Die Zeit für funktionelle Visualisierung ist reif: 3 Trends

Die Zeit für funktionelle Visualisierung ist reif: 3 Trends

Lesezeit: ca. 11 Minuten | aktualisiert: 14.01.2022

Dass wir im Wissenszeitalter leben, ist eine Binsenweisheit. Nur was bedeutet das für unsere tägliche Arbeit? Menschen in Wissensberufen (egal ob Coach, Ingenieurin, Therapeutin, Lehrerin, Projektleiterin…) stehen heute vor drei Herausforderungen:

  • Wissen strukturiert und bedeutungsvoll sichtbar zu machen.
  • Informationen aus dem virtuellen Raum zurückzuholen und sie mit den Händen anfassbar zu machen.
  • Eine handlungsleitende Kultur der Beteiligung und des Dialogs zwischen Menschen und Organisationen zu etablieren.

Immer mehr Menschen erobern sich Visualisierung als handwerkliche Fertigkeit zurück – um zu lernen, zu planen, zu entscheiden, sich selbst zu organisieren und mit anderen zusammenzuarbeiten.

Visualisierung ist ein Werkzeug wie ein Schweizer Taschenmesser.

Trend 1: Visualisierung – die Sehnsucht nach dem Greifbaren

Früher konnten Menschen ihren Beruf sehr einfach erklären – oft mussten sie das nicht einmal, weil es so offensichtlich war. Mein Onkel war Schreiner. Er baute in seiner Schreinerwerkstatt mit Schreinerwerkzeug Möbel aus Holz. Wurde in unserer Familie ein Kind geboren, bekam es einen handgefertigten Hocker geschenkt. Meinen kann man heute in meinem Arbeitszimmer bewundern. Meine Großtante war Töpferin und stellte Weinkrüge her. Einer davon steht heute bei uns in der Küche. Wenn Menschen ins Schaufenster meiner Tante sahen, war offensichtlich, woran sie arbeitete und was sie von ihr kaufen konnten.

Auch wenn es diese Berufe immer noch gibt: Die meisten von uns arbeiten am Bildschirm, am Telefon und in Meetingräumen. Wir nennen uns Bildungsreferentin, Coach oder Prozessmanagerin. Unser wichtigstes Werkzeug ist nicht mehr die Säge oder die Töpferscheibe, sondern unser Kopf. Auf dem Weg von der Werkbank zum Schreibtisch ist unsere Arbeit ungegenständlich und komplex geworden. Prozessdesigns, Evaluationstools und Beratungsgespräche kann man nicht sehen und anfassen wie einen Holzhocker oder einen Tonkrug.

Trends-Visualisierung© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Unsere Tätigkeit hat sich in den virtuellen Raum verlagert.

Sowohl für unsere Arbeitsschritte als auch für die Resultate, die wir erzielen, gilt: Das Greifbare ist verloren gegangen.

Der Reichtum unserer Gegenstandswelt, unser Körper und unsere Sinne spielen im Zeitalter von Digitalisierung und Wissensarbeit eine immer geringere Rolle. Und das, obwohl unsere Aufgaben immer diversifizierter und komplexer werden. Das Paradoxe: Unser Gehirn ist ziemlich ungeschickt im Umgang mit virtuellem Wissen. Abstrakte Informationen begreifen wir schlecht. Große Mengen an Zahlen, Daten und Fakten können wir uns schwer merken. Zusammenhänge und Wechselwirkungen als Ganzes können wir gedanklich kaum erfassen.

Die Visualisierung von Informationen am Bildschirm in Form von digitalen Grafiken und Diagrammen ist deshalb längst eine Grundstrategie von Wissensarbeit geworden. Nur: Sind ein Computer und Software die richtigen Visualisierungs-Werkzeuge für uns als soziale, sinnliche und sinnsuchende Wesen? Ist das der beste Weg, um Wissen zu erarbeiten und zu beherrschen? Und schaffen wir es rein virtuell, dieses Wissen bedeutungsvoll mit den Menschen zu teilen, mit denen wir in komplexen Systemen zusammenarbeiten? Gelingt es uns, ein tiefes, gemeinsames Verständnis über gemeinsame Vorhaben zu erreichen?

gedanken skizzieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Trend 2: Visualisierung – Wissensarbeit ist Handarbeit

Wahrscheinlich hast auch du schon längst bemerkt, wie begrenzt die Möglichkeiten des Computerbildschirms sind, um Dinge zu begreifen, Neues zu entwickeln und sinnerfüllt zusammenzuarbeiten. Manchmal stellen digitale Tools eine regelrechte Barriere dar und lenken uns von den wesentlichen Dingen ab.

Statt Beamer, Leinwand und PowerPoint gibt es in vielen Entwicklungs-Abteilungen wieder Flipcharts, Haftnotizen, Marker und Klebestifte. Ingenieurinnen stellen fest: Wir kommen nicht weiter, wenn wir nur auf Datentabellen starren – wir müssen Dinge in die Hand nehmen. Und so werden im Design (oder Hybrid) Thinking – ganz handwerklich – Prototypen für Soft- und Hardware aus Pappe gebastelt, die sich anfassen, drehen und schnell verändern lassen. Diese handfesten Modelle ermöglichen Lernerfahrungen, die kein virtuelles Modell leisten kann. Ein Vorgehen, das Designer und Architektinnen schon im Studium lernen.

Auch Lego hat diesen Trend längst erkannt und sich eine erwachsene Zielgruppe neu erschlossen. Unter dem Stichwort SeriousPlay bauen Softwareentwickler und Projektmanagerinnen aus bunten Kunststoffsteinen Lieferketten oder Qualitätsmanagment-Prozesse zusammen, um sie sich selbst und anderen begreifbar zu machen.

Ähnliches wird schon lange im Coaching- und Therapiebereich genutzt. Statt nur in Worten zu beschreiben, wie sich die komplexen Beziehungsebenen in einer Familie darstellen, hat es sich bewährt, mit konkreten Systemaufstellungen zu arbeiten. Also zum Beispiel mit Figuren, die zueinander positioniert werden können. Wer steht wem nahe, wer blickt in die gleiche Richtung, zueinander hin, voneinander weg? Was verändert sich, wenn eine oder mehrere Figuren bewegt werden? Wie wirkt sich das auf das System Familie aus? Es fällt uns viel leichter, das zu verstehen, wenn wir es vor uns sehen, aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und auch mit unseren Händen greifen können.

Aber auch schon das Zweidimensionale – das Arbeiten mit Stift und Papier – hilft uns dabei, unser abstraktes Wissen greifbar zu machen.

90-Tage-Plan Coaching-Tool Riesenrad 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch Coaching geht mit Stift und Papier: Die Riesenrad-Methode lässt sich im Selbst-Coaching, aber auch gemeinsam im Dialog mit Coachees durchführen.

Trend 3: Visualisierung – Sichtbarmachen als Kulturtechnik

Immer mehr Menschen entdecken die Unmittelbarkeit von Stift und Papier wieder, um sich auszudrücken. Indem wir Gedanken zu Papier bringen, sie aufschreiben und aufzeichnen, werden sie sichtbar. Aus einer flüchtigen Idee kann dann ein Plan werden, und aus dem Plan können wir konkrete Schritte entwickeln, um unser nächstes Ziel zu erreichen.

Das gilt für unser eigenes Lernen genauso wie auch für die Zusammenarbeit mit anderen Menschen. In ein paar Strichen auf einem Schmierblatt erklären zu können, wo im Coaching-Prozess wir uns gerade befinden, sorgt für Klarheit und ein gemeinsames Verständnis. Ob strukturiert, chaotisch, banal oder kreativ – solche Gedankenskizzen sind nur für den Moment. Sie helfen dabei, unser Denken im Fluss zu halten und Gespräche zielgerichteter zu führen.

Wir sehen wie auf einer Landkarte, wo sich unsere Gedanken gerade befinden. Wir können mit dem Finger darauf zeigen und von dort aus den nächsten Schritt entwickeln.

Keine digitale Software ist so robust und so einfach zu benutzen, so schnell und so kostengünstig verfügbar, wie ein simples Stück Papier und ein Stift.

War es in den 1990ern noch revolutionär, in Meetings PowerPoint zu nutzen, ist es heute für viele ein Grund, mindestens innerlich die Augen zu verdrehen. Das liegt nicht primär an der Software, sondern am Umgang vieler Menschen damit: Sachverhalte werden nicht im Zusammenhang gezeigt, sondern zu Bullet Points atomisiert. Digital erstellte Schautafeln fliegen von links ins Bild ein und lösen sich beim „Umblättern“ auf die nächste Folie in winzige Pixel auf. Die Schrift darauf ist so klein, dass sie kaum lesbar ist. Unmengen von Text und unnötiges grafisches Dekor prasseln auf uns ein, sodass der Geist zum Selbstschutz auf Durchzug stellt.

Die Möglichkeiten des digitalen Werkzeugs werden zur Falle.

Unmengen von Grafiken, Icons und Symbolen stehen in der digitalen Bildbibliothek zur Verfügung, aber oft lenken sie uns vom eigentlichen Inhalt ab: Dem Wissen, das wir anderen vermitteln oder von anderen aufnehmen wollen.

Nicht die PowerPoint-Folien, sondern dieses Wissen will gestaltet werden. Wir müssen es in sichtbare Zusammenhänge einbetten, um es verstehbar zu machen. Das Medium ist dabei egal: Gut gestaltete Informationen kannst du genauso wirksam in PowerPoint vermitteln wie auf einem Flipchart oder einem virtuellen Whiteboard.

visuell-überzeugend-präsentieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Wissensarbeiter:innen brauchen also die Skills von Wissensdesigner:innen.

Dabei geht es nicht um Zeichenfertigkeiten, sondern um den Umgang mit Informationen. Wie man Wissen visuell sinnvoll gestaltet, wird weder von PowerPoint noch von anderer Software vermittelt.

Die intuitivsten Werkzeuge, um uns die visuelle Sprache wieder anzueignen, sind:

  • unsere Vorstellungskraft,
  • visuell-systematisches Denken und
  • der handwerkliche Umgang mit Stift und Papier.

Das Sichtbarmachen von Gegenständlichem und Abstraktem ist eine uralte menschliche Kulturtechnik: Angefangen von Zeichnungen an Höhlenwänden über die ersten Schriftsysteme bis zu heutigen visuellen Leitsystemen, die wir beispielsweise von Flughäfen und Krankenhäusern kennen, aber auch von Verkehrsschildern. Nach so vielen Menschheitsgenerationen liegt uns visuelle Orientierung quasi in den Genen.

visuelle-notizen-gedankenlandkarte

Es gibt viele Zugänge zur Welt der Visualisierung

Wir sind von visueller Sprache umgeben – und genau das macht sie so leicht erlernbar.

Wir konsumieren visuelle Sprache täglich. Wirkmächtig werden wir, wenn wir lernen, sie selbst anzuwenden.

Wie gelingt dir nun der Zugang zu Visualisierung als handwerklicher Fertigkeit?

Du kannst über Suchmaschinen das Internet nach Bildideen durchforsten und abzeichnen, was dir auf den Bildschirm kommt. Du kannst dir Anleitungsvideos anschauen oder sogenannte „Business-Symbole“ aus Büchern Strich für Strich nachmalen. Das ist für den Einstieg erstmal gut, reicht aber nicht aus, um die visuelle Sprache wirklich zu beherrschen.

Die meisten Interessierten bleiben aber genau an dieser Stelle der stecken. Das ist so, als würdest du beim Schreibenlernen nicht über das Stadium eines Grundschülers hinauskommen, der Buchstaben abmalt – und nicht in der Lage ist, selbst Wörter oder eigene Sätze zu bilden. Oder sogar kleine Geschichten zu schreiben.

Deswegen bin ich eine leidenschaftliche Verfechterin von visueller Alphabetisierung. Menschen zu befähigen, unabhängig von den Vorgaben anderer IHRE Art der visuellen Sprache zu entdecken und nach ihren eigenen Bedürfnissen weiterzuentwickeln, finde ich essenziell.

Wir leben im Informationszeitalter und die meisten von uns sind Wissensarbeiter. Wenn Visualisierung die „Weltsprache des 21. Jahrhunderts“ ist, wie der Informationswissenschaftler Robert E. Horn in seinem Buch „Visual Language“ darlegt, können wir es uns nicht leisten, visuelle Analphabeten zu bleiben.

Deswegen folgen meine Trainings nicht dem „Abmalprinzip“, sondern ich zeige dir, wie visuelles Denken funktioniert, wie du Kreativitätstechniken gewinnbringend einsetzt und wie du mit wenig Aufwand selbst auf einzigartige visuelle Ideen kommst.

Hast du Lust auf ein intensives Visualisierungstraining mit mir?

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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12 von 12: Januar 2022

12 von 12: Januar 2022

Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.01.2022

An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

Mein Arbeitstag startet immer mit einer Kanne frisch gebrühten Tees. Oft pflücke ich mir dafür etwas aus unserem Kräuterbeet zusammen – in den Wintermonaten steht aber nur noch der Salbei so richtig gut im Saft. Deswegen ergänze ich heute mit ein paar Scheiben Ingwer und Kurkuma.

Salbei-Ingwer-Kurkuma 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ansonsten scheint es ein kalter Tag zu bleiben. Viele Pflanzen im Garten sind mit einer dicken Reifschicht und schönen Eiskristallen überzogen.

gefrorener Farn 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Beim Blick aus dem Fenster sehe ich diese kleine Schnecke am Glas hockriechen. Vielleicht sucht sie ein warmes Plätzchen?

Schnecke am Fenster 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Motto für 2022 ist der Dreiklang aus Fülle, Fokus und Wachstum. Fokus werde ich dieses Jahr unter anderem mithilfe von 90-Tage-Sprints halten. Das erste Quartal plane ich heute mit der Riesenrad-Methode, eines meiner liebsten Visual-Coaching-Tools.

90-Tage-Plan Coaching-Tool Riesenrad 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gestern habe ich einen Blogartikel zu aktuellen Trends in der Visualisierung fertiggeschrieben. Bevor ich ihn veröffentlichen kann, brauche ich noch ein Titelbild. Deswegen habe ich mich noch ans Zeichnen gemacht und scanne jetzt das getrocknete Bild ein. (Meine Bildidee ist ein Zitat aus dem Artikel: „Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser.”)

gezeichnetes Taschenmesser 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eigentlich hätte ich gerne einfach ein Bild aus dem letzten Fotoshooting genommen, habe auf den Bilderpool aber leider noch immer keinen Zugriff – und muss jetzt scheinbar warten, bis meine Fotografin im Februar aus dem Urlaub zurück ist, obwohl in ihrem Schaufenster schon eines meiner Bilder hängt.

Schaufenster Fotografin 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wenn ich schon den Scanner aufgebaut habe, schaue ich, was ich sonst noch aus dem neuen Skizzenbuch digitalisieren will. Seit dem 1. Januar mache ich als Fingerübung wieder eine kleine Zeichnung pro Tag. Die kann etwas ganz Alltägliches sein wie das Taschenmesser, oder etwas Besonderes, an das ich mich später erinnern möchte – so wie der gequetschte Daumen, den sich mein Liebster bei der Gartenarbeit zugezogen hat…

verletzter Daumen 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

… oder der Roman von Simone van der Vlugt, den ich an nur zwei Abenden komplett durchgelesen habe. Das Buch kann ich empfehlen, die Zeichnung steht für mich aber auch für die besondere Atmosphäre in Büchereien, die ich so liebe. Anfang des Jahres waren wir in der Stadtteilbibliothek und haben uns einen neuen Leseausweis machen lassen. Nachtblau ist das erste Buch, das ich in diesem Jahr ausgeliehen habe.

Buch Nachtblau 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Meine früheren Skizzenbücher sind schon weitgehend digitalisiert, aber einige waren noch unbeschriftet. Das macht das Suchen nach bestimmten Zeichnungen etwas mühsam, deswegen hole ich das jetzt nach.

Stapel Skizzenbücher 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Bevor ich mich gleich für drei Stunden ins Webinar setze, drehe ich noch eine Runde an der frischen Luft im Wald. Es ist immer noch kalt.

gefrorene Baumscheibe 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auf dem Weg zurück zwitschert es mir vielstimmig aus einem Baum entgegen. Als Stadtkind kann ich nur eine gute Handvoll Vögel auseinanderhalten und freue mich deshalb über jede Neuentdeckung. Eine meiner liebsten Apps ist birdNET. Mit ihr kann man Vogelstimmen aufnehmen und bekommt nach wenigen Sekunden ausgespuckt, welchen Vogel man da gerade gehört hat. Am Waldrand saßen also Stieglitze. Interessant…🤓🦤 Um die Datenmenge klein zu halten, wird übrigens nicht die Tondatei, sondern das Bild mit dem akustischen Muster analysiert.

birdnet stieglitz 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

So, jetzt geht es los: Tag 3 von 5 im kostenlosen Online-Business-Workshop meiner Coach Sigrun. Geht bis abends, deswegen sage ich für heute Tschö! Danke fürs vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

Workshop Sigrun 12-von-12© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Mein Dreiklang für 2022: Fülle-Fokus-Wachstum

Mein Dreiklang für 2022: Fülle-Fokus-Wachstum

Foto: Ute Gabriel

Lesezeit: ca. 8 Minuten | aktualisiert: 04.01.2022

Brauche ich eigentlich ein Jahresmotto? Oder ein Leitwort für das neue Jahr? Und wenn ja, welches soll es sein? Die meiste Zeit meines Lebens hatte ich keines. 2021 war das erste Jahr mit Motto und mein Leitwort 2021 war Sichtbar werden. Es hat mich tatsächlich durchs Jahr begleitet wie ein Kompass, an dem ich mich und meine Aktivitäten immer wieder ausgerichtet habe. Wie kraftvoll so ein Leitwort sein kann, hat mich selbst erstaunt: Ich bin stolz auf die selbsterreichte Bilanz der (für mich) drei wichtigsten Kennzahlen im Online-Business:

Durch die höhere Sichtbarkeit ergeben sich plötzlich so viel mehr Möglichkeiten – deswegen habe ich mir für 2022 kein einzelnes Leitwort ausgesucht, sondern gleich einen Dreiklang: Fülle, Fokus und Wachstum.

Was Fülle für mich bedeutet

Meine erste Assoziation zu Fülle war: Aus dem Vollen schöpfen. Und genau das werde ich in 2022 tun. Ich werde weiterhin aus meinem Fachwissen als Visualisiererin schöpfen. Ich werde aus meiner langjährigen Erfahrung als Trainerin in der Erwachsenenbildung schöpfen. Und ich werde aus der Fülle meines neuen Wissens rund ums Online-Business schöpfen. (Sinnbildlich dafür steht mein Erfolgsmomente-Glas, das ich seit dem letzten Jahr auf dem Schreibtisch stehen habe.) Vor allem aber möchte ich aus meinen Beziehungen schöpfen – und das ist etwas völlig Neues für mich.

Beziehungsfülle

Ich bin keine geborene Netzwerkerin. Andere Menschen um einen Gefallen zu bitten, kam für mich lange Zeit nicht in Frage – vor allem nicht, wenn ich nichts im direkten Austausch anbieten konnte. Und ich hatte in der Vergangenheit oft das Gefühl, nichts im Austausch anbieten zu können. Was hatte ich denn, was für die andere Person wertvoll wäre? Mein Glaubenssatz war: Wenn ich um einen Gefallen bitte, bin ich lästig, falle ich zur Last. Dass dieser Glaubenssatz nun im Laufe von 2021 zerbröselt ist, hat mit dem besonderen Netzwerk in The Content Society zu tun. Dort regelmäßig die Erfahrung zu machen, dass allein schon die Aufklärung eines Begriffs, ein Kommentar oder eine Kurzanleitung für andere so wertvoll sind, dass sie von sich aus mit mir in den Austausch gehen, hebt mich regelrecht aus den Schuhen.

Verrückt: Mittlerweile komme ich ganz von selbst auf die Idee, Menschen um eine halbe Stunde ihrer Zeit zu bitten, um etwa eine Idee durchzusprechen oder meine Gedanken zu einem neuen Angebot zu ordnen.😅

Fülle in diesem Zusammenhang bedeutet für mich: Mir endlich offiziell zu erlauben, aus meinen Beziehungen zu schöpfen (und gewohnheitsmäßig nicht nur andere aus meiner Wissens- und Erfahrungsfülle schöpfen zu lassen).

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der monatliche Blog&Business-Talk in The Content Society hat schon zu spontanen Verabredungen zum gemeinsamen Brainstorming geführt.

Lebensfülle

Fülle bedeutet für mich aber auch, die vielen verschiedenen Aspekte des Lebens zusammenzuführen. Durch die starke Ausrichtung auf mein Online-Unternehmen ist vieles andere in 2021 zu kurz gekommen. Ich habe zu viel gearbeitet und zu wenig geschlafen, zu wenig Sport gemacht, zu wenig gezeichnet, zu wenig Zeit mit den Menschen verbracht, die ich liebe. Die Vielfalt, die mein Leben erst lebendig macht, wird in 2022 wieder in den Fokus rücken. Lebensfülle ist da das Stichwort.

Eine eingängige Form, sich die Lebensfülle vor Augen zu führen, ist das Wheel of Life. Einmal im Jahr mache eine Bestandsaufnahme mit diesem Selbstcoaching-Tool, ganz klassisch mit den derzeit für mich wichtigsten Lebensbereichen. In der Rückschau auf das letzte Jahr kommt ein ziemlich verbeultes Lebensrad heraus. Die Visualisierung hilft mir, sehr schnell zu erkennen, welche Bereiche mehr Aufmerksamkeit benötigen. Dabei geht es nicht darum, überall 100 Prozent zu erreichen, sondern um einen Abgleich zwischen: Wo wäre ich gerne in Lebensbereich A auf der Skala, um zufrieden zu sein? und Wo bin ich derzeit auf der Skala? Für die Lebensbereiche mit den größten Abweichungen zwischen Wunsch- und Ist-Zustand habe ich konkrete Ziele entwickelt und Lösungsschritte benannt.

wheel-of-life-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Wheel of Life: Ein einfaches und effektives (Selbst-)Coachingtool, das ich in regelmäßigem Abstand nutze. Das ist die Momentaufnahme von Anfang Dezember 2021. Mir ist sehr klar, welche drei Lebensbereiche jetzt gerade mehr Aufmerksamkeit benötigen und was ich unternehmen werde.

Finanzielle Fülle

2022 wird das erste Jahr, in dem sich mein Online-Business finanziell trägt. In den vergangenen zwei Jahren habe ich einen hohen vierstelligen Betrag ins Unternehmen investiert, vor allem in meine eigene Bildung (Wissensaufbau ist normal in einem Wissensberuf), aber auch in professionelle Tools.

Die Zeit, wo ich mir mit kostenlosen Informationen aus dem Internet mein Wissen zusammenstückelt habe, ist definitiv vorbei. Wenn es kein Geld kostet, kostet es etwas anderes – in den meisten Fällen Zeit und Nerven. Für 2022 habe ich mir die Begleitung einer Business-Mentorin gesichert, die den Weg, den ich beschreite, schon gegangen ist. Keine billige Investition, aber eine günstige: Mit ihr strukturiert zu arbeiten wird mein bisheriges Mäandern durch den Marketing-Dschungel abkürzen. Es wird dazu beitragen, meinen Wunschumsatz in 2022 zu erreichen und die Investition mehrfach wieder reinzuholen.

Erfolgsmomenteglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Erfolgsmomenteglas, das seit März 2021 wichtige immaterielle Dinge für mich sammelt und aufbewahrt: Neue Fähigkeiten, Aha-Momente und Erfolgserlebnisse.

Wie Fokus dazu passt

Auf den ersten Blick könnten sich Fülle und Fokus ausschließen. Aber: Damit Fülle nicht zur Über-Fülle wird, brauche ich Fokus. So viele Themen und Begabungen! Als vielfältig interessierte Person neige ich oft dazu, meine Aufmerksamkeit auf zu viele verschiedene Dinge gleichzeitig zu richten. Mich für eine bestimmte Zeit nur auf die drei wichtigsten Aspekte zu fokussieren, bewahrt mich vor dem Verzetteln. Tatsächlich haben Fülle und Er-füllung für mich mit dem Setzen von Prioritäten zu tun. In gewisser Weise war schon 2021 ein Jahr der Fülle, beispielsweise in Bezug auf die Fülle von Blogartikeln, die ich veröffentlicht habe. Mein Fokus auf Content-Fülle hat zu größerer Sichtbarkeit beigetragen.

Nun ist Sichtbarkeit kein Selbstzweck, sondern soll dazu beitragen, dass mein Unternehmen mich dauerhaft ernährt, Stichwort finanzielle Fülle. Deswegen geht der Fokus in 2022 verstärkt auf das Durchführen von begleiteten Online-Kursen, individuellen Einzelcoaching-Paketen und der Verfeinerung der Launch-Strategie. Außerdem werde ich mein Signature-Programm für visuelles Denken und Arbeiten an den Start bringen: Denken mit dem Stift. Es wird DAS Go-To-Programm für Selbständige, Unternehmerinnen und Coaches, die ihre Ideen übersichtlich festhalten und mit Klarheit kommunizieren wollen: Übersichtlichere Notizen, anschaulichere Präsentationen und zeitsparende Selbstorganisation.

Der Fokus richtet sich aber auch in den persönlichen Bereich. Ich möchte meine Freundschaften wieder bewusster pflegen und mir Zeiten reservieren, die frei von Arbeit und voll von Muße sind: Zeichnen, lesen und im Garten rumprötschen sind gerade die Top 3.

Blumenstrauß-Tusche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Momentan liebe ich Tuschezeichnungen, um mich zu entspannen. Das Original ist 50 cm lang und an drei Abenden entstanden. Den Blumenstrauß, der bei uns auf dem Tisch stand, habe ich jeweils ein Stück um seine Achse weitergedreht und so eine Abwicklung gezeichnet.

Wie Wachstum den Dreiklang vervollständigt

Das letzte Jahr war geprägt von immensem persönlichen Wachstum. Ich finde es unfassbar, wie viel Neues ich „nebenher“ gelernt habe in den 10 Wochen, in denen ich meinen ersten „richtigen“ Online-Kurs erstellt, gelauncht und durchgeführt habe. Jetzt wird das Unternehmenswachstum nachziehen – und das bedeutet primär Listenaufbau. Nur wenn die E-Mail-Liste wächst, tut es auch das Onlinebusiness. Umsatzwachstum gibt es nicht ohne eine größere Sichtbarkeit und eine stetig wachsende E-Mail-Liste. Die drei sind miteinander gekoppelt: Kognitiv hatte ich das schon lange verstanden, was das aber unternehmerisch bedeutet, sickert erst jetzt so richtig bei mir ein.

Dann gibt es einen weiteren Aspekt, der mich kribbelig macht: Teamaufbau. Ich brauche Entlastung bei Ads bzw. will sie auslagern. Und ich wünsche mir eine Allround-Unterstützung für die Launches: Eine umsetzungsstarke Person, die mir organisatorisch den Rücken freihält, technische Skills mitbringt und das Community-Management im Blick hat. Das wird noch spannend…🙃

Wachstum habe ich aber auch konkret vor Augen, wenn ich in den Garten schaue. Wir sind auf dem Weg vom Zier- zum Nutzgarten. Und auch wenn der Winter aktuell geprägt ist vom Roden und Umgraben der Beete: Zu beobachten, wie die die Blattknospen an den Apfel- und Pflaumenbäumen sich jetzt schon millimeterweise entwickeln und der Feldsalat klein, aber stabil immer weiterwächst – das macht demütig. Es rückt die Lebensdimensionen wieder im Kopf zurecht: Was ist eigentlich wirklich wichtig? Und es erdet.

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Meine TOP 5 Blogartikel des Jahres 2021

Foto: Ute Gabriel

Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 29.12.2021

Das Jahr 2021 war für mich ein Wendejahr. Nicht nur, was das Online-Business angeht, sondern auch in Puncto Schreibfluss und Produktivität. Während ich mich in 2020 mit dem Schreiben noch wahnsinnig schwergetan und nur 3 Artikel zustande gebracht habe, sind im Jahr 2021 (für mich) unglaubliche 33 Blogartikel entstanden. Außerdem warten derzeit schon 18 in WordPress angelegte Entwürfe darauf, fertiggestellt zu werden. Und auch in meinem Ideen-Notizbuch füllt sich Seite um Seite mit neuen Artikelideen. Die Kategorie #visuellerklärt zum Beispiel werde ich im Jahr 2022 massiv ausbauen. Ideen dafür begegnen mir fast täglich. Einer der nächsten Artikel wird auf anschauliche Weise zeigen, wie viele (oder wenige) Leben durch das Mammographie-Screening tatsächlich gerettet werden können.

(Ohnehin liegt mir geschlechtergerechte Medizin am Herzen. Durch visuelles Erklären will ich dazu beitragen, dass sich die Informationslage verbessert. Ich finde es erschreckend (und absurd), dass medizinische Studien noch immer fast ausschließlich mit männlichen Probanden durchgeführt werden – selbst, wenn es um die Auswirkungen von Übergewicht auf Brust- und Gebär­mutterkrebs(!) geht. Klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber leider Realität.)

Soweit schon mal ein Ausblick auf 2022. Nun aber zu meinen liebsten Blogartikeln des Jahres 2021!

1. Mein liebster Expertenartikel 2021: Was sind visuelle Notizen?

Es ist DER Übersichtsartikel: Super zum Einstieg, wenn du noch nie etwas über visuelle Notizen (aka Sketchnotes) gehört hast, aber auch eine prima Auffrischung.

Es gibt 8 knackige Merkmale, die visuelle Notizen ausmachen. Sinnvolle Reduktion und Fokus auf das Wesentliche zum Beispiel. Im Artikel Was sind visuelle Notizen? gehe ich auf die wichtigsten Punkte ein und gebe eine Antwort auf die Frage: Musst du dafür zeichnen können?

(Spoiler: Nein, visuelle Notizen müssen keine einzige Zeichnung enthalten, denn es geht um visuelle Struktur, also Anordnung von Informationen zueinander. Super für alle, deren wichtigstes Werkzeug ihr Kopf ist.)

Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visuelle Notizen sind handschriftliche Aufzeichnungen, die landkartenartig strukturiert sind und das Wichtigste auf den Punkt bringen. Hier zum Beispiel: Wie die zwei Denkmodi des menschlichen Gehirns zusammenwirken.

2. Mein Aufreger des Jahres 2021: Sketchnote vs. visuelle Notiz oder Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

Nach über 15 Jahren als „Sketchnoterin“ und vier Jahren als „Sketchnote“-Trainerin habe ich mich bewusst dafür entschieden, statt Sketchnote lieber visuelle Notiz zu sagen. Visuelle Notiz und Sketchnote werden im englischsprachigen Raum synonym verwendet. Im Deutschen verwässert der Begriff Sketchnote derzeit leider mehr und mehr. Stellenweise hat er sich von seiner ursprünglichen Bedeutung seeeehr weit entfernt. Beziehungsweise: Er wird oft uminterpretiert in „irgendwas mit Zeichnen“.

