Visualisierung im Coaching: Wie kannst du deine Handschrift verbessern?

Visualisierung im Coaching: Wie kannst du deine Handschrift verbessern?

Lese­zeit: ca. 11 Minu­ten | aktua­li­siert: 18.05.2022

Es ist mir ein Her­zens­an­lie­gen, mehr Coa­ches, Berater:innen und Therapeut:innen dazu zu ermu­ti­gen, Visua­li­sie­rung in ihrer Arbeit zu nut­zen. Dabei geht es um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeich­nen. Funk­tio­nelle Visua­li­sie­rung ist ein unglaub­lich wirk­mäch­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­werk­zeug, gerade in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen, die unser Den­ken, Füh­len und Han­deln betreffen.

Wenn wir im Gespräch visua­li­sie­ren, schrei­ben wir immer auch Dinge auf. Hand­schrift ist dabei unser wich­tigs­tes Werk­zeug. Visu­elle Noti­zen funk­tio­nie­ren wun­der­bar ohne Bil­der und Sym­bole, ohne Text wird es aber schwie­rig – denn wie sonst soll­test du Inhalte kurz und prä­gnant für dich oder deine Coa­chees fest­hal­ten können?

Wir wol­len schließ­lich keine Wim­mel­bil­der pro­du­zie­ren, son­dern klare, funk­tio­nelle Notizen.

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Gesag­tes zu exter­na­li­sie­ren und sicht­bar zu machen ist ein wich­ti­ges Werk­zeug im visu­ell beglei­te­ten Coa­ching. Gespro­che­nes ist flüch­tig – schrei­ben wir es auf, hel­fen wir unse­ren Coa­chees, ihre Gedan­ken kon­kre­ter zu for­mu­lie­ren, sie fass­ba­rer zu machen, sie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und bei Bedarf auch zu verändern.

Welche einfachen Stellschrauben gibt es, um deine Handschrift zu verbessern?

Mir geht es um einen prag­ma­ti­schen Ansatz, bei dem du deine „nor­male“ Hand­schrift bei­be­hal­ten kannst. Es geht also nicht darum, eine spe­zi­elle Mode­ra­ti­ons­schrift zu ler­nen, die nicht mehr nach dir aus­sieht. Statt­des­sen zeige ich dir vier ein­fa­che Klei­nig­kei­ten, auf die du ach­ten kannst, wenn du deine Hand­schrift für dich (und zum Wohl dei­ner Coa­chees) ver­bes­sern willst. 

Das sind die wich­tigs­ten Fak­to­ren, die die Les­bar­keit von Hand­schrift beein­flus­sen: 

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

#1: Handschrift verbessern: Die Form der Buchstaben

Der erste Blick gilt der Form der Buch­sta­ben selbst: Hat jeder Buch­stabe seine eigene, spe­zi­fi­sche Form, die ihn von ande­ren Buch­sta­ben unter­schei­det? Lass mich das anhand mei­ner eige­nen Hand­schrift demons­trie­ren: 

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Ein Bei­spiel­satz, ganz schnell und nicht beson­ders ordent­lich geschrie­ben in mei­ner „Nur-ich-muss-das-lesen-können“-Handschrift.

Selbst meine eilige, ziem­lich schlud­rige Hand­schrift ist eini­ger­ma­ßen les­bar – was sicher damit zu tun hat, dass ich täg­lich viel schreibe und für andere visua­li­siere. Schrei­ben und Visua­li­sie­ren sind mein täg­li­ches, beruf­li­ches Hand­werks­zeug, meine Hand­schrift ist ent­spre­chend geübt. 

Meine per­sön­li­che Schrift “für den Tages­ge­brauch” ist eine Kom­bi­na­tion aus Druck- und Schreib­schrift. Nor­mal und sinn­voll, weil sie mir erlaubt, zügig und ent­zif­fer­bar zu schrei­ben. 

Schau dir trotz­dem die For­men der Buch­sta­ben an: Die Buch­sta­ben „n“, „m“ und „r“ sind schwer zu lesen, so, wie sie sich mit den benach­bar­ten ver­bin­den. Offen­bar habe ich mir ange­wöhnt, die Buch­sta­ben optisch zu ver­schlei­fen. Eine Endung wie „-en“ hat sich quasi in ein eige­nes Zei­chen ver­wan­delt. 

Was du bes­ser machen kannst: Schreibe jeden Buch­sta­ben voll aus.

Ich ver­su­che das jetzt auch. Dies­mal achte ich dar­auf, jeden Buch­sta­ben deut­li­cher auszuformen:

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Der Unter­schied ist deut­lich: Nur eine kleine Ver­än­de­rung und der Satz ist schon viel bes­ser les­bar als im ers­ten Durchgang.

#2: Handschrift verbessern: Die Abstände zwischen Buchstaben

Achte als nächs­tes auf den Abstand zwi­schen den Buch­sta­ben. Berüh­ren sie sich oder gibt es einen schma­len Abstand zwi­schen den Buch­sta­ben? Kannst du einen Buch­sta­ben vom nächs­ten gut unter­schei­den?  

Sowohl die Form der Buch­sta­ben als auch die Abstände zwi­schen ihnen kannst du ver­bes­sern, indem du den Stift zwi­schen den ein­zel­nen Stri­chen kurz vom Papier abhebst. Wenn du mei­nen bei­den ers­ten Schreib­ver­su­chen ansiehst, sind nur wenige der Buch­sta­ben getrennt: Im zwei­ten Ver­such immer­hin das „g“ und ein­zelne „i“ und „t“.

Ich habe einen drit­ten Ver­such unter­nom­men (siehe unten), wobei ich dies­mal dar­auf geach­tet habe, den Stift zwi­schen den Buch­sta­ben kurz anzu­he­ben und einen Abstand zwi­schen ihnen zu set­zen. In die­ser Runde habe ich gemerkt, wie tief meine Schreib-Gewohn­hei­ten sit­zen. Obwohl ich deut­lich lang­sa­mer geschrie­ben habe (und sich das sehr selt­sam ange­fühlt hat), berüh­ren sich trotz­dem noch immer einige Buch­sta­ben. 

Beim genauen Betrach­ten mei­ner Schrift stelle ich fest, dass es Buch­sta­ben­kom­bi­na­tio­nen gibt, die ich trotz des Vor­sat­zes, den Stift nach jedem Buch­sta­ben kurz anzu­he­ben, quasi auto­ma­tisch ver­binde: „er“, „te“ und „fi“ beispielsweise.

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Hebe den Stift nach jedem Strich kurz an. 
  • Gib den den Buch­sta­ben inner­halb eines Wor­tes ein biss­chen Platz zu ihren Nachbarn.
handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Dies­mal habe ich dar­auf geach­tet, mehr Platz zwi­schen den Buch­sta­ben zu las­sen und sie nicht inein­an­der­lau­fen zu lassen.

Die­ser dritte Ver­such ist sau­be­rer durch die kla­re­ren Abstände, aber das Schrift­bild wirkt auch eher ver­hal­ten. Wenn ich mir das so ansehe, kann ich nach­spü­ren, wie ver­krampft ich den Stift gehal­ten habe. Bis sich das natür­lich und natür­lich und leicht anfüh­len wird, werde ich noch ein paar Ver­su­che mehr brau­chen. 

