Visua­li­sie­rung zur Klä­rung von Gedan­ken und zur inne­ren Klar­heit bei­tra­gen kann. Und ich bin sehr dank­bar dafür, dass sie das im Grup­pen­kurs mit uns allen geteilt hat.

    Mich hat es daran erin­nert: Ich kann meine Krea­ti­vi­tät nicht erzwin­gen. Bei mir hat der Gedanke an das täg­li­che Inkto­ber-Stich­wort ein Gefühl von Enge aus­ge­löst. Es ist mir in die­sem Jahr nicht gelun­gen, den Inkto­ber in Bezug zu mei­nem All­tag zu set­zen. Und das ist in Ord­nung. Meine Ener­gie war gerade in ande­ren Din­gen und Akti­vi­tä­ten gebunden.

    Des­we­gen bin ich mei­ner inne­ren Wäch­te­rin sehr dank­bar, dass sie sich so erfolg­reich gesperrt hat. Denn: Es hätte mich zu viel men­tale Ener­gie gekos­tet, das auch noch als zusätz­li­che Arbeits­auf­gabe in mei­nen Tages­ab­lauf rein­zu­quet­schen. (Nach Arbeit und Quet­schen fühlte es sich näm­lich an, die simple Freude aus dem letz­ten Jahr war ein­fach weg.)

    Neu erschaffen: Kostenlose Anleitung „Von To Do zu Done“

    Ta-daaaa! Ich bin stolz wie Oskar, dass ich dies­mal von der kon­kre­ten Idee bis zur Umset­zung nur fünf Tage gebraucht habe:

    von-to-do-zu-done-anleitung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die ganze Wahr­heit ist aber, dass ich vom unkon­kre­ten Wunsch bis zur kon­kre­ten Idee schon seit min­des­tens vier Mona­ten dar­auf her­um­ge­dacht habe: Was könnte ich als neues Ange­bot zum kos­ten­lo­sen Down­load anbie­ten? Der Wunsch war näm­lich, mein bis­he­ri­ges Free­bie (die Sketch­note-Start­hilfe) end­lich von der Web­site neh­men zu können.

    Ich halte die Start­hilfe immer noch für ein super Tool, aber sie passte in der Form schon lange nicht mehr zu mei­nem Trai­nings­an­ge­bot. Denn auch das hat sich wei­ter­ent­wi­ckelt. Die Beschrän­kung auf Sketch­no­tes (aka visu­elle Noti­zen), tja, das war ein­mal. Es gibt noch sooooo viel mehr cle­vere Mög­lich­kei­ten, sich den All­tag mit visu­el­lem Den­ken leich­ter zu machen… visu­elle Noti­zen sind nur ein klei­ner Aus­schnitt davon.

    Meine neue kos­ten­lose Anlei­tung „Von To Do zu Done“ setzt daher viel nie­der­schwel­li­ger an und greift ein All­tags­pro­blem auf: Die über­quel­lende To-Do-Liste, die man von Tag zu Tag so durch die Arbeits­wo­che schleift. Ein visu­el­ler Tages­plan (der – Ehren­wort! – kom­plett ohne Zeich­nun­gen aus­kommt) hilft, in 7 Schrit­ten zu einer rea­lis­ti­sche­ren Pla­nung dei­ner Auf­ga­ben zu kommen.

    Hier kannst du dir Anlei­tung kos­ten­los herunterladen:

    Zum Down­load

    Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

    Eine wei­tere Pre­miere in die­sem Jahr: Mein ers­tes Live-Inter­view im Inter­net. Mensch, war ich vor­her aufgeregt!

    Ulli Lang hat zu Herbst­ge­sprä­chen ein­ge­la­den und viele wun­der­bare Frauen haben zuge­sagt. Ich habe mit­ge­macht, weil ich den Gedan­ken hin­ter der Reihe wich­tig finde: Noch mehr Frauen zu ermu­ti­gen, sich online selb­stän­dig zu machen.

    Jede von uns bringt ihre eigene Geschichte mit, wir alle haben unter­schied­li­che Bio­gra­fien, unter­schied­li­che Berufe. Was uns aber eint, ist, dass wir uns getraut haben, ein Online-Busi­ness zu grün­den. Weil es dafür nicht den einen „rich­ti­gen“ Weg gibt, zeigt Ulli in ihrer Gesprächs­reihe die Viel­falt an mög­li­chen Ansät­zen, Wer­ten und Haltungen.