Dazu tragen maßgeblich Angebote bei, deren Fokus rein auf dem Zeichnen liegt. Aus der Kursbeschreibung einer bekannten Online-Anbieterin: „Du suchst niedliche Motive, die schnell zu zeichnen sind, aber deine Liebsten begeistern? Du suchst witzige Ideen für Karten, Geschenk-Anhänger und Tischkärtchen?“

Sorry, aber: Tischkärtchen und Geschenkanhänger sind KEINE Sketchnotes. Das sind Deko-Artikel. Ja, auch die haben ihre Berechtigung – alles gut. Aber dann nennt sie bitte auch so, liebe Anbieter:innen aus der Zeichnen-Fraktion. Nennt es nicht Sketchnote-Kurs, wenn ihr keinen Sketchnote-Kurs anbietet. Nennt es „Oster-Zeichenkurs“ oder „Malkurs für weihnachtliche Motive“ oder „Zeichenanleitung für Weihnachtskarten“ oder was auch immer den Inhalt eurer Angebote ehrlich widerspiegelt.

Sketchnotes / visuelle Notizen sind ein Ideenentwicklungs-, Erklär- und Prozessbegleitungs-Tool: Für einen selbst, aber auch für Coaches, für Trainerinnen und Moderatorinnen. Visualisierung im beruflichen und gesellschaftlichen Rahmen kann ein sehr wirkmächtiges Werkzeug sein. Durch die Fehlinterpretation „irgendwas mit Zeichnen“ werden visuelle Notizen banalisiert, belächelt und in die Hobbyecke geschoben. Das ist nicht nur schade, sondern auch schädlich. Zum Beispiel, wenn sich Ärzte nicht an den Stift trauen, um medizinische Zusammenhänge so verständlich zu erklären, dass Patienten sich ausreichend informiert für oder gegen eine OP entscheiden können.

Im Artikel Sketchnote vs. visuelle Notiz zeige ich, wie eine Juristin, ein Diversity Coach und eine Heilpraktikerin visuelle Erklärungen beruflich nutzen.

Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

Visuelle Notizen / Sketchnotes sind ein Ideenentwicklungs-, Erklär- und Prozessbegleitungs-Tool: Zeichnen muss man dafür nicht können, denn Struktur und Fokus auf das Wesentliche sind die Schlüssel für gute Notizen.

3. Mein liebster #visuellerklärt-Artikel in 2021: False Balance

Zugegeben: Die Blog-Kategorie #visuellerklärt darf noch kräftig um weitere Beiträge wachsen. Sie gehört aber jetzt schon zu meinen Favoriten, weil sie zeigt, wie einfach Visualisierung sein kann: Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notizzettelblock ist alles, was du brauchst.

Ein Beispiel, wie du mit Visualisierung ein abstraktes Konzept leicht verständlich machst, findest du im Artikel zu False Balance: Ein Medienphänomen, das eigentlich aus einem guten Gedanken heraus (ausgewogene Berichterstattung) erst zu einer problematischen Gewichtung (abseitige Meinungen bekommen überproportional viel Sendezeit und damit Aufmerksamkeit) und dann zu problematischen politischen Entscheidungen führen kann.

Ich erkläre False Balance mit ein paar einfachen Strichen, ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. Wichtiger als zeichnerische Fähigkeiten ist der Wille, anschaulich zu erklären. Die im Artikel verwendeten Symbole sind
Sprechblase, Gedankenwolke, Monitor und Strichfigur:

visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine Idee, ein Stift und ein 8x8cm-Notizzettelblock ist alles, was du brauchst, um ein abstraktes Konzept wie False Balance visuell zu erklären.

Das bildlich umsetzen kann jede:r! Der Clou ist nicht die Zeichnung, sondern die Idee hinter der Darstellung.

Das charmante an #visuellerklärt ist, dass die Art der Visualisierung noch niederschwelliger ist, als bei einer visuellen Notiz. Du musst dir vorher keine Gedanken über die Zusammenhänge und die Anordnung der einzelnen Elemente auf dem Blatt machen. #visuellerklärt arbeitet mit Informations-Häppchen. Einzelne Gedankenskizzen stehen zunächst für sich auf einzelnen Notizzettelchen. Erst in einem zweiten Schritt werden sie in eine Reihenfolge gebracht und so miteinander (und ggf. mit Begleittext) kombiniert, dass sie eine Geschichte erzählen. Dieses Prinzip lässt sich in einem Blogartikel genauso gut nutzen wie in einer PowerPoint-Präsentation, auf vorbereiteten Flipcharts genauso gut wie spontan im Unterricht.

visuell erklaert false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

…wenn politische Meinungsbildung auf nur vermeintlich ausgewogener Berichterstattung erfolgt.

4. Meine liebste Anleitung in 2021: Wie kommt eine handgemachte Zeichnung auf die Website?

Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne einfache Skizzen, um meine Blogartikel zu illustrieren. Die Bildideen dazu habe ich oft schon im Kopf. Und bei der Umsetzung versuche ich, möglichst zeitsparend und einfach vorzugehen.

Das ist übrigens auch der Grund, warum ich bei analogen Zeichnungen bleibe. Ich arbeite ganz klassisch mit Stift und Papier und bin damit soooo viel schneller, als mit jedem digitalen Zeichenprogramm. (Da neige ich dazu, ständig irgendwelche Schritte rückgängig zu machen und mich in 1.000 Optionen zu verlieren, die die Software bietet.) Dann doch lieber analog zeichnen und digital weiterverarbeiten!

Digitales Zeichenmaterial probiere ich immer mal wieder aus, habe bisher aber keinen würdigen Ersatz für meine analogen Werkzeuge gefunden. Ich liebe die Haptik von Papier. Ich liebe das satte Geräusch, das Stifte auf Papier machen. Ich liebe es, Gezeichnetes zu zerschneiden und mit meinen Fingerspitzen auf der Tischplatte zu einer neuen Komposition zusammenzuschieben.

Im Artikel Wie kommt eine handgemachte Zeichnung in den Blog? zeige ich zwei Varianten meines Workflows zum Nachmachen. Die erste ist prima für schnelle, einfache Skizzen und benötigt nur einen schwarzen Stift, Schmierpapier und ein Smartphone. Die zweite Variante ist etwas ambitionierter. Wenn du einen Scanner hast und eine Bildbearbeitungs-Software wie Gimp (kostenlos) oder Photoshop, kommst du auch bei Variante 2 zu schnellen Ergebnissen. Schneller jedenfalls, als lange nach einem passgenauen Foto im Netz zu suchen. 😉

Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

In diesem Artikel zeige ich dir zwei einfache, zeitsparende Workflows zum Nachmachen.

5. Mein liebster persönlicher Blogartikel in 2021: 10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

Ich beschreibe in 10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst meine Learnings auf dem Weg vom Angstgestelltenverhätnis in die Selbständigkeit. Ein persönlicher Artikel, auf den ich unglaublich viel Resonanz bekommen habe. Offenbar machen viele von uns ähnliche Erfahrungen. Zeit, darüber zu sprechen.

Schon der Schreibprozess war erkenntsnisreich: Es ist gut, rückblickend noch einmal zu reflektieren, wie ich dorthin gekommen bin, wo ich jetzt stehe. Mir hat es gezeigt, wo meine Ressourcen und Stärken liegen, auf die ich auch heute zurückgreifen kann, wenn es mal nicht so gut läuft. Zum anderen haben sich nach dem Veröffentlichen viele Gespräche mit Menschen ergeben, die Ähnliches erlebt haben (toxische Unternehmenskulturen sind häufiger als ich dachte) oder die gerade dabei sind, sich freizustrampeln und ihren eigenen Weg zu gehen.

Das Highlight der Nachwirkungenaus dem Artiekl war definitiv der Zoom-Talk, den ich meinen Newsletter-Abonnent:innen im November spontan angeboten habe. Das war ein sehr wertschätzender Austausch in einer angenehmen Gruppe von 12 Personen.

10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst-dkl

Ein wunderbares Bild, das mir meine Lieblingsfotografin Ute Gabriel direkt nach unserem Shooting vorab zur Verfügung gestellt hat.

Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gerne hier meinen Newsletter:

*Pflichtfeld. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Infos, dich ich per E-Mail verschicke, wähle ich sorgfältig aus und versorge dich normalerweise vier Mal im Monat mit Neuigkeiten. Meine E-Mails enthalten neben zahlreichen kostenlosen Tipps und Inhalten auch Informationen zu meinen Kursen, Angeboten und Aktionen. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf, Protokollierung sowie der von der Einwilligung umfassten Erfolgsmessung erhältst du unter Datenschutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visuellen Notizen Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu sichern und im Gedächtnis zu verankern.

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Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Firlefanz und Girlanden – einfach nur das, was du wirklich brauchst, um sofort loszulegen.

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Jahresrückblick 2021: Jeder Tag ein Neustart

Foto: Ute Gabriel

Lesezeit: ca. 25 Minuten | veröffentlicht: 24.12.2021 | aktualisiert: 05.01.2022

2021 stand im Zeichen großer beruflicher und räumlicher Veränderungen. Es war mein erstes Jahr, in dem ich komplett von zu Hause aus gearbeitet habe. Das darf gerne so bleiben. Es war mein erstes Jahr mit einem funktionierenden Online-Business: Ich habe zwei Gruppenprogramme und einen Kurzworkshop gelauncht. Das darf gerne weiterwachsen. Und es ist das Jahr, in dem wir nicht nur um- sondern auch zusammengezogen sind. Das ist immer noch aufregend! 2021 war ein gutes, schönes und erfolgreiches Jahr für mich. Jetzt gilt es also, dieses prall gefüllte Jahr in einem einzigen Blogartikel zusammenzufassen: In meinem Jahresrückblick 2021. Und auch das ist eine Premiere!

Das waren meine Ziele für 2021 – und was daraus geworden ist

  • Content, Content, Content! Leben auf die Website bringen und alle 2 Wochen einen frischen Blogartikel veröffentlichen. Ziel: Ende des Jahres 26 neue Artikel.  ✅ Mission übererfüllt! Nach holprigem Start und kompletter Schreibblockade im ersten Quartal sind in diesem Jahr tatsächlich doch noch 33 Artikel erschienen. 😁 An dieser Stelle danke von Herzen an Judith Peters für Ideen und Motivation und für die Unterstützung der unvergleichlichen Frauen in The Content Society.
  • Einen richtigen Onlinekurs zu visuellen Notizen (funktionellen Sketchnotes) entwickeln und durchführen. ✅ So richtig mit Videoanleitungen, die man sich in Ruhe ansehen kann, Worksheets zum Ausdrucken, wöchentlichen Live-Sessions, um Ideen gemeinsam glasklar auf den Punkt zu bringen und dazu viel Spaß und Anregung durch eine große Gruppe. Diesen Wunsch habe ich mir im Frühjahr erfüllt. Vier Wochen, knapp 160 Teilnehmende und ein Abschluss-Workshop mit vielen Aha-Momenten… das fühlte sich wirklich gigantisch an!
  • Genau diesen Kurs in diesem Jahr ein zweites Mal anbieten. ❌ Dass es nicht funktioniert hat, war eine schmerzhafte Lektion in 2021. Zum einen war ich nach Ende der ersten Kursrunde emotional und körperlich erschöpft (zu wenig Schlaf) und habe zu spät auf die Signale meines Körpers gehört. Zum anderen braucht es für einen erfolgreichen Kurs-Launch entweder eine schon vorhandene, ausreichend große E-Mail-Liste mit neuen Interessent:innen oder genug Zeit, um diese Liste aufzubauen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die nächste Runde „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit” startet im Frühjahr 2022. Du willst dabeisein? Dann hüpf doch jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste!
  • Im Urlaub wegfahren und eine Städtetour durch Portugal machen. ❌ Meine Eltern haben mich schon als Baby durch halb Europa gefahren, das Reisen liegt mir in den Genen und nun das: 2021 ist das erste Jahr in meinem Leben ganz ohne Wegfahren und sogar ganz ohne Urlaub. Zu viel Arbeit, zu viel Pandemie und noch ein aufregender Umzug obendrauf.
  • Ein gemeinsames Zuhause finden. ✅ In diesen Zeiten eigentlich ein unmögliches Unterfangen, siehe Immobilienblase und Mondpreise selbst für Häuser, die nach normalen Maßstäben abbruchreif sind. Dass es uns trotzdem gelungen ist, ein bezahlbares UND genau passendes Haus zu finden, macht mich unglaublich dankbar und glücklich. Manchmal sitzen wir abends auf dem Sofa und kneifen uns gegenseitig, weil wir es immer noch nicht glauben können. 🙃

Jahresrückblick 2021

Mein Jahresmotto: Sichtbar werden als Mensch

2021 war der Gamechanger in meiner Selbständigkeit. Ich bin meiner Business-Coach Sigrun begegnet und habe dank ihrer Hilfe innerhalb von 5 Tagen einen kompletten Mindshift hingelegt. Mein Jahresmotto ab da war:

Sichtbar werden.

Weil ich vor der Wahl stand: Mich von Bedenken und Bedenkenträgern ausbremsen lassen und mein Unternehmen begraben – oder allen Mut zusammenkratzen und als ganzer Mensch sichtbar werden.

Ich hatte einige Jahre vorher „Bekanntschaft“ mit einem Stalker gemacht. Gegen den Stalker (der sich als psychisch gestörter Sozialphobiker herausgestellt hat, der sich zwischen Autos versteckt, wenn er Menschen auf der Straße begegnet) bin ich rigoros und erfolgreich mithilfe von Anwalt, Polizei, Familie und Nachbarn vorgegangen. Trotz des Erfolgs war ich seither sparsam damit, mit Fotos im Internet aufzutauchen oder irgendetwas auch nur halbwegs Persönliches auf der Website zu schreiben. Denkbar schlecht, wenn man ein Online-Unternehmen aufbauen will. Das verträgt sich mit Anonymität nicht so richtig.🙄

Und bei Licht betrachtet sind die Ratschläge auch absurd: Warum sollte ausgerechnet ICH mich in meiner Lebensführung einschränken und mich unsichtbar machen? 😠 Besser ist es, den Straftäter aus dem Verkehr zu ziehen. (Stalking ist eine Straftat nach § 238 StGB, also keine Scheu davor, frühzeitig zur Polizei zu gehen.)

Als ich vor der Wahl stand, war die Entscheidung klar: Meinen Traum vom Unternehmertum würde ich keinesfalls begraben! Also hieß es: Meinen noch vorhandenen Bedenken mit dem Hintern ins Gesicht springen. 😜

Das fiel mir anfangs nicht leicht: Lange hatte ich mich auf meiner Website gar nicht mit Bild gezeigt und bin in Texten komplett in der Rolle der Expertin aufgegangen. Aber der Aha-Moment, den ich während des Coachings hatte, stand mir immer wieder so leuchtend und klar vor Augen, dass ich es dann durchgezogen habe:

Ich kann den Menschen, die meine Unterstützung brauchen, nur helfen, wenn ICH sichtbar bin. Ich kann ihnen nur helfen, wenn sich mir begegnen und mich kennenlernen können.

In diesem Jahr habe ich gelernt, mich nicht mehr zu verstecken.

Die Belohnung ist ein unbändiges Gefühl von Freiheit – und die Gewissheit, dass ich in diesem Jahr als Trainerin für visuelle Kommunikation schon 212 Menschen geholfen habe, ihre Kompetenz im Job sichtbar nach außen zu zeigen. 🤩 🥳

rueckblick-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ein kleine Auswahl der 367 Fotos, die meine Lieblingsfotografin Ute Gabriel bei meinem ersten Profi-Shooting von mir gemacht hat.

Menschen, die mich in diesem Jahr weitergebracht haben

Jane von Klee

Jane ist SEO-Expertin. Lustigerweise fand unsere erste Zusammenarbeit aber zu einem anderen Thema statt, nämlich im Rahmen eines Redaktionsplan-Workshops. (Siehe eines meiner Ziele oben: Content, Content, Content!) Ich hatte mich Anfang des Jahres in einer total verrückten Planungsspirale verheddert und Jane hat mir geholfen, die Fäden wieder zu ordnen. Unter anderem ist mir dabei klargeworden, dass es ziemlich egal ist, in welcher Reihenfolge ich Blogartikel schreibe und veröffentliche. Der Gedanke an die eine thematisch richtige, aufeinander aufbauende Serie hatte mich beim Schreiben über Wochen blockiert.

Und dann kam Jane und sagte: „Dein Blog ist kein Buch, niemand liest die Artikel in einem Blog von vorne nach hinten – oder überhaupt in einer bestimmten Reihenfolge.” Hätte ich drauf kommen können… Wenn ich selbst in einem Blog stöbere, klicke ich mich ja auch interessengeleitet von Artikel zu Artikel und nicht chronologisch. 🙃

Hurra, Blockade gelöst!

Es war wie so oft, wenn man lange im eigenen Saft schmort: Ein Impuls von außen hilft, um wieder auf die richtige Spur zu kommen.

Deswegen bin ich auch ein Fan von regelmäßigen Weiterbildungen. Für mich hat es sich noch jedes Mal gelohnt, mir Hilfe von Menschen zu holen, die Ahnung von der Materie haben, in die ich gerade erst hineinrudere.

Alltags-Sketchnote © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Eine echte Alltags-Sketchnote: Meine visuell strukturierten Notizen aus dem Redaktionsplan-Workshop bei Jane von Klee.

Sigrun

Apropos hineinrudern: Im letzten Jahr (also 2020) bin ich ziemlich naiv ins Online-Business gestartet. Ich dachte, ich könnte einfach die vier Jahre Erfahrung und Expertise, die ich als selbständige Visualisierungstrainerin in der analogen Welt gesammelt hatte, nehmen und in den Online-Raum übersetzen. Aus meinen Präsenztrainings sollten Onlinekurse werden.

Und da die Präsenzkurse immer ausgebucht waren, würde das online auch schon irgendwie laufen – dachte ich. Das Resultat Ende 2020 waren tiefrote Zahlen in meiner Unternehmensbilanz und genau zwei(!) verkaufte Online-Selbstlernkurse.🤦🏽 Als Sahnehäubchen zweifelte mein Finanzamt in wunderbarstem Behördendeutsch auch noch an, ob ich denn überhaupt Gewinnerzielungsabsichten hätte und drohte mit Steuerrückforderungen.

Merke: Ein erfolgreiches Online-Business aufzubauen bedeutet nicht, dass gleiche zu machen wie vorher – nur eben digital. Es bedeutet, ein ganz neues Unternehmen zu erschaffen. Dafür braucht es ein anderes Geschäftsmodell. Meine fachliche Expertise als Kern bleibt natürlich bestehen, aber unternehmensstrategisch musste ich 2021 wirklich bei NULL anfangen.

Da traf es sich im letzten Dezember gut, dass mir eine Kollegin von ihrer Business-Coach erzählte: Sigrun. Ich googelte ein bisschen und stieß auf eine ziemlich umtriebige Isländerin (scheinbar ohne Nachnamen, dafür aber mit interessanter Vita und umfangreichem Erfahrungsschatz). Letztes Jahr hätte ich nicht gedacht, dass Sigrun mein Unternehmen komplett umkrempeln würde. Dass ich heute zwei Online-Kurse am Start habe, die tatsächlich gebucht werden und mit denen ich in diesem Jahr schon mehr als 160 Menschen geholfen habe, verdanke ich ihr.

Der Entschluss, mit Sigrun zu arbeiten, war rückblickend eine meiner drei besten Business-Entscheidungen in 2021.

Und alles fing damit an:

Auf ihrer Seite leuchteten mir die „12 Days of Masterclasses“ entgegen. Zwölf Tage lang stellte Sigrun je eine Masterclass online, zu verschiedenen Business-Themen. Es war kostenlos, es dauerte jeweils nur eine Stunde – was hatte ich zu verlieren? Zwei davon wurden für mich zum Startpunkt ins neue Unternehmen:

  • “List Building: How to build your email list”
    (Upps! Mir fehlte die essentielle Grundlage für mein Online-Business. Vor dem Kurs kommt der Listenaufbau, sonst verkaufen sich weder Kurse noch Einzelcoachings.)
  • “The Ultimate Freebie”
    (Die Grundlage für die Grundlage: Ich brauchte ein kostenloses Angebot, das so gut ist, dass Menschen dafür sogar Geld zahlen würden. Und sich deswegen gerne auf die E-Mail-Liste eintragen.)

Nach der kostenlosen Videoserie kam etwas noch Besseres: Ein kostenloser 5-Tage-Onlinebusiness-Workshop, der dann endgültig alles auf den Kopf gestellt hat. Jeden Tag gab es die Gelegenheit, sich live von Sigrun coachen zu lassen oder (eine Nummer kleiner) die Breakout-Sessions mit Gleichgesinnten zu nutzen – oder einfach nur zuhören und still für sich mitmachen. Meinen beruflichen Wendepunkt in 2021 verdanke ich so einer Breakout-Session.

Deswegen mache ich 2022 auch wieder mit und bin gespannt darauf, was ich diesmal für mich mitnehmen kann. Wenn auch deine Gedanken sich gerade rund um Strategien für eine (mögliche) Selbständigkeit drehen, kannst du dich hier anmelden:

Der Workshop ist kostenlos und wird dich vom 10. bis 14. Januar 2022 mit Knowhow, Ideen und Tatendrang rund um dein Online-Business füllen, so dass du mit einem sehr klaren Plan in 2022 starten kannst. Und vielleicht sehen wir uns sogar in einer der Breakout-Sessions. 🙂

Für die Transparenz: Das ist ein Partnerlink. Wenn ich etwas empfehle, dann aus der purer Überzeugung und eigener Erfahrung heraus – weil es mir selbst immens weitergeholfen hat.

Aha-Moment im Wald © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Wendepunkt im Unternehmen (und gleichzeitig mein allererstes Story-Posting auf Instagram – sichtbar werden, gell😉): Ich musste meinen Aha-Moment Business-Durchbruch, der mich beim Nachdenken im Wald ereilt hatte, dringend mit den Frauen teilen, die am Tag zuvor in einer Breakout-Session dazu beigetragen hatten.

Die Teilnehmer:innen meines Beta-Kurses

In diesem Jahr habe ich gelernt, zuerst meinen potentiellen Kund:innen zuzuhören – sehr gut zuzuhören – und dann erst einen Kurs zu erstellen. Vier Jahre Trainingserfahrung hin oder her: Es war so unfassbar wertvoll für mich, Wünsche nicht nur zu antizipieren, sondern sie tatsächlich zu lesen und zu hören. Von echten Menschen, die echtes Interesse an meinem Angebot haben.

Mein Dank geht an alle, die „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ auf Herz und Nieren getestet und sich die Zeit für ein ausführliches Feedback genommen haben. You rock!

Ihr habt mir geholfen, mein Angebot weiter zu verbessern und dazu beigetragen, dass es noch praxisrelevanter, noch leichter umsetzbar, noch besser in den Alltag integrierbar ist. Und nicht zu vergessen: Ihr habt mir auch ganz klar gesagt, was schon super läuft! (Impostor-Syndrom ade!)

Live-Fragerunde © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Live-Fragerunde in der ersten Woche des Kurses. Ich war am Anfang so aufgeregt, dass ich vergessen hatte, auf den Aufnahmeknopf in Zoom zu drücken.🤭

Judith Peters

Die Schreibblockade war gelöst, ich ahnte aber, dass es mir schwerfallen würde, mich dauerhaft (= mindestens ein Jahr lang) selbst zum regelmäßigen Schreiben zu motivieren. (Auch wenn ich mich wiederhole: Content, Content, Content!) Außerdem hatte ich auch Sorge, dass mir bald die Themen ausgehen könnten: Meine ersten Texte waren ausschließlich Expertenartikel. Und sie waren lang. Wie so viele Schreibwiedereinsteigerinnen war ich der irrwitzigen Idee verfallen, möglichst alles, was ich jeweils zu einem Themenbereich wusste, in jeweils einen Artikel zu packen. Einen epischen, alles umfassenden Text, der keine Fragen mehr offenließ. Das war anstrengend: Für mich beim Schreiben – und ich schätze, das Lesen war auch nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Wie ich Judith und The Content Society* gefunden habe, kann ich heute gar nicht mehr sagen. Dass ich mich eingebucht habe, gehört aber auch definitiv zu meinen drei besten Business-Entscheidungen des Jahres. Judith hat als erstes mein Themenkorsett gesprengt. Statt nur zu Visualisierungsthemen zu bloggen, fing ich an, auch über Persönliches zu schreiben (so wie diesen Artikel hier). Und statt wochenlang an einem Artikel zu schreiben, schreibe ich mittlerweile (fast) jede Woche einen.

Ich habe die Freude am Schreiben wiederentdeckt und ich bekomme regelmäßig E-Mails und Kommentare zu den Texten. Es ist das erste Mal, dass wirklich viel Interaktion da ist. Ehemalige Kollegen, mit denen ich Jahre keinen Kontakt mehr hatte, melden sich überraschend und geben mir positive Rückmeldung auf die Blogartikel.

Und im unzensierten Schreiben („Blog like nobody’s reading“) klären sich für mich wahnsinnig viele Gedanken. Mein erweitertes Angebot habe ich mir erbloggt. Ich danke Judith für den Ansatz, das Online-Business schreibend aufzubauen.

Aber es ist so viel mehr als das:

Die Emanzonen in The Content Society

Ich habe meinen „Tribe” in The Content Society* gefunden.

Die Gemeinschaft macht mich gerade sehr glücklich. Es entstehen Kooperationen, es ist viel Unterstützung da und so unfassbar wenig Konkurrenzdenken. Alle haben ihre eigenen Expertinnenthemen, trotzdem gibt es einen gemeinsamen Rahmen. Wir bekommen Woche für Woche reizvolle Themenvorschläge, tauschen uns aus. Ich genieße das Geben und Nehmen sehr. Den eigenen Artikel in der Gruppe teilen ist immer aufregend, eigentlich noch aufregender, als auf den Veröffentlichen-Button im Blog zu klicken. Es ist ein schönes Gefühl, dass, während ich in die Texte der anderen lese, viel Neues dabei lerne und mein Feedback schreibe, andere in der Gruppe das gleiche gerade auch für meinen Text machen. Das ist einfach großartig.

Ich gestehe, dass ich regelmäßig mit den Wochenthemen hinterherhinke – aber das ist OK, denn es sind nur Vorschläge. Vielleicht schreibe ich erst übernächsten Monat über das Thema dieser Woche, weil es dann für mich einfach besser passt. Wenn ich es in der Gruppe teile, wird es genauso gewertschätzt, wie wenn ich zum Wochenthema gebloggt hätte. Ich finde das sehr entspannt, so wie die Atmosphäre in der Gruppe sehr entspannt und freundlich ist. 

Was mir so langsam erst aufgeht: Das ist kein bloßer Kurs, da entsteht ein berufliches Netzwerk von engagierten Frauen, das einfach nur Spaß macht. Und ich sage das, obwohl ich Business-Networks eher kritisch eingestellt bin, weil es oft nur ein oberflächliches Schaulaufen ist. Sich schreibend zu vernetzen geht doch irgendwie viel tiefer. Durchs Schreiben und Lesen und Feedbacken lernen wir uns auf einer viel tieferen Ebene kennen, obwohl wir uns nur virtuell treffen. Letztlich ist das für mich viel persönlicher als der Business-Stammtisch bei mir um die Ecke.

Ich wünsche mir so sehr, dass wir uns 2022 alle „in echt” begegnen! Auf einer großen Feier – von mir aus im Schloss in Haigerloch!😉

Für die Transparenz: Die mit * gekennzeichneten Links sind Partnerlinks. Dass ich Judith aus ganzem Herzen und voller Überzeugung empfehlen kann, ist glaube ich deutlich geworden. 😉

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Zu den Co-Working-Sessions schaffe ich es zeitlich meistens leider nicht, aber den monatlichen Blog&Business-Talk in The Content Society lasse mir nicht entgehen.

Der Mann an meiner Seite

Manchmal kann ich mein Glück gar nicht fassen. Dass wir heute so zusammenleben, wie wir es tun, war am Anfang unserer Beziehung überhaupt nicht absehbar. Ich bin unendlich dankbar, dass unser gemeinsames Leben jetzt genau so ist, wie es ist.

Der Mann an meiner Seite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor dieser Aufnahme waren wir Rosenstöcke shoppen in Holland. Zu der einen Kletterrose, die meine Schwiegermutter uns zum Einzug geschenkt hat, haben wir noch vier weitere Pflanzen gekauft, weil wir uns nicht entscheiden konnten, welche am besten duftet. 🤭

Meine Eltern

Es gibt nichts Besseres im Leben, als Menschen, die dich bedingungslos lieben. Weil du bist. Und nicht, weil du etwas tust.

Meine Eltern © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Vor einiger Zeit habe ich an einem ruhigen Nachmittag eine Portraitserie meiner Eltern gemacht. Posieren mussten sie dafür nicht. Mir ist es am liebsten, wenn ich Zeichungen direkt im und aus dem Alltag machen kann.

Was sich in diesem Jahr auf meiner Website verändert hat

Die Startseite nimmt weiter Form an. Neu dazugekommen ist die Blogvorschau mit den sechs neuesten Artikeln. Im Headerbereich gibt es seit Oktober eine neue kostenlose Anleitung zum Download.

Startseite © Viktoria Cvetković bebildert.eu

So sieht die Startseite aktuell aus.

Visualisierung ist so viel mehr als Sketchnotes! Die neue Anleitung hilft dabei, den Arbeitsalltag realistischer zu planen und zu strukturieren.

Von To-Do zu Done © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Selbstorganisation leicht gemacht.

Die „alte“ Anleitung finde ich inhaltlich immer noch super, aber die Sketchnote-Starthilfe passt strategisch nicht mehr als Einstieg in mein Angebot. Deswegen ist sie derzeit nur als Bonus nach der Anmeldung zum Newsletter verfügbar.

Sketchnote Starthilfe © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Sketchnote-Starthilfe ist immer noch super, verdient aber eine Aktualisierung. Wahrscheinlich kommt sie 2022 in neuem Gewand wieder.

Seit dem Sommer ist endlich auch die Über-mich-Seite fertig. Wird eigentlich vor der Startseite erstellt, ist aber am schwersten zu schreiben. Ich bin seit 2017 ohne gesegelt…

Über mich © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Auch die Über-mich-Seite habe ich mir mit Judiths Hilfe erbloggt.