#3: Handschrift verbessern: Die Proportionen der Buchstaben

Eine wei­tere Kom­po­nente, die über die Les­bar­keit ent­schei­det, sind die Pro­por­tio­nen der Buch­sta­ben. Grob kön­nen wir unter­schei­den zwi­schen den Mit­ten (das ist die Höhe der Klein­buch­sta­ben wie „e“, „r“ und „n“), den Ober­län­gen (das sind zum Bei­spiel die obe­ren Teile von „f“, „b“ oder „d“) und Unter­län­gen (wie etwa die unte­ren Teile von „g“, „p“ oder „j“. Die beste Les­bar­keit erreichst du, wenn die Mit­ten etwas höher sind als die Ober- und Unterlängen.

Auch wie schmal oder breit, lang oder kurz die Buch­sta­ben selbst und die Abstände zwi­schen ihnen sind, spielt eine Rolle. Du kannst Buch­sta­ben sehr schmal und hoch zie­hen, sehr breit und flach machen und natür­lich auch alle Nuan­cen dazwi­schen nut­zen. Gut les­bar ist eine Hand­schrift, wenn sie weder in das eine, noch in das andere Extrem ausschlägt.

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Achte dar­auf, dass deine Mit­ten etwas höher als die Ober- und Unter­län­gen sind.
  • Ver­meide extrem schmale und extrem in die Breite gezo­gene Buchstaben.
handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Je extre­mer die Pro­por­tio­nen sind, desto ten­den­zi­ell schlech­ter ist die Schrift lesbar.

#4: Handschrift verbessern: Die Stiftauswahl

Wel­ches Schreib­in­stru­ment du aus­wählst, hat enorme Aus­wir­kun­gen auf dein Schrift­bild. Hier der Satz in ver­schie­de­nen Stift­di­cken: 

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Die Stift­di­cke sollte so gewählt sein, dass sie zur Schrift­größe passt. Je grö­ßer du schreibst, desto dicker darf der Stift sein.

Wie du siehst, wirkt sich auch die Stift­di­cke auf die Les­bar­keit aus. Der letzte, dickste Stift würde super im grö­ße­ren For­mat funk­tio­nie­ren. Bei die­ser Schrift­größe lässt er die Buch­sta­ben inein­an­der­lau­fen und „Leer­stel­len“ wie etwa beim „e“ und „s“ ver­schwin­den. Achte also dar­auf, dass Lini­en­di­cke und Schrift­größe zusam­men­pas­sen – auch das ist im wei­te­ren Sinne eine Frage von Proportion.

Auch die Art der Stift­spitze wirkt sich aus: Rund­spitze, Keil­spitze oder Pin­sel­spitze ver­än­dern jeweils unser Schrift­bild. Und wäh­rend eine Per­son die Expres­si­vi­tät von varia­blen Stift­spit­zen liebt, fin­det die andere diese Art von Stif­ten nur schwer kon­trol­lier­bar. 

Was du bes­ser machen kannst: 

  • Wähle die Stift­di­cke aus, bei dem dein „e“ noch einen lee­ren Innen­raum hat.
  • Wähle die Stift­spitze aus, bei der du dei­nen Schreib­fluss gut kon­trol­lie­ren kannst.

Fazit: Wie du deine Handschrift einfach verbessern kannst

Hand­schrift ist immer ein Abwä­gen zwi­schen Schnel­lig­keit und Les­bar­keit. Selbst wenn du Noti­zen nur für dich selbst machst, wer­den einige davon doch unter einem Zeit­druck ent­ste­hen, bei­spiels­weise wäh­rend eines Gesprächs oder eines Vor­trags. 

Aber auch unter Zeit­druck kannst du auf die fol­gen­den Dinge ach­ten, denn sie kos­ten dich ins­ge­samt nur wenige Sekun­den(!) mehr: 

  • Forme deine Buch­sta­ben sauber. 
  • Hebe den Stift zwi­schen zwei Stri­chen an. 
  • Achte auf aus­rei­chend Abstände zwi­schen den Buchstaben. 
  • Achte auf aus­ge­wo­gene Proportionen.
  • Benutze Stifte, die zu dei­ner Schrift­größe passen.

Außer­dem lohnt es sich, immer wie­der ein biss­chen Zeit zu inves­tie­ren, um deine lang­jäh­ri­gen Schreib­ge­wohn­hei­ten zu hin­ter­fra­gen. Manch­mal fällt uns gar nicht auf, was alles dazu bei­trägt, dass unsere Schrift bes­ser oder schlech­ter les­bar ist. Meist sind es Klei­nig­kei­ten, aber wenn sie sich sum­mie­ren, dann wir­ken sie sich stark aus. 

Gerade weil es Klei­nig­kei­ten sind, las­sen sie sich aber auch leicht ändern. Teste es ein­fach mal: Nimm dir eine Woche Zeit und pro­biere erst ein­mal nur einen der vier Tipps aus, am bes­ten täg­lich. Selbst, wenn du dir nur fünf Minu­ten Zeit nimmst, wirst du am Ende der Woche einen Unter­schied fest­stel­len. Versprochen!

So wie meine Teil­neh­me­rin­nen im lau­fen­den Kurs:

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Das ist das erste von meh­re­ren Lear­nings, die eine Teil­neh­me­rin zum Abschluss des Kurs­mo­duls mit der Gruppe geteilt hat. Natür­lich handschriftlich!

handschrift-verbessern-visualisierung-coaching © Viktoria Cvetković

Ein tol­ler Erfolg: Nur eine Sekunde mehr zum Schrei­ben des Übungs­tex­tes gebraucht – und die Schrift ist leserlich.

In der nächs­ten Woche nimmst du dir den nächs­ten Tipp vor und nimmst dir wie­der ein paar Minu­ten täg­lich zum Üben. Und so machst du es mit allen vier Tipps: Lang­sam, aber ste­tig eta­bli­serst du so neue, gute Schreib­ge­wohn­hei­ten. In über­schau­ba­rer Zeit wirst du dahin­kom­men, dass du schnell und trotz­dem les­bar schreibst. 

Damit eine unle­ser­li­che Hand­schrift nicht mehr dich selbst behin­dert – und auch nicht deine Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren. 

Kurs-Sketchnote-Anstiften © Viktoria Cvetković

Hand­schrift ist gerade auch dein Thema? Dann sei gerne beim nächs­ten Durch­gang von Anstif­ten dabei! 

Anstif­ten ist mein Basis-Kurs zu visu­el­len Noti­zen. Dort küm­mern wir uns um die Ver­bes­se­rung dei­ner Hand­schrift, bevor wir uns dann um wei­tere Pra­xis-The­men wie Blatt­auf­tei­lun­gen, visu­el­ler Struk­tur und Umgang mit Farbe, Linien und Icons widmen.

Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.
Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.
Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Damit lei­test du deine Klient:innen best­mög­lich durch Gesprä­che hin­durch, ver­an­kerst Inhalte wirk­sam in den Köp­fen und hebst dich effek­tiv von ande­ren Coa­ches ab.