    Ich zum Bei­spiel bin eher sicher­heits­ori­en­tiert. Trotz mei­ner 12-mona­ti­gen Wei­ter­bil­dung zur zer­ti­fi­zier­ten Trai­ne­rin hätte ich aus mei­ner Fest­an­stel­lung (Typ: Angst­ge­stellte) her­aus nie Knall auf Fall gekün­digt. Schon gar nicht, um mich ins Blaue hin­ein selb­stän­dig zu machen. Des­halb habe ich neben­be­ruf­lich gegrün­det und erst­mal getes­tet, wie mein Ange­bot als Visua­li­sie­rungs­trai­ne­rin ange­nom­men wird. Aus­pro­biert, mit wem ich Zusam­men­ar­bei­ten will (YES! tat­kräf­tige, moti­vierte Frauen mit kla­ren Wer­ten und Hal­tung) und mit wem nicht (Behör­den? Ganz schwie­rige insti­tu­tio­nelle Kun­den…).

    Ich hatte die Wahl, WIE und WANN ich mich selb­stän­dig mache und emp­finde das auch als Pri­vi­leg: Ich musste nicht grün­den, ich wollte. Und zwar unbedingt.

    Weil all die­ses unge­nutzte Poten­tial end­lich in die Welt wollte! Mit einem regel­mä­ßi­gen Monats­ein­kom­men im Rücken hatte ich die Zeit aus­zu­pro­bie­ren, zu tes­ten, Feh­ler zu machen, nicht pas­sende Anfra­gen selbst­be­wusst abzu­leh­nen – ohne die Sorge, ob ich auch im nächs­ten Monat noch meine Miete zah­len kann.

    Neben­be­ruf­lich grün­den hat aber auch Nach­teile. Ein wesent­li­cher Fak­tor ist Zeit: Nicht Voll­zeit am eige­nen Unter­neh­men arbei­ten zu kön­nen. Dafür aber abends, am Wochen­ende und im Urlaub zu arbei­ten. Der Unter­neh­mens­auf­bau dau­ert dadurch län­ger. Manch­mal eine Grat­wan­de­rung: Sich genug Zeit zu neh­men für Fami­lie, für die eigene Erho­lung, für Freunde.

    Die Auf­zeich­nung des Herbst­ge­sprächs mit Ulli Lang fin­dest du hier:

    Interview-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was im Oktober 2021 sonst noch so los war

    Philibert & Fifi im NS-Dok Köln

    Meine Aus­stel­lungs­emp­feh­lung: Phi­li­bert & Fifi. Kari­ka­tu­ren und Zeich­nun­gen eines fran­zö­si­schen Zwangs­ar­bei­ters. So inter­es­sant, dass mein Liebs­ter und ich einen son­ni­gen Herbst­nach­mit­tag lie­ber drin­nen ver­bracht haben als am Rhein bei bes­tem Wet­ter spazierenzugehen.

    Läuft noch bis zum 30. Januar 2022. Wer es nicht nach Köln schafft, kann im Inter­net einen 360°-Rundgang durch die Aus­stel­lung machen. Oder sich „Phi­li­bert & Fifi  – Kari­ka­tu­ren und Zeich­nun­gen eines fran­zö­si­schen Zwangs­ar­bei­ters“ als Buch bestel­len: NS-Dok Eigen­ver­lag, Köln 2021. Text: Deutsch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch; Hard­co­ver, Faden­bin­dung, 272 Sei­ten, 15 Euro. Bestel­lun­gen über nsdok@stadt-koeln.de

    ns-dok-philibert-fifi-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Fotoshooting mit Üt

    Sel­fies für die Blog­bei­träge und auf Social Media? Schön und gut, nur: So lang­sam bin ich es müde… Es wird Zeit für pro­fes­sio­nelle Fotos! Über Emp­feh­lung bin ich auf die Foto­gra­fin Ute Gabriel auf­merk­sam gewor­den. Die Che­mie zwi­schen uns hat von Anfang an gestimmt und so ist es ein sehr lus­ti­ges Shoo­ting gewor­den. Auf die Bil­der, aus denen ich dann die finale Aus­wahl tref­fen darf, bin ich schon vor­freu­dig gespannt!