Ebenfalls seit diesem Sommer ist die Übersichtsseite mit allen Trainings online, die jederzeit individuell gebucht werden können (im Gegensatz zu den Gruppenkursen, die ein bis zwei Mal im Jahr zeitlich begrenzt stattfinden). Die Themenbereiche:
a) Notizen effizienter und zeitsparender erstellen
b) Präsentationen anschaulicher gestalten
c) Sich selbst besser organisieren.

Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser!😁

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visualisierung ist wie ein Schweizer Taschenmesser!

Der nächste Gruppenkurs, der im Frühjahr 2022 stattfinden wird, hat jetzt seine eigene Seite. Wenn du bei der nächsten Runde „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ dabei sein willst, kannst du dich jetzt schon vormerken lassen.

Visualisierung Online-Kurse Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Du kannst jetzt schon auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste für den Gruppenkurs hüpfen.

Meine beruflichen Kooperationen und Interviews in 2021

Deutscher Ärzteverlag

Visuelle Notizen können Ärzt:innen im Gespräch mit Patient:innen helfen, Diagnosen, Krankheitsverläufe und Therapien einfacher zu erklären.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Einfache Visualisierungen sind oft besser verständlich als rein verbale Erklärungen von Therapievorschlägen – gerade auch im interkulturellen Kontext.

Health Relations

Auch in der Kommunikation zwischen Pharmafirmen und Mediziner:innen lassen sich visuelle Notizen nutzen, zum Beispiel um zu erklären, wie ein neues Medikament im Körper wirkt.

Kooperation Ärzteverlag Visualisierung Sketchnotes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Gerade komplexe Zusammenhänge lassen sich mit visuellen Strukturen verständlicher machen.

Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

Eine weitere Premiere in diesem Jahr: Mein erstes Live-Interview im Internet. Ulli Lang hat zu Herbstgesprächen eingeladen und viele wunderbare Frauen haben zugesagt. Ich habe mitgemacht, weil ich den Gedanken hinter der Reihe wichtig finde: Noch mehr Frauen zu ermutigen, sich online selbständig zu machen.

Im Monatsrückblick Oktober schreibe ich ein bisschen mehr dazu. Die Aufzeichnung des Herbstgesprächs mit Ulli Lang findest du hier:

Interview Ulli Lang © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ulli und ich plaudern ein bisschen.

Reportage für das Bergwaldprojekt Schweiz

Im Sommer 2020 war ich als Reportage-Zeichnerin in der Schweiz, genauer gesagt oberhalb des Dörfchens Elm im Kanton Glarus. Für diesen besonderen Auftrag habe ich die Arbeiten im Schutzwald in Bildern dokumentiert. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich eine komplette Projektwoche zeichnerisch begleiten durfte. In diesem Frühjahr sind nun ausgewählte Zeichnungen publiziert worden.Im Monatsrückblick Mai findest du mehr dazu.

Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Entstanden ist ein Leporello mit 19 Zeichnungen und einer Gesamtlänge von rund 5,30 Metern.

Specht Bergwaldprojekt Elm © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

Im Specht ist eine Auswahl der Zeichnungen veröffentlicht worden.

Meine liebsten Tools in diesem Jahr

Für Visualisierungstrainings

  • Webcam: Logitec C920
  • Dokumentenkamera: ELMO MX-P2
  • Ansteckmikro: Rode smartLav+
  • Stifte: Schwarzer Marker von Neuland, farbige Brush Pens von Royal Talens
  • Webkonferenz-Software: Zoom
  • Virtuelle Pinnwand: Padlet
  • Kursplattform: Thinkific 

Für eigene Visualisierung, Sketchnotes & Denken mit dem Stift

  • Stifte: Kalligraphie-Füller Sailor Fude Pen, Füller mit F-Feder von Waterman, diverse Fineliner und Buntstifte
  • Notizheft für die Tagesplanung: A5-Heft aus der Drogerie, dotted
  • Notizbuch für Business-Ideen und -Strategien: Planliegendes A4-Notizbuch von Canson, blanco, Hochformat
  • Notizbuch für Artikelideen: No-name A4-Notizbuch, blanco, Querformat

Fürs Bloggen

  • Notizbuch für Artikelideen: siehe oben
  • Content Management System: WordPress
  • Foto-Zwischenspeicher: Trello
  • Bildbearbeitung: Photoshop
    Drei verschiedene Notizbücher, farbige Klebezettel und vier Stifte

    Trotz aller Vorteile der Digitalisierung: Ich kann mit Stift und Papier am besten denken.

    Neuentdeckte Blogs in diesem Jahr

    Das ist bei Weitem noch keine abschließende Übersicht, aber schon mal ein Anfang. Ein bunter Sammlung an Themen und Schreibstilen von starken Frauen, die ich dieses Jahr kennengelernt habe und dir nicht vorenthalten möchte:

    Lorena Hoormann
    … sorgt als Coachin, Trainerin und Beraterin für authentischen Erfolgswege im Beruf und ist eine super Brainstorming-Partnerin.

    Silke Geißen
    … ist Coach, Wortakrobatin, Geschichtenerzählerin und so verdammt lebenserfahren und reflektiert, dass ich regelmäßig aus den Schuhen kippe.

    Barbara-Mira Jakob
    … ist warmherzig, Mentorin für weibliche Weisheit und wird für mich immer mit loderndem Feuer und dem Begriff der inneren Königin verbunden sein.

    Sabine Scholze
    … ist Trauergefährtin, Mentorin in schwierigen Übergangssituationen und schreibt phantastische Texte, die sie als Newsletter tarnt.

    Jeannine Gashi
    … ist Lymph-Massage-Therapeutin und Expertin für Leberreinigung. Wir teilen den Appetit auf Bananen in rauen Mengen.

    Simone Huwyler
    …ist leidenschaftliche Gärtnerin und bewirtschaftet 1.700 m² zur  Selbstversorgung. Von ihr habe ich gelernt, wie man einen Komposter anlegt.

    Riki Wunderer schreibt humorvolle Geschichten über Wege und Umwege des Lebens. Mein liebster Charakter ist Frau Squenz.

    … to be continued …

    rote Linie

    Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

    Puh, eine schwere Entscheidung! Ich mag sie ja alle. 🙂 Aber wenn ich dir nur 5 empfehlen dürfte, dann wären das diese hier:

    Visuelle Notiz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was sind visuelle Notizen?

    Es ist DER Übersichtsartikel: 8 knackige Merkmale, die visuelle Notizen (aka Sketchnotes) ausmachen. Super zum Einstieg, aber auch als Auffrischung. Lenkt den Fokus auf das Wesentliche.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Visuell erklärt: False Balance

    Ein Beispiel, wie du mit Visualisierung ein abstraktes Konzept leicht verständlich machst: Mit ein paar einfachen Strichen, ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. 

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Ein persönlicher Artikel, auf den ich unglaublich viel Resonanz bekommen habe. Offenbar machen viele von uns ähnliche Erfahrungen. Zeit, darüber zu sprechen.

    Anleitung Visualisierung im Blog Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Wie kommt eine analoge Zeichnung in den Blogartikel?

    Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich gerne einfache Skizzen, um meine Blogartikel zu illustrieren. Hier zeige ich zwei Varianten meines Workflows zum Nachmachen.

    Sketchnote Viktoria Cvetkovic bebildert.eu

    Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Aufreger! „Sketchnotes” klebt als Label mittlerweile auf banalen Zeichenkursen. Dabei ist Visualisierung ist ein sehr wirkmächtiges Werkzeug, etwa für Coaches und Beraterinnen.

    Mein Jahr 2021 in Zahlen

    • Menschen, denen ich als Visualisierungstrainerin geholfen habe, ihre Kompetenz im Job sichtbar zu machen: 212 (war 2020: 28)
    • Instagram-Abonnent:innen: 147 (war 2020: 0)
    • 🌳 Obstbäume gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🌹 Rosenstöcke gepflanzt: 5 (war 2020: 0)
    • 🏡 Haus gekauft: 1 (war 2020: 0)
    • 💉 Impfungen: 3 (war 2020: 0)
    • 🏛 Museumsbesuche: 1 (war 2020: 5)
    • 📚 Gelesene Bücher: 14 (war 2020: 12)

    Was wartet 2022 auf mich?

    • Ich werde den Einsteigerkurs Visuelle Notizen mit Leichtigkeit zwei Mal launchen, um Sketchnotes weiter zu ent-banalisieren
    • Denken mit dem Stift: Ich werde mein Signature-Programm für visuelles Denken und Arbeiten an den Start bringen. Den Namen habe ich schon. 😉 Es wird DAS Go-To-Programm für Selbständige, Unternehmerinnen und Coaches, die ihre Ideen übersichtlich festhalten und mit Klarheit kommunizieren wollen: Übersichtlichere Notizen, anschaulichere Präsentationen und zeitsparende Selbstorganisation.
    • Ein Team aufbauen: Es stehen so viele Aufgaben an, alleine kriege das nicht mehr gestemmt. Anfangen werde ich mit zwei Virtuellen Assistenzen: Ich brauche Entlastung bei Ads bzw. will sie auslagern. Und ich wünsche mir text- und grafiksichere Unterstützung für die Social Media-Betreuung. Als drittes werde ich wahrscheinlich eine Allround-Unterstützung für die Launches brauchen. Eine umsetzungsstarke Seele, die mir organisatorisch den Rücken freihält, technische Skills mitbringt und das Community-Management im Blick hat. Es wird spannend!
    • Die Dokumenta besuchen. Ich bin noch immer vom letzten Mal beeindruckt.
    • Hauseinweihung und Geburtstag bei Sonnenschein und 27 °C als Gartenparty feiern. Am liebsten bis tief in die Nacht, mit Lagerfeuer, Lampions und allen Menschen, die mir wichtig sind im Leben.
    • Meine Slackline im Garten aufbauen. Und dann in den Mittagspausen regelmäßig Kopf und Körper in Balance bringen. Ich freu mich jetzt schon!
    • Eine künstlerische Zeichnung pro Tag machen. Egal, wie klein. Als kreative Fingerübung, zur geistigen Entspannung, als meine ganz persönliche Form der Meditation. Hat nix mit Sketchnotes zu tun, gell. 😉

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    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    12 von 12: Dezember 2021 – MACHtag

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.12.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Thank God it’s Sunday! In den letzten Tagen habe ich gerödelt wie blöde und trotzdem das Gefühl gehabt, auf der Stelle zu treten. Frustrierende Tage: Viel Arbeit, keine greifbaren Resultate und dann auch noch zu wenig Zeit zu zweit verbracht.

    Also haben wir uns heute früh erst einmal gemeinsam in den Wald aufgemacht. Eine ausgedehnte Runde drehen, über alles – nur nicht über die Arbeit – reden, durch Matsch stapfen, über die Natur staunen. Dieses Jahr war ein gutes Pilzjahr und (für mich) überraschenderweise setzt sich das jetzt auch noch im Dezember fort. Sieht unscheinbar aus, aber ich hatte direkt einen Verdacht:

    austernpilze auf buchenstamm © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Es könnten Austernpilze sein! Nun bin ich alles andere als pilzkundig – ich kann nur drei Sorten sicher bestimmen. Anischampignons beispielsweise erkenne ich mittlerweile sicher in allen Wuchsstadien, weil wir im Herbst so oft und so viele davon im Wald gefunden haben. Aber alles andere… puh! Lieber stehen stehen lassen, als in der Giftambulanz zu landen.

    Ich hatte bisher keine Austernpilze in freier Wildbahn gesehen. Trotzdem war der Gedanke direkt da, einfach aus dem Bauch heraus. Vielleicht, weil es mein Lieblings-Speisepilz ist. Wenn ich im Supermarkt Austerpilze sehe, kann ich nicht daran vorbeigehen, ohne welche zu kaufen. Nur sahen diese hier deutlich dunkler aus, als ich das gewohnt war.

    unterseite eines austernpilzes © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Mann ist pilzkundig, ihm waren diese Pilze bisher aber auch nicht untergekommen. Also haben wir erst einmal nur einen vorsichtig losgeschnitten und zum Bestimmen mit nach Hause genommen.

    aufgeschnittener austernpilz © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mit Hilfe eines sehr guten Bestimmungsbuchs und einem Crosscheck auf einer Bestimmungsseite im Internet haben wir dann die verschiedenen Merkmale abgeklopft:  Geruch, Farbe der verschiedenen Teile, Anordnung der Lamellen, Aussehen des Stiels, Haptik des Stiels, Übergang von Lamellen zu Stiel, Fruchtkörperstruktur und vieles, vieles mehr. Inklusive Abgrenzung zu anderen Pilzen und einer ggf. möglichen Verwechslung – bis wir uns hundertprozentig(!) sicher waren.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und dann: Direkt zurück in den Wald und die Fundstelle vorsichtig abernten. Nur so viel, wie wir für eine Mahlzeit brauchen und den Rest weiter wachsen lassen.

    geerntete austernpilze © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Als nächstes habe ich mich um die Rote Beete gekümmert. Ich bin Fan von fermentiertem (also milchsauer vergorenem) Gemüse. Am besten schmeckt mir immer noch Weißkohl, Rote Beete kommt aber direkt danach. Wunderbar ist, dass es so einfach geht: Gemüse raspeln, Salz gut einmassieren (2-3 % Salz), in ein sterilisiertes Glas füllen, gut andrücken, verschließen und bei Raumtemperatur stehen lassen. Nach etwa 14 Tagen ist es genussreif und vorher kann man dem sanften Blubbern im Glas zuschauen. 🙂

    fermentierte rote beete im buegelglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Brot hatte ich auch lange keines mehr gebacken – und eigentlich ist der Mann da auch besser drin, weil es ihm nichts ausmacht, sich aufs Gramm genau ans Rezept zu halten. Ich improvisiere gerne und *schwupps* geht das Brot nicht mehr auf oder es bekommt eine merkwürdige Konsistenz. Das rustikale Fladenbrot hat mich aber so sehr gereizt, dass ich über meinen Ich-will-nicht-alles-genau-auswiegen-Schatten gesprungen bin. Und – tadaaa! – es ist gelungen!

    frisch gebackenes fladenbrot © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anschließend haben wir uns gemeinsam an die Weihnachtsbäckerei gemacht. Zuerst Elisenlebkuchen:

    Elisenlebkuchen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … dann Gewürzmakronen…

    Gewürzmakronen direkt nach dem Backen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … und jetzt noch Schwarzweiß-Gebäck, denn wenn schon Backrausch, dann auch richtig. 🙂

    Schwarzweißgebäck © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Passend dazu: Ein Gewürztee bereitet aus Kurkuma, Ingwer und Zitronenschalen.

    aufgeschlagenes handgemachtes Rezeptbuch © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lieblingsrezepte halte ich in einem stetig wachsenden Buch fest. Lose Seiten, wie sie da rechts hervorlugen, sind ein Hinweis, dass noch die Zeichnungen fehlen. 😉

    Klebezettel mit den Fragen Macht mir das Spaß und Tut mir das gut © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bis hierhin war es ein sehr schöner, entfrustender Tag voll greifbarer (und essbarer!) Resultate. Ist es Zufall, dass mir vorhin beim Aufräumen diese zwei Zettel in die Hände gefallen sind? Ich danke jedenfalls meiner Kollegin Sabine Scholze für diese beiden Leitfragen, die sie mir vor einiger Zeit zugeschickt hat. Für die restlichen Dezembertage (immerhin noch 19) schwöre ich mir selbst: Ich werde mir diese Fragen vor jeder neuen (beruflichen) Aktivität stellen und danach handeln. Ich kann ja schlecht jeden Frust wegbacken. 😉

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

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    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Die schädliche Umdeutung eines Begriffs

    Lesezeit: ca. 7 Minuten | aktualisiert: 16.12.2021

    Mittlerweile hat sich der Begriff Sketchnotes (gerade im deutschsprachigen Raum) von seiner ursprünglichen Bedeutung stellenweise seeeehr weit entfernt. Beziehungsweise: Er wird oft uminterpretiert in „irgendwas mit Zeichnen“.

    Und das ist schade: Denn Visualisierung im beruflichen und gesellschaftlichen Rahmen kann ein sehr wirkmächtiges Werkzeug sein. Durch die Fehlinterpretation „irgendwas mit Zeichnen“ werden visuelle Notizen banalisiert, belächelt und in die Hobbyecke geschoben.

    Dazu tragen maßgeblich Angebote bei, deren Fokus rein auf dem Zeichnen liegt: Siehe „200 Business-Symbole zum Abzeichnen“ oder „Die große Symbolbibliothek mit über 1000 Zeichenanleitungen“. Oder – für mich der Gipfel der dekorativen Banalisierung – „Mit Sketchnotes dein Business verschönern“.

    Leute! Davon kriege ich geistigen Ausschlag. Hässliche rote Pusteln. 

    Warum ich den Begriff Sketchnote problematisch finde

    Was bitte bringt es denn, ein Fahrrad, einen Heißluftballon oder einen Laptop zeichnen zu können, wenn ich nicht in der Lage bin, Inhalte verständlich und auf das Wesentliche reduziert aufzubereiten?!

    Visualisieren hat nichts mit Zeichnenkönnen zu tun, sondern mit der erlernbaren Fertigkeit, sich komplexe Zusammenhänge strukturiert zu erschließen (das heißt sie zu verstehen). Visuelle Kompetenz und digitale Alphabetisierung gehören für mich zusammen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur mit lebenslangem Lernen und Kreativität dafür sorgen können, dass unsere Jobs nicht wegdigitalisiert, sondern menschenzentrierter werden. Nur wer versteht, kann auch gestalten.

    Dazu gehört auch, mit visueller Kompetenz seine eigenen Ideen anderen anschaulich vermitteln zu können. Nur wer in der Lage ist, verstanden zu werden, kann andere überzeugen und gesellschaftlich etwas verändern. Mit der Überbetonung des Zeichnens reduzieren sich visuelle Notizen mehr und mehr zu einem kreativen Nischenhobby. Das ist problematisch, weil so die Kraft der Visualisierung für (beruflich oder gesellschaftlich) relevante Dinge oft ungenutzt bleibt.

    Ja klar, es gibt seriöse Angebote und tolle Trainer:innen – momentan sind wir aber noch in der Unterzahl.

    Deswegen macht es derzeit – leider – Sinn, im deutschsprachigen Raum zwischen Sketchnotes und visuellen Notizen zu unterscheiden. Der Begriff Sketchnote ist momentan von den Banalisierern besetzt.

    Back to the roots: Wo der Begriff Sketchnote herkommt

    Lass uns das direkt klären: Gibt es einen Unterschied zwischen Sketchnote und visueller Notiz?

    Geht man zum ursprünglichen Verständnis des Begriffs zurück, lautet die Antwort: NEIN. Es gibt es keinen Unterschied in der Bedeutung. Mike Rohde, der den Begriff „Sketchnote“ ab dem Jahr 2007 geprägt und seither in die Welt getragen hat, verwendet in seinen beiden Büchern die Begriffe „Sketchnote“ und „Visual Note“ synonym:

    „Sketchnotes are visual notes created from a mix of handwriting, drawings, hand-drawn typography, shapes, and visual elements like arrows, boxes, and lines.”
    (Mike Rohde)

    Im Mike-Rohde-Universum macht der Begriff auch Sinn – gerade unter dem Aspekt „Naming is Branding“. 😉 Denn es ist ja nicht so, als hätte er diese Art der Notizen erfunden. Er konnte sich mit dem neuen Begriff von anderen Visualisierer:innen absetzen (visuelles Arbeiten in Beratung, Coaching, Prozessbegleitung und Moderation etablierte sich in den USA und Kanada schon in den 1970ern). So hat Mike nicht nur Sketchnotes, sondern auch seinen eigenen Namen erfolgreich in die Welt getragen.

    Visuelle Notize eines Vortrags

    Ein Beispiel von Mike Rohde, mit dem er auf seiner Website zeigt, wie eine Sketchnote (bzw. visuelle Notiz) aussehen kann.

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Ein deutschsprachiges Problem

    Offenbar weckt der Begriff Sketchnote im deutschsprachigen Raum falsche Assoziationen. Dementsprechend hatte ich gerade in den allerersten Weiterbildungen Menschen im Kurs sitzen, die sich darauf gefreut haben, „endlich besser zeichnen zu lernen“. Die ganze Batterien von Farbstiften und Malblöcken mitgebracht hatten. Und die sich wunderten, warum „dieses schöne Hobby“ im Fachbereich Berufliche Bildung(!) angesiedelt ist.

    Die Enttäuschung war dann groß, wenn wir
    a) über die äußere Form und mögliche Elemente (Text spielt die entscheidende Rolle) und
    b) über die Anwendungsmöglichkeiten von visuellen Notizen gesprochen haben:

    • Gespräche dokumentieren,
    • Inhalte von Vorträgen festhalten,
    • für Prüfungen lernen,
    • Projekte planen,
    • Recherchen aufbereiten,
    • Seminare vorbereiten,
    • Wissen leicht verständlich vermitteln…

    Scheinbar triggert der Wortteil „Sketch“ einige Menschen so sehr, dass sie die weitere Kursbeschreibung überlesen, wo genau von diesen Anwendungsmöglichkeiten die Rede ist. Mittlerweile bin ich in meinen Ausschreibungstexten überdeutlich: Dies ist kein Zeichenkurs.

    Ein Problem aber bleibt: Menschen, die ganz besonders von visuellen Notizen profitieren können, trauen sich Sketchnotes oft nicht zu.

    • Menschen, die in Abläufen, Prozessen, Konzepten und Strategien denken.
    • Menschen, die regelmäßig mit einer Vielzahl von Informationen umgehen und dabei den Überblick behalten müssen.
    • Menschen, die mit Klienten arbeiten, die weniger Spezialwissen haben als sie selbst – und die deshalb anschaulich und aufs Wesentliche reduziert erklären können müssen.

    Auch diese Menschen werden getriggert vom Wortteil „Sketch“ und empfinden das für sich als abschreckend. Sie assoziierten, dass man für Sketchnotes irgendwie „begabt“ sein sollte, am besten künstlerisches Talent hat und gut zeichnen können muss. Dass es viel wichtiger ist, gezielt zuzuhören, Gehörtes zu verarbeiten und zusammenzufassen, kommt bei ihnen im Bewusstsein nicht an:

    „Sketchnotes don’t require special drawing skills, but do require you to listen and visually synthesize and summarize ideas via writing, drawing and icons.”
    (Mike Rohde)

     

    Visuelle Notiz vs. Sketchnote: Wie Begriffe unsere Wahrnehmung beeinflussen

    Nach einigen Jahren Erfahrung als Trainerin für visuelles Denken und Arbeiten finde ich den Begriff Sketchnote zunehmend problematisch. Dabei habe ich ihn früher sehr gerne genutzt, sogar in meinem Claim. Lange Zeit stand ganz oben auf meiner Website „Sketchnotes ohne Firlefanz“. Auch mein Business-Profil auf verschiedenen Social-Media-Plattformen hieß so.

    Seit Anfang 2020 ersetze ich den Begriff in meinen Texten mehr und mehr durch „visuelle Notiz“. 2021 bin ich sogar so weit gegangen, dass ich meinen Claim geändert habe. Wo lange Zeit „Sketchnotes ohne Firlefanz“ stand, heißt es jetzt „Visualisierung ohne Firlefanz“. Weil mir die Umbenennung so wichtig war, werde ich auch noch darüber schreiben, was mein neuer Claim mir bedeutet.

    Das Austauschen des Begriffs Sketchnote durch visuelle Notiz bewirkt eine andere Wahrnehmung ein und derselben Sache. Die sprachliche Betonung verschiebt sich auf „Notizen“ und „visuell“ wird eher zum Nebenaspekt. Ein Nebenaspekt, der gar nicht mehr so einschüchternd wirkt.

    Der Ausdruck „visuelle Notizen“ beschreibt meiner Meinung nach viel treffender, was Sketchnotes eigentlich sind: 1.) Notizen, die 2.) eine visuelle Komponente in sich tragen. Inhalt first, Optik second.

    Wie bei jeder anderen Notiz liegt der Fokus dabei immer auf dem Inhalt der Notiz. Wenn der Inhalt nicht verständlich ist, dann ist die Notiz unbrauchbar. Text ist daher die wichtigste Komponente in einer visuellen Notiz. Mit Text kannst du wichtige Informationen leicht festhalten und weitergeben.

    Eine visuelle Notiz kann daher komplett ohne Bilder auskommen, aber nie ohne Text.

    Und was ist mit der visuellen Komponente? Tja, das Visuelle in visuellen Notizen sind nicht die Bilder, sondern die Struktur der Notiz. Also in erster Linie, wie Informationen auf einem Blatt Papier angeordnet sind.

    pfeile-verbinder © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ein Beispiel: Stehen einzelne Textblöcke näher zusammen, dann deuten wir das auch als inhaltlich zusammengehörig. Stehen sie weiter voneinander entfernt, halten wir sie rein optisch schon für unterschiedlich. Die visuelle Struktur der Notiz erleichtert uns das Verdauen von Informationen – und zwar schon, BEVOR wir anfangen zu lesen.

    Und die bewusste Verwendung von Sprache erleichtert uns das Nutzen eines kraftvollen Werkzeugs… Deswegen gibt es für mich derzeit eben doch einen Unterschied zwischen Sketchnote und visueller Notiz.

    Wie du visuelle Notizen beruflich nutzen kannst

    Nach meiner Beobachtung gewinnen Visualisierungen im Beruf zunehmend an Bedeutung. Genau diese Entwicklung liegt mir auch am Herzen. Deswegen hier jetzt ein paar Beispiele, die ich sehr gelungen finde. Nicola Pridik zum Beispiel ist Juristin und macht Gesetze und andere rechtliche Zusammenhänge anschaulich:

    Visualisierung von Paragraph 10 BAföG

    Nicola Pridik hat §10 des Bundes­ausbildungs­förderungs­gesetz (BAföG) visualisiert (© Nicola Pridik)

    Aşkın-Hayat Doğan hat als Diversity Trainer und Sensitivity Reader einen erklärungsbedürftigen Beruf. Er sagt nicht nur, „dass Sensitivity Reading dafür da ist, ungewollt produzierten Bullshit wie diskriminierende Stereotype zu verhindern – sei es in Romanen, Artikeln, Fernsehserien, Rollenspielen oder Presseerklärungen” sondern veranschaulicht auf seiner Website auch, welche Diversitätsmerkmale es gibt:

    Diversityrad

    Visualisiertes Diversityrad auf der Website von Aşkın-Hayat Doğan, Illustration: © Oliver Hoogvliet

    Die Heilpraktikerin Mirja Flöser zeigt auf ihrer Website, welche Themen beim ersten Besuch in der Praxis angeprochen werden: Welche Unterlagen werden benötigt, was wird genau gemacht und wie lange kann so ein Gespräch dauern?

    Erster Besuch bei der Heilpraktikerin

    Visualisierung, mit der Heilpraktikerin Mirja Flöser auf ihrer Website zeigt, was beim ersten Besuch in der Praxis passiert. © Insa Krey

    Natürlich kannst du (wie in den letzten beiden Beispielen) die Visualisierung deines beruflichen Themas jemanden für dich machen lassen. Viel flexibler bist du aber, wenn du (wie die Juristin Nicola Pridik) in der Lage bist, selbst zu visualisieren. Und du musst es noch nicht einmal für „die Öffentlichkeit” tun.

    Beispiel 1: Als Coach:in kannst visuelle Notizen einfach im Gespräch mit deinem Coachee nutzen: Als Mitschrift eurer Sitzung unter vier Augen, ganz ohne ästhetischen Anspruch. Das Wichtigste ist, dass die Aufmerksamkeit beim Coachee liegt und ihr genug Raum dafür bleibt, die Notiz zu ergänzen oder richtigzustellen. Das gelingt viel leichter, wenn deine Visualisierung funktional ist (statt schön). Der Zweck dieser simplen Striche ist es, die Essenz aufs Papier zu bringen und der Coachee zu spiegeln, was du gehört hast. Dafür braucht es das richtige Mindset: Weg vom Anspruch, etwas Schönes zu malen, hin zu funktionalen Sketchnotes, die einen tiefen, transformativen Wert haben.

    Beispiel 2: Als Journalistin kannst du – nur für dich – deine Recherche visuell strukturieren. So wie Andrea Fritz in meinem letzten Kurs:

    Ich habe es tatsächlich geschafft, ein dreistündiges Strafverfahren mit acht Zeugen, inclusive Plädoyers und Urteilsbegründung, auf drei A4-Seiten so anzuordnen, dass ich beim Schreiben meines Artikels mit einem einzigen Blick auf die Notizen die gesuchte Information gefunden habe. Das ist großartig und erleichtert mir die Arbeit ungemein. Zumindest, was Gerichtsberichterstattung angeht.

    Aber auch sonst plane ich meine Notizen viel besser und erhalte dadurch Übersicht. Ich traue mich, weniger mitzuschreiben, weil ich viel organisierter bin. Ich spare dadurch viel Zeit und – schreibe sogar bessere Texte!

    Das Gute ist: Ich brauche keine Symbole! Eine übersichtliche Darstellung, Rahmen und Pfeile reichen völlig aus, um mir das Leben erheblich zu erleichtern.

    Ich hätte nie gedacht, dass man mit so kleinen Veränderungen so viel erreichen kann. Es ist toll zu sehen, wie im Kurs jeder seinen eigenen Weg findet. Ich hatte den Eindruck, dass es im Kurs am Ende genauso viele verschiedene Lösungen wie Anforderungen gibt. 

    Andrea Fritz

    Freie Journalistin

    Das würde dir auch Spaß machen? Dann hüpf auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste zum Online-Gruppenprogramm Visuelle Notizen mit Leichtigkeit und spare Zeit und Nerven beim Planen, Lernen, Recherchieren und Mitschreiben. Findet planmäßig nur einmal im Jahr statt – das nächste Mal im Frühjahr 2022:

    Online Kurs Sketchnotes

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    Hi, ich bin Viktoria.

    © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    Die 7 größten Fehler in meiner Selbständigkeit

    Die 7 größten Fehler in meiner Selbständigkeit

    Lesezeit: ca. 15 Minuten | aktualisiert: 19.11.2021

    … und der Ruf nach mehr weiblichen Stimmen

    Wenn du hier schon eine Weile mitliest, weißt du, dass ich mich 2017 selbständig gemacht habe. Ich habe damals nebenberuflich gegründet. Und weil das jetzt bald 5 Jahre her ist, lasse ich meine Erfahrungen Revue passieren. Viele Entscheidungen waren genau richtig, bei einigen habe ich mich ausgebremst und es mir unnötig schwergemacht. Mittlerweile darf ich paar großartige Frauen bei ihrem eigenen Weg in die Selbständigkeit begleiten. Seither berge ich meine Erfahrungsschätze viel bewusster und teile sie als Mentorin.