Denn: Visua­li­sie­rung im Coa­ching wird noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Wenn du es dir leich­ter machen willst, dann sei beim nächs­ten Kurs­durch­gang dabei. Die nächste Runde ist in Pla­nung: Hüpf ein­fach auf die Ich-freu-mich-drauf-Liste und lass dich vorab von mir infor­mie­ren, bevor die offi­zi­elle Anmel­dung öff­net. Unver­bind­lich und ohne Haken, dafür mit der Chance auf einen beson­de­ren Wartelisten-Bonus: 

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

*Pflicht­feld. Du kannst dich jeder­zeit mit einem Klick wie­der abmel­den. Die Infos, dich ich per E‑Mail ver­schi­cke, wähle ich sorg­fäl­tig aus und ver­sorge dich nor­ma­ler­weise vier Mal im Monat mit Neu­ig­kei­ten. Meine E‑Mails ent­hal­ten neben zahl­rei­chen kos­ten­lo­sen Tipps und Inhal­ten auch Infor­ma­tio­nen zu mei­nen Kur­sen, Ange­bo­ten und Aktio­nen. Hin­weise zum Daten­schutz, Wider­ruf, Pro­to­kol­lie­rung sowie der von der Ein­wil­li­gung umfass­ten Erfolgs­mes­sung erhältst du unter Daten­schutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.

Warum ist Visualisierung im Coaching relevant?

Warum ist Visualisierung im Coaching relevant?

Lese­zeit: ca. 6 Minu­ten | aktua­li­siert: 01.03.2022

Es ist mir ein Her­zens­an­lie­gen, mehr Coa­ches, Berater:innen und Therapeut:innen dazu zu ermu­ti­gen, Visua­li­sie­rung in ihrer Arbeit zu nut­zen. Dabei geht es um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeich­nen. Funk­tio­nelle Visua­li­sie­rung ist ein unglaub­lich wirk­mäch­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­werk­zeug, gerade in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen, die unser Den­ken, Füh­len und Han­deln betreffen.

Und den­noch wird Visua­li­sie­rung im Coa­ching noch viel zu sel­ten ein­ge­setzt. Obwohl näm­lich rund 80 % der Men­schen „visu­ell Ler­nende“ sind, lau­fen Coa­chings oft nur rein ver­bal ab. Damit berück­sich­ti­gen viele Coa­ches den domi­nan­ten Wahr­neh­mungs­ka­nal ihrer Coa­chees nicht und machen sich so die Arbeit unnö­tig schwer.

Lass uns das ab heute ändern!

Warum ist Visualisierung im Coaching überhaupt relevant?

Die kurze Ant­wort: Weil unser Gehirn so gestrickt ist.

Die aus­führ­li­chere Vari­ante: Etwa 60 % unse­rer Groß­hirn­rinde sind an der Wahr­neh­mung und Ver­ar­bei­tung von visu­el­len Rei­zen betei­ligt. Die visu­elle Wahr­neh­mung nimmt in unse­rem Gehirn also sehr viel Raum ein. Und es ist nicht nur eine Region im Gehirn, die damit beschäf­tigt ist, son­dern gleich ein gan­zes Netz­werk: Wis­sen­schaft­lich wur­den bereits mehr als 30 Berei­che iden­ti­fi­ziert, die gemein­sam das ver­ar­bei­ten, was wir über die Augen wahrnehmen.

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ins­ge­samt sind etwa 60 % der Groß­hirn­rinde an der Wahr­neh­mung, Inter­pre­ta­tion und Reak­tion auf visu­elle Reize beteiligt.

Diese ver­netzte Struk­tur macht unsere visu­elle Wahr­neh­mung sehr sehr schnell und effi­zi­ent: Ein flüch­ti­ger Blick reicht aus, damit wir uns einen ers­ten Ein­druck machen und emo­tio­nal einsteigen.

Inhalte über Text zu visua­li­sie­ren (also etwas auf­zu­schrei­ben), ist also hoch­wirk­sam. Vor­aus­ge­setzt, deine Hand­schrift ist leserlich.

Noch wirk­sa­mer sind wir in der Kom­mu­ni­ka­tion mit Bil­dern, denn wir erfas­sen Bil­der schnel­ler als Text. Sehr viel schnel­ler: Bil­der wer­den etwa 60.000 Mal schnel­ler wahr­ge­nom­men als Geschrie­be­nes, weil sie nicht deko­diert, also ent­schlüs­selt wer­den müs­sen. Das spart unse­rem Gehirn Ener­gie und des­we­gen bevor­zugt es Bil­der. Schon 0,1 Sekun­den rei­chen, damit wir uns grob etwas unter einem Bild vor­stel­len kön­nen. Ein Bild 2 Sekun­den zu betrach­ten reicht aus, damit wir es spä­ter sicher wiedererkennen.

Wenn deine Kom­mu­ni­ka­tion schnell sein soll: Setze auf Bilder.

Und noch viel effek­ti­ver ist es, geschrie­be­nen Text oder gespro­chene Spra­che mit Bil­dern zu kombinieren.

Hierzu gibt es schon jahr­zehn­te­lange For­schung, zum Bei­spiel zum Bild­über­le­gen­heits­ef­fekt (pic­ture supe­rio­rity effect, beschreibt das Phä­no­men, dass Bil­der eher in Erin­ne­rung blei­ben als Worte) und zur Dua­len Kodie­rungs­theo­rie (dual-coding theory, das Gehirn hat zwei sepa­rate Sys­teme für die Reprä­sen­ta­tion ver­ba­ler und non­ver­ba­ler Informationen).

Dem­nach akti­viert und ver­netzt die Kom­bi­na­tion von ver­ba­len und bild­li­chen Infor­ma­tio­nen ver­schie­dene Areale im Gehirn. Dadurch wer­den Inhalte nicht nur merk­fä­hi­ger, son­dern auch Ver­än­de­rungs­pro­zesse, die unser Den­ken und Ver­hal­ten betref­fen, las­sen sich leich­ter ansto­ßen. Nicht ganz unwe­sent­lich fürs Coaching…

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Prin­zip der dua­len Kodie­rung (oder Mul­ti­me­dia­prin­zip) besagt, dass ver­bale und bild­li­che Infor­ma­tio­nen leich­ter erinn­ner­bar sind, als rein ver­bale Infor­ma­tio­nen. Gra­fi­ken mit Text sind zur Ver­an­schau­li­chen von Zusam­men­hän­gen beson­ders wirksam.

Wie verteilt sich unsere Wahrnehmung?

Nicht nur unser Gehirn ist her­vor­ra­gend im Umgang mit visu­el­len, also über die Augen wahr­ge­nom­me­nen Infor­ma­tio­nen. Auch unsere Wahr­neh­mung ist domi­niert vom Seh­sinn. Etwa 83 % der Infor­ma­tio­nen aus unse­rer Umge­bung errei­chen uns über die Augen, nur etwa 11 % kom­men über das Gehör. Der schmale Rest ver­teilt sich auf Geruchs‑, Tast- und Geschmackssinn.

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Was pas­siert nun beim rein ver­ba­len Coa­ching? Wir reden und hören zu. Und: Wir nut­zen nur die 11 %, die übers Gehör kommen.

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Und was geschieht mit dem Seh­sinn? Wie ist das mit den 83 % visu­el­ler Ein­drü­cke? Solange wir die Augen geöff­net haben, kön­nen wir sie nicht aus­blen­den. Im Zwei­fel len­ken sie uns vom Gehör­ten sogar ab: Wir sehen die Mimik und Ges­tik unse­rer Gegen­über. Wir betrach­ten ihren roten Pull­over, die grau­me­lier­ten Haare, den sei­dig glän­zen­den Schal. Unser Blick schweift umher und bleibt an der Pinn­wand hin­ter ihr hän­gen und wan­dert von dort zu den Pflan­zen auf der Fens­ter­bank. Wann sie die wohl das letzte Mal gegos­sen hat? Äh, … was hat sie gerade gefragt?