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    Bil­der & Video: Ute Gabriel

    Und hierüber habe ich im Oktober 2021 gebloggt

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Wäre es gut, eine Zeit­reise machen zu kön­nen? Zu einem jün­ge­ren Ich, um sich selbst bera­ten zu kön­nen? Wel­che Tipps hätte ich vor 10 Jah­ren gebraucht auf mei­nem Weg in die Selbständigkeit?

    12-von-12-ausflug © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    12 von 12: Oktober 2021

    An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Mein Diens­tag in 12 Bil­dern: Von Schiet­wet­ter, einem Dach­bo­den­fund, dem Schö­nen von Elmpt und einem Fahrradausflug.

    wie-kommt-handgezeichnetes-in-blog © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anleitung:
    Wie kommt eine handgemachte Zeichnung in den Blog?

    Zwei Ver­sio­nen: Eine, für die du nur Stift, Papier und Handy brauchst. Und eine etwas ambi­tio­nier­tere. (Funk­tio­niert auch für Power­point und andere digi­tale Formate.)

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    Hi, ich bin Viktoria.

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    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Foto: Ute Gabriel

    Lese­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 13.10.2021

    Wäre es gut, manch­mal eine Zeit­reise machen zu kön­nen? Zu einem jün­ge­ren Ich, um sich selbst bera­ten und Mut machen zu kön­nen? Mit dem Wis­sen von heute? Ich weiß es nicht. Die Erfah­run­gen, die wir dann machen (und die wir nicht machen) wür­den, wären wahr­schein­lich andere. Trotz­dem finde ich das Gedan­ken­ex­pe­ri­ment interessant:

    Wel­che 10 Tipps würde ich mei­nem 10 Jahre jün­ge­ren Selbst geben – von heute aus gesehen?

    1. Nimm die gläserne Decke wahr – und ernst.

    Ja, du steckst beruf­lich fest. Du bist im vier­ten Jahr in die­ser Orga­ni­sa­tion und die glä­serne Decke wird all­mäh­lich spür­bar. Du wirst dir in den nächs­ten Jah­ren noch einige Male hef­tig den Kopf daran sto­ßen, du weißt es nur noch nicht.

    Mit Fleiß, Weit­sicht und har­ter Arbeit krem­pelst du dei­nen Auf­ga­ben­be­reich um. Abläufe grei­fen jetzt bes­ser inein­an­der, brau­chen weni­ger Zeit und Auf­wand. Dein Team wächst. Du berich­test dei­nen Vor­ge­setz­ten regel­mä­ßig dar­über und bist über­zeugt, dass sie die posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen wahr­neh­men, aner­ken­nen und hono­rie­ren werden.

    Wer­den sie nicht. Nicht jetzt – und auch nicht in 10 Jahren.

    keine-befoerderung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Nimm wahr, was hier gespielt wird. Und dann:

    2. Finde deine Nische.

    Kon­zen­triere dich früh­zei­tig auf die Berei­che, in denen du dich ent­fal­ten kannst. Die du gestal­ten kannst. Du wirst Erfolge ein­fah­ren und Erfah­run­gen machen, die dich inner­lich laut lachen las­sen über die ver­zwei­fel­ten Sprü­che derer, die ver­su­chen, dich wei­ter­hin klein zu halten.

    totes-pferd © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    3. Wenn der Weg nach oben blockiert ist, mach dich breit. 

    Werde die Exper­tin, auf die sie schlecht ver­zich­ten kön­nen. Dann wirst du auf sie ver­zich­ten kön­nen. Du wirst stau­nen, wer alles im Laufe der Jahre deine Exper­tise nach­fra­gen wird.

    expertise © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    4. Lass dich nicht verheizen – lerne Nein zu sagen.

    Deine Kol­le­gin geht in Eltern­zeit? Kein Pro­blem, du mit dei­nem uner­müd­li­chen Ein­satz kannst ihre Auf­ga­ben doch sicher noch zusätz­lich über­neh­men, oder? Ist ja nur für 15 Monate.