    Viele limitierende Glaubenssätze, ich damals hatte, entdecke ich heute bei meinen Mentees wieder. Es scheint so etwas wie ein Muster zu geben, denn in den Gesprächen begegnen mir dieselben Dinge wieder und wieder. Zeit also, mal offen über ein paar häufig vorkommende Selbstsabotagen zu sprechen – nicht aber ohne einen positiven Schluss! Am Ende dieses Artikels ziehe ich ein Fazit, bei dem es ein bisschen mit mir durchgeht… und lade dich zu einer besonderen Aktion ein 😉

    Fehler #1: Als allererstes ein Logo machen lassen

    Wenn meine Mentees zu mir kommen, haben sie diesen Schritt meistens schon angestoßen (oder fertig). Ich kann das gut verstehen, weil es sich professionell anfühlt. Ich bin ja auch in diese Denkfalle getappt. Nur: Das Logo verdient kein Geld für einen. Es ist gut, irgendwann mal eines zu haben, aber es hat gerade am Anfang überhaupt keine Priorität.

    Wichtiger wäre, ein klares Angebot zu formulieren und zu veröffentlichen. Zum Beispiel auf einer einfachen Website, als simpler One-Pager. Am besten mit einer kurzen Vorstellung, klaren Kontaktdaten und einer eindeutigen Handlungsaufforderung. So etwas wie: „Vorgespräch vereinbaren“.

    Meine eigene Geschichte dazu? Ich habe mich lange mit meinem Angebot nicht rausgetraut, weil mein Logo noch nicht fertig war. Schade. In der Zeit hätte ich nämlich mein Angebot schon bekannt machen und auch die ersten Test-Kund:innen gewinnen können.

    Meine Domain habe ich mir Anfang 2016 gesichert. Und davor und danach elendig lang recherchiert: Wie könnte ich die Seite aufbauen? Wie machen andere das? Was gefällt mir daran? Was würde ich anders machen? Ich habe gescribbelt und entworfen und verworfen, bis ich dachte, den ultimativen Plan zu haben. Auf meiner Seite war derweil einige Monate lang nur das hier zu finden:

    So sah meine Coming-Soon-Page 2016 aus

    Niemand konnte mich kontaktieren und um was es inhaltlich bei meinem Angebot ging, war bei dem bunten Blumenstrauß auch unklar. Meine „fertige Website“ existierte in dieser Zeit nur als Entwurf auf Powerpoint-Folien. Ich kam mir sehr gut vorbereitet vor… nur umgesetzt hatte ich in der Zeit leider nichts.

    Fehler #2: Zu lange an der Website basteln

    Im Hintergrund hatte ich angefangen, an der Seite zu basteln, Unterseiten anzulegen, Inhalte einzupflegen. Ich war unsicher, ob die Texte gut genug sind (Kann ich das so schreiben? Du oder Sie? An wen richte ich mich überhaupt?). Und ich habe mich sehr lang mit der Optik aufgehalten (Welches Theme ist das richtige? Warum kann ich die verd*mmte Bildgröße nicht ändern? Wie ändere ich das Farbschema? Wie die Schriftart?).

    Dass ich mich technisch reingefuchst habe, war für mich genau richtig. Ich will durchschauen, wie WordPress funktioniert, damit ich selbständig alles anpassen kann und nicht von irgendwelchen herablassenden Programmierern abhängig bin.

    Dass ich mich so lange mit dem Perfektionieren der Inhalte aufgehalten habe, war hingegen ein Akt der Selbstsabotage. Ich war wochenlang wunderbar beschäftigt, habe in einer Kaskade von „das muss ich aber vorher noch erledigen/entscheiden“ verheddert und konnte so sehr erfolgreich immer weiter hinauszögern, den „Veröffentlichen“-Button zu drücken. Weil ich nämlich Angst hatte. Angst vor Kritik. Angst, dass „das alles“ nicht gut genug ist. Angst, dass jemand merkt, dass ich das zum ersten Mal mache.

    Was passiert ist, als den „Veröffentlichen“-Button kurz vor Weihnachten 2016 endlich gedrückt hatte?

    Nichts.

    Ich wette, dass wochenlang niemand die frisch online gegangene Website überhaupt auch nur wahrgenommen hat. Ich hatte vorher nämlich (fast) niemandem davon erzählt. Aus Angst, dass es dann doch nicht gut wird. Siehe oben. Dass die Google-Crawler zum Teil Wochen brauchen, um neue Websites überhaupt zu finden und zu indizieren (damit sie in Suchmaschinen überhaupt auftauchen können), wusste ich damals noch nicht.

    Meine Mentees ermutige ich daher, möglichst früh schon ihren One-Pager zu veröffentlichen. Dann ist diese Selbstsabotage-Falle schon mal weg und auf eine neue Website verirrt sich am Anfang sowieso niemand, außer du streust die Adresse gezielt.

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    So sah meine Website 2017 aus, als ich sie endlich veröffentlicht hatte.

    Fehler #3: Das eigene Angebot nicht genug zuspitzen

    Mein Bauchladen hatte zwar nur zweieinhalb Produkte, aber es war ein Bauchladen. Ich konnte mich nämlich nicht entscheiden: Wollte ich Wissenschaftler:innen beibringen, wie sie durch visuelle Kommunikation ihre Forschungsergebnisse verständlich präsentieren können? Oder wollte ich das Visualisieren selbst übernehmen und als Dienstleistung anbieten?

    Also habe ich beides auf der Website präsentiert. Außerdem noch vermischt mit dem Angebot, auch „andere Sachen“ visuell zu dokumentieren. Das hat potentielle Kunden verwirrt, wie mir durch das Gespräch mit meiner Mentorin später klargeworden ist.

    Seitdem ich eine klare Trennung zwischen Trainingsangebot und Kreativdienstleistung habe (zwei Websites, zwei Sprachen), läuft es deutlich besser. Es kommen mehr und passendere Anfragen von Kund:innen. Weil es tatsächlich zwei komplett unterschiedliche Wunschkundengruppen sind, mit denen ich zusammenarbeite und die ich jetzt viel gezielter ansprechen kann.

    Meinen Mentees rate ich, dass sie erstmal mit einem Angebot starten. Erweitern und ausbauen lässt sich das immer noch.

    Fehler #4: Zu lange nur statischen Inhalt auf der Website haben

    Was ist statischer Inhalt? Alles, was sich selten verändert. Also zum Beispiel die Über-mich-Seite, die Kontaktseite, die Angebotsseite(n) und zu einem gewissen Grad auch die Startseite.

    Dynamischen Inhalt haben Websites eigentlich nur, wenn regelmäßig neuer Inhalt veröffentlicht wird. Wenn wir also zum Beispiel einen Blog pflegen und wöchentlich einen Artikel schreiben. Oder – deutlich aufwendiger – Podcastfolgen oder Videos produzieren.

    Warum ist dynamischer Inhalt so wichtig? Ich erzähle es mal an meinem Beispiel: Meine Website ist Ende 2016 online gegangen, meinen ersten Blogartikel habe ich am 14. Mai 2020 veröffentlicht. In diesen etwa dreieinhalb Jahren mit nur statischem Inhalt hatte meine Website pro Woche etwa nur eine Handvoll Seitenaufrufe. Meine Kurse waren nur deswegen ausgebucht, weil ich mit Bildungsträgern zusammengearbeitet habe, die eine hohe Reichweite haben und die die Werbung für mich übernommen haben. Durch die Website habe ich dieser Zeit so gut wie keine Kund:innen gewonnen. Wer auf meiner Website gelandet ist, kannte mich in der Regel vorher schon durch einen Kurs.

    Wer auf meiner Website gelandet war, konnte sich aber auch gleich fragen: Was gibt es denn hier für mich? Warum hätten diese Menschen nach dem ersten Besuch der Website wiederkommen sollen? Es gab nichts interessantes Neues zu entdecken. Mal ehrlich: Niemand kommt wöchentlich wieder, um sich die immer gleiche Startseite anzugucken.

    Seitdem ich einen Blog habe, hat sich das dramatisch verändert. Ich habe mir verdutzt die Augen gerieben, als ich unter meinem allerersten Blogartikel schon einen Tag nach der Veröffentlichung zwei Kommentare hatte. 😮 Von zwei mir völlig unbekannten Menschen. 😲 Die sich auch noch für den Inhalt bedankt haben. 🙃

    Mit diesem ersten Blogartikel begann mein Reichweitenaufbau – und nicht mit der Website an sich. So konnte das weitergehen! Ja, und schade auch um die dreieinhalb ungenutzten Jahre…

    Kommentare im Blog

    Fehler #5: Zu selten & unregelmäßig frischen Inhalt veröffentlichen

    In meinen ersten 12 Monaten mit Blog habe ich ganze 4 Artikel veröffentlicht. Viel zu selten und viel zu unregelmäßig. Warum?

    Weil es mir unendlich schwergefallen ist.

    Erstens: Der Glaubenssatz „Ich kann nicht schreiben“ hing mir seit Schulzeiten hartnäckig an den Hacken. Ich hatte keinen Spaß an Aufsätzen und meine Textinterpretationen wichen regelmäßig vom vorgefassten Textverständnis meiner Deutschlehrer ab. Zwar hat ein Blogartikel herzlich wenig mit einer Interpretation von Schillers Maria Stuart zu tun. Gelähmt hat mich das trotzdem.

    Spoiler: In den nächsten 6 Blog-Monaten – das heißt von Mai bis heute – habe ich 26 Artikel veröffentlicht und bekomme regelmäßig positive Resonanz darauf. Scheint so, als ob dieser hinderliche Glaubenssatz einfach nur ein hinderlicher Glaubenssatz war – und nicht die Wahrheit.

    Zweitens: Diese ersten 4 Artikel zu schreiben war so mühsam, weil ich mich an niemanden spezifisch gerichtet habe. Wenn du nicht weißt, wem du schreibst, fällt es schwer festzulegen, welche Inhalte hineinsollen. Was ist interessant? An wen richte ich mich? An alle im Internet, die deutschsprachig sind?!

    Drittens: Ich habe sehr lang für die Texte gebraucht. Wenn ich mehrere Tage lang an einem Artikel geschrieben und herumkorrigiert hatte, brauchte ich erstmal eine Pause vom Schreiben. Ich hatte dann wochenlang keine Lust, mich an den nächsten Text zu setzen.

    Fehler #6: Zu lange, erschöpfende Artikel schreiben

    Ein weiterer Grund für die Schreibunlust: Diese ersten 4 Artikel waren erschöpfend lang. Irgendwo hatte ich gelesen, dass ein „echter“ Blogartikel zwischen 2.000 und 10.000 Wörtern hat. Aber natürlich ginge es nicht darum, den Text künstlich aufzublähen, sondern „wertvolle Inhalte“ für die Leser:innen zu erstellen. Ach ja, und dann am besten auch noch unterhaltsam geschrieben. Das hat mir dann gleich dreifach Druck gemacht: Wertvolle Inhalte, langer Text, unterhaltsam. Diese hohen Ansprüche an mich selbst waren optimale Voraussetzungen, noch vor dem Losschreiben gleich wieder die Lust zu verlieren. Nicht vergessen: Ich war Schreibwiedereinsteigerin mit so gut wie null Übung im Texten.

    Das hat dazu geführt, dass ich versucht habe, in einem einzigen Artikel ein Thema komplett und umfassend abzuhandeln. Die Texte sind ausgeufert, weil ich alle inhaltlichen Verzweigungen, die sich teilweise erst beim Schreiben ergeben haben, gleich einbauen wollte. Mich hat das gestresst und meine Leserinnen verwirrt: Wenn mehr als ein roter Faden enthalten ist, dann wird ein unübersichtliches Knäuel draus. Mehrere kurze Artikel sind dann deutlich besser.

    Und wenn ein Thema so umfassend abgefrühstückt war, folgte immer die bange Frage: „Und worüber soll ich jetzt schreiben?“ Ich hatte Angst, dass mir nach spätestens 10 Artikeln die Themen ausgehen.

    Fehler #7: Das Bloggen erstmal wieder einschlafen lassen

    Weil das Schreiben war mühsam war, hatte ich mir schon die nächste Selbstsabotage als Glaubenssatz zurechtgelegt: Ich wollte ja gar nicht „Bloggerin“ werden.

    Das waren für mich Menschen, deren Ziel es war, mit ihrem Blog direkt Geld zu verdienen. Ich bin Visualisierungstrainerin. Ich habe keinen blassen Schimmer davon, wie ich meinen Blog „monetarisieren“ könnte – und ich will das auch gar nicht. Ich bin gut darin, Menschen zu helfen, besser verstanden zu werden. Ich zeige ihnen, wie sie im Job visuell kommunizieren können. Damit sie ihren Klienten oder Patientinnen leichter helfen oder ihre Chefin überzeugen können.

    Wenn das mein Schwerpunkt ist, dann kann ich ja nicht auch noch Bloggerin sein – oder?!

    Das Problem bei dieser Denkweise: Wie soll ich denn Menschen helfen, die mich als Visualisierungstrainerin brauchen, wenn sie online nicht zu mir finden? Ich mache meine Trainings seit Anfang 2020 fast nur noch online und ich bin dabei, mich von den Bildungsträgern abzunabeln.

    Gefunden werde ich nur, wenn Suchmaschinen wie Google etwas Interessantes von meiner Website anzeigen können. Angezeigt werden bevorzugt – tadaaa! – dynamische Inhalte. Also regelmäßig veröffentlichte Blogartikel. Was auch logisch ist. Google mag, was Menschen mögen. Zum Beispiel aktuelle Tipps und Anleitungen – und keine verstaubten Startseiten.

    Also habe ich im Mai 2021 wieder angefangen zu bloggen. Diesmal aber mit Plan und Unterstützung. Und weißt du was?

    Das war eine meiner 3 besten Entscheidungen als Selbständige in 2021!

    Im Frühjahr bin ich in den kostenlosen Blog-Kurs von Judith Peters eingestiegen. Und auf einmal war die Freude am und Lust aufs Schreiben wieder da. Texte und Themen sprudelten nur so aus mir heraus. Schreiben wurde plötzlich leicht und – oh Wunder – „Worüber soll ich schreiben?“ war keine Frage mehr. Eher: „Wann soll ich all diese vielen Ideen verbloggen?“

    Dass ich davon mehr wollte, war mir schon in der zweiten Woche klar. Ich bin dabeigeblieben bzw. habe mir im Juli ein Upgrade gegönnt und bin in The Content Society gewechselt. Damit habe ich jetzt  ein volles Jahr Unterstützung in einer wundervollen Gemeinschaft schreibender, bloggender Frauen. Und ich genieße bisher jeden einzelnen Tag davon, auch wenn ich nicht jeden Tag schreibe.

    Fazit: Was würde ich aus heutiger Sicht anders machen?

    a. Früher mit dem Bloggen anfangen.

    Viiiiiiiiiiiel früher! Am besten schon, sobald die allerste Website-Version als  One-Pager steht. Warum?

    Mal abgesehen davon, dass mein Angebot über Suchmaschinen wie Google, Ecosia oder DuckDuckGo viel früher hätte gefunden werden können: Schreiben bringt mir Klarheit und mich immer wieder auf neue Ideen. Es öffnen sich ganz neue Möglichkeitsräume, neue Ideenräume. Mein Angebot als Visualisierungstrainerin hat sich durch das Bloggen innerhalb kurzer Zeit verbessert und weiterentwickelt. Schreibend habe ich Ideen entwickelt, auf die ich durch reines Nachdenken gar nicht gekommen bin.

    b. Mir erlauben, auch kürzere Artikel zu schreiben

    Das macht mich beim Schreiben schneller. Und es nimmt mir den Druck, den „perfekten“ Artikel veröffentlichen zu wollen. Wenn ich mich zu lange an einem Text aufhalte, dann kommen die anderen gar nicht zu ihrem Recht. Denn mit jedem neuen Artikel sprudeln mindestens 5 neue Artikelideen nach. Und auch die wollen alle raus in die Welt.

    Interessanterweise bekomme ich auf diese kürzeren, umsetzungsorientierteren, unpolierten Artikel viel mehr Resonanz, als auf die superlangen, erschlagenden ersten 4…

    Alleine wäre ich so weit nicht gekommen. Daher:

    c. Mir zügig eine Gemeinschaft mit Gleichgesinnten suchen

    Ich bin eher zufällig auf Judith und ihre Kurse gekommen und bin glücklich über diesen Zufall. In The Content Society habe ich meinen Tribe gefunden. Hier fühle ich mich wohl, bekomme ich Unterstützung und Feedback und unglaublich viele Anregungen. Denn eigentlich ist das, was Judith aufgebaut hat, ein empowerndes Netzwerk inspirierender Frauen… verkleidet als harmlose Blog-Kurse.

    Zu sehen, was all diese Frauen zu sagen und zu schreiben haben, macht mir Mut und macht mich immer wieder auch glücklich.

    Es sind ja nicht nur Expertenartikel, die da zu unseren jeweiligen Themen entstehen. Es sind auch all diese endlich(!!!) wahrnehmbaren weiblichen (Schreib-)Stimmen, die ich bisher so schmerzhaft im Internet vermisst habe. Intelligente Texte, anrührende Texte, lustige Texte, melancholische Texte, ehrliche Texte, ratlose Texte, ermutigende Texte, kurze Texte, lange Texte, persönliche Texte, sachliche Texte, engagierte Texte. Die ganze Bandbreite dessen, was einen lebendigen Menschen eben so bewegt.

    Und ich möchte noch viel mehr davon lesen!

    Weil ich davon überzeugt bin, dass sich noch mehr großartige Frauen mit ihrer (Schreib-)Stimme Gehör verschaffen sollten! Wer schreibt, bleibt – und prägt den öffentlichen Diskurs mit. In dieser Gesellschaft brauchen wir viel mehr weibliche Stimmen, die sich zu Wort melden und in ihrer Vielfalt etwas bewegen können. Vom Gender Pay Gap und der Gläsernen Decke, über die Sichtbarkeit und Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum, über Jobs, die man uns plötzlich doch zutraut…

    Als schreibende, bloggende Visualisierungstrainerin bin ich mittlerweile aus Überzeugung im Chor der weiblichen Stimmen dabei. Obwohl ich introvertiert und sonst eher zurückhaltend bin. Warum? Weil ich andere, die nach mir kommen, dadurch ermutigen kann!

    Kommentar im Blog

    Es wurde schon genug ÜBER uns geschrieben, höchste Zeit, dass wir selbst mitmischen! Ich habe genug von Gestalten wie Kubicki, Merz und Lindner. Ich habe die Nase voll von Vorgesetzten, die Frauen weniger zutrauen als Männern, und uns deswegen mit „Junior“-Rollen abspeisen wollen. Und ich habe auch genug von technischen Bloggern, die das Schreiben im Netz so furchtbar kompliziert erscheinen lassen (von wegen „mindestens 2.000 Wörter“ und „ohne SEO brauchst du gar nicht erst anfangen“…)

    Und was ist mit dir?

    Ich möchte auch deine Stimme gerne hören! Denn ich bin sicher: Wenn du bis hierher mitgelesen hast, dann hast auch du etwas zu sagen – beziehungsweise zu schreiben. Lass uns das Internet fluten mit der Vielfalt unserer Stimmen, Ideen und Erkenntnissen!

    Die nächste Gelegenheit, das in einer großartigen, energievollen Gemeinschaft zu tun, ist beim Jahresrückblog* von Judith:

    Jahresrückblog

    Ich werde dieses Jahr vom 1. Dezember an dabei sein und kann dir das nur aus vollem Herzen empfehlen. Die Teilnahme kostet nichts und die Gruppe wird wieder Granate sein (denn ich weiß schon, wer noch so alles dabei sein wird)! Am 20. Dezember veröffentlichen wir alle gemeinsam unseren Artikel, der in dieser Zeit in Ruhe entstehen, wachsen und reifen darf.

    Kommst du mit dazu? Dann melde dich jetzt an und lass uns zusammen eine gute Zeit haben: 

    (*Affiliate-Link aus Überzeugung. Wenn du dich über diesen Link anmeldest und später ein Angebot buchen solltest, erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.)

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    Hi, ich bin Viktoria.

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    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    12 von 12: November 2021 – Hinter den Kulissen: Bildungsurlaub

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.11.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Freitag und der dritte Tag des Online-Bildungsurlaubs, den ich in dieser Woche für eine Organisation in Düsseldorf durchführen darf. Ein Hoch auf berufliche Weiterbildung mit Spaßfaktor!

    Ich muss sagen, dass ich die Online-Bildungsurlaube besonders genieße, weil ich mir meinen Arbeitsplatz vor dem Kurs in Ruhe genauso einrichten kann, wie es mir guttut. Zum Beispiel mit einer großen Kanne Tee, meiner Lieblingstasse, zwei Monitoren für mehr Übersicht, einem professionellen Ansteckmikro und viel Platz auf dem Schreibtisch. Nicht im Bild: Die Dokumentenkamera, mit der ich die live erstellten Anleitungen direkt im Entstehen zeigen kann.

    Teetasse, Teekanne und Laptop auf Schreibtisch

    Die Planung der Inhalte steht natürlich schon vor dem Kurs. Ich bin aber immer so flexibel, dass ich auf Wünsche und aktuellen Bedarf der Teilnehmer:innen spontan eingehen und die Reihenfolge der Inhalte umstellen kann. Nebenher notiere ich mir den tatsächlichen Zeitbedarf der einzelnen Übungen in jedem Kurs, den ich durchführe (das sind die orangefarbenen Uhrzeiten). Das schwankt je nach Vorwissen von Kursgruppe zu Kursgruppe teilweise sehr stark. Über die Jahre hinweg habe ich durch die Notizen genug Erfahrung angesammelt, um zu wissen, wo ich zusätzlichen Zeitpuffer oder optionale Übungen einbauen sollte, damit es inhaltlich für alle gut passt.

    Ablaufplan fuer Bildungsurlaub Visuelle Notizen

    Der wichtigste Schlüssel zu visuellen Notizen (aka Sketchnotes) ist die landkartenartige Strukturierung der Inhalte. Während es für visuelle Notizen keine einzige Zeichnung braucht(!), spielt die clevere und geschickte Blattaufteilung eine entscheidende Rolle. Deswegen zieht sich Struktur wie ein roter Faden durch den gesamten Bildungsurlaub.

    Struktur-Entwurf für eine visuelle Notiz

    Zeichnungen sind natürlich trotzdem ein beliebter Übungsteil. 😀 Wir halten es dabei einfach und nutzen zum Beispiel leicht zu variierende Strichfiguren, um Emotionen und Beziehungen zu verdeutlichen. Sehr gut geeignet, um Coachinggespräche oder Teamentwicklungen visuell zu begleiten.

    einfache Strich-Figuren für visuelle Notizen

    In Präsenzkursen ist der Austausch innerhalb der Gruppe leicht. Man kann einfach rechts und links schauen, wie die anderen das so machen. Damit das online auch leicht geht, nutzen wir im Bildungsurlaub eine virtuelle Pinnwand. So können alle ihre Resultate teilen und gegenseitig Feedback geben und nehmen.

    Visuelle Notizen aus dem Bildungsurlaub auf dem Padlet

    Zwischendurch kam eine wunderbare E-Mail von einer Kursteilnehmerin, die letzte Woche im Bildungsurlaub bei mir war. Mir ist wichtig, die Workshops so praxisrelevant wie möglich zu gestalten. Deswegen bringen die Teilnehmenden eigene Projektideen mit, an denen sie dann zwei Nachmittage lang mit meiner und Unterstützung aus der Gruppe arbeiten können. Hier ging es einerseits darum, die Moderation und Dokumentation einer Veranstaltung in visueller Form vorzubereiten. Gleichzeitig war diese Moderation auch der Start in die nebenberufliche Selbständigkeit – und wenn ich das mit meiner Erfahrung unterstützen kann, tue ich das besonders gerne!

    Danke fürs Empowerment im Bildungsurlaub

    Am allermeisten freue ich mich, wenn es dann so gut läuft! Hach! 😀

    Worüber ich mich heute auch freue: Dass ich diesen Bildungsurlaub von meinem heimischen Studio aus durchführen kann. Zum einen steigen die Covid-Inzidenzzahlen in NRW gerade gewaltig und ich hätte kein gutes Gefühl dabei, wenn zwölf Teilnehmer:innen drei Tage lang in kleinen Gruppen räumlich eng zusammenarbeiten müssten. Zum anderen genieße ich es sehr, in der Mittagspause einfach in die Küche runtergehen und und mit meinem Liebsten zusammen frisch kochen zu können. So viel besser als Butterbrote oder das Kantinenessen bei Präsenzkursen!

    Basilikum im Sonnenschein

    Heute gab es Rotkohl asiatisch nach einer Anleitung auf wok-rezept.net. Wir haben das Rezept ein bisschen abgewandelt und noch zwei Quitten reingeschnippelt (in Anlehnung an Apfel-Rotkohl).

    Geraspelter Rotkohl

    Nach Kursende noch eine kleine Runde durch den Wald. Es wird irre schnell dunkel durch die Zeitumstellung, momentan geht die Sonne hier schon gegen 16.50 Uhr unter.

    Im Wald geht Sonne zwischen Stämmen unter

    Apropos Quitten: Die letzten beiden Abende waren wir damit beschäftigt, Quittenmus in verschiedenen Variationen zu kochen, jeweils einen 3-Liter-Topf voll. Zum Beispiel mit Sternanis und Zimt oder mit Lebkuchengewürz.

    Quitten

    Der Mann kam dann heute auf die großartige Idee, eine kleine Tafel Bitterschokolade (85 % Kakao) kurz vor Kochende ins heiße Mus zu rühren. Geschmacklich mein derzeitiger Favorit!

    Mann rührt Quittenmus im Topf

    Nach Abfüllen der Gläser gab es dann noch ein spektakuläres Abendrot zu sehen.

    Abendrot am leicht bewölkten Himmel

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zu den nächsten 12 von 12!

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    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Monatsrückblick Oktober 2021: Scheitern und Neues erschaffen

    Fotos: Ute Gabriel

    Lesezeit: ca. 11 Minuten | aktualisiert: 02.11.2021

    Ein sonniger Oktober mit vielen Premieren: Vor lauter Neuerungen bin ich diesmal am Inktober gescheitert, habe eine neue Anleitung zum kostenlosen Download fertiggestellt, bin live interviewt worden, habe mir besondere Zeichnungen in einem besonderen Museum angesehen und hatte viel Spaß bei meinem ersten professionellen Fotoshooting. 😀

    Der Inktober-Fail

    Hilft es dir, mit Stichwortlisten als Anregung ins kreative Tun zu kommen? Mich hat es diesen Monat total gelähmt. Eigentlich wollte ich diesmal den kompletten Oktober als Inktober durchziehen: Jeden Tag eine kleine, einfache Grafik zu dem jeweils vorgeschlagenen Tagesstichwort machen. Ich hatte sogar schon vorher, als die offizielle Stichwortliste im September veröffentlicht wurde, ein erstes Braindrawing mit mir selbst veranstaltet: Ziel war, „erste“ Ideen zu sammeln, gedanklich reinzukommen und mich warmzuzeichnen.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tatsächlich ist es dann bei dieser einen Ideenseite geblieben. Ich habe keine einzige weitere Inktober-Zeichnung gemacht, nicht einmal eine klitzekleine…

    Und dabei stand Inktober als Stichwort immer wieder auf meinen Tagesplänen im Oktober – aber bezeichnenderweise immer nur als Stichwort ohne einen festen Platz in der Zeitleiste. Also entgegen meiner eigenen Empfehlung für den Umgang mit Aufgaben im Tagesplan. 🙈

    Ich dachte mir nämlich so: Das muss ich nicht fest eintragen, das kann ich ja zwischendurch erledigen. So als Pausenaktivität zwischen zwei anderen „echten“ Aufgaben.

    Pustekuchen!

    Für mich hat sich damit wieder die Erkenntnis bewahrheitet:

    „What isn’t scheduled doesn’t get done.”

    Wenn ich es zeitlich nicht fest einplane, erledige ich es (meistens) nicht. Oder anders gesagt: Um etwas zu erledigen, muss ich es verbindlich einplanen. Diese Erfahrung mache ich immer wieder: Daher muss ich Prioritäten fest terminieren und ihnen einen realistischen Zeitblock im Tagesplan reservieren. So richtig mir Eintrag auf der Zeitleiste und geschätztem Zeitbedarf. Ein loses Stichwort am Rand reicht da nicht.

    Auf der anderen Seite ist der Fail, etwas fest im Tagesplan zu verorten, für mich mittlerweile ein aufschlussreicher Indikator.

    Wenn es mir schwerfällt festzulegen, wann genau ich denn heute etwas angehen will und es einfach nur am Rand des Tagesplans stehenbleibt, dann hat das immer einen guten Grund. Und wenn das über Tage so geht, dann sollte ich definitiv genauer hinschauen, was dahintersteckt und mich hindert. Hat es doch keine Priorität? Wo kommt der Widerstand her? Warum sabotiere ich diese Aufgabe? Das ist nicht immer sofort erkennbar, und es ist auch unangenehm, sich immer wieder mit den eigenen Widerständen zu befassen – aber auch diesmal hat es sich gelohnt.

    Wenn ich gaaaanz ehrlich mit mir selber bin, hatte ich schon beim Warmzeichnen gemerkt, dass ich auf diese Wörterliste keine Lust habe. Keiner der Begriffe hat Resonanz erzeugt, nichts hat mich ungeduldig oder lustvoll zu Stift und Papier greifen lassen. Es schwang mehr so ein Pflichtgefühl mit: „Du solltest aber…“ Nur eingestehen wollte ich das mir nicht. Schließlich sollte ich doch auch als „gutes Beispiel“ in meinem Fortgeschrittenenkurs vorangehen, oder etwa nicht?

    Ich hatte meinen Teilnehmerinnen als Aufgabe gestellt: Jeden Tag eine kleine Visualisierung, ohne künstlerischen Anspruch, einfach nur 5 Minuten täglich zum Dranbleiben. Und am Ende des Monats drüber freuen, was so alles quasi nebenher entstanden ist.

    Für mich hatte das letztes Jahr super funktioniert. Diesmal aber hatte ich partout Widerstand gegen diese Wortliste, Tag für Tag mehr. Schließlich habe ich es dann (mit massiv schlechtem Gewissen!!!) sein gelassen. Statt gleich Anfang Oktober die bewusste Entscheidung zu treffen, selbst nicht bei der Aktion mitzumachen, hat mein schlechtes Gewissen immer wieder das Gedankenkarussell angeschubst: Du solltest jetzt aber auch… Du müsstest so langsam mal … Wie lange willst du es denn noch vor dir herschieben… Je mehr Tage du verstreichen lässt, desto schwerer kommst du rein…

    Der schützende Persönlichkeitsanteil in mir hat sich dann einfach in stummem Protest verweigert. Die Arme vor der Brust verschränkt, woanders hingeguckt und das Stichwort Inktober konsequent ignoriert.