Die 83 % unse­rer visu­el­len Wahr­neh­mung sind nicht weg, aber sie blei­ben bei rein ver­ba­ler Gesprächs­füh­rung inhalt­lich fürs Coa­ching ungenutzt.

Wenn wir nun davon aus­ge­hen, dass die Wahr­neh­mung gerade auch im Coa­ching ein wich­ti­ger Schritt zur Ver­än­de­rung ist: Dann ist es ziem­lich schlau, die 83 % zu den 11 % zu addie­ren und beide Sin­nes­ka­näle zusam­men anzusprechen.

Visualisierung Coaching © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wie kannst du Visualisierung im Coaching nutzen?

Mein der­zeit liebs­tes visu­el­les Coa­ching-Tool ist die Rie­sen­rad-Methode. Für mich ist sie auf­grund ihrer Fle­xi­bi­li­tät so etwas wie das Schwei­zer Taschen­mes­ser für visu­ell unter­stützte Gesprächs­füh­rung. Und des­we­gen habe ich die kom­plette Anlei­tung hier für dich beschrieben.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Natür­lich gibt es auch andere Mög­lich­kei­ten, Visua­li­sie­rung im Coa­ching zu nut­zen. Spon­tan oder mit Vor­lage, abs­trakt oder bild­haft, nur für deine Unter­la­gen oder zum Wei­ter­ge­ben an deine Coachees.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Genau dar­über spre­che ich gerade in mei­nen Tee­stun­den – und du bist eingeladen!

Tee­stun­den? Ja! Und nein, es ist keine Teeverkostung.😉

Statt um Dar­jee­ling geht es um Visua­li­sie­rung, um zwar spe­zi­ell im Coa­ching und ande­ren Bera­tungs­ge­sprä­chen. Wir küm­mern uns dabei um visu­elle Anker und Struk­tur, nicht ums Zeichnen.

Die Tee­stun­den fin­den 2022 als Mini-Reihe statt. Sie bie­ten Coa­ches, Therapeut:innen, Trainer:innen und Berater:innen ein kos­ten­lo­ses Aus­tausch­fo­rum. Am Anfang jeder Tee­stunde gibt es einen kur­zen Input von mir und dann kön­nen wir ein­fach mit­ein­an­der reden.

Ich freue mich dar­auf, ein­fach mal außer­halb von Grup­pen­kur­sen und Ein­zel­trai­nings ins Gespräch zu kom­men. Wel­che gedank­li­chen oder prak­ti­schen Hin­der­nisse begeg­nen dir, wenn du über Visua­li­sie­rung im beruf­li­chen Kon­text nach­denkst? Wel­cher Erfah­run­gen hast du bis­her gemacht? Was würde dir hel­fen, um die­ses wirk­mäch­tige Tool über­haupt mal (oder noch selbst­be­wuss­ter) einzusetzen?

Stell dir ein Getränk dei­ner Wahl bereit – bei mir ist es Tee –, mach’s dir auf dem Sofa gemüt­lich und komm mit dazu!

Hier fin­dest du aktu­elle Infos und kannst du dich gra­tis zur nächs­ten Tee­stunde anmelden:

Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

*Pflicht­feld. Du kannst dich jeder­zeit mit einem Klick wie­der abmel­den. Die Infos, dich ich per E‑Mail ver­schi­cke, wähle ich sorg­fäl­tig aus und ver­sorge dich nor­ma­ler­weise vier Mal im Monat mit Neu­ig­kei­ten. Meine E‑Mails ent­hal­ten neben zahl­rei­chen kos­ten­lo­sen Tipps und Inhal­ten auch Infor­ma­tio­nen zu mei­nen Kur­sen, Ange­bo­ten und Aktio­nen. Hin­weise zum Daten­schutz, Wider­ruf, Pro­to­kol­lie­rung sowie der von der Ein­wil­li­gung umfass­ten Erfolgs­mes­sung erhältst du unter Daten­schutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.

Visualisierung im Coaching: So nutzt du die Riesenrad-Methode

Visualisierung im Coaching: So nutzt du die Riesenrad-Methode

Lese­zeit: ca. 18 Minu­ten | aktua­li­siert: 16.02.2022

Du kannst die Rie­sen­rad-Methode sowohl für dich selbst nut­zen (zum Selbst­coa­ching), als auch als visu­el­les Coa­ching-Tool, wenn du mit dei­nen Coa­chees arbei­test. Ich habe diese Visua­li­sie­rungs­tech­nik vor Jah­ren bei Ceren Hauss­mann ken­nen­ge­lernt und für meine Arbeit immer wei­ter ange­passt. Die Methode ist poten­ti­al­ori­en­tiert und her­vor­ra­gend geeig­net, um von Wün­schen schritt­weise in eine kon­krete Hand­lungs­pla­nung zu kommen.

Wie bei allen erfah­rungs­ori­en­tier­ten Coa­ching­me­tho­den ist es von Vor­teil, wenn du die Methode erst für dich prüfst. Mache die Übung also selbst, bevor du deine Coa­chees durch den Pro­zess lei­test. Oder mit den Wor­ten des Arz­tes und Psy­cho­the­ra­peu­ten Wolf Bün­tig:

„Es emp­fiehlt sich, den Berg, auf den man andere füh­ren will, aus eige­ner Erfah­rung zu kennen.“

Worum es bei der Riesenrad-Methode im visuellen Coaching geht

Bei der Rie­sen­rad-Methode stellst du Fra­gen aus dem poten­ti­al­ori­en­tier­ten Coa­ching und hältst die Ant­wor­ten, den Pro­zess und die Ergeb­nisse in einer struk­tu­rier­ten Visua­li­sie­rung fest. 

Die Grund­idee des Rie­sen­rads ist, aus­ge­hend von Wün­schen zu einem kla­ren Zukunfts­bild (Vision) zu kom­men, Erfolgs­fak­to­ren zu iden­ti­fi­zie­ren, deren Aspekte zu erkun­den und dar­aus kon­krete Hand­lungs­schritte /​ To-Dos zu entwickeln.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Diese fünf Berei­che bekom­men jeweils ihren eige­nen Platz in einer ein­zi­gen visu­el­len Über­sicht, dem Rie­sen­rad. Die Struk­tur des Rie­sen­rads hast du im Kopf (oder auf einem Spick­zet­tel vor­be­rei­tet), sodass du die Inhalte wäh­rend des visu­el­len Coa­chings Schritt für Schritt im Dia­log mit dei­ner Coa­chee an die pas­sende Stelle set­zen kannst. Das schafft Klar­heit und Über­blick für euch beide, weil so die Zusam­men­hänge und euer Gesprächs­ver­lauf sicht­bar wer­den. Am Ende gibt es ein gemein­sa­mes, mate­ria­li­sier­tes Ergeb­nis auf Papier (oder als Datei), das du dei­ner Coa­chee mit­ge­ben kannst.

Du beglei­test deine Coa­chee durch gezielte Fra­gen bei der Lösungs­fin­dung und steu­erst den Ver­lauf des Gesprächs durch die visu­elle Struk­tur. Visua­li­sie­rung bedeu­tet übri­gens nicht not­wen­di­ger­weise Zeich­nun­gen, son­dern vor allem land­kar­ten­ar­ti­ges Denken!