    Dir schmei­chelt, dass nur du dafür in Frage kommst. Es fühlt sich an wie ein Ritterschlag.

    Die Folge ist aber ein Tief­schlag. Nach 6 Mona­ten wirst du aus­ge­brannt sein. Eines Mor­gens wirst du aufs Rad stei­gen und zur Arbeit fah­ren, den­sel­ben Weg wie immer. Und dann wirst du mit­ten auf der Stre­cke ste­hen­blei­ben und nicht mehr wis­sen, wo du lang­fah­ren sollst.

    BÄM! Du kannst dich ein­fach nicht mehr an den Weg erin­nern. Da ist nur noch ein gäh­nend schwar­zes Loch in dei­nem Kopf. Deine Kraft reicht noch, um umzu­dre­hen und nach Hause zu fah­ren. Du weinst erst­mal eine Runde und dann machst du das ein­zig rich­tige: Du holst dir Hilfe.

    Umarme die nächs­ten Monate. Sie bil­den einen ent­schei­den­den Wen­de­punkt in dei­nem Leben.

    5. Such dir frühzeitig Verbündete.

    Stell dir vor: Es geht dir nicht allein so. Das wirst du aber erst fest­stel­len, sobald du dich öff­nest und mit ande­ren über deine Situa­tion sprichst.

    Du musst das nicht mit dir alleine ausmachen.

    Je mehr du dich ver­netzt, desto kla­rer wird dir, dass mit dir alles in Ord­nung ist. Der Feh­ler steckt nicht in dir, der Feh­ler steckt im Sys­tem. Diese Orga­ni­sa­tion krankt an struk­tu­rel­len Pro­ble­men. Die wirst du nicht lösen kön­nen, auch wenn du es gerne würdest.

    6. Lass die Verantwortung bei denen, die sie haben.

    Punkt.

    7. Nimm Beratung an.

    Du wirst bei einer Wei­ter­bil­dung eine Men­to­rin ken­nen­ler­nen, die dich auf eine ganz neue Spur setzt. Am Bei­spiel ihres Lebens­wegs wird dir klar, was auch für dich alles mög­lich wäre. Das erste Mal leuch­tet zag­haft die Idee von Selb­stän­dig­keit in dei­nen Gedan­ken auf. 

    Dir geht der Arsch auf Grund­eis – das hat in dei­ner Fami­lie noch nie­mand gemacht.

    Aber der Wunsch nach Frei­heit und Selbst­wirk­sam­keit wird dich nicht mehr los­las­sen. Halte Aus­schau nach Bar­bara. 😉 Und dann nach Sig­run – sie wird spä­ter deine Busi­ness-Men­to­rin wer­den und dein Ver­ständ­nis, wie eine Unter­neh­me­rin arbei­tet, kom­plett umkrempeln.

    8. Verrate niemals deine Werte und Überzeugungen. 

    Gerech­tig­keit, Trans­pa­renz, Wert­schät­zung, Neu­gier, Offen­heit, Fle­xi­bi­li­tät, Inte­gri­tät. Je mehr du dein Leben an dei­nen Wer­ten aus­rich­test, desto stär­ker wirst du. Auch wenn du es jetzt noch nicht glau­ben kannst:

    Das ambi­va­lente Gefühl des Angst­ge­stell­ten­ver­hält­nis­ses wird sich in 10 Jah­ren ver­wan­delt haben in das herr­li­che Gefühl der freien Wahl.

    Wenn du bleibst, dann, weil du willst – nicht, weil du musst. Love it, change it, or leave it.

    love-it-change-it-leave-it © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    9. Folge beim Aufbau deiner Selbständigkeit deiner Intuition.

    Du musst dein Thema nicht suchen – es hat dich schon längst gefunden.

    Du wirst es erst zer­grü­beln und ver­su­chen, alle deine Mul­ti­be­ga­bun­gen unter einen Hut zu brin­gen. Auf dem Weg wirst du dir immer wie­der eine bestimmte Frage stel­len. Die Ant­wort lautet:

    JA, es ist völ­lig OK, nicht deine Num­ber-One-Lei­den­schaft zum Beruf zu machen, son­dern dein zweit­liebs­tes Thema. Wenn das, was du liebst, mit finan­zi­el­lem Erfolgs­druck ver­bun­den ist, macht es dir kei­nen Spaß mehr. Krea­ti­vi­tät auf Abruf wird für dich zu Unkrea­ti­vi­tät. Auf­trags­ar­bei­ten engen dich ein. Wenn du das los­lässt, schaffst du Platz für Neues.