    Passt es gerade ins eigene Leben?

    Eine meiner Teilnehmerinnen hat mir dann, ohne dass sie es wollte, eine Lektion erteilt. Sie hat im Oktober als einzige aus dem Fortgeschrittenenkurs konsequent jeden Tag eine kleine Zeichnung gemacht. Wörtlich sagte sie: „… meistens nebenbei hingekritzelt“. Das heißt, ohne Anspruch auf besondere Ästhetik, einfach machen und fertig. Der Clou: Bei ihr schwang ein übergeordnetes Thema mit, das sie schon länger mit sich herumträgt. Und gar kein kleines: Es ging um ihren weiteren beruflichen Lebensweg. Das heißt, jede Visualisierung hatte bei ihr direkten Bezug zum echten Leben. Sie stand vor einer wichtigen Entscheidung und die tägliche Mini-Visualisierung hat dazu beigetragen, dass sie jeweils einen bestimmten Blickwinkel für sich bearbeitet und geklärt hat. In kleinen Schritten, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

    Das ist eine wunderbare Form des Selbstcoachings.

    inktober-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aus einer banalen Wortliste hat sie kraftvolle Leitfragen für sich formuliert. An sich selbst, an ihre Erwartungen, an das Leben und überhaupt. Die daraus entstandenen Visualisierungen hat sie gut sichtbar liegen gelassen und zur weiteren Reflexion genutzt. Sie ist absolut kreativ (also im Wortsinn schöpferisch!) damit umgegangen. Mich hat das tief beeindruckt.

    Bei ihr hat das tägliche 5-Minuten-Zeichnen einen faszinierenden inneren Prozess in Gang gesetzt. Weil es für sie der richtige Zeitpunkt war. Weil sie etwas zu bearbeiten hatte. Es ist bei ihr auf fruchtbaren Boden gefallen, sie hat aber auch die Chance aktiv genutzt und konsequent umgesetzt. Durch die täglichen 5 Minuten sind ihre anfänglich (wahrscheinlich) diffusen Überlegungen als einfache Zeichnungen manifest geworden. Auf Papier. Sichtbar. In der Hand haltbar. Händelbar. Für mich ist das ein großartiges Beispiel dafür, wie funktionelle Visualisierung zur Klärung von Gedanken und zur inneren Klarheit beitragen kann. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass sie das im Gruppenkurs mit uns allen geteilt hat.

    Mich hat es daran erinnert: Ich kann meine Kreativität nicht erzwingen. Bei mir hat der Gedanke an das tägliche Inktober-Stichwort ein Gefühl von Enge ausgelöst. Es ist mir in diesem Jahr nicht gelungen, den Inktober in Bezug zu meinem Alltag zu setzen. Und das ist in Ordnung. Meine Energie war gerade in anderen Dingen und Aktivitäten gebunden.

    Deswegen bin ich meiner inneren Wächterin sehr dankbar, dass sie sich so erfolgreich gesperrt hat. Denn: Es hätte mich zu viel mentale Energie gekostet, das auch noch als zusätzliche Arbeitsaufgabe in meinen Tagesablauf reinzuquetschen. (Nach Arbeit und Quetschen fühlte es sich nämlich an, die simple Freude aus dem letzten Jahr war einfach weg.)

    Neu erschaffen: Kostenlose Anleitung „Von To Do zu Done“

    Ta-daaaa! Ich bin stolz wie Oskar, dass ich diesmal von der konkreten Idee bis zur Umsetzung nur fünf Tage gebraucht habe:

    von-to-do-zu-done-anleitung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die ganze Wahrheit ist aber, dass ich vom unkonkreten Wunsch bis zur konkreten Idee schon seit mindestens vier Monaten darauf herumgedacht habe: Was könnte ich als neues Angebot zum kostenlosen Download anbieten? Der Wunsch war nämlich, mein bisheriges Freebie (die Sketchnote-Starthilfe) endlich von der Website nehmen zu können.

    Ich halte die Starthilfe immer noch für ein super Tool, aber sie passte in der Form schon lange nicht mehr zu meinem Trainingsangebot. Denn auch das hat sich weiterentwickelt. Die Beschränkung auf Sketchnotes (aka visuelle Notizen), tja, das war einmal. Es gibt noch sooooo viel mehr clevere Möglichkeiten, sich den Alltag mit visuellem Denken leichter zu machen… visuelle Notizen sind nur ein kleiner Ausschnitt davon.

    Meine neue kostenlose Anleitung „Von To Do zu Done“ setzt daher viel niederschwelliger an und greift ein Alltagsproblem auf: Die überquellende To-Do-Liste, die man von Tag zu Tag so durch die Arbeitswoche schleift. Ein visueller Tagesplan (der – Ehrenwort! – komplett ohne Zeichnungen auskommt) hilft, in 7 Schritten zu einer realistischeren Planung deiner Aufgaben zu kommen.

    Hier kannst du dir Anleitung kostenlos herunterladen:

    Zum Download

    Herbstgespräche: Zu Gast bei Ulli Lang

    Eine weitere Premiere in diesem Jahr: Mein erstes Live-Interview im Internet. Mensch, war ich vorher aufgeregt!

    Ulli Lang hat zu Herbstgesprächen eingeladen und viele wunderbare Frauen haben zugesagt. Ich habe mitgemacht, weil ich den Gedanken hinter der Reihe wichtig finde: Noch mehr Frauen zu ermutigen, sich online selbständig zu machen.

    Jede von uns bringt ihre eigene Geschichte mit, wir alle haben unterschiedliche Biografien, unterschiedliche Berufe. Was uns aber eint, ist, dass wir uns getraut haben, ein Online-Business zu gründen. Weil es dafür nicht den einen „richtigen“ Weg gibt, zeigt Ulli in ihrer Gesprächsreihe die Vielfalt an möglichen Ansätzen, Werten und Haltungen.

    Ich zum Beispiel bin eher sicherheitsorientiert. Trotz meiner 12-monatigen Weiterbildung zur zertifizierten Trainerin hätte ich aus meiner Festanstellung (Typ: Angstgestellte) heraus nie Knall auf Fall gekündigt. Schon gar nicht, um mich ins Blaue hinein selbständig zu machen. Deshalb habe ich nebenberuflich gegründet und erstmal getestet, wie mein Angebot als Visualisierungstrainerin angenommen wird. Ausprobiert, mit wem ich Zusammenarbeiten will (YES! tatkräftige, motivierte Frauen mit klaren Werten und Haltung) und mit wem nicht (Behörden? Ganz schwierige institutionelle Kunden…).

    Ich hatte die Wahl, WIE und WANN ich mich selbständig mache und empfinde das auch als Privileg: Ich musste nicht gründen, ich wollte. Und zwar unbedingt.

    Weil all dieses ungenutzte Potential endlich in die Welt wollte! Mit einem regelmäßigen Monatseinkommen im Rücken hatte ich die Zeit auszuprobieren, zu testen, Fehler zu machen, nicht passende Anfragen selbstbewusst abzulehnen – ohne die Sorge, ob ich auch im nächsten Monat noch meine Miete zahlen kann.

    Nebenberuflich gründen hat aber auch Nachteile. Ein wesentlicher Faktor ist Zeit: Nicht Vollzeit am eigenen Unternehmen arbeiten zu können. Dafür aber abends, am Wochenende und im Urlaub zu arbeiten. Der Unternehmensaufbau dauert dadurch länger. Manchmal eine Gratwanderung: Sich genug Zeit zu nehmen für Familie, für die eigene Erholung, für Freunde.

    Die Aufzeichnung des Herbstgesprächs mit Ulli Lang findest du hier:

    Interview-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was im Oktober 2021 sonst noch so los war

    Philibert & Fifi im NS-Dok Köln

    Meine Ausstellungsempfehlung: Philibert & Fifi. Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters. So interessant, dass mein Liebster und ich einen sonnigen Herbstnachmittag lieber drinnen verbracht haben als am Rhein bei bestem Wetter spazierenzugehen.

    Läuft noch bis zum 30. Januar 2022. Wer es nicht nach Köln schafft, kann im Internet einen 360°-Rundgang durch die Ausstellung machen. Oder sich „Philibert & Fifi  – Karikaturen und Zeichnungen eines französischen Zwangsarbeiters“ als Buch bestellen: NS-Dok Eigenverlag, Köln 2021. Text: Deutsch, Englisch, Französisch; Hardcover, Fadenbindung, 272 Seiten, 15 Euro. Bestellungen über nsdok@stadt-koeln.de

    ns-dok-philibert-fifi-monatsrueckblick-oktober-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Fotoshooting mit Üt

    Selfies für die Blogbeiträge und auf Social Media? Schön und gut, nur: So langsam bin ich es müde… Es wird Zeit für professionelle Fotos! Über Empfehlung bin ich auf die Fotografin Ute Gabriel aufmerksam geworden. Die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gestimmt und so ist es ein sehr lustiges Shooting geworden. Auf die Bilder, aus denen ich dann die finale Auswahl treffen darf, bin ich schon vorfreudig gespannt!

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    Bilder & Video: Ute Gabriel

    Und hierüber habe ich im Oktober 2021 gebloggt

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    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Wäre es gut, eine Zeitreise machen zu können? Zu einem jüngeren Ich, um sich selbst beraten zu können? Welche Tipps hätte ich vor 10 Jahren gebraucht auf meinem Weg in die Selbständigkeit?

    12-von-12-ausflug © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    12 von 12: Oktober 2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Mein Dienstag in 12 Bildern: Von Schietwetter, einem Dachbodenfund, dem Schönen von Elmpt und einem Fahrradausflug.

    wie-kommt-handgezeichnetes-in-blog © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Anleitung:
    Wie kommt eine handgemachte Zeichnung in den Blog?

    Zwei Versionen: Eine, für die du nur Stift, Papier und Handy brauchst. Und eine etwas ambitioniertere. (Funktioniert auch für Powerpoint und andere digitale Formate.)

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    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    10 Tipps an mein 10 Jahre jüngeres Selbst

    Foto: Ute Gabriel

    Lesezeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 13.10.2021

    Wäre es gut, manchmal eine Zeitreise machen zu können? Zu einem jüngeren Ich, um sich selbst beraten und Mut machen zu können? Mit dem Wissen von heute? Ich weiß es nicht. Die Erfahrungen, die wir dann machen (und die wir nicht machen) würden, wären wahrscheinlich andere. Trotzdem finde ich das Gedankenexperiment interessant:

    Welche 10 Tipps würde ich meinem 10 Jahre jüngeren Selbst geben – von heute aus gesehen?

    1. Nimm die gläserne Decke wahr – und ernst.

    Ja, du steckst beruflich fest. Du bist im vierten Jahr in dieser Organisation und die gläserne Decke wird allmählich spürbar. Du wirst dir in den nächsten Jahren noch einige Male heftig den Kopf daran stoßen, du weißt es nur noch nicht.

    Mit Fleiß, Weitsicht und harter Arbeit krempelst du deinen Aufgabenbereich um. Abläufe greifen jetzt besser ineinander, brauchen weniger Zeit und Aufwand. Dein Team wächst. Du berichtest deinen Vorgesetzten regelmäßig darüber und bist überzeugt, dass sie die positiven Veränderungen wahrnehmen, anerkennen und honorieren werden.

    Werden sie nicht. Nicht jetzt – und auch nicht in 10 Jahren.

    keine-befoerderung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Nimm wahr, was hier gespielt wird. Und dann:

    2. Finde deine Nische.

    Konzentriere dich frühzeitig auf die Bereiche, in denen du dich entfalten kannst. Die du gestalten kannst. Du wirst Erfolge einfahren und Erfahrungen machen, die dich innerlich laut lachen lassen über die verzweifelten Sprüche derer, die versuchen, dich weiterhin klein zu halten.

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    3. Wenn der Weg nach oben blockiert ist, mach dich breit.

    Werde die Expertin, auf die sie schlecht verzichten können. Dann wirst du auf sie verzichten können. Du wirst staunen, wer alles im Laufe der Jahre deine Expertise nachfragen wird.

    expertise © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    4. Lass dich nicht verheizen – lerne Nein zu sagen.

    Deine Kollegin geht in Elternzeit? Kein Problem, du mit deinem unermüdlichen Einsatz kannst ihre Aufgaben doch sicher noch zusätzlich übernehmen, oder? Ist ja nur für 15 Monate.

    Dir schmeichelt, dass nur du dafür in Frage kommst. Es fühlt sich an wie ein Ritterschlag.

    Die Folge ist aber ein Tiefschlag. Nach 6 Monaten wirst du ausgebrannt sein. Eines Morgens wirst du aufs Rad steigen und zur Arbeit fahren, denselben Weg wie immer. Und dann wirst du mitten auf der Strecke stehenbleiben und nicht mehr wissen, wo du langfahren sollst.

    BÄM! Du kannst dich einfach nicht mehr an den Weg erinnern. Da ist nur noch ein gähnend schwarzes Loch in deinem Kopf. Deine Kraft reicht noch, um umzudrehen und nach Hause zu fahren. Du weinst erstmal eine Runde und dann machst du das einzig richtige: Du holst dir Hilfe.

    Umarme die nächsten Monate. Sie bilden einen entscheidenden Wendepunkt in deinem Leben.

    5. Such dir frühzeitig Verbündete.

    Stell dir vor: Es geht dir nicht allein so. Das wirst du aber erst feststellen, sobald du dich öffnest und mit anderen über deine Situation sprichst.

    Du musst das nicht mit dir alleine ausmachen.

    Je mehr du dich vernetzt, desto klarer wird dir, dass mit dir alles in Ordnung ist. Der Fehler steckt nicht in dir, der Fehler steckt im System. Diese Organisation krankt an strukturellen Problemen. Die wirst du nicht lösen können, auch wenn du es gerne würdest.

    6. Lass die Verantwortung bei denen, die sie haben.

    Punkt.

    7. Nimm Beratung an.

    Du wirst bei einer Weiterbildung eine Mentorin kennenlernen, die dich auf eine ganz neue Spur setzt. Am Beispiel ihres Lebenswegs wird dir klar, was auch für dich alles möglich wäre. Das erste Mal leuchtet zaghaft die Idee von Selbständigkeit in deinen Gedanken auf.

    Dir geht der Arsch auf Grundeis – das hat in deiner Familie noch niemand gemacht.

    Aber der Wunsch nach Freiheit und Selbstwirksamkeit wird dich nicht mehr loslassen. Halte Ausschau nach Barbara. 😉 Und dann nach Sigrun – sie wird später deine Business-Mentorin werden und dein Verständnis, wie eine Unternehmerin arbeitet, komplett umkrempeln.

    8. Verrate niemals deine Werte und Überzeugungen.

    Gerechtigkeit, Transparenz, Wertschätzung, Neugier, Offenheit, Flexibilität, Integrität. Je mehr du dein Leben an deinen Werten ausrichtest, desto stärker wirst du. Auch wenn du es jetzt noch nicht glauben kannst:

    Das ambivalente Gefühl des Angstgestelltenverhältnisses wird sich in 10 Jahren verwandelt haben in das herrliche Gefühl der freien Wahl.

    Wenn du bleibst, dann, weil du willst – nicht, weil du musst. Love it, change it, or leave it.

    love-it-change-it-leave-it © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    9. Folge beim Aufbau deiner Selbständigkeit deiner Intuition.

    Du musst dein Thema nicht suchen – es hat dich schon längst gefunden.

    Du wirst es erst zergrübeln und versuchen, alle deine Multibegabungen unter einen Hut zu bringen. Auf dem Weg wirst du dir immer wieder eine bestimmte Frage stellen. Die Antwort lautet:

    JA, es ist völlig OK, nicht deine Number-One-Leidenschaft zum Beruf zu machen, sondern dein zweitliebstes Thema. Wenn das, was du liebst, mit finanziellem Erfolgsdruck verbunden ist, macht es dir keinen Spaß mehr. Kreativität auf Abruf wird für dich zu Unkreativität. Auftragsarbeiten engen dich ein. Wenn du das loslässt, schaffst du Platz für Neues.

    Und BÄM! Dein zweitliebstes Thema wird sich zur echten Berufung entwickeln, sobald du ihm die verdiente Aufmerksamkeit schenkst.

    stifte-zauber © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Bild: Ute Gabriel

    10. Hör auf dein Bauchgefühl, hör auf die Signale deines Körpers.

    Du hast mittlerweile viel Erfahrung. Deine Intuition ist dein zuverlässigster Kompass, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Du fühlst dich müde? Dann mach eine Pause. Du musst nicht alles schaffen und schon gar nicht alles auf einmal. Lass den maßlosen Perfektionismus los. Oder wie Jane von Klee einmal so schön gesagt hat:

    „Weißt du, was 80/20 wirklich bedeutet? Unser Perfektionismus kostet uns 80 % unserer Lebenszeit.“

    was-die-80-20-regel-wirklich-bedeutet © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Meine Liebe, du kannst dich auf die nächsten 10 Jahre freuen. Es wird nicht immer leicht sein, es wird Wachstumsschmerzen geben – und es wird richtig gut werden!

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    12 von 12: Oktober 2021

    12 von 12: Oktober 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.10.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Dienstag, ein ganz normaler Arbeitstag, und der morgendliche Blick aus dem Fenster verrät, dass heute Schietwetter im Rheinland herrscht.

    1-rillenglaeser-12-von-12-september-2021

    Perfektes Wetter für einen langen Bürotag heute.

    2-einbauschrank-12-von-12-september-2021

    Neben einigen lästigen Pflichtübungen ist heute auch ein neuer Blogartikel in der Mache. Ich amüsiere mich königinnenglich über die Bildideen, die mir spontan und parallel zum Schreiben einfallen. 😁 #10jahrezurückversetzt

    3-tapete-12-von-12-september-2021

    Draußen plästert es immer noch. Ich verziehe mich für ein Stündchen auf den Dachboden, bewaffnet mit Schere und Gewebeband. Eigentlich will ich nur nur meine Mappe mit den Architekturzeichnungen reparieren, die beim Umzug arg gelitten hat und auseinanderzufallen droht. Als die Mappe fertig ist, blättere ich noch eine Weile durch die A0-großen Pläne und staune, dass da Projekte aus dem Studium dabei sind, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann. 🤔

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    Wie lange war ich eigentlich auf dem Dachboden? Offenbar hat es schon lange aufgehört zu regnen und zum Feierabend kommt tatsächlich die Sonne noch mal raus.

    5-schoener-von-elmpt-12-von-12-september-2021

    Ich muss jetzt auch mal vor die Tür! Erinnert sich noch jemand an das letzte 12 von 12? Wir sind durch die Rheinischen Streuobstwiesen gestreift und haben uns informiert, welche alten Apfelsorten es überhaupt so gibt. Mittlerweile ist die Entscheidung für ein erstes neues Apfelbäumchen gefallen: Es ist der Schöne vom Elmpt. Am Wochenende gesetzt und gepflanzt.

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    Außerdem hat der Mann begonnen, den Komposter zu bauen. Die Latten sind von der Renovierung noch übrig und aus stabilem Vollholz. Sollte also eine Weile halten.

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    Zwei Wände stehen schon, die bewegliche Vorderwand wird natürlich deutlich niedriger werden. Die Idee dazu stammt übrigens von Simone Huwyler, die auch einen sehr lesenswerten Blog hat: www.simonehuwyler.ch

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    Neben dem zukünftigen Komposter geht es den Himbeeren jetzt schon sehr gut. Und hey: Wir haben Oktober!

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    Nach dem verregneten Start ist es dann doch noch ein goldener Tag geworden. Wir schnappen uns die Räder und drehen noch eine Runde, bevor die Sonne untergeht.

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    Schön, oder?

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    Und jetzt geht es zurück nach Hause! 🙂

    12-kastanie-12-von-12-september-2021

    Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten 12 von 12!

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    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Monatsrückblick September 2021: Wie Touristen im eigenen Zuhause

    Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 07.10.2021

    Der September war ganz klar von den Vorbereitungen auf den Um- und Einzug dominiert. Ich fand es bemerkenswert, was wir in welcher Reihenfolge in den Tagen und Wochen vor dem eigentlichen Umzugstermin abgebaut haben – und vor allem: Was bis zum Schluss stehengeblieben ist. Kleiderschrank? Kann man drauf verzichten. Auf Reisen lebt es sicht ja auch leicht aus dem Koffer. Bett? Für ein paar Nächte reichen auch Matratzen auf dem Boden. Hatte auch was von Japan-Feeling. Wie Touristen im eigenen Zuhause. 😁 Tisch? Den – fasst – niemand – an! Den haben wir tatsächlich als letztes abgebaut und im neuen Zuhause habe ich ihn als allererstes Möbelstück wieder zusammengeschraubt.

    Beruflich nimmt das Thema Visualisierung im Marketing gerade Fahrt auf: Mein erstes Expertinnen-Interview mit einer Redakteurin des Deutschen Ärzteverlags.

    So viele letzte & erste Male!

    Improvisiertes Office am letzten Tag vor dem Umzug. Der Schreibtisch ist schon abgebaut, aber die Flagge hängt noch im Fenster. Man muss halt Prioritäten setzen! 😉

    provisorisches-office-zwei-auf-der-bank-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Wer auch noch eine der 11.000 Fahnen für Vielfalt haben möchte, bekommt sie hier gegen Spende:

    Kein Veedel für Rassismus

    Beim Umzug war der Kaktus eigentlich die größte Herausforderung. Er ist ein Erbstück und musste natürlich unbedingt mit. Damit er weder aus dem Topf fällt noch irgendjemandem beim Tragen verletzt, bekommt er ein Tragegestell verpasst.

    kaktus-verpacken-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Letzter Tag

    Am Morgen des Umzugs ist es neblig und im ehemaligen Kinderzimmer herrscht bewältigbares Chaos. Die borussengrünen Wände müssen für die Wohnungsübergabe noch weiß gestrichen werden….

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Klamotten für die nächsten Tage, in denen wir noch ohne Kleiderschrank auskommen müssen:

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Umzugswagen ist da. Alles, was noch in der Wohnung ist, muss vier Stockwerke runtergetragen werden. Einen Aufzug gibt es nicht, aber starke Helfer.

    umzugswagen-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Dank der tatkräftigen Unterstützung hat die Hauptaktion mit den großen und sperrigen Möbeln nur rund zwei Stunden gedauert, sodass wir nachher noch lange zusammen in der Herbstsonne sitzen, futtern und quatschen konnten. Standesgemäß mit Brezeln, Nudelsalat und einer großen Tonne Weingummi. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Sandra, Frank, Rolf, Dirk und Markus fürs Schleppen und Irene für die Verpflegung. Und natürlich für die vorzüglichen Gespräche rund um Haus, Garten und das Leben an sich!

    Lustigerweise habe ich von unserer gemütlichen Gartenrunde kein einziges Bild gemacht. Abends haben wir uns noch mal aufgerafft und noch ein bisschen gekramt und Möbel aufgebaut. Dabei ist uns auch das Herz auf den Schrankboden gerutscht… 😁

    umzug-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das erste Abendessen im neuen Zuhause: Ich bin ja echt kein Fan von Fertigpizza, aber das hier war schon eine ganz besondere Mahlzeit. Und wenn der Esstisch noch nicht steht, dann müssen halt die Gartenmöbel in die Küche.

    monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Erster Tag

    Das erste Frühstück im neuen Zuhause: Wir bringen ein bisschen Urbanität und Amsterdam-Feeling in die Nachbarschaft. Und frühstücken einfach VOR der Tür, weil dort die Sonne scheint.

    fruestueck-vorm-haus-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der erste Willkommensgruß im neuen Zuhause: Unsere neuen Nachbarn hüpfen auf einen schnellen Besuch vorbei und haben Blumen mit. Den Flutwein von der Ahr hab ich fürs Foto daneben gestellt. 😉 Der wird geköpft, sobald wir die beiden besuchen gehen.

    blumen-und-flutwein

    Ein gaaaaanz besonderer Moment: Onkel und Nichte freuen sich gemeinsam wie Bolle über die Bank, auf der sie sitzen. Die Nichte, weil sie die Bank (fast) ganz alleine gebaut hat und superstolz sein kann auf das schöne Stück. Und der Onkel, weil er jetzt endlich sein lang ersehntes Geburtstagsgeschenk bekommen hat.

    Zwei fröhliche Menschen auf einer Bank

    Was im September 2021 sonst noch so los war

    Visualisierung im Marketing

    Für die HealthRelations des Deutschen Ärzteverlags bin ich als Visualisierungsexpertin von der wundervollen Miriam Mirza interviewt worden. Entstanden ist daraus dieser Artikel: Sketchnotes im Pharmamarketing

    Für mich sehr spannend, Einblick in eine Branche zu bekommen, mit der ich bisher wenig Berührungspunkte hatte. Tatsächlich ist es im Pharmabereich sehr ähnlich wie in anderen Bereichen, die wissens- und wissenschaftslastig sind: Komplexe Zusammenhänge lassen sich mit visueller Hilfe viel einfacher erklären (Zum Beispiel: Wie wirkt ein Medikament im menschlichen Körper?). Gleichzeitig ist es eine eher konservative Branche, wo handgemachte Visualisierungen wie Sketchnotes noch unüblich sind. Die, die sich trauen, händisch zu visualisieren, bekommen daher viel Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist fürs Marketing ein entscheidender Erfolgsfaktor.

    Sketchnotes HealthRelations monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Ist Marketing für dich auch relevant? Du traust dich aber noch nicht so richtig, selbstgemachte Skizzen für deine Kommunikation einzusetzen? Dann lass uns darüber sprechen, wie du mit eigenen handgezeichneten Visualisierungen DEIN Thema rüberbringen kannst und buche deine unverbindlichen 15 Minuten Kennenlerngespräch mit mir:

    Bundestagswahl

    In Köln gibt es als Sonderform der Briefwahl auch die Möglichkeit zur Direktwahl. Dann geht man vor dem Wahltag in das zuständige Verwaltungszentrum, bekommt (wie sonst im Wahllokal) die Wahlunterlagen in die Hand gedrückt und kann direkt in einer Wahlkabine seine Kreuzchen machen. Alles wie am Wahltag, aber zeitlich flexibel. Dieses Jahr konnte man sich nur die Wahlunterlagen abholen, eine Kabine gab es nicht. Also habe ich diesmal Briefwahl gemacht

    briefwahl-monatsrueckblick-september-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Der Monat der Fragebögen

    Ja, ich bin ein Nerd. Und ja, ich sauge Informationen auf wie ein Schwamm. Deswegen war es mir ein großes Vergnügen, vor meiner Wahlentscheidung ein paar Tools auszuprobieren.

    Wahl-O-Mat

    Der Wahl-O-Mat ermittelt, welche Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. Man beantwortet 38 Fragen und kann dann die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgleichen. Man kann auch gewichten, welche Themen für einen selbst besonders wichtig sind. Der Wahl-O-Mat errechnet am Schluss den Grad der persönlichen Übereinstimmung mit den Parteien.

    Dein Wal

    Fand ich besonders interessant. Auch wenn DeinWal dem Wahl-O-Mat sehr ähnelt, steckt doch ein ganz anderes Konzept dahinter. Es geht nicht um Wahlprogramme, sondern um das tatsächliche Abstimmungsverhalten von Abgeordneten und Fraktionen in den letzten vier Jahren. Man kann also abgleichen, welche Partei so abgestimmt hat, wie man selbst abgestimmt hätte.

    (So was ähnliches wie der)
    Myers-Briggs-Persönlichkeits-Indikator

    Hat mit der Bundestagswahl nichts zu tun – wirkt sich aber vielleicht auf deine Wahl aus, wenn du wissen willst, ob wir gut zusammenarbeiten können. Werde ich demnächst drüber schreiben. Vor allem, wie sich meine Persönlichkeit auf meine Arbeit auswirkt und was das für dich heißt. 😉

    INTP persoenlichkeit © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und hierüber habe ich im September 2021 gebloggt

    wie-sieht-eine-gut-formulierte-aufgabe-aus © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Tipps für gut formulierte Aufgaben

    Markierst du eine E-Mail mit einem Fähnchen und tust so, als würde sie dadurch zu einer Aufgabe?

    visualisieren-oder-zeichnen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können – oder etwa doch nicht?!”

    Ach, so wie E-Mails auch nur von Schriftstellerinnen geschrieben werden können…?

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    12 von 12: September 2021

    Mein Sonntag in 12 Bildern: Von Rillengläsern, Streuobstwiesen und Anischampignons.

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    Wie kommt eine analoge Zeichnung in den digitalen Blogartikel?

    Wie kommt eine analoge Zeichnung in den digitalen Blogartikel?

    Lese- und Schauzeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 04.10.2021

    Seit ich Blogartikel schreibe, stehe ich regelmäßig vor einem Problem: Ich brauche Bilder, mit denen ich meine Texte illustrieren kann.

    Bei Anleitungen – wie dem visuellen Tagesplan – kann ich einfach selbst eine Reihe von Fotos machen. Es gibt aber Inhalte, da geht das nicht. Die kann ich nicht fotografieren, weil ich die Utensilien nicht zur Hand habe (drei Eiskugeln im Hörnchen zum Beispiel), oder weil sie ein bestimmtes Gefühl widerspiegeln (wie etwa Ratlosigkeit).

    Manchmal stöbere ich in Stockfotos, aber ehrlich gesagt finde ich da selten etwas, das mir gefällt und genau das ausdrückt, was ich möchte. Außerdem ist es verdammt schwer, Fotos zu finden, die nicht beliebig und austauschbar wirken. Und dann sollen auch noch Bilder verschiedener Fotografinnen optisch möglichst gut zusammenpassen… Ach, lassen wir das! Wenn ich solche Fotos verwende, dann oft nur als kurzzeitige Platzhalter.

    Irgendwann war ich es leid, im Netz massenhaft Zeit zu verschwenden auf der Suche nach Bildern, die dann noch nur so la-la sind.

    Statt lange nach Fotos zu suchen, mache ich inzwischen gerne einfache, kleine Zeichnungen, um meine Blogartikel zu illustrieren. Die Bildideen dazu habe ich oft schon im Kopf. Und bei der Umsetzung versuche ich, möglichst zeitsparend und einfach vorzugehen.

    Das ist übrigens auch der Grund, warum ich bei analogen Zeichnungen bleibe. Ich bin mit Stift und Papier soooo viel schneller, als mit jedem digitalen Zeichenprogramm. (Da neige ich dazu, ständig irgendwelche Schritte rückgängig zu machen und mich in 1000 Optionen zu verlieren, die die Software bietet.) Dann doch lieber analog zeichnen und digital weiterverarbeiten!