Anders als bei der Erstel­lung eines Vision Boards geht es nicht darum, mit einer Ziel­col­lage aus Bil­dern und Affir­ma­tio­nen die Ziele, Wün­sche, Träume und Sehn­süchte im Leben zu visua­li­sie­ren, son­dern um die sicht­bare, ori­en­tie­rende Beglei­tung von Ent­schei­dungs- und Pro­blem­lö­se­pro­zes­sen. (Sofern vor­han­den, kann ein Vision Board oder ein ein­zel­ner Aspekt dar­aus die Basis für das Rie­sen­rad sein – muss aber nicht, denn ein kon­kre­tes Ziel­bild zu ent­wi­ckeln ist Teil der Methode.)

Welche Themen sich für die Riesenrad-Methode eignen

Mit der Rie­sen­rad-Methode kannst du sowohl kom­plexe, sach­li­che Pro­jekt­the­men bear­bei­ten, als auch per­sön­li­che, innere Kon­flikte klä­ren. Und alles dazwi­schen auch.

Ein ein­drück­li­ches Erleb­nis war, als ich vor eini­ger Zeit mit einer Kun­din daran gear­bei­tet habe, wie sie sich ent­las­ten kann, als plötz­lich jemand in ihrer Fami­lie pfle­ge­be­dürf­tig gewor­den war. Das war eine Mischung aus per­sön­li­chen Bezie­hungs­the­men und sach­lich-orga­ni­sa­to­ri­schen The­men wie Behör­den­gän­gen und Pfle­ge­kasse. Da grei­fen viele Dinge inein­an­der, die erst ein­mal aus dem Kopf und aufs Papier müs­sen. Erst dann las­sen sie sich sinn­voll klä­ren, pla­nen und abar­bei­ten, ohne dar­über die Über­sicht zu verlieren.

Als ich die Rie­sen­rad-Methode vor Jah­ren das erste Mal für mich selbst ange­wen­det habe, ging es um den Schritt, neben­be­ruf­lich zu grün­den. Das war kom­plex, vie­les lief par­al­lel und es waren so viele Dinge zu beden­ken, dass ich die erst ein­mal für mich in eine sicht­bare, geord­nete Struk­tur brin­gen musste.

Visualisierung im Coaching mit der Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Visua­lie­rung im Selbst-Coa­ching: Zun­kunfts­bild im Zen­trum, Wün­sche als Basis – und alles andere drum­herum. Für mich war es beim ers­ten Mal ein mehr­wö­chi­ger Pro­zess und leben­di­ges Work in Pro­gress. Ich habe es mir ein­fach gemacht: Ursprüng­li­che, nicht mehr aktu­elle Noti­zen habe ich mit neuen For­mu­lie­run­gen ein­fach über­klebt, statt wie­der von vorne anzu­fan­gen und ein neues Flip­chart anzulegen.

Es muss aber nicht immer das ganz große Rad sein. Eine char­mante Fra­ge­stel­lung war letz­tens, wie eine Kun­din mög­lichst bald wie­der mehr Kul­tur in ihr All­tags­le­ben inte­grie­ren kann. Eben­falls ein leicht­fü­ßi­ges Thema einer ande­ren, sehr lie­ben Kun­din: End­lich eine Lese­ecke in der Woh­nung ein­rich­ten, die gemüt­lich und ein­la­dend ist, um die Seele bau­meln zu las­sen. Und mein eige­ner aktu­el­ler Anlass, das Rie­sen­rad zu bemü­hen, war ein 90-Tage-Sprint: Ich habe für mich erkun­det, wo ich in drei Mona­ten beruf­lich ste­hen will und wie ich mich dann füh­len möchte.

Material und Tools: Was du fürs visuelle Coaching brauchst

In analoger Umgebung

Im Grunde rei­chen mate­ri­al­sei­tig ein Stift und Papier. Wenn du die Rie­sen­rad-Methode das erste Mal für dich selbst aus­pro­bierst, kannst mit einem Blatt in A3-Größe begin­nen. Ich emp­fehle, das Blatt quer zu legen und einen Stift zu benut­zen, mit dem du flott und flüs­sig schrei­ben kannst. Wenn du schon abse­hen kannst, dass das zu bear­bei­tende Thema sehr umfang­reich ist, kannst du auch gleich auf ein grö­ße­res For­mat gehen. Ich nutze dann gerne ein Flipchart.

Die Arbeit am Flip­chart ist auch emp­feh­lens­wert, wenn du die Rie­sen­rad-Methode im Coa­ching oder Bera­tungs­ge­spräch nutzt. Sie hat den Vor­teil, dass deine Coa­chee und du zwi­schen­durch ein­mal auf­ste­hen und ihr euch wäh­rend eures Gesprächs bewe­gen könnt: Manch­mal hilft es, zwei Schritte zurück­zu­tre­ten, um das Auf­ge­schrie­bene – im Wort­sinn – aus einem ande­ren Blick­win­kel betrach­ten zu kön­nen. So kom­men auch die Gedan­ken in Bewe­gung. Wenn es zur Situa­tion passt, kannst du den Stift auch dei­ner Coa­chee im Pro­zess wei­ter­rei­chen und sie selbst Aspekte auf­schrei­ben lassen.

 

In virtueller Umgebung

Die Rie­sen­rad-Methode funk­tio­niert übri­gens auch wun­der­bar im vir­tu­el­len Coa­ching. Das geht mit den unter­schied­lichs­ten Medien, je nach­dem, was du zur Ver­fü­gung hast bzw. womit du gerne arbei­test. Wenn du deine Coa­chings z. B. über Zoom machst, kannst du dort ein­fach die White­board-Funk­tion nut­zen. Das erlaubt dir und dei­ner Coa­chee eben­falls, die Inhalte gemein­sam zu notie­ren. Auch mit Soft­ware­lö­sun­gen wie Con­cept­board oder Miro kannst du im visu­el­len Coa­ching kol­la­bo­ra­tiv arbeiten.

Ich ver­wende in mei­nen Online-Trai­nings gerne eine Doku­men­ten­ka­mera, die von oben mei­nen Schreib­tisch abfilmt. So kann ich unmit­tel­bar mit Stift und Papier arbei­ten und meine Coa­chees kön­nen sehen, wie die Visua­li­sie­run­gen ent­ste­hen, Strich für Strich, Wort für Wort. Dass man meine Hände und den Stift dabei sieht (und nicht nur wie aus dem Nichts erschei­nende Stri­che und Buch­sta­ben auf einem digi­ta­len White­board), macht es leich­ter, alles nach­zu­voll­zie­hen bzw. direkt mitzumachen.

Visualisierung im Coaching mit der Riesenrad-Methode und Stift und Papier © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Fürs visu­elle Coa­ching gene­rell und für die Rie­sen­rad-Methode im Spe­zi­el­len brauchst du kein beson­de­res Mate­rial. Papier und die Stifte, die du gerade zur Ver­fü­gung hast, sind völ­lig aus­rei­chend. Wenn du mit dei­nen Coa­chees vir­tu­ell arbei­test, dann brauchst du auch nichts wei­ter an Tools, als das White­board dei­ner Konferenzsoftware.