    Und BÄM! Dein zweit­liebs­tes Thema wird sich zur ech­ten Beru­fung ent­wi­ckeln, sobald du ihm die ver­diente Auf­merk­sam­keit schenkst.

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bild: Ute Gabriel

    10. Hör auf dein Bauchgefühl, hör auf die Signale deines Körpers.

    Du hast mitt­ler­weile viel Erfah­rung. Deine Intui­tion ist dein zuver­läs­sigs­ter Kom­pass, wenn es um wich­tige Ent­schei­dun­gen geht. Du fühlst dich müde? Dann mach eine Pause. Du musst nicht alles schaf­fen und schon gar nicht alles auf ein­mal. Lass den maß­lo­sen Per­fek­tio­nis­mus los. Oder wie Jane von Klee ein­mal so schön gesagt hat:

    „Weißt du, was 80/​20 wirk­lich bedeu­tet? Unser Per­fek­tio­nis­mus kos­tet uns 80 % unse­rer Lebenszeit.“

    was-die-80-20-regel-wirklich-bedeutet © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Meine Liebe, du kannst dich auf die nächs­ten 10 Jahre freuen. Es wird nicht immer leicht sein, es wird Wachs­tums­schmer­zen geben – und es wird rich­tig gut werden!

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    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    Anleitung visueller Tagesplan

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    12 von 12: Oktober 2021

    12 von 12: Oktober 2021

    Lese- und Schau­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 12.10.2021

    An jedem 12. eines Monats fin­det das Foto­pro­jekt „12 von 12“ statt. Ursprüng­lich gestar­tet wurde es von Chad Dar­nell, aber lei­der inzwi­schen nicht mehr fort­ge­führt. Im deutsch­pra­chi­gen Raum sorgt zum Glück Caro von Drau­ßen nur Känn­chen dafür, dass wir trotz­dem wei­ter­ma­chen können.

    Es ist Diens­tag, ein ganz nor­ma­ler Arbeits­tag, und der mor­gend­li­che Blick aus dem Fens­ter ver­rät, dass heute Schiet­wet­ter im Rhein­land herrscht.

    1-rillenglaeser-12-von-12-september-2021

    Per­fek­tes Wet­ter für einen lan­gen Büro­tag heute.

    2-einbauschrank-12-von-12-september-2021

    Neben eini­gen läs­ti­gen Pflicht­übun­gen ist heute auch ein neuer Blog­ar­ti­kel in der Mache. Ich amü­siere mich köni­gin­neng­lich über die Bild­ideen, die mir spon­tan und par­al­lel zum Schrei­ben ein­fal­len. 😁 #10jahrezurückversetzt

    3-tapete-12-von-12-september-2021

    Drau­ßen pläs­tert es immer noch. Ich ver­ziehe mich für ein Stünd­chen auf den Dach­bo­den, bewaff­net mit Schere und Gewe­be­band. Eigent­lich will ich nur nur meine Mappe mit den Archi­tek­tur­zeich­nun­gen repa­rie­ren, die beim Umzug arg gelit­ten hat und aus­ein­an­der­zu­fal­len droht. Als die Mappe fer­tig ist, blät­tere ich noch eine Weile durch die A0-gro­ßen Pläne und staune, dass da Pro­jekte aus dem Stu­dium dabei sind, an die ich mich über­haupt nicht mehr erin­nern kann. 🤔

    4-paprika-12-von-12-september-2021

    Wie lange war ich eigent­lich auf dem Dach­bo­den? Offen­bar hat es schon lange auf­ge­hört zu reg­nen und zum Fei­er­abend kommt tat­säch­lich die Sonne noch mal raus.