    Hier zeige ich dir zwei Varianten meines Workflows.

    Variante 1: Die schnelle Zeichnung zwischendurch

    Im Artikel „Wie sieht eine gut formulierte Aufgabe aus?” weise ich in einem Abschnitt darauf hin, dass kleinere Teilaufgaben manchmal sinnvoller sind. Weil das aus meiner Sicht ein wichtiger Aspekt ist, möchte ich nicht, dass das leichthin überlesen wird. Ich brauche also ein Stopper-Bild, an dem die Leserin, die den Text vielleicht nur überfliegt, hängenbleibt… und sich fragt, was denn das Motiv mit dem Thema des Artikels zu tun hat.

    Beim 3-Minuten-Ideen-Brainstorming mit mir selbst 😉 fand ich die Idee ganz charmant, das Portionieren von Aufgaben als Eiskugel-Portionen zu verbildlichen. Finde jetzt mal auf die Schnelle ein Stockfoto von drei Eishörnchen, die im Vergleich ein, zwei und drei Eiskugeln in absteigender Reihenfolge zeigen! (Ja, ich hatte eine sehr spezifische Bildidee, und dann will ich das auch genauso haben!) Also lieber gleich selber zeichnen. 😀

    zeichnungen von eistueten © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Schritt 1:

    Ich hab’s mir einfach gemacht und mir einen dicken Filzstift und Schmierzettel geschnappt. In zwei Minuten habe ich 14,5 Eishörnchen gezeichnet: Bis ich drei hatte, die mir gefallen haben und einigermaßen gleichgroß waren.

    Schritt 2:

    Im nächsten Schritt habe ich mit dem Handy drei Einzelfotos gemacht: In der Nähe des Fensters, um genug Tageslicht zu haben. Ach ja, und möglichst gerade von oben, um kein verzerrtes Bild zu machen.

    Schritt 3:

    Die Handys von heute 😉 sind ja schon toll! Die Standard-Bildbetrachtungs-Software auf meinem Smartphone bringt schon alle notwendigen Bearbeitungsmöglichkeiten mit. Eine zusätzliche App ist also nicht nötig. Mit ein paar wenigen Klicks habe ich Kontrast und Helligkeit so auf den Fotos verändert, dass:

    • der abfotografierte Papierhintergrund reinweiß ist (und nicht so bläulich wie auf dem unbearbeiteten Foto oben), und
    • später keine Kanten zwischen den drei Einzelfotos zu sehen sein werden.

    Schritt 4:

    Die drei Fotos mithilfe der WordPress-App vom Handy in die Mediathek des Blogs hochladen.

    Schritt 5:

    Die drei Fotos aus der WordPress-Mediathek in den Blogartikel einbinden. In diesem Fall haben ich für diesen Abschnitt ein dreispaltiges Layout verwendet, damit die Bilder schön nebeneinander stehen.

    Voilà! Fertig in unter 10 Minuten!

    drei gezeichnete eishoernchen mit eiskugeln © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Variante 2: Eine komplexere Zeichnung zum Zusammenbasteln

    Das ist ein bisschen ambitionierter als Variante 1. Wenn du keine Scheu davor hast, einfach mal drauf loszuzeichnen, ist aber auch das schnell umgesetzt. Bestenfalls hast du noch ein Bildbearbeitungsprogramm wie Gimp (kostenlos) oder Photoshop zur Verfügung.

    Ich zeige dir hier meinen prinzipiellen Workflow. Bitte richte darauf dein Augenmerk – und nicht auf die Art der Zeichnung oder das Motiv. 🙂

    visualisieren-oder-zeichnen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das Bild aus dem Beispiel ist schon etwas komplexer (menschliche Figur mit Händen) und für Visualisierungs-Anfängerinnen wahrscheinlich zu überfordernd. Aber: Den Workflow kannst du mit jeder Art von Visualisierung machen. Je einfacher die Zeichnung, desto weniger Zeit wirst du brauchen. Und je mehr Erfahrung du im Laufe der Zeit gesammelt hast, desto leichter werden dir auch komplexere Bilder fallen.

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    Für den Artikel „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können – oder etwa doch nicht?!“ wollte ich ein Titelbild haben, das eine gewisse Ratlosigkeit zeigt. Bei der Bildersuche im Netz bin ich sehr schnell bei einem Bezahlanbieter gelandet, bei dem man eine ganze Galerie verschiedener emotionaler Zustände kaufen kann.

    drei gezeichnete eishoernchen mit eiskugeln © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    © istockphoto / Motortion

    Nur: Das Gelb passt überhaupt nicht zu meinem Farbkonzept im Blog. Ich hätte das Bild meiner Wahl also auf jeden Fall bearbeiten müssen, um die Hintergrundfarbe anzupassen. Finde ich lästig und dauert mir viel zu lange für ein Foto, das dann mir dann am Ende auch wieder nur so la-la gefällt.

    Die Pose unten rechts in der Galerie der gelben Bilder fand ich aber als Vorlage für die Körperhaltung ganz gut. Weil ich eh schon mal versucht hatte, mich selbst mit ein paar Strichen möglichst einfach zu portraitieren, war die Idee schnell geboren: Ich zeichne mein Alter ego in einer entsprechenden Körperhaltung für das Beitragsbild im Blogartikel!

    hand-gezeichnetes-selfie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Zeichnung als Collage

    Beibehalten wollte ich vier Dinge:

    • Die Kopfform,
    • die Frisur,
    • die Einfachheit von Augen, Nase, Mund und
    • den blauen Ringelpulli.

    Ich kann mir nämlich vorstellen, dass das meine Sympathiefigur wird, die im Blog und auf Social Media immer mal wieder auftauchen kann. Dafür braucht es einen gewissen Wiedererkennungswert.

    Schritt 1:

    Zuerst habe ich den Kopf gezeichnet – mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck.

    hand-gezeichnetes-selfie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Schritt 2:

    Weil ich keine Lust hatte, lange mit mit den Proportionen Kopf-zu-Körper und Kopfhaltung herumzuprobieren, habe ich den Kopf dann ausgeschnitten und den Körper gleich als separate Skizze angelegt. Wenn ich Kopf und Körper einzeln habe, kann ich sie später in der Bildbearbeitungs-Software leichter aneinander anpassen.

    Die Armhaltung der Fotogalerie-Pose habe ich mit ganz groben Bleistiftstrichen abgezeichet. Mit einem blauen Filzstift habe ich anschließend die Ringelpullistreifen gezogen und den Bleistift wegradiert.

    hand-gezeichnetes-selfie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Schritt 3:

    Mit den Händen hatte ich mehr Mühe. Es hat einige Versuche gebraucht, bis ich eine „gut genuge“ rechte und linke Hand hatte. Auch hier habe ich versucht, es mir möglichst einfach zu machen. Nach den ersten nicht so dollen Resultaten habe ich mir kleine Schmierzettel geschnitten, um durchpausen zu können, was von den Händen gut war. Ich hab mich also mit zwei Blättern übereinander ans Fenster gestellt und die Linien nachgezeichnet, die passten. Den Rest (Fingerhaltung…) habe ich dann versucht, nach der Fotovorlage zu ergänzen.

    handzeichnete sympathiefiegur als collage

    Weil ich einiges an Zeichenpraxis habe, haben mich die Schritte 1 bis 3 nur etwas mehr als 15 Minuten gekostet. Wenn du das zum ersten Mal ausprobierst, dann gönn dir mehr Zeit – oder halte es vom Motiv her viel, viel einfacher. Die Hände lassen sich auch als simple Ovale mit kurzem Strich für den Daumen darstellen. Die Aussage in der Körperhaltung ist dieselbe(!) und es geht deutlich schneller. 😉

    Hätte ich nicht die Ambition mit der wiedererkennbaren Sympathiefigur… ich hätte es auch einfach so zeichnen können:

    hand-gezeichnetes-selfie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Schritt 4:

    Alles einscannen! (Alternativ kannst du das auch mit dem Handy abfotografieren, aber die Bildqualität ist dann schlechter und das Nachbearbeiten [Verzerrungen!] mühsamer.)

    hand-gezeichnetes-selfie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Schritt 5:

    Hier kommt für mich dann Photoshop ins Spiel. (Genau dasselbe ist aber auch mit dem kostenlosen Programm Gimp möglich.) Die analogen Zeichnungen zerlege ich verschiedene Ebenen in Photoshop. Dann kann ich die einzelnen Teile (Kopf, Pulli, Hände) wie in einer Collage hin- und herschieben, drehen und sogar die Größe jeweils ändern, bis alles zusammenpasst. In diesem Fall ergänze ich dann zum Beispiel noch Farbflächen in weiß und blau. Mithilfe der einzelnen Ebenen baue ich das Bild also zusammen.

    Schritt 6:

    Das Bild als JPEG abspeichern und in die WordPress-Mediathek hochladen.

    Schritt 7:

    In WordPress als Beitragsbild im Blogartikel verknüpfen.

    Voilà! Fertig!

    bild-bearbeiten-photoshop © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die Gedankenblase mit dem Text ist übrigens aus einem anderen meiner Blogartikel. Ich habe sie hier in der digitalen Collage einfach noch mal zweitverwendet.

    Apropos Zweitverwendung: Den Mund flugs ausgetauscht und ein bisschen Text ergänzt und schon sind zwei Bildpostings für Instagram fertig!

    ich-kann-nicht-zeichnen © Viktoria Cvetković bebildert.eu
    fehlende-zeichenkenntnisse-sind-ein-grund-fürs-visualisieren © Viktoria Cvetković bebildert.eu

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    Wie sieht eine gut formulierte Aufgabe aus?

    Wie sieht eine gut formulierte Aufgabe aus?

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    Lesezeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 28.09.2021

    Oft notieren wir uns Aufgaben, indem wir lediglich ein kurzes Label wie „Steuer“ aufschreiben. Oder noch schlimmer: Wir versehen eine E-Mail mit einem Fähnchen oder verschieben sie in einen Ordner und tun so, als würde sie dadurch zu einer Aufgabe. Wie du eine Aufgabe besser formulieren kannst und Lust bekommst, sie tatsächlich zu erledigen, statt sie vor dir herzuschieben, erfährst du in diesem Artikel.

    Unklarheit ist ein Energieräuber

    Die oben erwähnten „schnellen Strategien” fressen sehr viel mentale Energie. Zu dem kurzen Stichwort, was da steht (oder der markierten E-Mail im Aufgabenorder), schwirren dir zusätzlich noch ein Dutzend andere Gedanken durch den Kopf, die nicht direkt ersichtlich sind. Das ist mentaler Ballast. Und das macht es anstrengend – und unattraktiv, sich mit dieser Aufgabe zu beschäftigen.

    Tatsächlich wehrt sich unser Gehirn auch dagegen, indem es solche unübersichtlichen Aufgaben ausblendet. Das sind dann oft auch genau die Aufgaben, die wir vor uns herschieben. Vermeintlich, weil sie keinen Spaß machen. Vielleicht aber auch, weil wir nicht direkt sehen und erkennen, was wir konkret machen müssen?

    Wenn du erst darüber nachdenken musst, was sich alles an Einzelschritten hinter dem Stichwort „Steuer“ verbirgt…

    Wenn du eine Mail erst wieder öffnen, lesen und dann überlegen musst, welche Aktionen jetzt eigentlich da im Einzelnen dranhängen und in welcher Reihenfolge was wie zu tun wäre…

    …dann widmest du dich lieber leichter zu überblickenden Aufgaben, mit denen du gleich starten kannst.

    Das fühlt sich vielleicht undiszipliniert an, …

    Frau hält sich die Hand vors Gesicht

    … ist aus Sicht deines Gehirns aber energieffizient. Wie kannst du es dir leichter machen, auch ungeliebte Aufgaben anzugehen?

    Aufgaben portionieren

    Nehmen wir das Beispiel „Steuer“. Wenn du das so als kurzes Stichwort aufschreibst, suggeriert das deinem Gehirn rein visuell zunächst einmal:

    Kurzer Begriff = kurze Aufgabe.

    Das ist die Wahrnehmungsseite, die quasi automatisch passiert. Spätestens nach deiner ersten Steuererklärung weißt du aber, dass das nicht stimmt. Eine Steuererklärung ist definitiv keine kurze Aufgabe, sie ist nicht in wenigen Minuten zu erledigen. In deinem Hinterkopf ploppen jetzt vielleicht alle möglichen Gedanken und Bildern auf: Stapel von graugrünen Steuerformularen, ellenlange Eingabemasken in Elster-Online, du selbst eingerahmt von einem Wust von Rechnungen, Quittungen und Belegen, lästige Telefonate mit deiner Steuerberaterin, …

    Eigentlich subsummieren sich unter dem einen kurzen Begriff „Steuer“ nicht eine, sondern viele Aufgaben.

    Aus dem Gegensatz Wahrnehmung „kurzer Begriff“ und Wissen „Masse von Aufgaben“ entsteht kognitive Dissonanz . Das ist ein mentaler Spannungszustand und das mag unser Gehirn nicht. Kognitive Dissonanz tritt unter anderem auf, wenn du merkst, dass eine begonnene Sache anstrengender oder unangenehmer wird als zunächst angenommen.

    Eine Möglichkeit, mit der kognitiven Dissonanz umzugehen, ist dann diese Aufgabe so lange wie möglich vor dir herzuschieben. (Ja, ich weiß wovon ich rede ;-)) Klar ist das eine Scheinlösung, aber für den Moment erst einmal entlastend. Über längere Sicht ist das natürlich eine total energieraubende Strategie, weil du ja weißt, dass das Problem nicht gelöst ist und dich irgendwann einholen wird.

    Eine viel bessere Möglichkeit ist, der kognitiven Dissonanz vorzubeugen.

    In unserem Beispiel zerlegst du die (vermeintlich eine große) Aufgabe gleich in ihre einzelnen, leichter zu überschaubaren Teilschritte. Statt also nur „Steuer“ zu notieren, überlegst du dir, welche einzelnen Aufgaben mit der Steuererklärung für dich verbunden sind. Das kann von „Belege sortieren“ über „Jahresformular anlegen“, „Beratungstelefonat vereinbaren“ und „Teilbereich A des Formulars ausfüllen“ bis zu „Erklärung final checken und abschicken“ gehen.

    Jede einzelne Aufgabe sollte in einem für dich überschaubaren Zeitraum zu erledigen sein. In der Regel sollte das im Einzelnen nicht mehr als zwei bis allerhöchstens drei Stunden dauern. Kürzer ist besser.

    Wenn du nicht absehen kannst, wie lange du für die Aufgabe brauchen wirst, ist sie zu groß. Dann heißt es: Weitere Teilschritte identifizieren und die Aufgabe in noch kleinere Teilaufgaben zerlegen.

    Drei Eishörnchen mit verschiedenen Portionsgrößen

    Aufgaben spezifisch formulieren

    Ich empfehle dir, jede Aufgabe so zu formulieren, dass es keinen Interpretationsspielraum gibt. Du solltest in der Lage sein, jede Aufgabe direkt angehen zu können, ohne dich zu fragen, was eigentlich genau zu tun ist.

    1. Formuliere aktiv!

    Verben helfen da ungemein. Du willst ja ins Tun kommen, also nutze auch Tu-Wörter, um deine Aufgaben zu beschreiben. 😉 Schreibe lieber „Belege sortieren“ als nur „Belege“.

    2. Formuliere konkret!

    Konkreter als „Belege sortieren“ ist „Einnahmen-Belege nach Datum sortieren“. Manchmal darf es auch direktiv sein:

    3a. Formuliere auffordernd!

    Teste für dich, welche Formulierung dich mehr motiviert:

    • „Einnahmen-Belege nach Datum sortieren“ oder
    • „Sortiere die Einnahmen-Belege nach Datum“

    Oder, wenn du allergisch auf Aufforderungen reagierst:

    3b. Formuliere, als wäre es erledigt!

    Du kannst auch aus der Zukunft heraus formulieren: „Die Einnahme-Belege sind nach Datum sortiert“.

    Fazit: Eine gut formulierte Aufgabe ist…

    • Klein genug und damit in überschaubarer Zeit zu erledigen.
    • Spezifisch, konkret und aktiv beschrieben – Verben helfen!

    Das dauert zwar ein-zwei Minuten in der Vorbereitung, lohnt sich aber. 😀

    Schaffe erst Klarheit und fang dann an, abzuarbeiten.

    Zum Weiterlesen:

    strukturierter-arbeiten-anleitung-sortierter-aufgabenspeicher-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Strukturierter arbeiten: Sortierter Aufgabenspeicher statt To-Do-Liste

    Ein übersichtlicher Tagesplan ist die halbe Miete, aber du kannst nicht alle Aufgaben an einem Tag erledigen. Was also tun mit dem Rest?

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    „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können“ – oder etwa doch nicht?!

    „Fürs Visualisieren muss ich zeichnen können“ – oder etwa doch nicht?!

    Lesezeit: ca. 12 Minuten | veröffentlicht: 22.09.2021 | aktualisiert: 29.09.2021

    Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, dass du zum Visualisieren Zeichenkenntnisse brauchst. Aber: Funktionelle Visualisierung unterscheidet sich grundlegend von der künstlerischen Zeichnung.

    Bei Visualisierung im Job geht es Anschaulichkeit, ums Verstehen und Verstanden werden. Es geht nicht ums Zeichnen, es geht um Kommunikation:

    • Um das Vermitteln von Ideen in einer Präsentation,
    • um das Klären von Fragen in einem Gespräch,
    • um das Erschließen von Lerninhalten für eine Prüfung.

    Visualisierung in diesen Anwendungen ist zweckgebunden und zielgerichtet. Das unterscheidet sie von freien, künstlerischen Zeichnungen. Bei denen steht die Ästhetik im Mittelpunkt, bei funktioneller Visualisierung die Bedeutung.

    Die Frage bei Visualisierung ist also: „Wie kann ich die Bedeutung klarmachen?“ und nicht: „Wie zeichne ich es besonders hübsch?“

    1. Visualisierung braucht keine Zeichnungen

    Das Visuelle an visuellen Notizen ist die visuelle Struktur:

    brainwriting-mindmap-visuelle-notiz © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Das Visuelle an einem visuellen Tagesplan ist die visuelle Struktur:

    anleitung-visueller-tagesplan © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das Visuelle an visuellen Planungsmethoden ist die visuelle Struktur:

    Notizbuch und Klebezettel als Start für einen sortierten Aufgabenspeicher

    Alle drei Anwendungen sind praktische Beispiele visuellen Denkens und visuellen Arbeitens. Es sind Beispiele aus dem Alltag, bei denen es um Effizienz und Klarheit geht. Alle drei Anwendungen kommen prinzipiell OHNE Zeichnungen aus. Sicher, es schadet nicht, wenn sie Symbole oder Grafiken enthalten – notwendig ist es aber absolut nicht!

    Besser, du nutzt das Prinzip der visuellen Struktur ganz ohne Zeichnungen und machst dir so das tägliche Arbeiten leichter, statt aus Sorge vor der eigenen (vermeintlichen) „Talentlosigkeit“ Visualisierung als Werkzeug gar nicht zu verwenden.

    Lass dich nicht einschüchtern von einem falsch verstandenen Anspruch an die Ästhetik: Wenn du deine Gedanken auf einem Blatt visuell strukturierst, dann machst du sie:

    1. sichtbar und
    2. räumst du sie auf.

    Alles, was aufgeräumt ist, trägt eine eigene Ästhetik in sich. Ästhetik beim Visualisieren ergibt sich durchs Ordnen, nicht durchs Zeichnen.

    2. Visualisieren bedeutet optisch strukturieren

    Visuelle Struktur bedeutet, sich vom rein linearen Schreiben (und Denken und Organisieren) zu lösen. Du denkst mehr in der Fläche, vergleichbar mit einer Landkarte. Es bedeutet, dass du wichtige Aufgaben zum Beispiel größer darstellst als unwichtige und ihnen damit optisch mehr Fläche einräumst. Oder dass du zusammengehörige Informationen auch räumlich näher zusammenstellst.

    Visuelle Struktur gibt Orientierung auf den ersten Blick.

    Punkte in einer linearen Liste erscheinen visuell oft gleichwertig (Spiegelstrich + Text), auch wenn sie das inhaltlich vielleicht gar nicht sind. Außerdem passiert es beim Runterschreiben einer Liste ganz schnell, dass Inhalte, die eigentlich miteinander zu tun haben, nicht zusammenstehen, sondern kreuz und quer in der Liste verteilt sind.

    Die menschliche Wahrnehmung kommt mit Listen schlechter klar als mit geclusterten Informationen, wenn es ums Verstehen geht.

    Bei einer visuellen Struktur bist du frei, bestimmten Aspekten mehr Raum zu geben oder sie optisch zu gewichten. Springen deine Gedanken zwischen verschiedenen Themen hin und her, hast du die Möglichkeiten, alles passend zuzuordnen, weil du nicht untereinander schreibst, sondern auf dem Blatt verteilt. Prioritäten, Muster und Zusammenhänge erschließt du dir damit viel einfacher und schneller.

    visuelle-struktur © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    3. Visuelle Struktur braucht keine Zeichnungen

    … sondern einfache Gestaltungsprinzipien. Struktur in visuellen Notizen heißt aufräumen und das Auge so zu lenken, dass klar ist, in welcher Reihenfolge es die Inhalte betrachten soll. Visuelle Hierarchie ist da das Stichwort.

    Wofür brauchst du visuelle Hierarchie?

    Bei einem linearen Text gibt es nur eine Leserichtung. Das ist bei einer flächigen, nicht rein linearen Aufteilung anders: Das Auge springt auf dem Blatt ersteinmal ziellos von Punkt zu Punkt, wenn es keine Hilfestellung bekommt. Mit der visuellen Hierarchie gibst du dem Auge Orientierung. Du legst fest, welche Punkte die Hauptrolle spielen, welche eine unterstützende Nebenrolle haben und in welcher Reihenfolge sie betrachtet werden sollen. Du priorisierst Inhalte und Elemente und zeigst so, welchen visuellen Weg das Auge gehen soll. Diese bewusst gesetzten Punkte dienen als visuelle Anker.

    Folgende Elemente helfen dir, eine visuelle Hierarchie herzustellen:

    Größe

    Ist etwas größer als der Rest, wird es automatisch als wichtiger empfunden. Das ist zum Beispiel durch die Verwendung von GROSSBUCHTABEN möglich, aber auch einfach durch größer geschriebene Buchstaben. Solche Inhalte heben sie sich visuell von der restlichen Notiz deutlich ab und lenken die Aufmerksamkeit und das Auge.

    Kontrast

    Kontraste ziehen ebenfalls mehr Aufmerksamkeit auf sich. Bei Schrift kann das zum Beispiel durch die Wahl eines dickeren Stiftes passieren oder durch das Nachzeichnen von Buchstaben. Auch Weißraum kann helfen, Kontraste herzustellen. Das sind die freien Flächen, wo nichts steht. Dabei lässt du um eine »Inhaltsinsel« (also etwa einen Textblock) herum bewusst Platz. Wenn nicht alles eng zusammensteht, hilfst du dem Auge zu erkennen, wo ein Inhalt aufhört und der andere anfängt. Durch Weißraum kannst du Inhalte sehr einfach voneinander trennen.

    Farbe

    Mit Farbe kannst du das Auge ebenso lenken. Achtung: Es gibt einen Unterschied zwischen farbig und bunt. Wenn du es sehr klar haben willst, dann benutze eher nur zwei, maximal drei Farben. Hervorragend für die Orientierung ist es, wenn du bestimmten Farben eine eigene, feste Bedeutung in deinen Notizen zuordnest.

    Zum Beispiel könnte Orange für eigene Ideen stehen, Blau für wichtige Fakten, Gelb für Dinge, die du noch erledigen musst, Grün für schon Erledigtes.

    visuelle-hierarchie © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    4. Einfache Formen statt komplexer Zeichnungen

    Mit Linien, Rahmen und Pfeilen kommst du unglaublich weit, wenn du visuell Bedeutung und Verständnis schaffen willst. Dafür brauchst du keine einzige bildhafte Zeichnung, keine Symbole und keine Piktogramme. Einfache Formen reichen völlig aus, um Inhalte verständlich darzustellen. Das kann schon ein schnell gezeichnetes Rechteck als Textrahmen sein oder Pfeile als Verbinder.

    pfeile-verbinder © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Auch wenn du etwas sehr spezifisches ausdrücken möchtest, kannst du die Visualisierung dazu sehr einfach halten. Stell dir vor, wie fasziniert dein Publikum wäre, wenn du diese einfachen, handgemachten Grafiken in deine PowerPoint-Präsentation einbaust und den folgenden Text einfach dazu sprichst, statt ihn auf die Folie zu setzen:

    gedanken skizzieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    5. Symbole? Leben auch von der Einfachheit!

    Symbole sind sehr reduzierte, einfache Zeichnungen. Sie bilden nicht die Natur ab, sondern ein Klischee, eine holzschnittartige Repräsentation, eine Verallgemeinerung. Der Vorteil: Sie sind leicht erkennbar, weil sie nur das absolut Notwendige umfassen. Je mehr Details, desto länger muss sich unser Gehirn damit beschäftigen. Je weniger (unnötige) Details, desto schneller sind wir im Erkennen. Wenn es dir also wichtig ist, dass sich die Bedeutung schnell erfassen lässt, solltest du es einfach halten.

    einfach-oder-komplex © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Auch für Symbole musst du nicht künstlerisch zeichnen können. Es ist vollkommen ausreichend, wenn es erkennbar ist. Schauen wir uns mal ein Beispiel an:

    Wodurch wird ein Vogel erkennbar?

    Oder anders gefragt: Woran erkennst du, dass etwas ein Vogel ist und keine Giraffe, Lokomotive oder Haus? Wodurch unterscheidet sich ein Vogel von den genannten Dingen?

    Wie wäre es damit: Schnabel, Flügel, Füße oder die Körperform als Silhouette. Reduzierst du dich auf wesentliche Merkmale, kommst sehr leicht auf ein mögliches Symbol für „Vogel”. Je weniger unnötige Details du hast, desto symbolhafter und desto einfacher zu zeichnen ist ein Vogel. Es ist keine Amsel, kein Storch, kein Habicht. Es ist die Oberkategorie Vogel.

    kritzel-vogel © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Übrigens: Auch und gerade(!) in der Logo-Entwicklung ist Vereinfachung ein wichtiges Prinzip. Schließlich geht es auch hier um sofortige Wiedererkennbarkeit:

    twitter-logo-evolution

    Evolution des Twitter-Logos, gefunden auf justcreative.com

    Das Schöne ist: Für Visualisierungen im Beruf brauchst du normalerweise nur Oberkategorien. Du brauchst also nicht detailliert zeichnen zu lernen, sondern kannst auf das zurückgreifen, was du schon kennst und in dir trägst: Dein erworbenes Symbolsystem.

    „Hää? Wie jetzt?”

    Ja, ja, auch du hast eines. 😀 Fakt ist: Unser persönliches Symbolsystem eignen wir uns in unserer Kindheit an. Wenn du also als Vierjährige gezeichnet hast, kannst du ohne Probleme visualisieren.

    6. Nicht zeichnen zu können ist ein Vorteil

    Das Problem, dass ich in meinen Visualisierungskursen immer wieder feststelle, ist nicht, dass jemand nicht realistisch zeichnen kann. Die eigentliche Herausforderung ist, zu akzeptieren, dass es für funktionelle Visualisierung tatsächlich nicht mehr braucht als die (reaktivierte) symbolhafte Kinderzeichnung. Und die ist nun mal nicht realistisch, sondern reduziert.

    Genau dieses Reduzierte in der Kinderzeichnung kommt dir vielleicht plump vor, irgendwie „nicht richtig“ etc. Dahinter steckt der Wunsch, wirklichkeitsgetreu zeichnen zu können. Diesen Wunsch entwickeln so ziemlich alle alle Kinder mit etwa zehn bis elf Jahren. Sie wollen so zeichnen, dass es perspektivisch korrekt ist, dass die Proportionen stimmen, dass gezeichnete Portraits den Portraitierten gleichen. Je (foto-)realistischer, desto besser.

    Bekommen sie dann nicht gut genug gezeigt, wie das geht, ist das genau das Alter, in dem die meisten aufhören zu zeichnen. Die meisten Erwachsen in den „westlichen“ Kulturen kommen nie weit über das Niveau hinaus, das sie als Neun- bis Zehnjährige erreicht haben. Kinder zeichnen wie Kinder, und die meisten Erwachsenen zeichnen ebenfalls wie Kinder – und zwar unabhängig davon, wie weit sie es in anderen Lebensbereichen gebracht haben.

    visualisieren-wie-ein-kind © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die gute Nachricht: Das, was uns damals das Zeichnenlernen schwergemacht hat, macht uns heute das Visualisieren mit Symbolen einfach: Das Symbolsystem, das wir in unserer Kindheit zwischen ungefähr dem zweiten und dem zehnten Lebensjahr entwickelt haben.

    Wie das?

    Von Kindheit an haben wir gelernt, Dinge zu benennen. Du wirfst einen kurzen Blick auf etwas und sagst: „Stimmt, das ist ein Vogel (Stuhl, Baum, Regenschirm, Hund usw.)“. Damit aktivierst du das verbale System in deinem Gehirn. Diese Hirnregion wünscht sich nicht zu viele Informationen über wahrgenommene Dinge – gerade genug, um sie wiederzuerkennen und zu kategorisieren.

    Ein großer Teil der kontextuellen Wahrnehmung wird ausgeblendet, beim Vogel beispielsweise die Struktur des Gefieders oder die spezifische Form des Amselschnabels. Das ist ein notwendiger Prozess, der dir erlaubt, deine Aufmerksamkeit zu bündeln. Sehr effizient also.

    Diese im Kopf verankerten Symbole machen uns das künstlerische Zeichnenlernen schwer. Statt zu beobachten, wie etwas wirklich aussieht, greifen wir auf das  vereinfachte Konzept in unserem Kopf zurück. Das Wissen gewinnt die Oberhand über das Sehen.

    Und genau das machen wir uns bei funktionellen Visualisierungen zu nutze: Unser Wissen. Die bereits vorhandenen generischen Konzepte im Kopf. Wir müssen nicht den Turmfalken zeichnen lernen, uns reicht „der Vogel an sich“.

    Fehlende Zeichenkenntnisse sind also kein Hindernis fürs Visualisieren, sondern ein guter Grund dafür.

    7. Üben, üben, üben

    Wenn deine Kindheit schon eine Weile zurückliegt, dann ist dein Symbolsystem zwar vorhanden, aber vielleicht ein bisschen eingerostet. Das ist wie beim Fahrradfahren. Wenn du 20 Jahre nicht mehr auf einem Rad gesessen hast, beherrschst du es immer noch, es fühlt sich aber erstmal umgewohnt an. Die ersten paar Meter wirst du dich unsicher fühlen und ein bisschen herumeiern. Je länger du auf dem Sattel sitzt, desto leichter wird es dir fallen und desto mehr Spaß wird es dir machen.