How to Riesenrad: Die Einzelschritte im visuellen Coaching

1. Wünsche als Basis

  • Viel­leicht bringt deine Coa­chee einen dif­fu­sen Ver­än­de­rungs­wunsch mit: Etwas, was „so nicht wei­ter­ge­hen“ soll und was sie dem­nächst ändern will.
  • Viel­leicht schwir­ren ihr auch zu einer bestimm­ten Sache ganz viele Gedan­ken durch den Kopf, die sie erst ein­mal sor­tie­ren und prio­ri­sie­ren will.
  • Viel­leicht hat sie auch etwas, was sie jetzt gerade ärgert oder belas­tet oder aus­bremst und – wich­tig: auf das sie Ein­fluss hat.

Dar­aus for­mu­liert sie mit dei­ner Unter­stüt­zung Wün­sche. Wäh­rend sie sie aus­spricht, schreibst du die Wün­sche auf.

Beginne beim Auf­schrei­ben mit dem blau mar­kier­ten Teil (siehe Bild unten). Lenke poten­ti­al­ori­en­tiert die Gedan­ken der Coa­chee auf das, was sie sich am sehn­lichs­ten wünscht. Sammle die Wün­sche, indem du sie im unte­ren Blatt­be­reich gebün­delt notierst. Bild­haft gedacht ist die­ser Bereich der Stüt­zen­fuß des Rie­sen­rads und trägt damit als Basis alles, was du in den nächs­ten Schrit­ten dar­auf aufbaust. 

Die Inter­ven­ti­ons­fra­gen lauten:

  • Was wünschst du dir? 
  • Was soll anders werden?
Nehmt euch für die­sen Schritt so viel Zeit wie nötig: Dies ist ein erkun­den­der, diver­gie­ren­der Pro­zess. Es muss kein ein­zel­nes kon­kre­tes Ziel dabei her­aus­kom­men. Wich­tig ist jetzt nur, dass du die Wün­sche sam­melst und auf­schreibst, wie sie dei­ner Coa­chee gerade ein­fal­len. Im nächs­ten Schritt stellt ihr fest, ob meh­rere der Wün­sche auf ein kon­kre­tes (Ober-)Thema hin­lei­ten. Wenn das nicht der Fall ist und es in ver­schie­dene Rich­tun­gen geht, wählt ihr für die wei­tere Bear­bei­tung das Thema/​den Wunsch aus, das/​der jetzt für sie am wich­tigs­ten ist.
Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wün­sche bil­den die Basis für das Rie­sen­rad. Sammle hier alles, was deine Coa­chee ant­wor­tet auf die Fra­gen: Was wünschst du dir? Was soll anders werden?

2. Das Zukunftsbild im Zentrum

Um die­ses – für deine Coa­chee inhalt­lich mög­lichst anre­gende, moti­vie­rende, attrak­tive – Zukunfts­bild dre­hen sich alle wei­te­ren Ele­mente des Rie­sen­rads. Setze das Zukunfts­bild mit­tig aufs Blatt, auf den gedach­ten Stüt­zen­fuß mit dei­nen Wünschen.

Die Inter­ven­ti­ons­frage für dein Ziel­bild ist die klas­si­sche Wun­der­frage des sys­te­mi­schen Coachings:

  • Woran wirst du erken­nen, dass sich deine Wün­sche erfüllt haben?

Lasse deine Coa­chee gedank­lich in eine Situa­tion in der Zukunft ein­tau­chen, in der sich ihre Wün­sche erfüllt haben. Wenn es ihr hilft, kann sie die Augen für einen Moment schlie­ßen. In ihrem Zukunfts­bild ist sie die Haupt­dar­stel­le­rin. Lade sie ein, sich in Gedan­ken umschauen.

Hilfreiche Fragen:

  • An wel­chem Ort befin­det sie sich?
  • Was sieht sie vor sich?
  • Was ist links, rechts, oben, unten, hin­ter ihr?
  • Wie ist das Licht dort?
  • Wie die Atmosphäre?
  • Wel­che Gegen­stände umge­ben sie?
  • Sitzt, steht, liegt sie? Bewegt sie sich?
  • Wel­che Geräu­sche hört sie?
  • Wel­che Gerü­che nimmt sie wahr?
  • Sind andere Men­schen bei ihr?
  • Wel­che Begriffe beschrei­ben am bes­ten, wie sie sich fühlt?

Bleibt gedank­lich dabei, bis sie sich die Situa­tion detail­ge­nau vor­stel­len und sie dir beschrei­ben kann.

Ver­su­che dann, diese Situa­tion mit einem nicht zu dün­nen Filz­stift als ein­fa­che(!) Skizze zu visua­li­sie­ren. Wenn du dich unsi­cher fühlst, mach zunächst einen schnel­len Ent­wurf auf einem Schmier­blatt. Bleib zeich­ne­risch dabei ganz ein­fach: Es darf kra­ke­lig, schief und krumm aus­se­hen. Du darfst die Men­schen im beschrie­be­nen Ziel­bild als ein­fa­che Strich­fi­gu­ren dar­stel­len und die Umge­bung und Gegen­stände mit ein paar simp­len Umriss­li­nien. Schreibe Stich­wör­ter dran, wenn es hilf­reich ist. Ver­liere dich dabei nicht in Details – das ist gar nicht nötig, denn das Ziel­bild dient dei­ner Coa­chee als visu­el­ler Anker, nicht als Kunst­werk: Es mate­ria­li­siert das, was sie sich gerade so inten­siv und detail­reich vor­ge­stellt hat, auf dem Blatt Papier. Mit dem exter­na­li­sier­ten Bild hat sie die Mög­lich­keit, sich damit noch tie­fer emo­tio­nal zu verbinden.

 

Bedenke dabei:

Je ein­fa­cher du die Zeich­nung gestal­test, desto eher wird sich deine Coa­chee im wei­te­ren Ver­lauf trauen, auch mal selbst den Stift in die Hand zu neh­men. Mit „per­fek­ten“ Zeich­nun­gen mag sich kaum jemand mes­sen. Schon gar nicht, wenn sowieso gerade der Kopf schwirrt.

Für Außen­ste­hende muss die Bedeu­tung der Visua­li­sie­rung auch nicht erkenn­bar sein. Für deine Coa­chee hin­ge­gen reprä­sen­tiert sie das Ziel ihrer Wün­sche und für sie ist glas­klar, um was es geht – egal, wie gelun­gen du selbst deine Visua­li­sie­rung fin­dest. Für sie ist nur wich­tig, dass sie anhand der Visua­li­sie­rung im wei­te­ren Ver­lauf eures Gesprächs immer wie­der über­prü­fen kann, ob ihre Lösungs­ideen dazu bei­tra­gen, dem Zukunfts­bild näher zu kommen.

Es geht also um den Pro­zess (den deine Coa­chee durch­läuft), nicht um das Pro­dukt (deine Visua­li­sie­rung auf dem Papier).

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Das Zukunfts­bild steht im Zen­trum des Rie­sen­rads. Lass deine Coa­chee genau beschrei­ben, was sie vor ihrem inne­ren Auge gese­hen hat und über­setze das mit ein paar Stri­chen in eine ein­fa­che Visua­li­sie­rung. Hier reprä­sen­tie­ren die Kegel­fi­gu­ren zum Bei­spiel eine Fami­lie, die im Thea­ter sitzt und sich Tanz­per­for­mance anschaut. Der Wunsch dahin­ter ist, end­lich wie­der ein­mal Kul­tur als gemein­sa­mes, beglü­cken­des Erleb­nis in den Fami­li­en­all­tag zu integrieren.