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    Ich muss jetzt auch mal vor die Tür! Erin­nert sich noch jemand an das letzte 12 von 12? Wir sind durch die Rhei­ni­schen Streu­obst­wie­sen gestreift und haben uns infor­miert, wel­che alten Apfel­sor­ten es über­haupt so gibt. Mitt­ler­weile ist die Ent­schei­dung für ein ers­tes neues Apfel­bäum­chen gefal­len: Es ist der Schöne vom Elmpt. Am Wochen­ende gesetzt und gepflanzt.

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    Außer­dem hat der Mann begon­nen, den Kom­pos­ter zu bauen. Die Lat­ten sind von der Reno­vie­rung noch übrig und aus sta­bi­lem Voll­holz. Sollte also eine Weile halten.

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    Zwei Wände ste­hen schon, die beweg­li­che Vord­er­wand wird natür­lich deut­lich nied­ri­ger wer­den. Die Idee dazu stammt übri­gens von Simone Huwy­ler, die auch einen sehr lesens­wer­ten Blog hat: www.simonehuwyler.ch

    8-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Neben dem zukünf­ti­gen Kom­pos­ter geht es den Him­bee­ren jetzt schon sehr gut. Und hey: Wir haben Oktober!

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    Nach dem ver­reg­ne­ten Start ist es dann doch noch ein gol­de­ner Tag gewor­den. Wir schnap­pen uns die Räder und dre­hen noch eine Runde, bevor die Sonne untergeht.

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    Schön, oder?

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    Und jetzt geht es zurück nach Hause! 🙂

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    Danke fürs Vor­bei­schauen und bis zum nächs­ten 12 von 12!

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    Hi, ich bin Viktoria.

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    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Lese­zeit: ca. 9 Minu­ten | aktua­li­siert: 07.10.2021

    Der Sep­tem­ber war ganz klar von den Vor­be­rei­tun­gen auf den Um- und Ein­zug domi­niert. Ich fand es bemer­kens­wert, was wir in wel­cher Rei­hen­folge in den Tagen und Wochen vor dem eigent­li­chen Umzugs­ter­min abge­baut haben – und vor allem: Was bis zum Schluss ste­hen­ge­blie­ben ist. Klei­der­schrank? Kann man drauf ver­zich­ten. Auf Rei­sen lebt es sicht ja auch leicht aus dem Kof­fer. Bett? Für ein paar Nächte rei­chen auch Matrat­zen auf dem Boden. Hatte auch was von Japan-Fee­ling. Wie Tou­ris­ten im eige­nen Zuhause. 😁 Tisch? Den – fasst – nie­mand – an! Den haben wir tat­säch­lich als letz­tes abge­baut und im neuen Zuhause habe ich ihn als aller­ers­tes Möbel­stück wie­der zusammengeschraubt.

    Beruf­lich nimmt das Thema Visua­li­sie­rung im Mar­ke­ting gerade Fahrt auf: Mein ers­tes Exper­tin­nen-Inter­view mit einer Redak­teu­rin des Deut­schen Ärzteverlags. 

    So viele letzte & erste Male!

    Impro­vi­sier­tes Office am letz­ten Tag vor dem Umzug. Der Schreib­tisch ist schon abge­baut, aber die Flagge hängt noch im Fens­ter. Man muss halt Prio­ri­tä­ten setzen! 😉 

    provisorisches-office-zwei-auf-der-bank-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Wer auch noch eine der 11.000 Fah­nen für Viel­falt haben möchte, bekommt sie hier gegen Spende:

    Kein Veedel für Rassismus

    Beim Umzug war der Kak­tus eigent­lich die größte Her­aus­for­de­rung. Er ist ein Erb­stück und musste natür­lich unbe­dingt mit. Damit er weder aus dem Topf fällt noch irgend­je­man­dem beim Tra­gen ver­letzt, bekommt er ein Tra­ge­ge­stell verpasst.

    kaktus-verpacken-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Letzter Tag

    Am Mor­gen des Umzugs ist es neb­lig und im ehe­ma­li­gen Kin­der­zim­mer herrscht bewäl­tig­ba­res Chaos. Die borus­sen­grü­nen Wände müs­sen für die Woh­nungs­über­gabe noch weiß gestri­chen werden.…

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Kla­mot­ten für die nächs­ten Tage, in denen wir noch ohne Klei­der­schrank aus­kom­men müssen:

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Umzugs­wa­gen ist da. Alles, was noch in der Woh­nung ist, muss vier Stock­werke run­ter­ge­tra­gen wer­den. Einen Auf­zug gibt es nicht, aber starke Helfer.

    umzugswagen-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Dank der tat­kräf­ti­gen Unter­stüt­zung hat die Haupt­ak­tion mit den gro­ßen und sper­ri­gen Möbeln nur rund zwei Stun­den gedau­ert, sodass wir nach­her noch lange zusam­men in der Herbst­sonne sit­zen, fut­tern und quat­schen konn­ten. Stan­des­ge­mäß mit Bre­zeln, Nudel­sa­lat und einer gro­ßen Tonne Wein­gummi. Ein gro­ßes Dan­ke­schön an die­ser Stelle an San­dra, Frank, Rolf, Dirk und Mar­kus fürs Schlep­pen und Irene für die Ver­pfle­gung. Und natür­lich für die vor­züg­li­chen Gesprä­che rund um Haus, Gar­ten und das Leben an sich!

    Lus­ti­ger­weise habe ich von unse­rer gemüt­li­chen Gar­ten­runde kein ein­zi­ges Bild gemacht. Abends haben wir uns noch mal auf­ge­rafft und noch ein biss­chen gekramt und Möbel auf­ge­baut. Dabei ist uns auch das Herz auf den Schrank­bo­den gerutscht… 😁

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das erste Abend­essen im neuen Zuhause: Ich bin ja echt kein Fan von Fer­tig­pizza, aber das hier war schon eine ganz beson­dere Mahl­zeit. Und wenn der Ess­tisch noch nicht steht, dann müs­sen halt die Gar­ten­mö­bel in die Küche.

    monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Erster Tag

    Das erste Früh­stück im neuen Zuhause: Wir brin­gen ein biss­chen Urba­ni­tät und Ams­ter­dam-Fee­ling in die Nach­bar­schaft. Und früh­stü­cken ein­fach VOR der Tür, weil dort die Sonne scheint.

    fruestueck-vorm-haus-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der erste Will­kom­mens­gruß im neuen Zuhause: Unsere neuen Nach­barn hüp­fen auf einen schnel­len Besuch vor­bei und haben Blu­men mit. Den Flut­wein von der Ahr hab ich fürs Foto dane­ben gestellt. 😉 Der wird geköpft, sobald wir die bei­den besu­chen gehen.

    blumen-und-flutwein

    Ein gaaaa­anz beson­de­rer Moment: Onkel und Nichte freuen sich gemein­sam wie Bolle über die Bank, auf der sie sit­zen. Die Nichte, weil sie die Bank (fast) ganz alleine gebaut hat und super­stolz sein kann auf das schöne Stück. Und der Onkel, weil er jetzt end­lich sein lang ersehn­tes Geburts­tags­ge­schenk bekom­men hat.

    Zwei fröhliche Menschen auf einer Bank

    Was im September 2021 sonst noch so los war

    Visualisierung im Marketing

    Für die Heal­thRe­la­ti­ons des Deut­schen Ärz­te­ver­lags bin ich als Visua­li­sie­rungs­ex­per­tin von der wun­der­vol­len Miriam Mirza inter­viewt wor­den. Ent­stan­den ist dar­aus die­ser Arti­kel: Sketch­no­tes im Pharmamarketing

    Für mich sehr span­nend, Ein­blick in eine Bran­che zu bekom­men, mit der ich bis­her wenig Berüh­rungs­punkte hatte. Tat­säch­lich ist es im Phar­ma­be­reich sehr ähn­lich wie in ande­ren Berei­chen, die wis­sens- und wis­sen­schafts­las­tig sind: Kom­plexe Zusam­men­hänge las­sen sich mit visu­el­ler Hilfe viel ein­fa­cher erklä­ren (Zum Bei­spiel: Wie wirkt ein Medi­ka­ment im mensch­li­chen Kör­per?). Gleich­zei­tig ist es eine eher kon­ser­va­tive Bran­che, wo hand­ge­machte Visua­li­sie­run­gen wie Sketch­no­tes noch unüb­lich sind. Die, die sich trauen, hän­disch zu visua­li­sie­ren, bekom­men daher viel Auf­merk­sam­keit. Und Auf­merk­sam­keit ist fürs Mar­ke­ting ein ent­schei­den­der Erfolgsfaktor.

