Foto: Ute Gabriel

Lese­zeit: ca. 8 Minu­ten | aktua­li­siert: 04.01.2022

Brau­che ich eigent­lich ein Jah­res­motto? Oder ein Leit­wort für das neue Jahr? Und wenn ja, wel­ches soll es sein? Die meiste Zeit mei­nes Lebens hatte ich kei­nes. 2021 war das erste Jahr mit Motto und mein Leit­wort 2021 war Sicht­bar wer­den. Es hat mich tat­säch­lich durchs Jahr beglei­tet wie ein Kom­pass, an dem ich mich und meine Akti­vi­tä­ten immer wie­der aus­ge­rich­tet habe. Wie kraft­voll so ein Leit­wort sein kann, hat mich selbst erstaunt: Ich bin stolz auf die selbst­er­reichte Bilanz der (für mich) drei wich­tigs­ten Kenn­zah­len im Online-Business:

Durch die höhere Sicht­bar­keit erge­ben sich plötz­lich so viel mehr Mög­lich­kei­ten – des­we­gen habe ich mir für 2022 kein ein­zel­nes Leit­wort aus­ge­sucht, son­dern gleich einen Drei­klang: Fülle, Fokus und Wachs­tum.

Meine erste Asso­zia­tion zu Fülle war: Aus dem Vol­len schöp­fen. Und genau das werde ich in 2022 tun. Ich werde wei­ter­hin aus mei­nem Fach­wis­sen als Visua­li­sie­re­rin schöp­fen. Ich werde aus mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung als Trai­ne­rin in der Erwach­se­nen­bil­dung schöp­fen. Und ich werde aus der Fülle mei­nes neuen Wis­sens rund ums Online-Busi­ness schöp­fen. (Sinn­bild­lich dafür steht mein Erfolgs­mo­mente-Glas, das ich seit dem letz­ten Jahr auf dem Schreib­tisch ste­hen habe.) Vor allem aber möchte ich aus mei­nen Bezie­hun­gen schöp­fen – und das ist etwas völ­lig Neues für mich.

Beziehungsfülle

Ich bin keine gebo­rene Netz­wer­ke­rin. Andere Men­schen um einen Gefal­len zu bit­ten, kam für mich lange Zeit nicht in Frage – vor allem nicht, wenn ich nichts im direk­ten Aus­tausch anbie­ten konnte. Und ich hatte in der Ver­gan­gen­heit oft das Gefühl, nichts im Aus­tausch anbie­ten zu kön­nen. Was hatte ich denn, was für die andere Per­son wert­voll wäre? Mein Glau­bens­satz war: Wenn ich um einen Gefal­len bitte, bin ich läs­tig, falle ich zur Last. Dass die­ser Glau­bens­satz nun im Laufe von 2021 zer­brö­selt ist, hat mit dem beson­de­ren Netz­werk in The Con­tent Society zu tun. Dort regel­mä­ßig die Erfah­rung zu machen, dass allein schon die Auf­klä­rung eines Begriffs, ein Kom­men­tar oder eine Kurz­an­lei­tung für andere so wert­voll sind, dass sie von sich aus mit mir in den Aus­tausch gehen, hebt mich regel­recht aus den Schuhen.

Ver­rückt: Mitt­ler­weile komme ich ganz von selbst auf die Idee, Men­schen um eine halbe Stunde ihrer Zeit zu bit­ten, um etwa eine Idee durch­zu­spre­chen oder meine Gedan­ken zu einem neuen Ange­bot zu ordnen.😅

Fülle in die­sem Zusam­men­hang bedeu­tet für mich: Mir end­lich offi­zi­ell zu erlau­ben, aus mei­nen Bezie­hun­gen zu schöp­fen (und gewohn­heits­mä­ßig nicht nur andere aus mei­ner Wis­sens- und Erfah­rungs­fülle schöp­fen zu lassen).

Blog-and-Business-Talk © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Der monat­li­che Blog&Business-Talk in The Con­tent Society hat schon zu spon­ta­nen Ver­ab­re­dun­gen zum gemein­sa­men Brain­stor­ming geführt.

Lebensfülle

Fülle bedeu­tet für mich aber auch, die vie­len ver­schie­de­nen Aspekte des Lebens zusam­men­zu­füh­ren. Durch die starke Aus­rich­tung auf mein Online-Unter­neh­men ist vie­les andere in 2021 zu kurz gekom­men. Ich habe zu viel gear­bei­tet und zu wenig geschla­fen, zu wenig Sport gemacht, zu wenig gezeich­net, zu wenig Zeit mit den Men­schen ver­bracht, die ich liebe. Die Viel­falt, die mein Leben erst leben­dig macht, wird in 2022 wie­der in den Fokus rücken. Lebens­fülle ist da das Stichwort.