3. Erfolgsfaktoren umgeben das Zunkunftsbild

Aus­ge­hend vom Zun­kunfts­bild iden­ti­fi­ziert deine Coa­chee jetzt, was alles dazu geführt hat, dass es Wirk­lich­keit gewor­den ist.

Die Inter­ven­ti­ons­frage lautet:

  • Was hat es ermöglicht?

Dabei wird sie wahr­schein­lich ver­schie­dene Aspekte fin­den. Diese Aspekte ord­nest du um das Zun­kunfts­bild (die Rie­sen­rad-Achse) herum an. Die Erfolgs­fak­to­ren bestehen pri­mär aus Text. Lasse deine Coa­chee knapp, klar und ener­gisch aus der Zukunft her­aus for­mu­lie­ren. Schreibe es so auf, als wäre es für deine Coa­chee schon Wirk­lich­keit: „Ich habe ein Tanz­thea­ter gefun­den, das zu unse­rem Wunsch­ter­min geöff­net hat.“ ist dabei kraft­vol­ler als nur „Tanz­thea­ter“ zu schreiben.

Wenn es dir leicht­fällt, kannst du die ein­zel­nen Aspekte mit einem ein­fa­chen Pik­to­gramm kenn­zeich­nen. Wenn dich das aus­bremst, lass die Pik­tor­gramme weg. Text auf­zu­schrei­ben ist in die­sem Schritt wich­ti­ger als die bild­li­che Dar­stel­lung drum­herum, denn es geht um Ein­deu­tig­keit. Die ein­fachste Mög­lich­keit, die Aspekte optisch von­ein­an­der abzu­gren­zen, ist ein locke­rer Kreis als Umran­dung um den Text­block herum.

Es soll­ten mög­lichst nicht mehr als 5–6 Aspekte auf­ge­nom­men wer­den, um das Rie­sen­rad über­sicht­lich zu hal­ten. Wenn abseh­bar ist, dass es mehr wer­den, dann sammle die Ergeb­nisse erst ein­mal auf einem zwei­ten Blatt. Ver­sucht gemein­sam, die Aspekte the­ma­tisch zu grup­pie­ren. Gelingt das nicht, dann lasse deine Coa­chee die sechs wich­tigs­ten aus­wäh­len und „parke“ die ande­ren bis auf Wei­te­res – zum Bei­spiel auf Kle­be­zet­teln am unte­ren Blattrand.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Die Leit­frage in die­sem Sta­dium der Rie­sen­rad-Methode: Was hat es ermög­licht, dass das Zukunfts­bild in der Mitte wahr gewor­den ist?

4. In die Erfolgsfaktoren eintauchen und sie erkunden

Erkun­det jetzt die ein­zel­nen Erfolgs­fak­to­ren. Die Inter­ven­ti­ons­frage lautet:

  • Was hast du unter­nom­men, um das alles zu erledigen?

Schaffe dir auf Blatt den Platz dafür, indem du strah­len­för­mig Stri­che zwi­schen den Aspek­ten zum Blatt­rand ziehst. Im Rie­sen­rad ist es leicht, die ein­zel­nen Aspekte in belie­bi­ger Rei­hen­folge zu bear­bei­ten. Lasse deine Coa­chee in dem Feld begin­nen, für das ihr die erste Idee kommt. Stelle ver­tie­fende Fra­gen und halte ihre Aus­sa­gen im knap­pen Tele­gramm­stil fest, also stich­punkt­ar­tig oder in kur­zen Text­blö­cken. Achte dar­auf, die Inhalte so auf­zu­neh­men, dass die Gedan­ken dei­ner Coa­chee auch spä­ter noch nach­voll­zieh­bar sind.

Ihr könnt im Gespräch jeder­zeit von Aspekt zu Aspekt sprin­gen und so den Gedan­ken und Asso­zia­tio­nen in der Rei­hen­folge nach­spü­ren, wie sie für deine Coa­chee auf­tau­chen. Das ist oft sinn­vol­ler, als lis­ten­haft einen Aspekt nach dem ande­ren abzu­ar­bei­ten. Da alle Erfolgs­fak­to­ren sicht­bar sind und reser­vierte Flä­che für Text haben, kannst du von Idee zu Idee hüp­fen und die Ein­träge in der Denk­rei­hen­folge dei­ner Coa­chee dort ergän­zen, wo sie jeweils hin­ge­hö­ren. Wie beim klas­si­schen Mind-Map­ping setzt das Rie­sen­rad als visu­el­les Coa­ching­tool krea­tive Lösungs­pro­zesse in Gang.

Ihr könnt den Erkun­dungs­pro­zess so lange fort­set­zen wie nötig. Viel­leicht musst du wei­tere Blät­ter rechts, links oder oben anbauen, um alle Ideen zu erfas­sen. ODER: Du nutzt den begrenz­ten Platz des Blat­tes, um den Pro­zess bewusst auf das Wesent­li­che zu fokus­sie­ren und zu beschleunigen.

Tretet am Ende dieser Phase gemeinsam einen Schritt zurück.

Lasse deine Coa­chee über die bis­he­ri­gen Erkennt­nisse kurz reflek­tie­ren: Wie geht es ihr mit dem Gesamt­bild bis hier­her? Ist eine bestimmte Erkennt­nis für sie beson­ders rele­vant? Ist ihre Fra­ge­stel­lung noch die glei­che wie am Anfang? Wenn sich Dinge ver­scho­ben haben, dann nimm das in das Rie­sen­rad mit auf. Ergänze Aus­sa­gen an pas­sen­der Stelle, über­klebe oder strei­che durch, was ggf. nicht mehr rele­vant ist.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Jetzt geht es um das Erkun­den der Erfolgs­fak­to­ren. Die Leit­frage in die­sem Sta­dium des visu­el­len Coa­chings lau­tet: Was hast du unter­nom­men, um all das zu erledigen?

5. Konkrete Schritte als umgebende Sphäre

Ihr kommt jetzt in den Bereich der Ein­zel­schritte bzw. To-Dos. Dies ist der nächste natür­li­che Schritt für deine Coa­chee auf dem Weg vom Wunsch über das Zukunfts­bild, dem Erkun­den der Erfolgs­fak­to­ren und der anschlie­ßen­den Reflexion.

Die Inter­ven­ti­ons­frage in die­ser Phase lautet:

  • Was sind deine nächs­ten Schritte?

Leite deine Coa­chee dazu an, auf den Punkt zu kom­men und sich selbst (oder ande­ren) kon­krete Auf­ga­ben zu stel­len. Je kla­rer sie die nächs­ten Hand­lungs­schritte for­mu­liert, desto besser.

Ziehe zum Sam­meln der To-Dos eine lockere Kreis­li­nie um die bis­her ent­stan­dene Visua­li­sie­rung. Die for­mu­lier­ten To-Dos für die ein­zel­nen Berei­che hängst du wie die Gon­deln eines Rie­sen­rads an die­sen Kreis. Schreibe ent­we­der direkt aufs Blatt oder nutze Kle­be­zet­tel, um noch fle­xi­bler zu sein. Trage dort ein, was als nächs­tes zu erle­di­gen ist, damit die Aus­sage des Bereichs (der jewei­lige Erfolgs­fak­tor) wahr wird.