    Sketchnotes HealthRelations monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ist Mar­ke­ting für dich auch rele­vant? Du traust dich aber noch nicht so rich­tig, selbst­ge­machte Skiz­zen für deine Kom­mu­ni­ka­tion ein­zu­set­zen? Dann lass uns dar­über spre­chen, wie du mit eige­nen hand­ge­zeich­ne­ten Visua­li­sie­run­gen DEIN Thema rüber­brin­gen kannst und buche deine unver­bind­li­chen 15 Minu­ten Ken­nen­lern­ge­spräch mit mir:

    Bundestagswahl

    In Köln gibt es als Son­der­form der Brief­wahl auch die Mög­lich­keit zur Direkt­wahl. Dann geht man vor dem Wahl­tag in das zustän­dige Ver­wal­tungs­zen­trum, bekommt (wie sonst im Wahl­lo­kal) die Wahl­un­ter­la­gen in die Hand gedrückt und kann direkt in einer Wahl­ka­bine seine Kreuz­chen machen. Alles wie am Wahl­tag, aber zeit­lich fle­xi­bel. Die­ses Jahr konnte man sich nur die Wahl­un­ter­la­gen abho­len, eine Kabine gab es nicht. Also habe ich dies­mal Brief­wahl gemacht

    briefwahl-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Monat der Fragebögen

    Ja, ich bin ein Nerd. Und ja, ich sauge Infor­ma­tio­nen auf wie ein Schwamm. Des­we­gen war es mir ein gro­ßes Ver­gnü­gen, vor mei­ner Wahl­ent­schei­dung ein paar Tools auszuprobieren.

    Wahl-O-Mat

    Der Wahl-O-Mat ermit­telt, wel­che Par­tei der eige­nen poli­ti­schen Posi­tion am nächs­ten steht. Man beant­wor­tet 38 Fra­gen und kann dann die eige­nen Ant­wor­ten mit denen der Par­teien abglei­chen. Man kann auch gewich­ten, wel­che The­men für einen selbst beson­ders wich­tig sind. Der Wahl-O-Mat errech­net am Schluss den Grad der per­sön­li­chen Über­ein­stim­mung mit den Parteien. 

    Dein Wal

    Fand ich beson­ders inter­es­sant. Auch wenn Dein­Wal dem Wahl-O-Mat sehr ähnelt, steckt doch ein ganz ande­res Kon­zept dahin­ter. Es geht nicht um Wahl­pro­gramme, son­dern um das tat­säch­li­che Abstim­mungs­ver­hal­ten von Abge­ord­ne­ten und Frak­tio­nen in den letz­ten vier Jah­ren. Man kann also abglei­chen, wel­che Par­tei so abge­stimmt hat, wie man selbst abge­stimmt hätte.

    (So was ähn­li­ches wie der)
    Myers-Briggs-Per­sön­lich­keits-Indi­ka­tor

    Hat mit der Bun­des­tags­wahl nichts zu tun – wirkt sich aber viel­leicht auf deine Wahl aus, wenn du wis­sen willst, ob wir gut zusam­men­ar­bei­ten kön­nen. Werde ich dem­nächst drü­ber schrei­ben. Vor allem, wie sich meine Per­sön­lich­keit auf meine Arbeit aus­wirkt und was das für dich heißt. 😉

    INTP persoenlichkeit © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und hierüber habe ich im September 2021 gebloggt

    wie-sieht-eine-gut-formulierte-aufgabe-aus © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tipps für gut formulierte Aufgaben

    Mar­kierst du eine E‑Mail mit einem Fähn­chen und tust so, als würde sie dadurch zu einer Aufgabe?

    visualisieren-oder-zeichnen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können – oder etwa doch nicht?!”

    Ach, so wie E‑Mails auch nur von Schrift­stel­le­rin­nen geschrie­ben wer­den können…?

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    12 von 12: September 2021

    Mein Sonn­tag in 12 Bil­dern: Von Ril­len­glä­sern, Streu­obst­wie­sen und Anischampignons.