    Das gleiche gilt beim Visualisieren: Um beispielsweise einen Vogel gleich aus dem Kopf zeichnen zu können, brauchst du Übung. Untersuchungen legen nahe, dass dafür rund 50 Wiederholungen nötig sind. Je seltener du ein Symbol nutzt, desto häufiger musst du es üben, um es bei Bedarf aus dem Handgelenk schütteln zu können.

    Die Alternative dazu ist, dir einen Spickzettel mit einer Handvoll für dich nützlicher Symbole anzulegen. Dafür brauchst du werder Talent noch Zeichenkenntnisse, sondern das Wissen aus deiner Kindheit und den Willen zur Umsetzung.

    Du brauchst noch ein bisschen mehr Anleitung? Dann lade dir meine kostenlose Starthilfe herunter:

    Darin findest du nur die absolut notwendigen Elemente für visuelle Notizen. Für dich vorgefiltert und ausgewählt, damit du sofort starten kannst. Inklusive Vorlage für deinen persönlichen Spickzettel.

    Ich wünsche dir viel Spaß damit!

    Zum Weiterlesen:

    was-sind-visuelle-notizen © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Was sind visuelle Notizen?

    Im Artikel gehe ich auf die acht wichtigsten Punkte ein und zeige dir, was wichtiger ist als zeichnen.

    Talentfrei Blog Sketchnote © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Fühlst du dich talentfrei?

    Wie du funktionelle Visualisierungen (z. B. Sketchnotes) ganz ohne Zeichnungen für deine Arbeit nutzen kannst.

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    12 von 12: September 2021

    12 von 12: September 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.09.2021

    An jedem 12. eines Monats findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Sonntag, spätsommerlich schön und das letzte Wochenende, bevor wir die großen, sperrigen, wichtigen Möbel ins neue Zuhause umziehen: Tisch, Bett, Schrank, Sofa, … Zeit, für die letzten Vorbereitungen und Zeit, um noch ein bisschen durchzuatmen.

    1-rillenglaeser-12-von-12-september-2021

    Ich habe ein neues Wort gelernt: Rillenglas. Gefunden im Keller unter der Treppe, schön sauber gemacht und dann festgestellt, dass sie sich nicht mit Federklammern schließen lassen wie die klassischen Weckgläser, die ich so kenne. Bei diesen Rillengläsern fehlen leider die Bügel – oder wir haben sie vielleicht in den Tiefen des Kellers noch nicht entdeckt.

    2-einbauschrank-12-von-12-september-2021

    Der Einbauschrank muss heute noch fertig werden, damit in den nächsten Tagen zumindest schon mal ein Teil der Wäsche staubfrei Platz findet. Frisch gestrichen ist schon, neue Regalbretter kommen rein, sobald der Mann nicht mehr im Schrank steht. 😁

    3-tapete-12-von-12-september-2021

    Die alte Tapete aus dem Einbauschrank. Roch leider nicht so gut und musste raus. Reststücke werde ich aber noch im meinem Bautageskizzenbuch verarbeiten, denn das Muster ist ja schon scharf.

    4-paprika-12-von-12-september-2021

    Die ist vielleicht auch scharf, nur auf dem Foto leider nicht. Wenn ich richtig gezählt habe, haben dieses Jahr ganze 5 Paprika dieser alten, dünnwandigen Sorte die Chance in unserem Garten reif zu werden. An denen hängt auch der Fortbestand unseres Saatguts, denn ihre Brüder und Schwestern haben die Überschwemmungen im Juli nicht überlebt.

    5-schoener-von-elmpt-12-von-12-september-2021

    Apropos alte Sorte: Die Entscheidung für ein neues Apfelbäumchen im Garten (oder zwei) ist noch nicht gefallen. Wir streifen dieser Tage gerne über die Rheinische Streuobstwiese und lassen uns inspirieren.

    6-schmetterling-apfel-12-von-12-september-2021

    Das macht gerade besonders viel Spaß, weil die ersten wurmigen Äpfel vom Baum fallen und schon probiert werden können. Der Schöne von Elmpt ist in der näheren Auswahl und der Korbiniansapfel auch. Der schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch eine besondere Geschichte.

    7-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Neben der Streuobstwiese gibt es ein kleines Waldstück. Dort schießen gerade die Pilze wie verrückt aus dem Boden. Nicht, dass ich die unterscheiden könnte, aber der Mann kann. „Anischampignongs!“ ruft er.

    8-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Ich bekomme gezeigt, wie ich sie erkennen und von anderen Pilzen sicher unterscheiden kann. Wie sieht der Hut von oben aus? Verfärbt sich die Schnittfläche? Ist der Stiel unten knollig oder nicht? Wie ist der Geruch? Und so weiter, und so weiter…

    9-anischampignon-12-von-12-september-2021

    Disclaimer: Voraussetzung für die köstliche Pilzfanne ist Pilzsachverstand – ich habe den nach so einem Ausflug noch lange nicht, und würde immer jemanden fragen, der sich wirklich damit auskennt, bevor ich selbstgesammelte Pilze esse.

    10-schirmling-12-von-12-september-2021

    Das hier ist möglicherweise ein Riesenschirmling und damit ein hervorragender Speisepilz. Vielleicht ist es aber auch eine andere Schirmlingsart. Wenn unsicher: stehenlassen!

    11-bovist-12-von-12-september-2021

    Das ist ein ungenießbarer Bovist. Sieht aber schön aus in seinem Moosbett. 😀

    12-kastanie-12-von-12-september-2021

    Zwei Mal Edelkastanie: Links die Blüte, die so ein bisschen aussieht wie ein Weidekätzchen und rechts die stachelige Hülle mit noch unreifen Maroni drin.

    Schöner Waldausflug. 😀 Und jetzt wird weiter renoviert.

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    Monatsrückblick August 2021: Übersicht und Struktur

    Monatsrückblick August 2021: Übersicht und Struktur

    Lesezeit: ca. 9 Minuten | aktualisiert: 09.09.2021

    Übersicht und Struktur sind die beiden Themen, die mich beruflich begleiten. Bei angewandter Visualisierung spielen sie die Hauptrollen. Umgekehrt gilt auch: Angewandte Visualisierung hilft auf sehr niederschwellige Art, Übersicht und Struktur ins Leben zu bringen. Ich habe das im August ganz ausgiebig für mich genutzt – auch persönlich.

    Die rote Linie

    So eine Selbständigkeit führt ja ganz leicht dazu, auch mal die Wochenenden durchzuarbeiten. Das kann man mal machen, aber auf Dauer ist das nix. Zumindest gesund ist es nicht, wie ich feststellen durfte.

    Also habe ich im August ein paar Strukturen für mich festgelegt, um zu testen, wie es mir damit geht. Zum Beispiel, an Samstagen maximal drei Stunden vor dem Rechner zu verbringen und die Sonntage konsequent arbeitsfrei zu halten und gezielt für Erholung zu sorgen: Den Laptop zugeklappt lassen, viel draußen unterwegs sein, zeichnend die Umgebung erkunden, keine Fachliteratur in die Hand zu nehmen und stattdessen ein Buch lesen, das einfach nur unterhaltsam ist … und vielleicht auch ein bisschen böse und politisch und hintersinnig. 😉

    buch-eifel-gold-berndorf-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die letzten Wochenenden konnte ich gut auftanken. Um weiter dranzubleiben, habe ich einen visuellen Plan für meine „ideale Woche“ erstellt. Daran orientiere ich mich jetzt – im Wissen, dass nicht jede Woche „ideal“ laufen kann und ich abweichen darf. Orientierung statt Korsett ist das Motto. Das wichtigste Element derzeit ist eine rote Linie, die sich von Montag bis Freitag zieht und nicht überschritten wird. Die markiert die Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit.

    rote-linie-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Die rote Linie ist eigentlich ein Korridor von etwa 30 Minuten, die ich mir nehme, um den Tag sauber abzuschließen und den nächsten zu planen. Oberhalb der roten Linie ist Platz für alles Berufliche wie Trainings- und Beratungstermine mit Kundinnen oder Zeitblöcke, in denen ich mein Angebot weiterentwickle. Unterhalb der roten Linie und am Wochenende beantworte ich keine beruflichen E-Mails, ignoriere Social Media und bin nur für Familie und Freunde erreichbar.

    Über der roten Linie: Übersichtlicheres Angebot

    Im August habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, welche Trainings ich bis Ende dieses Jahres noch anbieten möchte. Ideen habe ich viele, Nachfragen gibt es auch viele, nur lässt sich nicht alles gleichzeitig umsetzen. Deshalb war es mal an der Zeit aufzuräumen und klar zu kommunizieren, was dieses Jahr noch geht – und wofür ich erst ab Anfang 2022 wieder Kapazitäten frei haben werde:

    Trainings © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Einzelsessions

    … haben jetzt ihren Platz in der Punktlandung. Das ist ein knackiges Format von 45 Minuten, um schnell kreative Lösungen für ein Problem zu finden. Zu zweit spielen wir Ideen-Pingpong und lösen den Knoten in deinem Kopf. Egal, ob du festhängst bei der Suche nach einem überzeugenden Schlüsselbild für deine nächste Präsentation oder dir mit visuellen Protokollen das Besprechungsleben leichter machen willst. Hast du eine klar umrissene Frage oder ein konkretes Visualisierungsproblem, dann finden wir in der Punktlandung die Lösung dafür.

    Intensive 1:1-Trainingspakete zu Visualisierung

    … sind derzeit der Fokus. Momentan arbeite ich viel mit Einzelkundinnen an individuellen Projekten. Das heißt, ich unterstütze über mehrere Wochen hinweg zum Beispiel bei der Erstellung einer wichtigen Präsentation, der Planung eines Seminars oder (in Form eines Visual Coachings) auch bei der Selbstorganisation. Wir nutzen dafür Schlüsselbilder, visuelle Organisationsansätze und visuelle Planungsmethoden.

    Da ich diesen Projekten meine volle Aufmerksamkeit widme, meine Kundinnen sorgfältig begleite, tief in das Thema eintauche und über mehrere Wochen hinweg mit Rat und Tat zur Seite stehe, sind die Plätze für intensive 1-zu-1-Begleitung begrenzt. Und ja, auch schnell wieder vergeben. Sobald demnächst wieder ein Platz frei wird, informiere ich darüber im Newsletter.

    Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Trainingspaket zu buchen, dann trag dich hier für den Newsletter ein. Beim letzten Mal waren die beiden verfügbaren Plätze innerhalb eines Tages nach meiner Info-Mail weg.

    Die Gruppenprogramme

    … „Präsentiere dein Angebot visuell überzeugend“ und „Visuelle Notizen mit Leichtigkeit“ wird es in 2022 wieder geben.

    Maßgeschneiderte Trainings

    … für Teams und Unternehmen sind ab November 2021 wieder möglich. Bis dahin: Anfrage stellen und mit mir in die Planung einsteigen.

    rote-linie-monatsrueckblick-august-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Unter der roten Linie: Einfach nur Zeichnen

    Ich versuche, wieder regelmäßig zu zeichnen. Dokumentarisch zu zeichnen. Einfach nur für mich und komplett ohne Bezug zu meinem Beruf als Visualisierungstrainerin.

    Weil es mir guttut und für mich eine sehr leichte Möglichkeit ist, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Da ich ausschließlich nach Beobachtung zeichne – nach genauer Beobachtung – verschmelze ich beim Zeichnen mit meiner Umgebung. Ich komme nach wenigen Minuten zuverlässig in einen Flow-Zustand. Dann bin ich absolut verankert im Hier und Jetzt – etwas, das mir zum Beispiel beim Meditieren nur sehr selten gelingt. Ein schöner Nebeneffekt (oder Kollateralgewinn, ein Wort, das ich mir gerne von Judith Peters ausleihe) ist, dass sich mit der Zeit ein visuelles Tagebuch ergibt.

    Zum Beispiel, als wir in Quarantäne waren und ich winzige, aber prägnante Ausschnitte des jeweiligen Tages festgehalten habe. Oder wie hier, als zeichnerischer Rundgang durch die Wohnung, um eine persönliche Erinnerung zu haben, bevor wir umziehen:

    Zeichnerischer Rundgang durch die Wohnung

    Nun habe ich lange überlegt, ob ich hier überhaupt übers Zeichnen schreiben will. Es gibt da nämlich einen neuralgischen Punkt:

    Ein limitierender, nein, DER limitierende, irreführende Glaubenssatz bei meinem beruflichen Thema „Visualisierung im Job“ ist, dass es dabei ums Zeichnen ginge und dass man für Visualisierungen deshalb auch Zeichentalent bräuchte. Beides ist nicht der Fall. Es ist einfach ein Mindfuck, der aber leider oft genau die Menschen davon abhält, visuell zu arbeiten, die am meisten davon profitieren können.

    Wenn ich nun darüber schreibe, dass ich in meiner Freizeit sehr gerne zeichne: Befeuert das nicht diesen limitierenden Glaubenssatz? Schrecke ich damit Menschen ab, die funktionelle Visualisierung im Job gut nutzen könnten, sich das aber nach einem Blick auf künstlerische Zeichnungen nicht mehr trauen? Und ziehe ich damit die falschen Leute an, die sich eigentlich einen Zeichenkurs wünschen und in meinen Trainings dann feststellen, dass ich visuelles Denken anbiete und keine Anleitung für „Wie zeichne ich meinen Hund?“

    Kann sein. Kann aber auch sein, dass diese Befürchtung nur mein eigener limitierender Glaubenssatz ist. Dann ist das jetzt ein Experiment. Denn eigentlich möchte ich hier im Blog auch frei übers Zeichnen schreiben können, weil es einen so wichtigen Teil meines persönlichen Lebens ausmacht. Ich bin ja nicht nur mein Beruf.

    Glaubenssätze lassen sich verändern. Und genau deswegen vertraue ich einfach weiterhin darauf, dass weiterhin die richtigen Kundinnen zu mir finden. Auch wenn ich hier übers Zeichnen schreibe. Weil sie nämlich unterscheiden können zwischen funktioneller Visualisierung, die ich unterrichte, und künstlerischer Zeichnung, die ich nur für mich mache. Was ich jedenfalls genau weiß: Meine Wunschkundinnen sind alles andere als doof. 😉

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    Was im August 2021 sonst noch so los war

    Unsere neue Küche ist angekommen. 😀

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    Einer der Männer, die sie eingebaut haben, sah aus wie Henning Krautmacher. 😂 Wie so einige Männer hier, deren Bartwuchs das hergibt. Hach ja, das Rheinland… 🥸

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    In den Fernzügen ist es fast schon wieder so voll wie vor der Pandemie und auch das Leben im mobilen Zuhause auf Zeit sieht wieder aus wie früher:

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    Und mit den Bildungsurlauben als Präsenzveranstaltung geht es auch sehr erfreulich weiter 😀

    monatsrueckblick-kurs-ausgebucht © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Beim Kistenpacken für den Umzug wiedergefunden: Eine meiner ersten visuellen Notizen, die ich gemacht habe, um mir selbst „Industrie 4.0“ zu erklären. Leider ist sie nicht datiert und die Quelle der Infos steht auch nicht dabei. Da ich mich aber erinnere, dass ich das im Flieger auf Dienstreise gemacht habe, kann ich zumindest 2015 als Jahr rekonstruieren und ich vermute einen Artikel in der brandeins als Infoquelle:

    sketchnote-industrie-4-0 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Und hierüber habe ich im August 2021 gebloggt

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    #visuellerklärt: Starkregen

    Was kannst du mit Visualisierung anfangen? Zum Beispiel erklären, wie Extremwetterereignisse zustande kommen – in drei einfachen Skizzen und einem kurzem Text.

    Gähnendes Käuzchen auf Zaunpfahl

    Der frühe Vogel ist früher müde

    Ein Plädoyer, dem eigenen Biorhythmus zu folgen. Zwanghaft früh aufstehen zu müssen führt nicht zu mehr Kreativität, ausschlafen dürfen hingegen schon.

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    #visuellerklärt: False Balance

    Wie der Versuch ausgewogener Berichterstattung dazu führen kann, dass Außenseitermeinungen und Verschwörungserzählungen zu viel Aufmerksamkeit bekommen.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    12 von 12: August 2021

    Mein Donnerstag in Bildern: Von Umzugsvorbereitungen, geretteten Pflanzen und einem Rhabarberkuchen.

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    Eine Anleitung in 5 Schritten:

    Mehr Übersicht und Gelassenheit mit einem sortierten Aufgabenspeicher.

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    Anleitung in 5 Schritten: Visueller Aufgabenspeicher statt To-Do-Liste

    Anleitung in 5 Schritten: Visueller Aufgabenspeicher statt To-Do-Liste

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    Lesezeit: ca. 10 Minuten | aktualisiert: 24.08.2021

    Mehr Übersicht und Gelassenheit mit einem visuell sortierten Aufgabenspeicher: Eine Anleitung in 5 Schritten

    Ein übersichtlicher Tagesplan ist zwar schon die halbe Miete, aber logischerweise kannst du nicht alle deine anstehenden Aufgaben an einem Tag erledigen. Was also tun mit den Aufgaben, die du heute nicht in deinem Tagesplan unterbringen kannst? Genau: Das ist die andere Hälfte der Miete. 😉 Um sie nicht aus den Augen zu verlieren, brauchst du einen gut strukturierten, sortierten Aufgabenspeicher für all die Dinge, die irgendwann später anstehen: Morgen, diese Woche, im nächsten Monat – oder die vielleicht noch gar keinen festen Termin haben. Am besten einen visuellen Aufgabenspeicher.

    Der erste Impuls ist oft, diese Aufgabensammlung in Form einer linearen To-Do-Liste zu machen. Kommt eine neue Aufgabe dazu, schreiben wir sie unter die bereits bestehenden Listenpunkte. Das ist besser als nichts, und wir machen das oft so, weil wir es nicht anders gelernt haben – aber: Aufgaben aufzuschreiben und zu organisieren geht deutlich besser und vor allem übersichtlicher. Spätestens, wenn deine Liste immer länger und länger wird und du das Gefühl hast, den Überblick zu verlieren, ist es Zeit für einen übersichtlicheren Speicher, der dir mehr visuelle Kontrolle über deine Aufgaben bietet.

    Eine sehr einfache und schnell umzusetzende Variante für einen sortierten Aufgabenspeicher zeige ich dir in diesem Artikel.

    1. Sammle deine Aufgaben nur an einem Ort

    Das ist das allerwichtigste überhaupt: Halte alle deine Aufgaben zusammen. Also lege wirklich den einen Ort fest, wo du alle deine noch offenen Aufgaben findest.

    Was nicht funktioniert: Hier ein paar Erinnerungen in der Notizen-App auf dem Handy, dort ein paar Einträge im Kalender, dazu noch ein paar Einfälle und Gedanken auf losen Notizzetteln, weil es beim Telefonat schnell gehen musste. So ein Vorgehen ist Gift für jeden Versuch, strukturiert zu arbeiten und Oberwasser bei deinen Aufgaben zu behalten. Du verlierst unweigerlich den Überblick. Sobald du an verschiedenen Stellen suchen musst, läufst du immer Gefahr, Aufgaben aus den Augen zu verlieren, Informationen zu spät oder gar nicht mehr wiederzufinden, Prioritäten falsch zu setzen, Fristen zu verpassen … und sehr, sehr oft das Gefühl zu haben, in Arbeit zu ersticken.

    Wenn hingegen alles an einem Ort ist, holst du dir damit zumindest schon einmal die visuelle Kontrolle über deine Aufgaben zurück.

    Was ist ein guter Ort für deinen Aufgabenspeicher?

    Obwohl ich ein Fan von digitalen Tools bin (ich halte zum Beispiel Trello für ein ganz hervorragendes Tool – für viele Dinge, aber nicht für die Aufgabensammlung!), empfehle ich dir ausdrücklich, deine Aufgabensammlung analog zu machen.

    Konkret: Mit Notizbuch, Stift und Klebezetteln.

    Drei verschiedene Notizbücher, farbige Klebezettel und vier Stifte

    Für welches Format du dich entscheidest, hängt von deinen Vorlieben ab. Notizbücher im A4- und A5-Format haben sich für mich (und auch für meine Kundinnen) bewährt. Bei einem kleineren Format passt weniger auf eine Seite. Wenn dein Aufgabenspeicher umfangreich ist, musst du mehr Blättern und siehst weniger auf einen Blick. Größere Formate werden schnell unhandlich, nehmen viel Platz auf dem Schreibtisch weg und passen auch nicht in jede Tasche oder Rucksack. Und immerhin: Ein aufgeklapptes A4-Notizbuch bietet dir die Fläche eines A3-Blatts. Das ist schon reichlich Platz.

    Kleine Randnotiz: Im Moment experimentiere ich mit einem querformatigen A4-Notizbuch und schaue, wie sich das auf meine Arbeitsorganisation auswirkt. Das wirkt optisch wie zwei aufgeklappte A5-Hefte nebeneinander und hat seinen ganz eigenen Reiz auf das Denken.

    2. Reserviere dir genug Platz für deinen Aufgabenspeicher

    Im agilen Arbeiten heißt dieser Platz „Back Log”. Uns kann egal sein, wie das heißt – solange es seinen Zweck erfüllt. 😉 Dein Speicher darf unbegrenzt viele Aufgaben enthalten und wird laufend aktualisiert. Das ist wichtig, weil das primäre Ziel ist, dass dir nichts an offenen Posten verlorengeht.

    (Trotzdem tust du dir natürlich keinen Gefallen damit, hier einfach nur immer mehr anzuhäufen. Die Sammlung an sich ist ja kein Selbstzweck, sondern der Ausgangspunkt zum strukturierten Erledigen der Aufgaben. Wenn in deinen Speicher dauerhaft mehr reinkommt als rausgeht, ist es Zeit zu hinterfragen, wo das eigentliche Problem liegt. Deine persönliche Arbeitsorganisation kann so gut sein, wie sie will: Wenn die Struktur in deinem Unternehmen besch… ist, weil beispielsweise zu viel Arbeit auf zu wenige Schultern verteilt ist, wirst du mit „Selbstoptimierung“ das Problem nicht lösen. Möglicherweise trägst du damit sogar noch zur Verschärfung der Arbeitslast bei, weil es trotzdem irgendwie läuft und bei den Verantwortlichen kein Veränderungsdruck entsteht. Strukturelle Probleme lassen sich nur strukturell lösen. Zum Beispiel, indem ein Team vergrößert wird. Leider wird das oft erst verstanden, wenn Menschen überlastungsbedingt ausfallen. Ja, ich spreche aus Erfahrung. Aber das ist ein anderes Thema… Zurück zum Text.)

    Im Notizbuch reservierst du dir entsprechend viel Platz, am besten ein paar Seiten ganz vorne oder ganz hinten in deinem Notizbuch. Eine pauschale Richtlinie dafür, wie viel Platz „richtig” ist, gibt es nicht. Wie viel du benötigst, hängt sehr davon ab, wie viele Aufgaben du regelmäßig ansammelst.

    Als generelle Empfehlung: Starte doch einfach mal mit einer Doppelseite in deinem A4- oder A5-Notizheft. Das ist nicht in Stein gemeißelt, sondern ein erster Ausgangspunkt, der sich in meinen Trainings bewährt hat. Solltest du feststellen, dass du damit nicht zurechtkommst, kannst du jederzeit anbauen oder reduzieren. Klarheit kommt durchs Machen. Außerdem arbeiten wir hier mit einem seeeeehr flexiblen System. 🙂

    Die einzelnen Aufgaben schreibst du auf einzelne Klebezettel. Wähle dafür ein eher kleineres Format, beispielsweise 5 x 4 cm.

    Notizbuch, Klebezettel und Stift für einen sortierten Aufgabenspeicher

    3. Bring alle deine Aufgaben im Aufgabenspeicher zusammen

    Sehr wahrscheinlich fängst du nicht bei null an. Wenn du bisher versucht hast, deine Aufgaben an verschiedenen Orten zu organisieren, dann ist jetzt die Zeit, alles in deinem vorbereiteten Aufgabenspeicher im Notizbuch (und damit an einem zentralen Ort) zusammenzuführen.

    Klappere dafür alle deine bisherigen Notizenorte ab, einen nach dem anderen.
    (Bei mir waren das z. B. eine Notizen-App auf dem Handy mit diversen Listen und Ordnern, meine Sprachnachrichten, mein Online-Kalender, der Aufgabenbereich in meinem E-Mail-Programm, meine Pinnwand in der Küche, ein Flipchart im Büro, eine Sammelmappe mit losen Blättern und ein A6-Notizheft.)

    Überprüfe bei dieser Gelegenheit, ob die Aufgaben noch aktuell sind. Alles, was erledigt oder nicht mehr relevant ist, kannst du direkt löschen bzw. wegstreichen. Die übrigen Aufgaben überträgst du auf Klebezettel.

    Die einzige „Regel“, die du beachten solltest: Nur eine Aufgabe pro Klebezettel.

    Du kannst das erst einmal ungeordnet tun, also einfach Aufgabe für Aufgabe übertragen und auf deine vorbereitete Doppelseite kleben. Was du wohin klebst, ist fürs Erste egal, denn du kannst ja jederzeit umsortieren. Oft ergeben sich im Laufe dieses Prozesses thematische Cluster oder es schälen sich neue Kategorien heraus.

    Notizbuch und Klebezettel als Start für einen sortierten Aufgabenspeicher

    4. Lege Kategorien für einen geordneten Aufgabenspeicher fest

    Vielleicht hast du schon von Anfang an klare Kategorien im Kopf. Dann kannst in deinem Notizbuch schon vorher separate Bereiche anlegen, in die du die Klebezettel direkt einsortierst. Spätestens aber, wenn du deine Aufgaben alle in deinen Notizbuchspeicher übertragen hast, solltest du Katgorien festlegen, die dir helfen, eine bessere Übersicht zu bekommen (und zu behalten).

    Dabei kann dir ein eigener Farbcode zur schnelleren Orientierung helfen. Im Beispiel habe ich die Kategorienüberschriften auf farbige Klebezettel gesetzt. Diese Farben sind für mich fest mit diesen Kategorien verbunden und finden sich auch an anderen Stellen wieder, etwa in meinem Kalender oder bei meiner visuellen Tagesplanung. (Wie du außerdem siehst, nutze ich aktuell zwei Doppelseiten für meinen sortieren Aufgabenspeicher.)

    Notizbuch und Klebezettel als Start für einen sortierten Aufgabenspeicher

    Übrigens: Die Kategorien ebenfalls auf Klebezettel zu setzen und nicht direkt auf die Seiten zu schreiben, macht dich überaus flexibel. Erfahrungsgemäß variiert die Aufgabenmenge in den verschiedenen Kategorien über die Zeit, sodass du mal mehr und mal weniger Platz brauchen wirst. So kannst du die Kategorien-Überschrift beliebig verschieben. Auch die Kategorien selbst können sich ändern. Im Zweifel kannst du einfach die Überschrift austauschen und Aufgaben schnell umsortieren. Und zack: Schon ist wieder alles aktuell, übersichtlich und geordnet.

    5. Lege pro Kategorie deine Prioritäten fest

    Die wichtigste Aufgabe, die du als nächstes angehen willst, gehört nach ganz oben (bzw. oben links). Für diese Aufgabe schätzt du auch schon den benötigten Zeitbedarf und notierst ihn auf dem Klebezettel.

    Wichtiges, was noch Zeit hat, sortierst du darunter ein. Das kann auch noch ohne bestimmte Reihenfolge sein. Und Wichtiges, was derzeit nur eine Idee ist und bei dem du noch keine Vorstellung von einem ungefähren Termin hast, landet ganz unten. Unwichtiges darf übrigens direkt aus deinem Aufgabenspeicher rausfliegen. 😉

    Die Aufgaben, die pro Kategorie ganz oben stehen, sind also die nächsten, die du beispielsweise in deinen visuellen Tagesplan aufnimmst. (Falls du ein Personal Kanban nutzt – was dann auch in diesem Notizbuch seinen Platz finden kann -, wären das die Klebezettel, die aus dem Speicher entnommen werden und in den Bereich „Doing“ bzw. „in Arbeit“ wandern.)

    Bei jeder Entnahme aus dem Speicher legst du fest, welche Aufgabe aus der jeweiligen Kategorie als nächstes nach ganz oben soll. Kommen neue Aufgaben hinzu, überprüfst du, ob die Prioritäten noch stimmen und passt sie gegebenenfalls an.

    Indem du deine Aufgaben so visualisierst, statt sie einer To-Do-Liste zu sammeln (oder an verschiedenen Orten abzulegen), machst du es dir leichter, den Überblick zu behalten und an den wirklich wichtigen Dingen zu arbeiten. 

    Zum Weiterlesen:

    strukturierter-arbeiten-anleitung-visueller-tagesplan-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Strukturierter arbeiten: Visueller Tagesplan statt To-Do-Liste

    In 7 Schritten zu mehr Leichtigkeit und Effizienz im Arbeitsalltag 

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    12 von 12: August 2021

    12 von 12: August 2021

    Lese- und Schauzeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 12.08.2021

    An jedem 12. eines Monat findet das Fotoprojekt „12 von 12“ statt. Ursprünglich gestartet wurde es von Chad Darnell, aber leider inzwischen nicht mehr fortgeführt. Im deutschprachigen Raum sorgt zum Glück Caro von Draußen nur Kännchen dafür, dass wir trotzdem weitermachen können.

    Es ist Donnerstag, startet also als normaler Arbeitstag für mich. Es ist aber auch August um damit zum Glücklichsein immer noch Sommer.

    1-arbeitsplatz-schreibtisch-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Guten Morgen! Schön, wenn man morgens schon so angelächelt wird. 😁 Spiegeleier gab es bei uns seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr zum Frühstück.

    3-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mein Büroarbeitsplatz ist heute draußen. Ein Hoch auf den Sommer! (Wobei ich zugeben muss, dass so ein Bistro-Stuhl auf Dauer nur bedingt bequem ist…)

    Wie auf Stichwort ist heute Mittag mein neuer Bürostuhl per Spedition aus Süddeutschland angekommen. Ich freu mich so! Ich habe das Modell schon länger umkreist und war bisher vom Preis abgeschreckt. Vor ein paar Tagen habe ich online ein verhältnismäßig günstiges Stück entdeckt, das bisher in der Ausstellung eines Möbelhauses stand. Und jetzt steht es bei mir. 🙂

    4-gartenzeit-johannisbeeren-ribisel-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Auch der Rest des Büros im neuen Zuhause nimmt so langsam Form an. Es ist noch Baustelle, aber immerhin ist der neue Schreibtisch schon eingezogen und mein geliebtes Zeichenbrett hat endlich einen würdigen Platz gefunden.