Eine ein­gän­gige Form, sich die Lebens­fülle vor Augen zu füh­ren, ist das Wheel of Life. Ein­mal im Jahr mache eine Bestands­auf­nahme mit die­sem Selbst­coa­ching-Tool, ganz klas­sisch mit den der­zeit für mich wich­tigs­ten Lebens­be­rei­chen. In der Rück­schau auf das letzte Jahr kommt ein ziem­lich ver­beul­tes Lebens­rad her­aus. Die Visua­li­sie­rung hilft mir, sehr schnell zu erken­nen, wel­che Berei­che mehr Auf­merk­sam­keit benö­ti­gen. Dabei geht es nicht darum, über­all 100 Pro­zent zu errei­chen, son­dern um einen Abgleich zwi­schen: Wo wäre ich gerne in Lebens­be­reich A auf der Skala, um zufrie­den zu sein? und Wo bin ich der­zeit auf der Skala? Für die Lebens­be­rei­che mit den größ­ten Abwei­chun­gen zwi­schen Wunsch- und Ist-Zustand habe ich kon­krete Ziele ent­wi­ckelt und Lösungs­schritte benannt.

wheel-of-life-2021 © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Wheel of Life: Ein ein­fa­ches und effek­ti­ves (Selbst-)Coachingtool, das ich in regel­mä­ßi­gem Abstand nutze. Das ist die Moment­auf­nahme von Anfang Dezem­ber 2021. Mir ist sehr klar, wel­che drei Lebens­be­rei­che jetzt gerade mehr Auf­merk­sam­keit benö­ti­gen und was ich unter­neh­men werde.

Finanzielle Fülle

2022 wird das erste Jahr, in dem sich mein Online-Busi­ness finan­zi­ell trägt. In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren habe ich einen hohen vier­stel­li­gen Betrag ins Unter­neh­men inves­tiert, vor allem in meine eigene Bil­dung (Wis­sens­auf­bau ist nor­mal in einem Wis­sens­be­ruf), aber auch in pro­fes­sio­nelle Tools.

Die Zeit, wo ich mir mit kos­ten­lo­sen Infor­ma­tio­nen aus dem Inter­net mein Wis­sen zusam­men­stü­ckelt habe, ist defi­ni­tiv vor­bei. Wenn es kein Geld kos­tet, kos­tet es etwas ande­res – in den meis­ten Fäl­len Zeit und Ner­ven. Für 2022 habe ich mir die Beglei­tung einer Busi­ness-Men­to­rin gesi­chert, die den Weg, den ich beschreite, schon gegan­gen ist. Keine bil­lige Inves­ti­tion, aber eine güns­tige: Mit ihr struk­tu­riert zu arbei­ten wird mein bis­he­ri­ges Mäan­dern durch den Mar­ke­ting-Dschun­gel abkür­zen. Es wird dazu bei­tra­gen, mei­nen Wun­sch­um­satz in 2022 zu errei­chen und die Inves­ti­tion mehr­fach wie­der reinzuholen.

Erfolgsmomenteglas © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Mein Erfolgs­mo­men­te­glas, das seit März 2021 wich­tige imma­te­ri­elle Dinge für mich sam­melt und auf­be­wahrt: Neue Fähig­kei­ten, Aha-Momente und Erfolgserlebnisse.

Wie Fokus dazu passt

Auf den ers­ten Blick könn­ten sich Fülle und Fokus aus­schlie­ßen. Aber: Damit Fülle nicht zur Über-Fülle wird, brau­che ich Fokus. So viele The­men und Bega­bun­gen! Als viel­fäl­tig inter­es­sierte Per­son neige ich oft dazu, meine Auf­merk­sam­keit auf zu viele ver­schie­dene Dinge gleich­zei­tig zu rich­ten. Mich für eine bestimmte Zeit nur auf die drei wich­tigs­ten Aspekte zu fokus­sie­ren, bewahrt mich vor dem Ver­zet­teln. Tat­säch­lich haben Fülle und Er-fül­lung für mich mit dem Set­zen von Prio­ri­tä­ten zu tun. In gewis­ser Weise war schon 2021 ein Jahr der Fülle, bei­spiels­weise in Bezug auf die Fülle von Blog­ar­ti­keln, die ich ver­öf­fent­licht habe. Mein Fokus auf Con­tent-Fülle hat zu grö­ße­rer Sicht­bar­keit beigetragen.