Bei unse­rem Bei­spiel „Ich habe ein Tanz­thea­ter gefun­den, das zu unse­rem Wunsch­ter­min geöff­net hat“ könn­ten die nächs­ten bei­den Hand­lungs­schritte sein: „Tele­fon­num­mern von drei nahe­ge­le­ge­nen Thea­tern her­aus­su­chen“ und „Thea­ter abte­le­fo­nie­ren und Öff­nungs­zei­ten für den kom­men­den Monat erfra­gen“.

Visualisierung Coaching Riesenrad-Methode © Viktoria Cvetković bebildert.eu

Im letz­ten Schritt geht es darum, kon­krete To-Dos zu for­mu­lie­ren: Was sind deine nächs­ten Handlungsschritte?

Optional: 6. Farbe zur leichteren Orientierung

Es kann sinn­voll sein, mit ein paar Farb­mar­kie­run­gen eine wei­tere Ord­nungs­ebene in dein Rie­sen­rad zu brin­gen. Hier nur drei Möglichkeiten:

  • Ihr könnt Wün­schen, Zun­kunfts­bild und The­men­fel­dern eigene Far­ben zuord­nen und sie so optisch von­ein­an­der tren­nen. Lasse deine Coa­chee ent­schei­den, wel­che Farbe für sie zu wel­chem Bereich passt.
  • Ihr könnt The­men und Aspekte prio­ri­sie­ren: Die wich­tigs­ten, zweit­wich­tigs­ten und dritt­wich­tigs­ten Schritte bekom­men eige­nen Farben.
  • „Wer macht was“ zuwei­sen: Wenn die Auf­ga­ben nicht nur von einer Per­son erle­digt wer­den sol­len, könnt ihr mit ver­schie­de­nen Far­ben kenn­zeich­nen, wer jeweils wofür zustän­dig ist. Auch hier sollte deine Coa­chee selbst ent­schei­den dür­fen, wem sie wel­che Farbe zuordnet.

 

Wie es nach dem visuellen Coaching weitergeht

Die Erkennt­nisse aus der Rie­sen­rad-Methode arbei­ten inner­lich wei­ter. Ich emp­fehle, dei­ner Coa­chee die Visua­li­sie­rung mit­zu­ge­ben. Also tat­säch­lich das Flip­chart zusam­men­zu­rol­len und ihr zu über­rei­chen – oder im vir­tu­el­len Coa­ching ihr die Datei gleich im Anschluss zur Ver­fü­gung zu stellen.

Immer­hin ist das, was ihr vor­her dif­fus im Kopf her­um­ge­schwirrt ist und viel­leicht auch belas­tend auf der Seele lag, nun aus­ge­la­gert auf ein Blatt Papier. Es ist exter­na­li­siert, kann leich­ter bear­bei­tet und dann auch los­ge­las­sen werden.

Das Rie­sen­rad ist ein Gesamt­bild, das von den Wün­schen bis zu den kon­kre­ten To-Dos alles über­sicht­lich zusam­men­hält. In der Mitte bleibt stets das wich­tigste Ele­ment im Blick: die Situa­tion, in der deine Coa­chee zukünf­tig sein will. Um die Mitte herum grup­pie­ren sich ihre Erfolgs­fak­to­ren und am Rand ste­hen die kon­kre­ten Hand­lungs­schritte. Die Visua­li­sie­rung doku­men­tiert so nicht nur das Ergeb­nis der Lösungs­su­che, son­dern ist auch ein emo­tio­nal anspre­chen­des Abbild für den Pro­zess und das Ziel selbst.

Wenn mög­lich und erwünscht, kann deine Coa­chee ihr Rie­sen­rad gut sicht­bar dort­hin hän­gen, wo täg­lich ihr Blick dar­auf fällt. Das moti­viert beim Dran­blei­ben. Für die kon­krete Umset­zung der ein­zel­nen To-Dos kann sie fixe Ter­mine fest­le­gen und sie sich als zu erle­di­gende Punkte in den Kalen­der oder Tages­plan schrei­ben. Sobald ein To-Do erle­digt ist, kann sie das im Rie­sen­rad kenn­zei­chen: durch­strei­chen, anma­len oder einen gro­ßen, grü­nen Haken set­zen sind nur drei Mög­lich­kei­ten, um den eige­nen Fort­schritt sicht­bar zu machen.

Die Riesenrad-Methode unter Anleitung testen

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Wie oben schon ein­mal angemerkt:

„Es emp­fiehlt sich, den Berg, auf den man andere füh­ren will, aus eige­ner Erfah­rung zu ken­nen.“ (Wolf Bün­tig)

Bevor du also die Rie­sen­rad-Methode im Coa­ching an ande­ren Men­schen aus­pro­bierst, soll­test du den Pro­zess einige Male selbst durch­lau­fen. Das ist anhand der oben beschrie­be­nen Schritte im Selbst­stu­dium möglich.

Wenn du dich dabei nicht sicher fühlst – gerade, was die Über­gänge zwi­schen den ein­zel­nen Pha­sen angeht, oder wie du die Visua­li­sie­rung des Zukunfts­bil­des mög­lichst ein­fach gestal­ten kannst: Leich­ter und schnel­ler geht es unter per­sön­li­cher Anlei­tung. Denn eine Selbst­er­fah­rung unter per­sön­li­cher Anlei­tung kann auch der beste Text nicht ersetzen.

Nor­ma­ler­weise braucht es nicht län­ger als 50 bis 60 Minu­ten, um die Rie­sen­rad-Methode im Dia­log durchzuführen.

Dafür stehe ich dir gerne im Rah­men der Punkt­lan­dung zur Seite. Im Gespräch mit dir teile ich gerne auch wei­ter­füh­rende Tipps aus über fünf Jah­ren prak­ti­scher Erfah­rung mit die­ser und ande­ren visu­el­len Coaching-Methoden.

Klingt gut? Dann buche deine Punkt­lan­dung hier:

Wenn du noch ein biss­chen näher dran sein willst an dem, was bei mir so pas­siert, wel­che neuen Pro­jekte ich starte oder wel­che Trai­nings aktu­ell sind, dann abon­niere gerne hier mei­nen Newsletter:

*Pflicht­feld. Du kannst dich jeder­zeit mit einem Klick wie­der abmel­den. Die Infos, dich ich per E‑Mail ver­schi­cke, wähle ich sorg­fäl­tig aus und ver­sorge dich nor­ma­ler­weise vier Mal im Monat mit Neu­ig­kei­ten. Meine E‑Mails ent­hal­ten neben zahl­rei­chen kos­ten­lo­sen Tipps und Inhal­ten auch Infor­ma­tio­nen zu mei­nen Kur­sen, Ange­bo­ten und Aktio­nen. Hin­weise zum Daten­schutz, Wider­ruf, Pro­to­kol­lie­rung sowie der von der Ein­wil­li­gung umfass­ten Erfolgs­mes­sung erhältst du unter Daten­schutz.

Hi, ich bin Viktoria.

© Viktoria Cvetković bebildert.eu

Ich helfe dir, mit visu­el­len Noti­zen Zusam­men­hänge sicht­bar zu machen, Wis­sen zu sichern und im Gedächt­nis zu verankern.

Hol dir die kos­ten­lose Anlei­tung für dei­nen visu­el­len Tagesplan: 

Anleitung visueller Tagesplan

Ohne Fir­le­fanz und Gir­lan­den – ein­fach nur das, was du wirk­lich brauchst, um sofort loszulegen.