    6-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Im Garten haben mittlerweile die Himbeerpflanzen beeindruckend gut Fuß gefasst. Noch eingekeilt zwischen Wand und 3 Meter hoher Hecke bekommen sie nicht besonders viel Licht und waren ungefähr 30 cm kleine Pflänzchen, als wir sie vor ein paar Wochen eingesetzt haben. Offenbar werden wir schon dieses Jahr ein paar Früchte ernten können. Für mich ein ganz spezieller Gruß aus der Heimat. 😀

    9-gartenzeit-rosen-zeichnen-aquarell-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Froh bin ich auch um die Paprikapflanzen, denen wir wenige Tage vor den großen Überschwemmungen eher ungeplant ein neues Zuhause gegeben haben. Von diesen fünf Pflanzen hängt es jetzt ab, ob wir genug reife Samen für die Aussaat nächstes Jahr haben werden. Es ist eine dünnwandige, sehr aromatische, alte Sorte.

    10-gartenzeit-erbsen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Weitere gerettete Pflanzen. Unsere Blumenhändlerin stellt gelegentlich nach Feierabend bei sich vor die Tür, was sie nicht mehr verkauft bekommt – verblüht, angewelkt oder zu klein geraten. Wer will, kann die Pötte einfach mitnehmen. Was am nächsten Morgen noch da ist, landet in der Tonne. Mir ist es lieber, wir setzen sie ins Beet und päppeln sie wieder auf.

    11-gartenzeit-erbsen-ernten-pulen-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    So, wie auch diese Schönheiten.

    12-gartenzeit-himbeeren-ernten-marmelade-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aus Jux habe ich vor einigen Tagen eine Handvoll Chia-Samen in den Topf geworfen – die aus dem Supermarkt, die im Regal neben den Frühstücksflocken stehen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber sie sind tatsächlich keimfähig! Nur sind sie jetzt ein bisschen zu dicht beisammen…

    7-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Sorry, vom Kuchen selbst gibt’s kein Bild… Habe übers Essen vergessen, eines zu machen und jetzt ist er schon weg. 🤷‍♀️

    Als Ersatz biete ich gerne das Rezept an – ist supersimpel und funktioniert mit so gut wie jedem Obst. Wir hatten noch Rhabarber übrig. (Ja, es ist August, aber dieses Jahr ist eh verrückt.)

    So geht’s:

    • Zucker und Margarine zusammen cremig schlagen
    • Eier einrühren
    • Backpulver und gemahlene Vanilleschote mit dem Mehl vermischen und einrühren
    • Teig in eine Springform streichen
    • Obststücke drauf (bei Rhabarber mit zusätzlichem Zucker) und ab in den vorgeheizten Ofen!

    Taugt übrigens super als Baustellenimbiss für 3-4 Personen.

    8-gartenzeit-sataras-grill-holzefeuer-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Apropos Baustelle… Die dunklen Deckenpaneele sind jetzt überall runter und die Betondecke wird vor dem Streichen verspachtelt und abgeschliffen.

    2-gartenzeit-kirschen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Fundstücke bei der Abendrunde im Wald. Haben mit dem Frühstück heute Morgen nichts zu tun. Zumindest nicht mit meinem. Irgendwie hoffe ich, dass daraus etwas schlüpfen durfte und die Vogeleltern einfach nur die angepickten, leeren Eierschalen aus dem Nest bugsiert haben, um Platz für ihre Brut zu machen.

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    #visuellerklärt: False Balance

    #visuellerklärt: False Balance

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lesezeit: ca. 5 Minuten | aktualisiert: 06.08.2021

    Zahlen, Daten, Fakten und auch abstrakte Konzepte lassen sich visuell erklären und damit leichter greifbar machen. In diesem Artikel geht um das Phänomen False Balance.

    False Balance stellt ein ernstes Problem in der Auseinandersetzung mit Falschinformationen und Verschwörungserzählungen dar. Es zu kennen, hilft dir Informationen besser einzuordnen – und vielleicht auch in der Diskussion mit Menschen, die gesichtertes Wissen leugnen und stattdessen Quatsch erzählen:
    Die Klimakatstrophe ist nicht menschengemacht.” „Corona gibt es nicht.” „Die Erde ist eine Scheibe.” „Menschen lassen sich wie Hunde in Rassen einteilen.”

    Worum handelt es sich?

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    False Balance ist ein Medienphänomen

    Nehmen wir an, zu einem wissenschaftlich untersuchten Thema wie dem Klimawandel gibt es eine Mehrheitsmeinung: „Was wir derzeit an Klimawandel erleben, ist menschengemacht.” Diese Mehrheitsmeinung wird in unserem Beispiel von einhundert Wissenschaftler:innen vertreten.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Aber dann gibt es da noch diese zwei Wissenschaftler:innen, die eine gegenteilige These vertreten. Das ist eine Minderheitsmeinung. In unserem Beispiel würde sie von den sogenannten Klimaleugnern vertreten.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    In der Absicht, verschiedene Ansichten und damit die Meinungsvielfalt abzubilden, passiert in der medialen Präsentation dann Folgendes:

    Man stellt eine:n von diesen einhundert gegen eine:n von diesen zweien. Und das sieht dann so aus, als wäre das 50:50, also ein Konflikt gleichwertig vertretener Meinungen.

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    Das Abseitige bekommt mehr Gewicht

    Die mediale Balance (z. B. wenn zwei Menschen die gleiche Redezeit in einer Sendung eingeräumt wird) suggeriert eine Balance der Meinungen. Wer unbedarft von außen draufschaut, könnte auf den Gedanken kommen: „Na ja, dann wird die Wahrheit wohl in der Mitte liegen.”

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Das Problem an der Sache: Menschen treffen womöglich weitreichende Entscheidungen auf Basis einer False Balance. Zum Beispiel Politiker:innen, wenn es um die Laufzeit von Kohlekraftwerken geht. Oder wir selbst in der Wahlkabine, wenn wir mitentscheiden, durch wen das Zusammenleben in unserer Gesellschaft in den kommenden Jahren geprägt wird.

    Wenn wir uns über das mediale Phänomen False Balance bewusst sind, können wir leichter hinterfragen, worauf unsere eigenen Annahmen gegründet sind. Und die eigene Wahrnehmung ruckelt sich zurecht: Sind das wirklich zwei gleichwertige Meinungen, die wir da präsentiert bekommen? Oder ist eine davon eigentlich randständig und verdient viel weniger Aufmerksamkeit, als sie in den Nachrichten eingeräumt bekommt?

    Dieser Artikel basiert auf einem Interview des Virologen Christian Drosten mit dem Online-Magazin Republik. Christian Drosten wurde durch den wöchentlichen NDR-Podcast Coronavirus-Update zu einer wichtigen Stimme der Wissenschaft.

    Die Inhalte habe ich spontan auf kleinen Notizenzetteln visualisiert und im Anschluss als simple Handyfotos hier eingebaut. Better done than perfect! 😉 Zeitlicher Aufwand von der Zeichnung bis zur Veröffentlichung: 50 Minuten.

    visuell erklaeren false balance © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Mit Visualisierungen kannst du Abstraktes leichter verständlich machen – ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. Es ist mir ein Anliegen zu zeigen, dass Visualisierung nicht kompliziert sein muss: Das kann jede:r!

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    Der frühe Vogel ist früher müde

    Der frühe Vogel ist früher müde

    Lesezeit: ca. 7 Minuten | aktualisiert: 05.08.2021

    Copyright Titelbild: Herbert Henderkes

    Erfolgreiche, produktive Menschen stehen früh auf. Also mindestens mal um 5 Uhr morgens. Und dann durchlaufen sie eine choreografierte Morgenroutine, in der trainiert, meditiert, Business-Podcasts gehört, ein grüner Smoothie bereitet und verzehrt, den Kindern ein gesundes Mittagessen eingepackt und ein Dankbarkeitstagebuch geführt wird. Und spätestens um 6 Uhr 30 sitzen erfolgreiche, produktive Menschen am Schreibtisch (oder wahlweise mit dem Laptop auf der Strandhausterrasse) und sind den ganzen Tag lang erfolgreich und produktiv und nehmen nebenher mehr Geld ein als sie in ihrem Leben ausgeben können. Dabei sind sie stets superzufrieden mit sich und der Welt. Und das alles wegen ihrer ausgeklügelten Morgenroutine, die am besten schon vor Sonnenaufgang beginnt.

    Echt jetzt? Dann könnte ich’s ja gleich sein lassen. Ich schlafe nämlich noch tief und fest während der (hauptsächlich von Wirtschaftsmagazinen propagierten und von Hobbyredakteuren unreflektiert in Ratgeberbücher übernommenen) „einzig wahren Erfolgs-Produktivitäts-Routine“.

    Das Ding mit der Chronobiologie

    Meine eigene Erfahrung zeigt mir etwas anderes und deswegen bin ich zunehmend genervt von einseitig geprägten „Produktivitätsgurus“ und unreflektiert nachplappernden Pseudo-Experten.

    Ich bin eine ausgeprägte Nachteule (und habe das sogar schriftlich, weil ich Studienteilnehmerin am Roenneberg Lab der LMU München war). Trotzdem bekomme ich in meinem Arbeitsalltag einiges geschafft, zum Beispiel mein eigenes Unternehmen aufbauen. Was mir auffällt: Das fluppt erst so richtig, seitdem ich meinem Biorhythmus folgen kann – weil die äußeren Umstände für mich, den chronobiologischen Spättyp, jetzt günstiger sind.

    „Ich weiß, dass man den Menschen sehr unrecht tut, die eher Spät-Typen sind. Die dann lieber abends arbeiten. Es ist durchaus so, dass Produktivität auch dann erfolgen kann, wenn sie nicht in den frühen Morgenstunden abgerufen wird.“

    Lennart Knaack, Schlafforscher

    Der Segen des Homeoffice

    Jahrelang hat mir mein Tageslichtwecker ab 5 Uhr 30 den Sonnenaufgang simuliert, damit ich mich um 6 Uhr morgens aus dem Bett quälen konnte, um zur Arbeit zu pendeln und rechtzeitig im Büro zu sein. Früh einschlafen konnte ich abends trotzdem nicht. In der Folge fehlte mir unter der Woche nächtlich mindestens eine Stunde Schlaf, denn mein Schlafbedarf liegt im Schnitt bei etwa 8 Stunden. Chronischer Schlafmangel also. Total gesund für Körper und Seele. :-/

    Ich werde frühestens um 23 Uhr müde, manchmal auch erst wesentlich später. Egal, wann ich aufstehe.

    „Der Chronotyp ist genetisch festgelegt. Er hängt damit zusammen, wann wir unsere minimale Körpertemperatur in der Nacht haben – ob das in den frühen oder späten Morgenstunden ist. Und das ist etwas, auf das wir gar nicht so viel Einfluss haben.“

    Lennart Knaack, Schlafforscher

    Was ich auch von mir kenne: Gegen 23 Uhr herum kommt mir eine zündende Idee, an der ich dann gut arbeiten kann. Gerne auch konzentriert zwei Stunden am Stück. Wenn ich kann, wie ich will, beginnt dann oft meine kreative Problemlösezeit.

    Seit Beginn der Pandemie kann ich (meistens), wie ich will. Ich muss seit mehr als 17 Monaten nicht mehr ins Büro pendeln. Ich stehe auf, wenn ich ausgeschlafen bin. Beim allmählichen Aufwachen blitzt oft schon ein guter Einfall in meinen Bewusstsein auf. Oft die Lösung für ein Problem, dass mich schon länger beschäftigt. Dann gehe ich die paar Schritte rüber ins Homeoffice, klappe den Laptop oder mein Notizbuch auf und arbeite los. Statt Zeit zu verplempern, um mich auf den Arbeitstag vorzubereiten, habe ich schon den ersten Schwung an konzeptionellen Dingen erledigt. Später wird dann gefrühstückt, im Anschluss schreibe ich Mails und telefoniere.

    Der inneren Uhr folgen dürfen

    Trotzdem lebe ich nicht auf einer einsamen Insel, sondern muss mich mit Kolleginnen, Geschäftspartnern, Kundinnen und auch mit meinem Partner (ausgeprägter Frühaufsteher) arrangieren. Seit der positiven Homeoffice-Erfahrung versuche ich aber, meinen Arbeitsalltag wann immer möglich konkret an meinen Biorhythmus anzupassen. Das geht nicht immer ohne Reibung ab, aber es ist machbar.

    Zum Beispiel hasse ich Termine vor 11 Uhr morgens, weil ich mich dann meiner energiegeladensten, ungestörten Konzentrationsphase beraubt fühle. Den Rest des Tages kann ich dann in der Regel in die Tonne kloppen und bin nur noch für Routineaufgaben zu gebrauchen. Deswegen versuche ich alle Termine, die ich beeinflussen kann, frühestens auf 14 Uhr zu legen. Mit anderen Menschen intensiv diskutieren geht dann super.

    Auch Visualisierungstrainings, insbesondere 1:1-Mentorings, lege ich gerne auf den späten Nachmittag oder frühen Abend. Und ich merke, dass die Arbeit mit meinen Lieblingskundinnen dann auch am besten funktioniert. Ich kann am besten helfen, wenn ich im kreativen Flow bin.

    Produktiv auch ohne Morgenroutinen?

    Was mir die letzten anderthalb Jahre gezeigt haben: Für einen produktiven Arbeitsalltag kommt es weniger darauf an, wann wir aufstehen, sondern dass wir genug Schlaf bekommen. Und falls der Eindruck aufgekommen sein sollte: Ich habe rein gar nichts gegen Frühaufsteherinnen und respektiere jede Form von individuellem Tagesrhythmus. Genau deswegen mag nicht darüber „belehrt“ werden, dass mit meinem etwas nicht in Ordnung sei.

    Der frühe Vogel ist früher müde und die Amsel in unserem Garten zieht auch in der Abenddämmerung noch erfolgreich Würmer aus der Erde.

    Und auch Tagesroutinen finde ich sehr hilfreich, nur müssen diese mit Sicherheit nicht für jeden Menschen in aller Herrgottsfrühe beginnen. Zu meinen Routinen gehört zum Beispiel ein am Vorabend (oder in der Nacht) erstellter visueller Tagesplan. Damit schließe ich meinen Arbeitstag ab und briefe gleichzeitig meinen kreativen Autopiloten. Der sorgt dann dafür, dass Lösungen für Probleme oft beim ausgeruhten Aufwachen „plötzlich“ aufploppen.

    Zum Weiterlesen:

    strukturierter-arbeiten-anleitung-visueller-tagesplan-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Strukturierter arbeiten: Visueller Tagesplan statt To-Do-Liste

    In 7 Schritten zu mehr Spaß und Effizienz im Arbeitsalltag

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    Monatsrückblick Juli 2021: Lieblingsmonat

    Monatsrückblick Juli 2021: Lieblingsmonat

    Lesezeit: ca. 7 Minuten | aktualisiert: 03.08.2021

    Der Juli ist mein Lieblingsmonat. Mit Abstand. Weil: Der Juli ist für mich der Höhepunkt des Sommers. Umso schöner, sich das noch mal für den Monatsrückblick ins Gedächtnis zu rufen.

    Gartenzeit. Kirschen. Aprikosen. Himbeeren. Johannisbeeren. Sommerliche Temperaturen (wenigstens ein paar Tage lang). Den ganzen Tag barfuß sein. Abends noch in kurzer Hose auf der Wiese sitzen. Geburtstag. Herrliche Sonnenuntergänge. Sich durch verschiedene Sorten India Pale Ale probieren. Bei weit offenem Fenster schlafen. Auf dem Balkon frühstücken. Im Garten mittagessen. Kurzum: Alles, was das Leben draußen schönmacht, findet Jahr für Jahr geballt im Juli statt.

    Endlich wieder Kultur!

    Ein Highlight im Juli 2021 war definitiv mein Geburtstagsgeschenk: Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich einmal wieder Museumsluft schnuppern. Wie habe ich das vermisst!

    In Düsseldorf lief „Die Große 20/21“.

    Eingebettet in einen gemeinsamen Tag in Düsseldorf gab’s erst im Kunstpalast viel zu gucken – ich liebe ja kleine Formate…

    Kleinformatige Bilder in der Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf

    … und zu zeichnen…

    Petra Weidemann in der Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf

    … und ein bisschen Quatschmachen in der Garderobe musste auch sein 😁:

    Garderobe im Kunstpalast Düsseldorf

    Im Ehrenhof habe ich mich dann noch für eine weitere Zeichnung niedergelassen – und gemerkt, was mir seit der Pandemie wirklich fehlt: Das zufällige ins Gespräch kommen mit Passanten, die neugierig und etwas scheu stehenbleiben und mir beim Zeichnen über die Schulter schauen. Meist ergeben sich sehr interessante Unterhaltungen: Über das Motiv, über Wahrnehmung, über das Zeichnen an sich, über das Reisen… Noch schöner ist das mit Kindern, die dann viele Warum-Fragen stellen. An diesem Tag wurde ich damit reichlich beschenkt und habe es sehr genossen.

    Zeichnung von der Tonhalle in Düsseldorf

    Zu einem Besuch in diesem Teil Düsseldorfs gehört natürlich auch ein Abstecher zum legendären Fortuna-Büdchen. Hier steht man immer Schlange und das Publikum, das mit seinem Bierchen anschließend auf der Kaimauer sitzt und klönt, ist so gemischt, wie sonst nur selten. Die rotnasigen Trinker, das Schicki-Micki-Pärchen von der Kö, augenringige Mütter mit Kinderwagen, aufgedrehte Studentinnen, lässige Bärte-Hipster, die beige Rentnerinnengang, alle miteinander versammelt. 😀

    2 Flaschen Uerige am Fortuna-Büdchen in Düsseldorf

    1:1-Mentoring-Sessions

    Spätestens nach dem Juni-Rückblick wusste ich, dass sich beruflich etwas ändern muss. Dass ICH etwas ändern muss.

    Der nächste große Kurs-Launch ist erst einmal verschoben. Ich habe gerade keinen Nerv, mich mit Facebook-Ads und E-Mail-Marketing auseinanderzusetzen. Im Juli habe ich mich lieber wieder auf die individuelle Arbeit mit Kundinnen konzentriert und seit langem wieder mehr 1:1-Trainingsanfragen angenommen. Die intensiven Serien mit Einzeltrainings zu verschiedenen Visualisierungsthemen haben mir großen Spaß gemacht, und ich behaupte mal: meinen Kundinnen auch.

    Mit Viktorias Hilfe habe ich eine überzeugende Präsentation für einen Angebots-Pitch bei einer Krankenkasse ausgearbeitet und einen phantastischen Auftrag an Land gezogen! Als Gesundheitscoach erstelle ich jetzt für die Krankenkasse ein innovatives Onlineprogramm zur Suchtprävention von Jugendlichen.

    Die Zusammenarbeit mit Viktoria hat den Blick auf mein eigenes Angebot noch mal enorm geschärft. Allein ihre Fragen in der ersten der sechs Sessions waren Gold wert! Das ist viel mehr als „nur“ ein Visualisierungstraining. Wir sind richtig an die Inhalte gegangen, haben meine Positionierung überarbeitet und die Präsentation für den Pitch so knackig und kundenzentriert gemacht, dass ich immer noch staune! Allein die Planung der Inhalte mal ganz anders, nämlich visuell zu machen, war ein absoluter Eye-Opener. Ich hatte mehr Kontrolle über die Inhalte und war schneller fertig, als ich das sonst so von mir kenne.

    Die Sessions mit Viktoria waren professionell und trotzdem spielerisch, konzentriert und trotzdem lustvoll, strukturiert und trotzdem experimentell. Einfach nur ein Gewinn!

    Ich kann die Zusammenarbeit mit ihr nur empfehlen, und würde so ein Sechs-Wochen-Einzelcoaching jederzeit wieder buchen, wenn ich mich auf eine wichtige Präsentation vor einem wichtigen Kunden vorbereiten will. Daumen hoch!

    Suzana Kaldereit

    Zertifizierte Gesundheitscoach

    Deswegen werde ich das im August noch einmal fortsetzen. Die meisten 1:1-Trainingspakete laufen zwar noch, aber: Eine Trainingsserie mit 6 Terminen zum Thema „Visuelle Notizen“ ist gerade beendet, eine weitere mit 5 Terminen zum Thema „visuell überzeugend präsentieren“ endet in der kommenden Woche, sodass im August wieder zwei Plätze in meinem Kalender frei werden.

    Wenn du Lust auf ein intensives 1:1-Mentoring hast, dann melde dich bei mir:

    First come, first served.

    Willkommen sind sämtliche Visualisierungsthemen, zum Beispiel:

    • Von den ersten Schritten mit visuellen Notizen, um dir den Arbeitsalltag zu erleichtern (vom Tagesplan bis zur Meeting-Mitschrift),
    • über visuelle Planungsmethoden, mit denen du dein nächstes Seminar effizient vorbereitest,
    • bis hin zu fachspezifischen Bildkonzepten für deine nächste PowerPoint- oder Flipchart-Präsentation.

    Bevor es losgeht, lernen wir uns kennen und sprechen unverbindlich über dein Anliegen. Wenn die Chemie stimmt, legen wir den Umfang des Trainingspakets gemeinsam fest und dann können wir auch schon starten. Klingt gut? Dann lass uns sprechen!

    Zahlen, Daten, Fakten – #visuellerklärt

    Ende Juli habe ich meine private, kleine Challenge gestartet: Immer, wenn ich etwas Interessantes höre oder lese und mir ein Bild dazu in den Kopf kommt, dann schnappe ich mir den nächstbesten Stift und Zettel und visualisiere meine Idee so einfach wie möglich. Wie zum Beispiel einen Beitrag vom 13.07.2021 aus dem DailyQuarks-Podcast des WDR zu Starkregen und Klimawandel.

    Herausgekommen ist dabei folgende Visualisierung:

    Visualisierung von Starkregen und Jetstream

    Mehr dazu nachlesen kannst du in diesem Artikel: #visuellerklärt – Starkregen

    Das macht Spaß und ist ein wunderbares Zwischendurch-Training, um die eigene Vorstellungskraft und Kreativität zu kitzeln. Möchtest du mitmachen? Dann lass uns auf Instagram vernetzen! Damit ich deine Ideen sehen und darauf reagieren kann, kannst du mich einfach taggen und den Hashtag #visuellerklärt nutzen. Ich freu mich drauf!

    Was im Juli 2021 sonst noch so los war

    Die ersten Möbel sind ins neue Zuhause eingezogen. Eine antike Kredenz mit ungeheuerlichen Ausmaßen und sehr fein geschliffenen Glaseinsätzen macht sich schon im Esszimmer breit:

    Der Mann reinigt die Kredenz

    Und im Büro lüftet sich ein hochbeiniges Regal-Ensemble aus den 1950ern aus:

    Sideboard aus den 1950ern

    Ich nähere mich wieder einer regelmäßigen Zeichenroutine an. Ganz im alten Rhythmus bin ich noch nicht (neues altes Ziel: eine kleine Zeichnung täglich), aber der Takt wird wieder dichter. Yayyy!

    Zeichnung einer Erbsenschote

    Meine Illustration vom Wegebau aus dem Bergwaldprojekt vom letzten Jahr reist als Briefmark durch die Schweiz! Danke an Vincent für das Foto!

    gezeichnete Briefmarke

    Eine Spontanaktion mit der großartigen Susanne Heinen: Wir haben uns gegenseitig selbstgemachte Postkarten geschickt – mal was Schönes auf Papier statt nur virtueller Bilder!

    Postkarte

    Und hierüber habe ich im Juli 2021 gebloggt

    erbsen-ernten-12von12 © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    12 von 12: Juli 2021

    Vollmundige Juli-Gartenliebe – zwei Tage, bevor das Hochwasser alles ertränkt hat.

    strukturierter-arbeiten-anleitung-visueller-tagesplan-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Strukturierter arbeiten: Visueller Tagesplan statt To-Do-Liste

    In 7 Schritten zu mehr Spaß und Effizienz im Arbeitsalltag!

    was ist visualisierung © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Was ist Visualisierung?

    Wie du mit einem Stift in der Hand unsichtbaren Gedanken, flüchtigen Ideen und abstrakten Konzepten eine konkrete, sichtbare, greifbare Form gibst.

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    #visuellerklärt: Starkregen und Klimawandel

    #visuellerklärt: Starkregen und Klimawandel

    visuell erklaeren starkregen klimawandel © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lesezeit: ca. 3 Minuten | aktualisiert: 02.08.2021

    Zahlen, Daten und Fakten lassen sich visuell erklären und damit leichter greifbar machen. In diesem Artikel geht um Starkregen und den Klimawandel.

    Mit Visualisierungen kannst du Abstraktes leichter verständlich machen – ohne Anspruch auf künstlerische Umsetzung oder „hübsche Bilder”. Es ist mir ein Anliegen zu zeigen, dass Visualisierung nicht kompliziert sein muss: Das kann jede:r!

    visuell erklaeren starkregen klimawandel © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    In NRW hat es Mitte Juli mehrere Tage durchgängig geregnet. Extremer Starkregen: Lokal sind in kurzer Zeit mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergekommen. So viel hat es in den letzten Jahren mancherorts den ganzen Sommer über nicht geregnet. Forschende gehen davon aus, dass der Klimawandel auch bei diesen Wetterereignissen eine entscheidende Rolle spielt.

    Und das gleich aus zwei Gründen:

    1. Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Ein Grad macht schon 7 Prozent aus. Im Extremfall können sich riesige Wolkenberge auftürmen, die dann auf einmal abregenen.

    visuell erklaeren starkregen klimawandel © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    2. Der Jetstream, ein Starkwindband, das sich in großer Höhe um die Erde spannt, wird langsamer. Damit bleiben Wetterlagen länger an einem Ort. Egal ob heiß und trocken, wie in den letzten Jahren – oder nass, wie dieses Jahr.

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    Die Informationen in diesem Artikel stammen aus dem Wissenspodcast DailyQuarks des WDR vom 13.07.2021. Die Inhalte habe ich spontan auf kleinen Notizenzetteln visualisiert und im Anschluss als simple Handyfotos hier eingebaut. Better done, than perfect! 😉
    Zeitlicher Aufwand von der Zeichnung bis zur Veröffentlichung: 35 Minuten.

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    Was ist Visualisierung?

    Was ist Visualisierung?

    visualisieren lernen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Lesezeit: ca. 6 Minuten | aktualisiert: 29.07.2021

    Visualisierung verwende ich als Überbegriff für alle Varianten des visuellen Denkens, Präsentierens, Dokumentierens und Erkundens. Visualisieren heißt für mich, Inhalte mit Stift und Papier sichtbar zu machen. In anderen Bereichen, z. B. Medizin, Psychologie oder Architektur, hat der Begriff andere Bedeutungen.

    Visualisierung kann Symbole, kleine Grafiken und Zeichnungen umfassen – muss es aber nicht.

    Visualisierung umfasst eine große Bandbreite

    Von einzelnen Symbolen, die du in Bild-Wort-Kombinationen nutzen kannst, um Wichtiges hervorzuheben und einprägsamer zu gestalten…

    strukturierter-arbeiten-anleitung-visueller-tagesplan-statt-to-do-liste © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … über Gedankenskizzen, bei denen du spontan und ohne ästhetischen Anspruch deine Ideenfindung begleitest, …

    gedanken skizzieren © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Schlüsselbilder (z. B. in Präsentationen auf Flipchart oder in PowerPoint), anhand derer du ein abstraktes Konzept erklären kannst, …

    visualisieren lernen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    visuellen Notizen, mit denen du für dich relevante Inhalte reduziert, kontextbezogen, lesbar und prägnant festhältst, …

    was-sind-visuelle-notizen © Viktoria Cvetković | bebildert.eu

    Ideen-Mapping, bei dem du einen Planungsprozess in kleinere Einheiten zerlegst, Wissen sammelst, sortierst und neu gruppierst, um daraus sinnhafte Strukturen zu bilden, …

    anschaulich praesentieren © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    … bis hin zu Graphic Recordings, bei denen auf großen Wandbildern Vorträge oder Dialogprozesse während der Veranstaltung in Echtzeit abgebildet werden.
    Aber Achtung: Das ist ein eigenes Berufsbild und braucht entsprechend viel Übung (eher Jahre als Wochen…). Das ist also nichts, was man sich in Büchern, Internetvideos oder in Wochenendworkshops beibringen kann.

    Visualisierung ist keine Kunst, sondern eine erlernbare Kulturtechnik

    Sie kann die Art, wie wir denken, lernen, arbeiten und erklären, revolutionieren. Das Schöne ist: Alle Menschen, die sehen können, beherrschen sie – die meisten, ohne es zu wissen. Für Visualisierung braucht es weder eine graphische Ausbildung noch ein besonderes Talent. Wer als Kind gezeichnet hat, kann visualisieren.

    Es ist wie eine zweite Muttersprache, die etwas holprig wird, wenn du sie lange nicht mehr genutzt hast, die sich aber supereinfach reaktivieren lässt. Es braucht nur ein Bewusstsein für die Strategien, die du intuitiv als Kind schon genutzt hast, um einfach so vor dich hin zu zeichnen.

    zeichnen wie ein kind © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Visualisierung macht Wissen sichtbar

    Nimmst du einen Stift in die Hand und fängst an aufzuzeichnen, gibst du unsichtbaren Gedanken, flüchtigen Ideen und abstrakten Konzepten eine konkrete, sichtbare, greifbare Form. Das hilft dir unter anderem dabei, deine Ziele zu erreichen.

    Mit der visuellen Sprache kannst du die Grenzen der verbalen Sprache, die sich in linearem Sprechen und Schreiben ausdrückt, erweitern. Durch Visualisierung öffnest du einen zweiten Wahrnehmungskanal. Der visuelle Kanal bietet ganz andere Ausdrucksmöglichkeiten als der verbale. Im Gehirn kommt quasi „doppelt“ so viel Information an, die du reflektieren, überprüfen und mit deinen Gedanken in Resonanz bringen kannst.

    visualisieren lernen © Viktoria Cvetković bebildert.eu

    Es gibt viele Zugänge zur Welt der Visualisierung

    Du kannst über Suchmaschinen das Internet nach Bildideen durchforsten und abzeichnen, was dir auf den Bildschirm kommt. Du kannst dir Anleitungsvideos anschauen oder sogenannte „Business-Symbole“ aus Büchern Strich für Strich nachmalen. Das ist für den Einstieg erstmal gut, reicht aber nicht aus, um die visuelle Sprache wirklich zu beherrschen.

    Die meisten Interessierten bleiben aber genau an dieser Stelle der stecken. Das ist so, als würdest du beim Schreibenlernen nicht über das