Nun ist Sicht­bar­keit kein Selbst­zweck, son­dern soll dazu bei­tra­gen, dass mein Unter­neh­men mich dau­er­haft ernährt, Stich­wort finan­zi­elle Fülle. Des­we­gen geht der Fokus in 2022 ver­stärkt auf das Durch­füh­ren von beglei­te­ten Online-Kur­sen, indi­vi­du­el­len Ein­zel­coa­ching-Pake­ten und der Ver­fei­ne­rung der Launch-Stra­te­gie. Außer­dem werde ich mein Signa­ture-Pro­gramm für visu­el­les Den­ken und Arbei­ten an den Start brin­gen: Den­ken mit dem Stift. Es wird DAS Go-To-Pro­gramm für Selb­stän­dige, Unter­neh­me­rin­nen und Coa­ches, die ihre Ideen über­sicht­lich fest­hal­ten und mit Klar­heit kom­mu­ni­zie­ren wol­len: Über­sicht­li­chere Noti­zen, anschau­li­chere Prä­sen­ta­tio­nen und zeit­spa­rende Selbstorganisation.

Der Fokus rich­tet sich aber auch in den per­sön­li­chen Bereich. Ich möchte meine Freund­schaf­ten wie­der bewuss­ter pfle­gen und mir Zei­ten reser­vie­ren, die frei von Arbeit und voll von Muße sind: Zeich­nen, lesen und im Gar­ten rumprötschen sind gerade die Top 3.

Blumenstrauß-Tusche © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Momen­tan liebe ich Tusche­zeich­nun­gen, um mich zu ent­span­nen. Das Ori­gi­nal ist 50 cm lang und an drei Aben­den ent­stan­den. Den Blu­men­strauß, der bei uns auf dem Tisch stand, habe ich jeweils ein Stück um seine Achse wei­ter­ge­dreht und so eine Abwick­lung gezeichnet.

Wie Wachstum den Dreiklang vervollständigt

Das letzte Jahr war geprägt von immensem per­sön­li­chen Wachs­tum. Ich finde es unfass­bar, wie viel Neues ich „neben­her“ gelernt habe in den 10 Wochen, in denen ich mei­nen ers­ten „rich­ti­gen“ Online-Kurs erstellt, gelauncht und durch­ge­führt habe. Jetzt wird das Unter­neh­mens­wachs­tum nach­zie­hen – und das bedeu­tet pri­mär Lis­ten­auf­bau. Nur wenn die E‑Mail-Liste wächst, tut es auch das Online­busi­ness. Umsatz­wachs­tum gibt es nicht ohne eine grö­ßere Sicht­bar­keit und eine ste­tig wach­sende E‑Mail-Liste. Die drei sind mit­ein­an­der gekop­pelt: Kogni­tiv hatte ich das schon lange ver­stan­den, was das aber unter­neh­me­risch bedeu­tet, sickert erst jetzt so rich­tig bei mir ein.

Dann gibt es einen wei­te­ren Aspekt, der mich krib­be­lig macht: Team­auf­bau. Ich brau­che Ent­las­tung bei Ads bzw. will sie aus­la­gern. Und ich wün­sche mir eine All­round-Unter­stüt­zung für die Laun­ches: Eine umset­zungs­starke Per­son, die mir orga­ni­sa­to­risch den Rücken frei­hält, tech­ni­sche Skills mit­bringt und das Com­mu­nity-Manage­ment im Blick hat. Das wird noch spannend…🙃

Wachs­tum habe ich aber auch kon­kret vor Augen, wenn ich in den Gar­ten schaue. Wir sind auf dem Weg vom Zier- zum Nutz­gar­ten. Und auch wenn der Win­ter aktu­ell geprägt ist vom Roden und Umgra­ben der Beete: Zu beob­ach­ten, wie die die Blatt­knos­pen an den Apfel- und Pflau­men­bäu­men sich jetzt schon mil­li­me­ter­weise ent­wi­ckeln und der Feld­sa­lat klein, aber sta­bil immer wei­ter­wächst – das macht demü­tig. Es rückt die Lebens­di­men­sio­nen wie­der im Kopf zurecht: Was ist eigent­lich wirk­lich wich­tig? Und es erdet.

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© Viktoria Cvetković bebildert.eu

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